Dienstag, 11. Oktober 2016

Lucinda Riley: Die Sturmschwester

Inhaltsangabe des Verlages:
Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war...


"Die Sturmschwester" von Autorin Lucinda Riley ist der zweite Band der Reihe rund um die Schwestern der Familie d’Apliése die mit "Die Sieben Schwestern" ihren Anfang nahm.
Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die zweitälteste Schwester Alkyone, genannt Ally. Wer es noch nicht weiß: Angelehnt ist die Reihe an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher auch als Reihe mit sieben Bänden von der Autorin. Jedes der Bücher widmet sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern, wobei hier jedoch auffällig ist, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
Hier erfahren wir nun jedenfalls die Geschichte von Ally und begleiten ihre Spurensuche nach Norwegen. Besonders interessant fand ich hier genauso wie im ersten Band die Kapitel aus der Vergangenheit, die hier von der Sängerin Anna und der Entstehung der Peer-Gynt-Suite  von Edvard Grieg handeln.
Ich bin selber sehr fasziniert von Norwegen und fand es absolut glaubhaft wie Ally das Land erlebt und so Stück für Stück ihre eigene Abstammung entdeckt. Natürlich ist die Familiengeschichte der Protagonistin der Phantasie der Autorin entsprungen, aber ich fand diesen Einblick in das Leben von Edvard Grieg sehr faszinierend und habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Auch die Handlung in der Gegenwart (die aus mir unbekanntem Grund im Jahr 2007 spielt) hat mich interessiert, was zum größten Teil daran liegen wird, dass mir die Figuren sehr sympathisch sind. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und hinterlassen Eindruck, was ich hier auch besonders wichtig finde, da sie wohl in den Folgebänden noch ihre Auftritte haben werden. Man erfährt immer mehr von den übrigen Schwestern und wird neugierig auf ihre eigenen Lebensgeschichten und die Umstände rund um Pa Salts Tod stellen sich auch als immer mysteriöser heraus. Es wirkt zwar nicht alles zu 100 % realistisch, aber es hat zumindest soweit funktioniert das meine Neugier geweckt ist und ich mich schon auf die weiteren Bände freue. In "Die Sturmschwester" gab es jedoch an einem Punkt auch für mich ein wenig zu viel des Guten und soviel Drama und Kitsch hätte wirklich nicht nötig sein müssen. Weniger ist auch hier manchmal mehr.

Insgesamt gesehen überwiegt aber dennoch die Begeisterung.
Empfehlen kann ich "Die Sturmschwester" an alle Leser die auch schon den ersten Band mochten. Alle die das erste Buch noch nicht gelesen haben, sollten unbedingt damit beginnen, da die Bücher stark aufeinander aufbauen.



So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die Sturmschwester


Weitere Infos zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.

Montag, 10. Oktober 2016

KW41/2016 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Zeinab Sekaanvand Lokran


Diese Woche möchte ich Euch auf Zeinab Sekaanvand Lokran aufmerksam machen:
Zeinab Sekaanvand Lokran: © privat


Die 22-jährige Zeinab Sekaanvand Lokran wurde in einem unfairen Verfahren des Mordes an ihrem Ehemann für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Zur Zeit der ihr vorgeworfenen Tat war die Angehörige der kurdischen Minderheit im Iran erst 17 Jahre alt. Sie könnte bereits am 13. Oktober hingerichtet werden.

