Bewertung: *****
Parker und seine zwei Komplizen mussten nach einem Überfall auf einen Geldtransporter ihre Beute in einer Kirche zurücklassen. Einer der Räuber wurde von der Polizei gefasst, konnte aber wieder entkommen. Eine Woche nach dem Überfall plant Parker nun gemeinsam mit seiner Freundin Claire, das Geld aus dem Versteck zu holen. Die Polizei überwacht jedoch immer noch den Bezirk und die Strassen, so dass sie sich zur Tarnung als Touristen ausgeben.
Doch Parker ist nicht alleine hinter der Beute her. Auch seine beiden Komplizen und eine Kopfgeldjägerin, die zu viel weiß, wollen ihren Anteil haben.
Werden sie es schaffen, das Geld unbemerkt von der Polizei aus dem Versteck zu holen?
„Das Geld war schmutzig“ ist ein Krimi aus einer sehr ungewöhnlichen Perspektive. Hier stehen nicht die vermeintlich Guten im Mittelpunkt, sondern die bösen Jungs. Parker ist ein Räuber und hat keine Skrupel unangenehme Zeitgenossen einfach aus dem Weg zu räumen. Es handelt sich hier auch nicht um einen verkappten Robin Hood oder ähnliches, er stiehlt und mordet um des Profits willen.
Und doch schafft es Richard Stark, dass man sich beim lesen dabei ertappt, Parker die Daumen zu drücken. Sich zu wünschen, dass er der Polizei abermals entkommen kann und er am Ende als Gewinner da steht.
Als Figur ist Parker einfach herrlich und so kann ich mir gut vorstellen, dass es um ihn herum eine ganze Buchreihe gibt. Bisher habe ich noch keinen weiteren Parker-Krimi gelesen, aber vielleicht werde ich noch mal zu einem der späteren Bücher greifen. Obwohl der Autor Richard Stark bereits verstorben ist, sollen weitere Bücher auf dem Deutschen Markt heraus gegeben werden.
Was mir an „Das Geld war schmutzig“ jedoch fehlte, ist die Spannung.
Ich fand die Geschichte sehr durchschaubar und ohne wirkliche Spannungsbögen. So hangelte ich mich beim Lesen von Kapitel zu Kapitel und war auch längeren Pausen nicht abgeneigt. Vielleicht ist diese Gemächlichkeit aber auch genau das Merkmal dieser Parker Krimis, die ohne Effekthascherei und spritzendes Blut auskommen. Aus diesem Grund empfehle ich dieses Buch auch vor allem an Freunde von klassischen Kriminalromanen.
Und hier kann man das Buch kaufen: Richard Stark: Das Geld war schmutzig

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