Bewertung: *****
"Der Spiegel von Feuer und Eis" von Alex Morrin greift das bekannte Märchen der Schneekönigin auf und verwebt dies zu einer ganz eigenen Fantasy Geschichte.
Cassim ist Edelsteinschneiderin und hat die Gabe zersprungene Edelsteine zu heilen. Da in einer Prophezeiung vorhergesagt wurde, dass sie in der Lage sein wird den "Spiegel von Feuer und Eis" wieder zusammen zufügen, wird sie zum begehrten Jagdobjekt. Der Lord des Feuers wünscht, dass der Spiegel wieder so zusammen gesetzt wird, wie er früher war, damit ein Gleichgewicht zwischen den Jahreszeiten besteht. Die Eiskönigin dagegen, möchte ein Ungleichgewicht zu ihren Gunsten erzwingen und daher den Spiegel anders zusammen gesetzt sehen.
Cassim weiß nicht, wem sie wirklich vertrauen kann. Doch sie möchte sich ihrer Aufgabe stellen und macht sich mit einem Faun und dem eisblütigen Morgwen auf den Weg zum Spiegel. Verfolgt werden sie von den Firnwölfen, die im Dienst des Eisprinzen stehen und so sind Probleme vorprogrammiert.
Wer das Märchen der Schneekönigin kennt, wird hier einige kleine Episoden wiedererkennen, wie die Geschichte von Kaylen, den zwei Splitter des Spiegels in Herz und Auge treffen und zu einem kaltherzigen Menschen machen. Seine Frau Gerdan hält trotz allem zu ihm und gibt ihn nicht auf.
Doch auch wundervolle fantastische Elemente, wie die lebendigen Edelsteine oder die Firnwölfe hat sich die Autorin (die auch unter dem Namen Lynn Raven schreibt) hier erdacht. Die Figuren konnte ich mir sehr gut vorstellen und besonders Morgwen ist sehr eindrucksvoll.
Was der Geschichte leichte Abzüge verleiht ist die Wankelmütigkeit der Charaktere. Sie ziehen sich allzu oft schmollend zurück, hinterfragen zu wenig und sind daher oberflächlicher als sie eigentlich beschrieben werden.
Auch das Ende hätte ein wenig mehr ausgebaut werden können, im Vergleich zum übrigen Handlungsverlauf ist es zu abrupt.
Und hier kann man das Buch kaufen: Alex Morrin: Der Spiegel von Feuer und Eis

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