Zeinab Sekaanvand Lokran gehört der kurdischen Minderheit im Iran an. Die 22-Jährige wurde im Oktober 2014 nach einem unfairen Verfahren vor einem Strafgericht in der Provinz West-Aserbaidschan zum Tode verurteilt. Das Todesurteil erging nach dem Prinzip der Vergeltung (Qesas) gegen sie, nachdem sie schuldig befunden worden war, ihren Ehemann getötet zu haben. Sie war im Februar 2012 in einer Polizeiwache festgenommen worden, wo sie den Mord an ihrem Mann, den sie im Alter von 15 Jahren geheiratet hatte, "gestand". Anschließend hielt man sie 20 Tage lang auf der Polizeiwache fest. In diese Zeit wurde sie eigenen Angaben zufolge mit Schlägen am ganzen Körper von männlichen Polizisten gefoltert. Sie "gestand", dass sie ihren Mann erstochen hatte, nachdem er sie monatelang körperlich und psychisch misshandelt und die von ihr gewünschte Scheidung abgelehnt hatte. Erst bei ihrem letzten Gerichtstermin erhielt sie Zugang zu einem staatlich bestellten Rechtsbeistand. Bei dieser Sitzung zog sie ihr "Geständnis" zurück und erklärte dem Richter, dass ihr Schwager, der sie mehrfach vergewaltigt hatte, der Täter war. Er habe ihr gesagt, dass sie den Mord "gestehen" solle und er sie anschließend begnadigen würde. Nach islamischem Recht können die Angehörigen von Mordopfern den Täter oder die Täterin gegen eine finanzielle Entschädigung begnadigen. Das Gericht ging den Vorwürfen von Zeinab Sekaanvand Lokran nicht nach und stützte sich bei der Urteilsfindung auf die "Geständnisse", die sie ohne rechtlichen Beistand abgelegt hatte. Obwohl sie zur mutmaßlichen Tatzeit unter 18 war, wandte das Gericht nicht die Richtlinien zum Jugendstrafrecht im islamischen Strafgesetzbuch von 2013 an, welche die Anordnung der Bestimmung der "geistigen Reife und des Entwicklungsstands" zur Tatzeit ermöglichen.

2015 heiratete Zeinab Sekaanvand Lokran einen Gefangenen, der ebenfalls im Zentralgefängnis von Urmia in der Provinz West-Aserbaidschan festgehalten wird. Nachdem bei ihr eine Schwangerschaft festgestellt wurde, informierten die Behörden sie, dass die Hinrichtung erst nach der Geburt durchgeführt werde. Am 30. September brachte man sie in ein Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses, wo sie eine Totgeburt erlitt. Die Ärzt_innen sagten ihr, dass das Kind zwei Tage zuvor an einem Schock im Mutterleib gestorben sei. Etwa zur gleichen Zeit war ihre Zellengenossin und Freundin hingerichtet worden. Man brachte sie bereits am Tag nach der Totgeburt ins Gefängnis zurück. Sie erhält weder postnatale ärztliche Betreuung noch psychosoziale Unterstützung.
 

Es gibt eine Urgent Action, die sich für Zeinab Sekaanvand Lokran einsetzt.

Schreibt eine E-Mail an: info(at)iranbotschaft.de

Betreff: Zeinab Sekaanvand Lokran

Text:
Mit Bitte um Weiterleitung an den Religionsfuehrer: Ayatollah Sayed 'Ali Khamenei

Exzellenz,
mit grosser Sorge habe ich erfahren, dass die 22-jaehrige Zeinab Sekaanvand Lokran in einem unfairen Verfahren zum Tode verurteilt wurde. Zur mutmasslichen Tatzeit war sie erst 17 Jahre alt. Bitte stellen Sie jegliche Plaene fuer die Hinrichtung von Zeinab Sekaanvand Lokran ein. Stellen Sie bitte sicher, dass ihr Schuldspruch und das Todesurteil aufgehoben werden und man ihr ein faires Wiederaufnahmeverfahren gewaehrt, das den Richtlinien des Jugendstrafrechts entspricht und bei dem nicht auf die Todesstrafe zurueckgegriffen werden kann. Sorgen Sie bitte dafuer, dass die von ihr erhobenen Vorwuerfe ueber Folter und anderweitige Misshandlungen untersucht werden und stellen Sie sicher, dass jegliche Aussagen, die unter Folter und anderweitiger Misshandlung erzwungen wurden oder in dem Zeitraum erlangt wurden, als sie keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand hatte, nicht vor Gericht als Beweismittel zugelassen werden. Ich moechte Sie daran erinnern, dass sowohl der Internationale Pakt ueber buergerliche und politische Rechte als auch das Uebereinkommen ueber die Rechte des Kindes, zu deren Vertragsstaaten der Iran gehoert, es verbieten, Personen, die zur Tatzeit unter 18 Jahre alt waren, zum Tode zu verurteilen. Bitte erlassen Sie ein Hinrichtungsmoratorium mit dem Ziel, die Todesstrafe ganz abzuschaffen.


