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Freitag, 14. Juli 2017

Guillaume Musso: Vierundzwanzig Stunden



Inhaltsangabe des Verlages:
Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind - die Zeit ...

Für mich ist "Vierundzwanzig Stunden" von Autor Guillaume Musso nicht eines seiner besten Bücher. Wie häufig in seinen Büchern verschwimmen hier die Grenzen zwischen Phantasie und Realität. Diesmal steht das Thema Zeitreise im Mittelpunkt. Unglücklich finde ich auch die Inhaltsangabe des Verlages, denn sie implementiert, dass es Lisa ist die hier Hauptfigur ist und aus deren Perspektive erzählt wird. Das ist jedoch nicht so, da Lisa eigentlich eher als Nebenfigur auftritt und es vielmehr Arthur Costello ist um den sich die Ereignisse drehen.
Die Grundidee des Geheimnisses im Leuchtturm und eines Fluches der sich durch die Generationen zieht fand ich sehr gut. Zu Anfang erfährt man auch einiges über die schwierige Beziehung zwischen Arthur und seinem Vater und auch Großvater Sullivan kann viel zur Klärung beitragen. Diese Figuren fand ich allesamt überzeugend. Nicht so gut gefallen hat mir jedoch Lisa, die nicht wirklich sympathisch rüber kommt und bei der ich gar nicht so viel Lust hatte mehr über eine Liebesbeziehung mit Arthur zu lesen. Letztendlich gab es auch hier einige schöne Szenen, aber die Romanze ist in diesem Buch nicht das tragende Element.
Bleibt also die Thriller-ähnliche Handlung. Zu Anfang hat mir das ganz gut gefallen, auch wenn ich jetzt nicht sagen kann, dass ich voller Spannung war wie es mir schon mit anderen Geschichten von Guillaume Musso ging. Was mir hier aber überhaupt nicht gefallen hat war die Auflösung. Ich habe mich da schon gefragt ob das eine Notlösung des Autors war, weil er beim Schreiben festgestellt hat, dass er einfach keine logische Lösung hinbekommt. Insgesamt gesehen war "Vierundzwanzig Stunden" zwar nett zu lesen, hat mir aber bei weitem nicht so gut gefallen, wie ich es erwartet hatte. Ich kann daher nur empfehlen zu anderen Büchern des Autors zu greifen, z. B. "Nachricht von Dir".

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Guillaume Musso: Vierundzwanzig Stunden


Weitere Informationen zum Buch und zum Autor finden sich auf der Homepage des Pendo Verlages.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Guillaume Musso: Vielleicht morgen

Inhaltsangabe des Verlages:
Eigentlich müsste Matthew Shapiro, erfolgreicher Philosophieprofessor in Harvard, glücklich sein. Er ist es aber nicht, seit der Tod seiner Frau ihn und die gemeinsame Tochter einsam zurückließ.
Auch die junge Sommelière Emma Lovenstein hat sich mit ihrer Anstellung im Sterne-Restaurant »Imperator« beruflich ihren Traum erfüllt. Doch der Schmerz über die Trennung von ihrem Liebhaber François, der nach Jahren des Hinhaltens doch bei Frau und Kindern blieb, sitzt tief. Alles ändert sich, als Matthew auf dem Flohmarkt einen gebrauchten Laptop mit der Signatur »Emma L.« kauft ...


