Mittwoch, 28. November 2012

Brad Meltzer: Das Buch der Lügen

Bewertung: *****

Cal Harper musste in jungen Jahren mit ansehen, wie seine Mutter starb und sein Vater dafür ins Gefängnis kam. Knapp zwanzig Jahre später arbeitet er für eine Organisation, die sich um obdachlose Menschen kümmert.
Doch in dieser Nacht ist es kein Unbekannter, den er und sein Partner Roosevelt aufsammeln, sondern sein eigener Vater.
Lloyd Harper hat einen Transport Job angenommen und setzt nun alles dran seine Fracht ans Ziel zu bringen. Cal traut ihm nicht und folgt ihm gemeinsam mit einem ehemaligen Kollegen vom ICE. Die Ereignisse überschlagen sich und sie werden von Ellis, der hinter dem her ist, was Lloyd transportiert, überwältigt.
Doch Cal war es vorher gelungen die Ware auszutauschen und mit seinem Vater macht er sich nun daran herauszufinden, was das Geheimnis ist, hinter dem anscheinend nicht nur Ellis her ist.
Alles deutet auf ein "Buch der Lügen" hin, das Aufschluss über die erste Mordwaffe der Geschichte geben soll (Kain und Abel) und die Spuren führen zum Haus des Superman Erfinders Jerry Siegel. Schon Jerrys Vater Mitchell Siegel stand in irgendeinem Zusammenhand zum Buch der Lügen und bezahlte dies mit seinem Leben.
Aber was ist das Buch der Lügen wirklich und was steht darin?

"Das Buch der Lügen" von Brad Meltzer ist leider nicht ganz das was ich erwartet habe.
Mal abgesehen davon, dass man sich darüber streiten kann, ob es denn Kain und Abel überhaupt gegeben hat und Kain tatsächlich den ersten Mord der Geschichte begangen hat (das wird in diesem Buch nicht einmal auch nur in Zweifel gezogen), so finde ich die Geschichte an sich auch ziemlich weit hergeholt. Ich habe nicht verstanden, was denn nun so besonders daran sein soll, womit Kain seinen Bruder Abel ermordet hat.
Aber da es sich hier um ein Buch eines amerikanischen Autors handelt, wird die Evolutionstheorie einfach mal als nicht existent betrachtet und der Text aus der Bibel als fester Bestandteil der Geschichtsschreibung. Gut, soweit kann man das auch der künstlerischen Freiheit des Autors überlassen.
Allerdings besteht auch der Rest von "Das Buch der Lügen" nicht gerade aus einem spannenden Thriller. Der böse Ellis jagt den guten Cal und dazu mischen noch ein paar andere mit. Die beiden "Alibi-Frauen" die präsentiert werden, nehmen weder wirkliche Form an, noch werden ihre Beweggründe richtig erklärt. Sie scheinen eher einen dekorativen Zweck zu erfüllen.
Das Einzige, was mir wirklich gefallen hat, sind die Bilder im Buch, die geholfen haben, die Entdeckungen der Figuren nachzuvollziehen.
Der Rest war ganz solide, aber von diesem Autor muss ich wirklich nicht mehr lesen.


Und hier kann man das Buch kaufen: Brad Meltzer: Das Buch der Lügen

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