Mit freundlichen Gruessen

(Dein Name)


Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Drohende Hinrichtung

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.





"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)


Mittwoch, 5. Oktober 2016

Melinda Salisbury: Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Inhaltsangabe frei nach dem Originalverlag:
Die 17jährige Twylla lebt in einem Schloss. Aber obwohl sie mit dem Kronprinzen verlobt ist, ist Twylla nicht gerade ein Mitglied des Hofes.
Sie ist der Henker.
Als Verkörperung der Göttin tötet Twylla sofort jeden der sie berührt. Jeden Monat wird sie in ein Verlies gebracht und gezwungen, ihre Hände auf die des Verrates Beschuldigten zu legen. Niemand wird jemals ein Mädchen mit dem Tod in den Adern lieben. Auch der Prinz, dessen königliches Blut ihn angeblich immun macht gegen Twyllas fatale Berührung, vermeidet ihre Gegenwart.
Aber dann wird Twylla eine neue Wache zugeteilt. Ein Junge, dessen leichtes Lächeln hinwegtäuscht über seine tödliche Fechtkunst. Und im Gegensatz zu den anderen ist er in der Lage über Twyllas Aufgabe als Henker hinwegzuschauen und das Mädchen zu sehen, nicht die Göttin. Doch Twylla ist schon dem Prinzen versprochen, und weiß, was Menschen droht, die der Königin im Wege stehen.
Da ist ein verborgenes Geheimnis noch das Geringste von Twyllas Problemen. Die Königin hat einen Plan ihre Feinde zu vernichten. Einen Plan, der ein magenumdrehendes, unaussprechliches Opfer erfordert. Wird Twylla tun was es benötigt um ihr Land zu schützen? Oder wird sie ihre Pflicht vernachlässigen für eine verfluchte Liebe?



Die Inhaltsangabe des Verlages zu "Goddess of Poison - Tödliche Berührung" von Autorin Melinda Salisbury hatte mich neugierig gemacht. Das klang doch genau nach der Art von Geschichte wie ich sie gerne lese.
Leider konnte mich das Buch jedoch überhaupt nicht überzeugen.
Es gibt vieles das mir hier nicht gefallen hat. Das fängt schon an beim Titel. Wenn man denn meint, dass ein Buch auch in der deutschen Ausgabe einen englischen Titel haben sollte, so sollte das wenigstens der Originaltitel sein und nicht irgendwas Neues. Im Original lautet der Titel nämlich nicht "Goddess of Poison" (frei übersetzt: Göttin des Gifts), sondern "The Sin Eeater‘s Daughter" (frei übersetzt: Die Tochter der Sündenesserin).
Das ich dieses Buch nicht mochte ärgert mich ein wenig, denn Cover und Inhalt klangen wirklich so vielversprechend. Ich mag auch die Welt, die Autorin Melinda Salisbury hier erschaffen hat. Das Land Lormere, die Sagen und magischen Elemente, das hätte alles so schön werden können.
Nur leider passiert in diesem Buch nicht sonderlich viel.
Die deutsche Inhaltsangabe gibt wieder, dass Twylla "nach und nach" eine Intrige aufdecken würde. Tatsache ist, dass ihr jemand die Wahrheit erzählt und bum weiß sie es. Ich weiß nicht, was denn daran "nach und nach" sein soll. Die übrige Zeit verbringt Twylla sehr viel im Tempel oder in ihrem Zimmer. Sie hat keine Freunde, sie ist mir auch nicht sonderlich sympathisch. Alles was ich von ihr weiß ist, dass sie die Tochter der Sündenesserin ist und sich ihre Persönlichkeit darüber definiert, was andere von ihr denken und dass sie singen kann und rote Haare hat (Ach ja, rothaarig, singen und ein Kronprinz – klingelt es da bei jemandem? Genau. Das war "Selection", nur besser als hier.). Alle Elemente die ich interessant fand (z. B. das mit dem Sündenessen) wurden leider nur am Rande erwähnt und spielen keine große Rolle für die Handlung. Das ganze hätte durch die Liebesgeschichte gerettet werden können, doch leider ist die genauso eine Seifenblase wie der Rest der Geschichte. Mein Eindruck einer unvollständigen und ziemlich platten Geschichte kann natürlich daran liegen, dass die Autorin hier einfach noch nicht zu viel in den ersten Teil einer Reihe packen wollte (Überraschung: Es folgen wahrscheinlich noch zwei weitere Bände) und sich die Handlung noch ganz toll entwickelt. Aber ich bin erst mal ernüchtert und habe vorerst genug davon.



