Bewertung: *****
Conni und ihre Freunde erwartet ein aufregendes Ereignis. Eine Schulklasse aus Brighton in England wird zum Schüleraustausch nach Neustadt kommen. Jede Familie soll einen Gastschüler bei sich aufnehmen. Wie das wohl werden wird? Conni ist schon sehr gespannt, wie sie sich mit Mandy verstehen wird, und ob sie sich überhaupt richtig unterhalten können.
"Conni and the Exchange Student" ist die englische Übersetzung von "Conni und die Austauschschülerin", dem dritten Band der Reihe Conni & Co.
Grundsätzlich finde ich die Idee sehr gut, so auf spielerische Art und Weise den Einstieg in ein englisches Buch zu finden. Leser die das deutsche Buch bereits kennen, haben so die Möglichkeit mit einem bekannten Text zu beginnen. Meine 11-jährige Nichte hat alle bisher auf Deutsch erschienenen Bücher der Reihe gelesen. Da ich häufig mit ihr gemeinsam Englisch lerne, hatte ich gehofft, dass wir dieses Buch in unsere Übungen als "Spaßlektionen" mit einbeziehen können. Sie lernt Englisch seit dem 3. Schuljahr und hat nun drei volle Jahre Unterricht hinter sich. "Conni and the Exchange Student" ist jedoch trotz der Altersempfehlung 11+ noch viel zu schwer für sie. Zwar werden einige Vokabeln jeweils am unteren Ende der Seite übersetzt, aber trotzdem bleiben noch sehr viele unbekannte (und nach meiner Einschätzung auch nicht unbedingt gebräuchliche) Wörter übrig, so dass ein Lesen ohne Wörterbuch daneben nicht möglich ist. Auch werden mehrfach Vokabeln nicht bei ihrem ersten Auftauchen übersetzt, sondern erst, wenn sie einige Seiten (oder auch Kapitel) später erneut verwendet werden. Das fand ich nicht sinnvoll.
Leider hat diese Taschenbuchausgabe auch nicht den Charme der schönen deutschen Hardcoverausgaben. Die liebevoll gestalteten Innenseiten der Buchdeckel gibt es leider nicht, dafür ist die englische Ausgabe jedoch auch ein paar Euro billiger.
Die übliche Zielgruppe der Conni & Co Bücher sind Mädchen im Alter von 10-12 Jahren. Das funktioniert hier jedoch nur, wenn wirklich sehr gute Englischkenntnisse vorhanden sind (vielleicht wenn Englisch ab der 1. Klasse unterrichtet wurde).
Ansonsten kann ich dieses Buch erst für ältere Schüler empfehlen, die sich jedoch von einer Handlung in der Schüler der sechsten Klasse die Hauptrollen spielen, nicht mehr so angesprochen fühlen werden.
Und hier kann man das englischsprachige Buch kaufen: Dagmar Hoßfeld: Conni and the Exchange Student
Sonntag, 2. Dezember 2012
Dagmar Hoßfeld: Conni, Mandy und das große Wiedersehen
Bewertung: *****
Seit die Austauschschüler aus Brighton zu Gast in Neustadt waren, ist einige Zeit vergangen. Doch Conni denkt noch oft an die schöne Zeit mit Mandy und wie versprochen haben sie Kontakt gehalten. Als Frau Lindwurm verkündet, dass die ganze Klasse zu einem Gegenbesuch nach England eingeladen wurde, ist die Freude groß. Endlich werden Sie ihre britischen Freunde wiedersehen! Ob es in Brighton wohl genauso aussieht wie in Neustadt?
