Mittwoch, 28. November 2012

Andreas Eschbach: Black Out

Bewertung: *****

Christopher Kidd ist der berühmteste Hacker der Welt, seit er alle Menschen kurzzeitig zu Milliardären machte, wovon die Banken gar nicht begeistert waren. Doch da er für seinen Hackerangriff das Büro seiner Mutter nutzte, verlor sie ihren Job in Frankfurt. Die Familie hat sich eine neue Existenz in England aufgebaut und Christopher arbeitet gemeinsam mit seinem Vater in der wissenschaftlichen Forschung. Ziel der Forschungen ist die Entwicklung einer Schnitstelle zwischen Computerchips und dem menschlichen Gehirn. Dies soll besonders Menschen mit Protesen helfen. Doch einer der Mitarbeiter startet den Selbstversuch und lässt sich einen Chip implantieren, mit dem er nicht nur technische Geräte steuern, sondern ins Internet gehen kann. Es dauert nicht lange, bis es ganze Gruppen von "Upgradern" gibt, technisch aufgewertete Menschen. Miteinander vernetzt agieren sie als Einheit und streben nach Macht. Die Menschheit ist in Gefahr und die Upgrader wollen Christopher.

Mir hat "Black Out" von Andreas Eschbach sehr gut gefallen. Ich habe schon einige Bücher des Autoren gelesen und bin immer wieder begeistert von seinen Ideen und der Umsetzung. Nach "Ausgebrannt" widmet sich Eschbach erneut einem sehr kritischen Thema, doch ist "Black Out" auch schon für jugendliche Leser geeignet und durch fantastische Elemente aufgepept. Es zeigt eine Gegenwart, die zwar nicht der Realität entspricht, aber durchaus genug Realitätsnähe beinhalten um Ängste zu schüren und Parallelen erkennen zu lassen. Wissenschaftliche Forschungen zur Steuerung von technischen Gerätschaften und Protesen über die Gedanken existieren tatsächlich. Ich will auch gar nicht so genau wissen, welche Experimente vielleicht schon im Zuge dieser Forschungen durchgeführt wurden. In "Black Out" geht Andreas Eschbach einen Schritt weiter. Der "Upgrader" Mensch ist bereits existent und eine Vereinigung der Individuen zu einem Gesamtwesen steht bevor. Ein wenig erinnert mich dies von der Grundidee her auch an Star Trek und die Assimilation durch die Borg. Vielleicht hat sich der Autor hier eine erste Anregung geholt. Die Umsetzung ist jedoch sehr eigenständig, mit ausgereiften Figuren und einer spannenden Handlung. Nicht nur die Hauptfigur Christopher, sondern insbesondere die Nebenfiguren wie Serenity's Vater und die übrigen Widerständler faszinieren hier und sprechen den Leser an. Für Leser ab ca. 13 Jahren ist dies genau der richtige Einstieg ins Thriller Genre und auch Erwachsene werden sich hier bestens unterhalten fühlen. Gelangweilt hat mich das Buch zu keiner Zeit, doch den einen oder anderen kurzen Hänger hatte ich leider schon. Schade finde ich, dass das Buch relativ offen endet, da es sich hier um den ersten Band einer Reihe handelt. Doch ich bin schon gespannt wie Andreas Eschbach die Geschichte fortführen wird.


Und hier kann man das Buch kaufen: Andreas Eschbach: Black Out

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