So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Melinda Salisbury: Goddess of Poison - Tödliche Berührung


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Bloomoon Verlages.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Lucinda Riley: Das italienische Mädchen


Inhaltsangabe des Verlages:
Rosanna Menici ist elf, als sie zum ersten Mal dem Mann begegnet, der ihr Schicksal bestimmen wird. Der junge Tenor Roberto Rossini ist in seiner Heimat Neapel bereits ein umschwärmter Star und schenkt dem schüchternen Mädchen, das bei einer Familienfeier singen soll, kaum Beachtung. Doch als die ersten Töne den Raum erfüllen, kann er seine Augen nicht mehr von Rosanna lösen, so rein und einzigartig ist diese Stimme. Sechs Jahre später treffen Rosanna und Roberto an der Mailänder Scala wieder aufeinander. Auf der Bühne vereint, entwickeln ihre Stimmen einen Zauber, der sie einen unvergleichlichen Siegeszug durch die Opernhäuser der Welt antreten lässt. Doch ihre leidenschaftliche Liebe wird zu einer Obsession, die sie für alles um sie herum blind werden lässt …

Ich habe „Das italienische Mädchen“ von Lucinda Riley als Hörbuch gehört.
Gelesen wird es von Simone Kabst, die wohl auch schon einige andere Bücher der Autorin eingelesen hat. Als Sprecherin ist mir Frau Kabst weder besonders negativ noch positiv aufgefallen. Ich wäre nicht abgeschreckt, noch einmal ein Hörbuch mit ihr als Sprecherin zu hören, aber es wäre für mich auch kein Garant für ein besonders gutes Hörbuch. Sie bemüht sich um Betonung, was eben mal mehr und mal weniger gelingt. Generell kann man ihrer Stimme aber ganz gut zuhören ohne genervt zu sein.
Inhaltlich hat mich „Das italienische Mädchen“ enttäuscht. Ich bin natürlich auch ziemlich verwöhnt was Lucinda Riley betrifft und entsprechend hoch ist meine Erwartungshaltung. Ich wusste vorher praktisch nichts über das Buch, aber nach dem Hören war ich mir sicher, dass es sich nicht um ein neues Werk der Autorin handelt, sondern um irgendwas älteres das ausgegraben wurde nachdem sich der Erfolg eingestellt hat. Genauso ist es auch tatsächlich. Im Buch soll es dazu wohl auch ein Vorwort der Autorin geben, worauf beim Hörbuch jedoch verzichtet wurde.
Besonders enttäuscht bin ich von der Hauptfigur Rosanna. Sie soll der Sympathieträger der Geschichte sein, mit ihr soll man als Leser mitfiebern und hoffen das alles für sie gut ausgeht. Das hat sich bei mir jedoch leider nicht eingestellt. Der Funke ist sozusagen nicht übergesprungen und mir war Rosanna zumindest ab der zweiten Romanhälfte einfach nicht mehr so sympathisch. Einige der Nebenfiguren fand ich sehr interessant, aber deren Geschichte stand natürlich eher im Hintergrund. Während am Anfang alles sehr ausführlich und detailliert erzählt wurde, hatte ich am Ende eher den Eindruck, dass doch alles sehr rasant ging und dann die Jahre im Zeitraffer abgefertigt wurden. Insgesamt entspricht „Das italienische Mädchen“ daher nicht dem was ich erwartet und erhofft hatte. Empfehlen kann ich es daher eigentlich nur an Leser die das Werk von Lucinda Riley vollständig lesen wollen, oder aber noch nichts von der Autorin kennen, so dass hier keine falsche Erwartung entsteht.