Mit "Conni, Mandy und das große Wiedersehen" ist bereits der sechste Band der Reihe "Conni & Co." erschienen. Auf die Schüler der sechsten Klasse wartet hier eine ganz besondere Überraschung: Sie dürfen ihre Freunde in Brighton besuchen, die sie im dritten Band der Reihe "Conni und die Austauschschülerin" kennengelernt haben. Ganz besonders habe ich mich hier gefreut, dass es so ein weiteres Buch mit Mandy, dem manchmal etwas verrückten Mädchen aus England geben wird, das Connis Austauschschülerin ist. Wer selber schon einmal in London oder anderen Teilen von England war, wird einiges wieder erkennen. Unsere Fremdenführer sind hier Conni und Mandy. London mit ihren Augen zu entdecken, hat mir ganz besonders gut gefallen. Einige der besten Szenen des Buchs spielen daher auch in der Hauptstadt von England. Im Vergleich zu den vorherigen Büchern der Reihe fand ich es nicht ganz so spannend, da es hier schon mehr um das Thema Jungs geht, als noch zuvor. Aber die Idee der Fahrt nach Brighton ist wirklich super und macht Lust auch selber einmal an einem Schüleraustausch teilzunehmen. Meine Nichte, die dieses Buch ebenfalls gelesen hat, ist auch elf Jahre alt, genau wie Conni und ihre Freundinnen. Empfehlenswert ist "Conni und Co." daher ganz besonders für Mädchen von 10 – 12 Jahren.
Und hier kann man das Buch kaufen: Dagmar Hoßfeld: Conni, Mandy und das große Wiedersehen
Seit die Austauschschüler aus Brighton zu Gast in Neustadt waren, ist einige Zeit vergangen. Doch Conni denkt noch oft an die schöne Zeit mit Mandy und wie versprochen haben sie Kontakt gehalten. Als Frau Lindwurm verkündet, dass die ganze Klasse zu einem Gegenbesuch nach England eingeladen wurde, ist die Freude groß. Endlich werden Sie ihre britischen Freunde wiedersehen! Ob es in Brighton wohl genauso aussieht wie in Neustadt?
Mit "Conni, Mandy und das große Wiedersehen" ist bereits der sechste Band der Reihe "Conni & Co." erschienen. Auf die Schüler der sechsten Klasse wartet hier eine ganz besondere Überraschung: Sie dürfen ihre Freunde in Brighton besuchen, die sie im dritten Band der Reihe "Conni und die Austauschschülerin" kennengelernt haben. Ganz besonders habe ich mich hier gefreut, dass es so ein weiteres Buch mit Mandy, dem manchmal etwas verrückten Mädchen aus England geben wird, das Connis Austauschschülerin ist. Wer selber schon einmal in London oder anderen Teilen von England war, wird einiges wieder erkennen. Unsere Fremdenführer sind hier Conni und Mandy. London mit ihren Augen zu entdecken, hat mir ganz besonders gut gefallen. Einige der besten Szenen des Buchs spielen daher auch in der Hauptstadt von England. Im Vergleich zu den vorherigen Büchern der Reihe fand ich es nicht ganz so spannend, da es hier schon mehr um das Thema Jungs geht, als noch zuvor. Aber die Idee der Fahrt nach Brighton ist wirklich super und macht Lust auch selber einmal an einem Schüleraustausch teilzunehmen. Meine Nichte, die dieses Buch ebenfalls gelesen hat, ist auch elf Jahre alt, genau wie Conni und ihre Freundinnen. Empfehlenswert ist "Conni und Co." daher ganz besonders für Mädchen von 10 – 12 Jahren.
Und hier kann man das Buch kaufen: Dagmar Hoßfeld: Conni, Mandy und das große Wiedersehen
Gilbert Adair: Buenas Noches, Buenos Aires
Bewertung: *****
Der junge Gideon träumt von einem Leben fern der Kleinstadt aus der er stammt. Er nimmt einen Lehrauftrag an der Berlitz School in Paris an und entdeckt dort die homosexuelle Szene.
