Mittwoch, 28. November 2012

Jussi Adler-Olsen: Erbarmen


Merete Lynggaard führt ein scheinbar perfektes Leben: sie ist jung, sieht gut aus und ist eine aufstrebende Politikerin ohne Skandale. Doch von einem auf den anderen Tag verschwindet sie spurlos. Die Polizei geht nach der ergebnislosen Suche von einem Unfall aus und der Fall wird zu den Akten gelegt.
Dieser Fall landet nun auf dem Schreibtisch des Polizisten Carl Moerck, dem - nach einem schlimmen Dienstunfall und Problemen in der Teamarbeit - die Leitung des neuen Sonderdezernats Q übertragen wird. Carl soll in Fällen ermitteln die hoffnungslos erscheinen und so die Aufklärungsquote der dänischen Polizei verbessern. Merete ist nun seit fünf Jahren verschwunden, aber kann es sein, dass sie immer noch am Leben ist? Carl und sein Assistent Assad bringen immer mehr Fehler bei den ursprünglichen Ermittlungen zum Vorschein und verfolgen neue Spuren. Doch werden sie diese neuen Informationen wirklich zu Merete führen?

"Erbarmen" von Jussi Adler-Olsen hat mir ganz hervorragend gefallen.
Im Erzählfluss wechseln sich Episoden zum Entführungsopfer Merete (mit Jahreszahl versehen) und Carl Moerck ab, so dass beide Geschichten parallel fortgeführt werden. Dabei nähert sich Meretes Geschichte zeitlich immer mehr der Gegenwart in der die Ermittlungen des Sonderdezernats Q stattfinden. Der Spannungsbogen wurde dadurch hoch gehalten, da ich als Leser gerne wissen wollte, wie es mit Merete weiter geht.
Die Figuren von Carl Moerck und seinem Assistenten Assad haben mir sehr gut gefallen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, zukünftig noch mehr Bücher mit den beiden zu lesen, die doch sehr unterschiedlich sind, sich jedoch auch prima ergänzen. Schon alleine die Unterschiede in Kultur und Gebräuchen werden noch zu einigen netten Situationen führen. Der als Teewärmer verwendete Samowar hat auch schon diesmal für Erheiterung bei mir gesorgt. Wenn dann noch Assad mit Tempo 100 auf den Kreisverkehr zurast und man sich bildhaft Carl dazu vorstellt, kann ich auch noch im nach hinein über dieses Traumteam schmunzeln.
Auch die Ideen, auf welche Art und Weise gegen Merete erbarmungslos vorgegangen wird, waren für mich neu und sehr interessant. Man merkt, dass der Autor hier einiges an Recherche investiert hat, um den Fall möglichst glaubwürdig zu gestalten.
Mir fällt eigentlich gar nichts ein, was mir an "Erbarmen" nicht gefallen hätte. Da der zweite Band der Reihe schon auf Dänisch erschienen ist, hoffe ich nun, dass es nicht zu lange dauern wird, bis er auch auf Deutsch erhältlich ist. Der Autor Jussi Adler-Olsen hat jedenfalls mal wieder bewiesen, was für Thriller-Leckerbissen noch in den Nordländern auf uns warten.

So habe ich bewertet:








Und hier kann man das Buch kaufen: Jussi Adler-Olsen: Erbarmen

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