So habe ich bewertet:

Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Lucinda Riley: Das italienische Mädchen

Weitere Infos zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Hörverlages.


Samstag, 1. Oktober 2016

Limes unterwegs ... rund um Kap Hoorn

Limes hatte mal wieder das Fernweh gepackt und er hat sich aufgemacht einen neuen Kontinent zu erkunden. 

Los ging die Reise in Valparaiso, Chile.

Durch die Magellanstraße ging es nun auf den Weg in Richtung Süden. Besonderes Highlight sind hier die Gletscher.

Beim Anblick dieses Regenbogens hat sich Limes auch direkt schönes Wetter für die kommenden Tage gewünscht.

An Land ging es nun wieder in Punta Arenas, Chile.
Hier hat Limes die Landschaft erkundet und einen Spaziergang durch den Nationalpark unternommen.
Die Luft war zwar kalt, aber wunderbar klar.
Im Ort steht eine Statue von Magellan und es heißt, dass man dorthin zurückkehren wird, wenn man den Fuß der Statue berührt. Limes hat das natürlich ausprobiert.
Zum Glück hatte Limes auch ein paar wärmere Klamotten eingepackt, denn morgens um 7 Uhr kann es an so einem Gletscher doch ziemlich frisch sein.

Die nächste Station der Reise war die südlichste Stadt der Erde: Ushuaia, Argentinien.
Ein besonderer Ausflug ging auch hier in den Nationalpark, in dem die südlichste Eisenbahn der Erde fährt.
Natürlich hat Limes auch eine Fahrt unternommen.
Im Anschluss wurde natürlich auch noch die Umgebung von Ushuaia erkundet.
 

Am nächsten Tag stand dann Erholung auf See auf dem Programm und sogar die Sonne hat sich herausgewagt, auch wenn es etwas wärmer hätte sein können.

Ein absolutes Highlight wartete in der Nähe von Puerto Madryn, Argentinien auf Limes. Er hat eine Pinguinkolonie besucht.
So auf Augenhöhe waren sich alle Beteiligten sehr sympathisch.
Ganz in der Nähe konnte man die Seeelefanten am Strand liegen sehen und besonders interessant sah hier auch die Brandung aus.
Schließlich war auch noch ein Abstecher zu den Seehunden drin.

Nach diesen interessanten Erlebnissen in der Natur war es wieder Zeit für ein neues Land. Mit Montevideo hieß uns die Hauptstadt von Uruguay willkommen.
Allerdings war das Wetter hier echt durchwachsen und die Fotomotive daher etwas spärlich vor grauem Himmel.

Ganz anders sah es jedoch in Buenos Aires, Argentinien aus. Der berühmte Friedhof wartete im Sonnenschein und Limes konnte unter anderem das Grab von Evita besichtigen.

Besonders gut gefallen hat Limes aber das Künstler- und Tangoviertel mit seinen bunten Farben.


Nach den ganzen Landgängen blieb dann nur noch das Schiff zu erkunden und so hat Limes noch einen Ausflug in die Schiffsküche unternommen.
Besonders die leckeren Nachspeisen haben es ihm angetan.
Und das Personal freute sich auch über eine kleine Ablenkung vom Alltag.

Schließlich stand auch noch ein Besuch auf der Schiffsbrücke an, bei der Limes vom 1. Offizier ein wenig herumgeführt wurde.
Etwas gruselig ist immer der Glasboden, aber zum Glück ist Limes schwindelfrei.
Die Schiffsbrücke verfügt auch definitiv über den Balkon mit der schönsten Aussicht.