Liest man die Inhaltsangabe eines Romans von Guillaume Musso, so denkt man hier einen einfach gestrickten Liebesroman vor sich zu haben. Doch es wäre ein Fehler "Vielleicht morgen" in diese Schublade zu stecken. Egal ob als Buch oder als Hörbuch - hier liegt ein vielschichtiger Roman vor.
Ich habe mich in diesem Fall für das Hörbuch entschieden und wurde absolut gut und mit einem tollen Sprecher unterhalten. Gelesen wird "Vielleicht morgen" von Heikko Deutschmann, der ein sehr erfahrener Sprecher ist und den Leser souverän durch die verschiedenen Ebenen und Figuren dieses Hörbuchs führt.
Inhaltlich liegt hier eine Mischung aus Liebesroman, Thriller, Mystery und Drama vor und auch wenn sich diese Verbindung auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig anhört, passt sie doch prima zusammen. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Matthew, der nach dem Tod seiner Frau das Glück verloren hat und zufällig den Laptop von Emma Lovenstein kauft und wegen nicht gelöschter Daten zu ihr Kontakt aufnimmt, und eben dieser Emma Lovenstein, die in New York lebt, ebenfalls unglücklich ist, aber ihren Laptop gar nicht verkauft hat sondern von genau diesem aus auf die E-Mails von Matthew antwortet. Hört sich kompliziert und verwirrend an? Ist es auch! Denn die Geschichte entpuppt sich als immer geheimnisvoller und entwickelt sich in Richtungen die ich absolut nicht erwartet hätte. Autor Guillaume Musso hat es verstanden mich immer wieder zu überraschen und auf unerwartete Wege zu führen, auch wenn natürlich klar sein sollte, dass diese Geschichte alles andere als Realistisch ist! Es ist eine gute Portion Übersinnliches und Mysteriöses enthalten und wer das nicht mag und auf absolute Realität Wert legt, den wird wahrscheinlich auch dieser Roman nicht überzeugen können. Auch die beiden Hauptfiguren haben mir sehr gut gefallen, wobei jedoch die Nebenfiguren eher klischeehaft gezeichnet sind. Insgesamt gesehen habe ich jedoch die sechs CDs mit Spannung verfolgt, konnte es kaum abwarten weiter zu hören und das ist es genau was für mich ein gutes von einem tollen Hörbuch unterscheidet. Ich kann "Vielleicht morgen" daher an alle Hörer/Leser empfehlen, die Lust auf eine unterhaltsame Geschichte haben die man nicht immer ganz ernst nehmen darf.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Guillaume Musso: Vielleicht morgen

Weitere Informationen zum Autor und zum Hörbuch finden sich auf der Homepage von Osterwold im Haus Hörbuch Hamburg.

Montag, 3. Dezember 2012

Guillaume Musso: Nachricht von Dir

Bewertung: *****

Madeline lebt in Paris, Jonathan in San Francisco.
Auf dem Flughafen von New York kreuzen sich ihre Wege und sie verwechseln ihre Mobiltelefone. Zunächst genervt von der Unachtsamkeit des Anderen, schicken sich Madeline und Jonathan erste Nachrichten um den Rücktausch ihrer Handys zu vereinbaren. Doch bis dahin siegt die Neugier und was sie im Telefon des jeweils anderen entdecken passt so gar zum ersten schlechten Eindruck ...

Mich hat "Nachricht von Dir" sehr positiv überrascht. Zunächst bin ich davon ausgegangen, hier eine ungewöhnliche Liebesgeschichte vorliegen zu haben, die zeigt, wie sehr unser Leben doch inzwischen von Smartphones, E-Mails und anderen technischen Spielereien beherrscht wird. Umso mehr hat mich dann die Wendung der Geschichte überrascht, denn Guillaume Musso entwickelt "Nachricht von Dir" nach und nach zu einem spannenden Thriller. Der Schreibstil des Autors ist dabei absolut fesselnd und auch wenn ich bisher noch keins seiner Bücher gelesen hatte, so habe ich mich mit dieser Sprache doch direkt wohl gefühlt. Oft habe ich ein Problem mit französischer Literatur oder auch generell der französischen Sicht auf die Dinge. Doch Guillaume Musso schreibt wahrhaft kontinenteübergreifend, verbindet hier Frankreich, England und die USA zu einer Einheit, in der ländertypische Eigenheiten erkennbar sind, aber nicht entfremdend wirken.
Sehr schön fand ich auch die Einleitung der Kapitel jeweils mit einem Zitat aus bekannten Romanen.
Empfehlen kann ich "Nachricht von Dir" an alle Leser, die Themen und Länder übergreifende Geschichten mögen.

Und hier kann man das Buch kaufen: Guillaume Musso: Nachricht von Dir