Mittwoch, 28. November 2012

Petra Hammesfahr: Ein fast perfekter Plan

Bewertung: *****

Kerstin Riedke hat sich vom Lehrmädchen zur Besitzerin eines florierenden Friseursalons hochgearbeitet. Ihr Freund ist attraktiv und einige Jahre jünger als sie. Das Geld reicht für ein angenehmes Leben und den einen oder anderen Urlaub. Kerstin könnte zufrieden sein mit ihrem Leben.
Doch im Salon erfährt sie täglich die Annehmlichkeiten, die das Leben ihrer betuchten Kundschaft mit sich bringt. Besonders Carla Sartorius hat es ihr angetan. Carla lebt zwar in einer lieblosen Ehe ohne eigene Kinder, doch finanziell geht es ihr gut. Sie erzählt regelmäßig von einem Leben im Luxus, wie es auch Kerstin zu gerne führen würde.
So erfährt Kerstin auch vom todkranken Ehemann der Kundin und der jungen Stieftochter Regine, die Alleinerbin des Vermögens sein wird.
In Kerstin wächst ein fast perfekter Plan heran. Ihr Freund, Richard Maltei, soll sich in das Herz von Regine einschleichen, sie heiraten und Kerstin nach dem hoffentlich bald eintretenden Tod des Vater Sartorius und dem nachgeholfenen Tod der Erbin Regine Sartorius, das Vermögen verschaffen.
Doch der Plan ist nur FAST perfekt ...

"Ein fast perfekter Plan" von Petra Hammesfahr versucht vieles gleichzeitig zu sein und ist dabei nichts richtig. Einen Psychothriller stelle ich mir jedenfalls spannender und mit mehr "Psycho" vor.
Zudem fand ich die Geschichte und die Figuren sehr unglaubwürdig.
Besonders Regines Verhalten konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Am liebsten hätte ich sie die Hälfte des Buchs über geschüttelt und sie angeschrien, dass sie endlich mal die Augen auf machen soll, zumal ihre Reaktionen und ihre Unterwürfigkeit auch in keiner Weise erklärbar waren. Auch das Verhältnis zwischen Regine und Carla fand ich extrem inkonsequent. Mal hasst Regine ihre Stiefmutter, dann sind sie wieder ein Herz und eine Seele. Also so absolut aus dem Leben gegriffen.
Die Geschichte an sich und auch das Ende sind ziemlich vorhersehbar, lassen wenig Spielraum und wirken auf mich wie auf dem Reißbrett entworfen. Zwar ist es schon einige Jahre her, dass ich zuletzt ein Buch von Petra Hammesfahr gelesen haben, doch wirkte ihre Schreibe damals auf mich nicht so lieblos und zumindest die Figuren waren glaubwürdiger entworfen.
Auch das "mysteriöse" an der Geschichte ist nicht passend eingebunden. Mal wird der Leser über Seiten mit Seancen etc. gelangweilt und dann wieder wird eine wirkliche Eingebung in einem Nebensatz abgetan. So wirkte "Ein fast perfekter Plan" auf mich langweilig und wenig innovativ.


Und hier kann man das Buch kaufen: Petra Hammesfahr: Ein fast perfekter Plan

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