Leider geht jede Reise immer viel zu schnell vorbei, aber Limes konnte noch zum Abschluss den Sonnenuntergang genießen.

Mittwoch, 28. September 2016

KW39/2016 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Genaro Rincon

Diese Woche möchte ich Euch auf Genaro Rincon aufmerksam machen:
 Karte Dominikanische Republik: © Amnesty International

Am 25. September gegen 20:30 Uhr wurde der Menschenrechtsverteidiger Genaro Rincon in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, verbal und körperlich angegriffen. In jüngster Zeit berichteten mehrere Menschenrechtsverteidiger_innen, die sich, ebenso wie Genaro Rincon, gegen Staatenlosigkeit in der Dominikanischen Republik einsetzen, von Drohungen, Einschüchterung und Beleidigungen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit.
Am 25. September verließ Genaro Rincon sein Büro im Viertel Zona Colonial und ging zu einer nahegelegenen Bushaltestelle, um zu seinem Wohnort Santo Domingo Este zu fahren. Gegenüber Amnesty International sagte Genaro Rincon, dass ein Mann ihn auffällig beobachtete, während er auf den Bus wartete. Gegen 20:15 Uhr stieg Genaro Rincon in den Bus ein. Der Mann, den er zuvor gesehen hatte, saß vor ihm und begann nach wenigen Minuten Genaro Rincon zu beschimpfen. Mehrfach schrie er: "Die haitianische Rasse ist die schlimmste der Welt!" Später nahm der Mann sein Mobiltelefon und sagte: "Ja, ich bin bei ihm". Dann wandte er sich mit der Aussage "Du bist einer von diesen Verteidigern" an Genaro Rincon und versuchte, diesen ins Gesicht zu schlagen.
Der Busfahrer bat beide Männer, den Bus zu verlassen. Genaro Rincon versuchte sich zu weigern, als ein zweiter Mann sich plötzlich von hinten näherte und ihn auf die Straße stieß. Während Genaro Rincon am Boden lag, warf einer der beiden Angreifer einen Zementblock auf ihn, der ihn an Kopf und Brust traf. Genaro Rincon konnte sich wehren, indem er einem der beiden Männer mit einem Stift ins Auge stach. In diesem Moment schrie ein Passant "Er ist bewaffnet!", um die Angreifer abzulenken. Dies ermöglichte Genaro Rincon, wegzurennen und in einer nahegelegenen Tankstelle um Hilfe zu bitten. Die Angestellten der Tankstelle riefen einen Krankenwagen, der Genaro Rincon in ein Krankenhaus brachte. Die Ärzt_innen stellten eine schwere Kopfverletzung sowie Verletzungen an den Lippen, der Brust, den Beinen und Füßen fest.
Der Angriff erfolgte wenige Tage nach öffentlichen Gedenkveranstaltungen anlässlich eines Urteils des Verfassungsgerichts aus dem Jahr 2013, über die in den nationalen Medien ausführlich berichtet wurde. Das Urteil hatte dazu geführt, dass Zehntausende Dominikaner_innen haitianischer Abstammung zu Staatenlosen geworden waren. Genaro Rincon war ein Rechtsbeistand in diesem symbolischen Fall. Seit den Gedenkveranstaltungen haben Bedrohungen, Einschüchterung und Beleidigungen in sozialen Medien gegen Menschenrechtsverteidiger_innen, die mit diesem Fall arbeiten, zugenommen. Mindestens zwei Menschenrechtsverteidiger, darunter Genaro Rincon, haben in den vergangen zwei Wochen berichtet, dass sie von unbekannten Autos verfolgt worden waren. 


Es gibt eine Urgent Action, die sich für Genaro Rincon einsetzt.

Schreibt eine E-Mail an: info(at)pgr.gob.do, info(at)embajadadominicana.de

Betreff: Genaro Rincon

Text:
Sehr geehrter Herr Staatsanwalt, 

mit grosser Sorge habe ich erfahren, dass der Menschenrechtsverteidiger Genaro Rincon in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik,  am 25. September verbal und koerperlich angegriffen wurde.
Leiten Sie bitte unverzueglich eine unabhaengige und sorgfaeltige Untersuchung des Angriffs gegen Genaro Rincon ein. Veroeffentlichen Sie die Ergebnisse und bringen Sie die Verantwortlichen für die Planung und Durchfuehrung vor Gericht. Ergreifen Sie bitte Massnahmen, um Genaro Rincon sowie alle anderen dominikanischen Menschenrechtsverteidiger_innen, die sich gegen Staatenlosigkeit einsetzen, effektiv und gemaess ihren Wuenschen, zu schuetzen. Ich moechte Sie daran erinnern, dass Sie nach der UN-Erklaerung zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern aus dem Jahr 1998 dazu verpflichtet sind, diese zu schuetzen. Ich bitte Sie, Rassismus, anti-haitianische Rhetorik und alle Formen der Diskriminierung oeffentlich zu verurteilen und die Verwendung von stigmatisierender Sprache gegen Menschenrechtsverteidiger_innen, die sich für das Recht auf Staatsangehoerigkeit einsetzen, zu unterbinden.
 
Mit freundlichen Gruessen
(Dein Name)


Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Aktivist angegriffen

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.




"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)


Freitag, 3. Juni 2016

KW22/2016 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Jiang Yefei und Dong Guangping



Diese Woche möchte ich Euch auf Jiang Yefei und Dong Guangping aufmerksam machen:

 Dong Guangping: © privat

Den beiden chinesischen Aktivisten Jiang Yefei und Dong Guangping drohen Folter, anderweitige Misshandlungen und ein unfaires Verfahren. Die beiden Männer wurden von Thailand nach China abgeschoben, obwohl der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge sie als Flüchtlinge anerkannt hatte. Dies stellt einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar. Jiang Yefei wurde mehr als sechs Monate lang ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft festgehalten.
Nun ist auch der Haftort von Dong Guangping bekannt. Beide wurden mehr als sechs Monate lang ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft festgehalten.

Sechs Monate nachdem die beiden chinesischen Aktivisten Jiang Yefei und Dong Guangping am 13. November 2015 aus Thailand abgeschoben wurden, haben die Behörden endlich den Aufenthaltsort von Jiang Yefei in einer Mitteilung über seine Festnahme bekanntgegeben. In der Mitteilung, die auf den 14. Mai 2016 datiert ist, heißt es, dass er wegen "Anstiftung zum Umsturz der Staatsmacht" und "Treffens von Vorbereitungen für die illegale Einreise einer anderen Person" festgenommen worden sei.
Die Familie von Dong Guangping hat bestätigt, dass er in der Hafteinrichtung Nr. 2 in Chongqing festgehalten wird. Das Gefängnispersonal hat einen Besuchsantrag des Rechtsbeistands von Dong Guangping jedoch abgelehnt.

Beide Männer sind zuvor aufgrund ihres friedlichen Aktivismus in China inhaftiert und gefoltert worden. Sie flohen nach Thailand und ihnen wurde der Flüchtlingsstatus gewährt. Als die thailändische Regierung die beiden Männer am 13. November 2015 nach China abschob, war ihnen bereits die schnelle Aufnahme in einem Drittland zugesagt worden. Am 18. November hätten sie dazu ausreisen sollen.
Die letzten Bilder von Jiang Yefei und Dong Guangping stammen vom 26. November 2015, als die staatliche Nachrichtenagentur CCTV ein Video von ihnen ausstrahlte, in dem sie "gestanden", an Menschenhandel beteiligt gewesen zu sein und "zugaben", dass Jiang Yefei Dong Guangping dabei geholfen habe, "illegal" nach Thailand einzureisen. Nachdem sie das Video gesehen hatten, äußerten ihre Familien Vorwürfe, beide Männer könnten gefoltert und anderweitig misshandelt worden sein. Sie gaben an, die Gesichtsausdrücke und Stimmen der Männer seien verdächtig fremd gewesen. Zudem erkannten sie Anzeichen von Stress und Schmerzen
  

Es gibt eine Urgent Action, die sich für Jiang Yefei und Dong Guangping einsetzt.

Schreibt eine E-Mail an: gabzfwz(at)mps.gov.cn, presse.botschaftchina(at)gmail.com

Betreff: Jiang Yefei und Dong Guangping

Text:
Sehr geehrter Herr Minister,


ich habe erfahren, dass der Haftort von Dong Guangping nun bekannt ist. Er und Jiang Yefei wurden im November 2013 von Thailand nach China abgeschoben, obwohl der UN-Hochkommissar fuer Fluechtlinge sie als Fluechtlinge anerkannt hatte. Dies stellt einen Verstoss gegen das Voelkerrecht dar.
Bitte stellen Sie sicher, dass man nicht gegen Jiang Yefei und Dong Guangping vorgeht, weil sie friedlich Gebrauch von ihren Menschenrechten gemacht haben.
Sorgen Sie dafuer, dass sie ein Verfahren erhalten, das internationalen Standards fuer faire Verfahren entspricht, in Haft vor Folter und anderweitiger Misshandlung geschuetzt sind und regelmaessigen, uneingeschraenkten Zugang zu ihren Familien und Rechtsbeistaenden erhalten.
Bitte weisen Sie andere Laender nicht laenger an, Personen abzuschieben und damit gegen das Voelkerrecht zu verstossen.



Mit freundlichen Gruessen

(Dein Name)


Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Haftort bekannt

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.





"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)


Donnerstag, 2. Juni 2016

Petra Durst-Benning: Winterwind



Inhaltsangabe des Verlages:
Aufbruch und Neubeginn — darum geht es in den sechs stimmungsvollen neuen Geschichten von Petra Durst-Benning. In der Winter- und Weihnachtszeit erfahren ihre beliebtesten Heldinnen und Helden, was es bedeutet, Altes hinter sich zu lassen und Neues zu wagen. Ob die Silhouettenschneiderin Margarete am Stuttgarter Hof oder die Erben der Glasbläserin in Thüringen: Sie alle erleben jetzt besondere Momente voller Spannung, Fröhlichkeit und starker Gefühle. Die kurzen Erzählungen öffnen eine Tür zur Welt von Petra Durst-Benning. In winterlichen Lesestunden laden sie zum Versinken ein.


Mir hat "Winterwind" von Petra Durst-Benning richtig gut gefallen.
Eigentlich hat mich das erstaunt, denn bisher habe ich um Kurzgeschichten einen großen Bogen gemacht. Ich war meistens enttäuscht von Kurzgeschichten, da sie es bei mir nicht geschafft haben Spannung zu erzeugen.
In "Winterwind" begegneten mir zum Teil alte Bekannte, die ich aus anderen Büchern der Autorin kannte. In einigen der Geschichten wird aber auch einfach nur ein Element der ursprünglichen Geschichte genommen und daraus etwas ganz neues gesponnen. So wird die Handlung zum Teil in einer anderen Epoche fortgeführt mit den Nachfahren der ursprünglichen Protagonisten oder aber eine Nebenfigur rückt in den Vordergrund. Einige der Episoden fand ich so interessant, dass ich davon auch gerne ein ganzes Buch gelesen hätte und nicht nur eine Kurzgeschichte. Aber was nicht ist kann ja noch kommen und vielleicht entwickelt die Autorin noch mehr daraus.
Wer auch die anderen Bücher der Autorin mag, für den ist "Winterwind" auf jeden Fall ein Muss und eine gute Überbrückung für die Zeit zwischen zwei Romanen. Das Buch hat nur einen Nachteil: Es ist einfach viel zu schnell gelesen.


So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Petra Durst-Benning: Winterwind


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Ullstein Verlages.