"Buenas Noches, Buenos Aires" ist die Art von Buch, die ich mir niemals freiwillig gekauft hätte. Aber ich habe es geschenkt bekommen und sah es dann auch irgendwie als meine Pflicht an es zu lesen. Zum Glück ist es ein wirklich dünnes Buch, sehr viel mehr hätte ich davon auch nicht mehr ausgehalten. Ich kann mich nicht erinnern, schon jemals zuvor ein Buch gelesen zu haben, das ich so sinnlos fand. Es ist weder schön zu lesen, noch unterhält es, oder gibt dem Leser irgendeinen brauchbaren Rat mit auf dem Weg. Ganz im Gegenteil verbreitet dieses Buch auch noch gefährliche Ignoranz gegenüber einer schlimmen Krankheit.
Gilbert Adair verbreitet hier doch tatsächlich die Theorie, dass man Aids haben muss, um in der Homosexuellen Gesellschaft „dazu“ gehören zu können. Kondome werden abgelehnt, erste Symptome mit Stolz bemerkt.
Wer das tatsächlich glaubt, der hat sicherlich noch ganz andere Probleme. Mal ganz abgesehen davon, dass ich als heterosexuelle Frau durch "Buenas Noches, Buenos Aires" mehr von möglichen Sexualpraktiken erfahren habe, als ich gerne wissen wollte. Und ich rede hier nicht von ansprechenden erotischen Szenen, sondern von rohen und teilweise brutalen Handlungen.
Wer sich gerne darüber informieren möchte, wie die Anfänge von Aids in der homosexuellen Szene aufgenommen wurden und wie eine einzelne Betrachtungsweise auf diese Epoche aussieht, für den mag vielleicht auch dieses Buch etwas sein, vorausgesetzt man schreckt vor Banalität und grober Sprache nicht zurück.
Und hier kann man das Buch kaufen: Gilbert Adair: Buenas Noches, Buenos Aires
"Buenas Noches, Buenos Aires" ist die Art von Buch, die ich mir niemals freiwillig gekauft hätte. Aber ich habe es geschenkt bekommen und sah es dann auch irgendwie als meine Pflicht an es zu lesen. Zum Glück ist es ein wirklich dünnes Buch, sehr viel mehr hätte ich davon auch nicht mehr ausgehalten. Ich kann mich nicht erinnern, schon jemals zuvor ein Buch gelesen zu haben, das ich so sinnlos fand. Es ist weder schön zu lesen, noch unterhält es, oder gibt dem Leser irgendeinen brauchbaren Rat mit auf dem Weg. Ganz im Gegenteil verbreitet dieses Buch auch noch gefährliche Ignoranz gegenüber einer schlimmen Krankheit.
Gilbert Adair verbreitet hier doch tatsächlich die Theorie, dass man Aids haben muss, um in der Homosexuellen Gesellschaft „dazu“ gehören zu können. Kondome werden abgelehnt, erste Symptome mit Stolz bemerkt.
Wer das tatsächlich glaubt, der hat sicherlich noch ganz andere Probleme. Mal ganz abgesehen davon, dass ich als heterosexuelle Frau durch "Buenas Noches, Buenos Aires" mehr von möglichen Sexualpraktiken erfahren habe, als ich gerne wissen wollte. Und ich rede hier nicht von ansprechenden erotischen Szenen, sondern von rohen und teilweise brutalen Handlungen.
Wer sich gerne darüber informieren möchte, wie die Anfänge von Aids in der homosexuellen Szene aufgenommen wurden und wie eine einzelne Betrachtungsweise auf diese Epoche aussieht, für den mag vielleicht auch dieses Buch etwas sein, vorausgesetzt man schreckt vor Banalität und grober Sprache nicht zurück.
Und hier kann man das Buch kaufen: Gilbert Adair: Buenas Noches, Buenos Aires
Tessa Gratton: Blood Magic - Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut
Silla ist nach dem Tod ihrer Eltern am Boden zerstört. Ihr Vater wird verdächtigt erst seine Frau und dann sich selber getötet zu haben. Silla hat die beiden gefunden und lebt nun alleine mit ihrem Bruder Reese und ihrer Gram Judy.
Seit diesem Tag hat Silla eine Abneigung gegen Blut und schottet sich von allem ab. Erst als an ihrer Schule ein neuer Junge, Nick, auftaucht und Silla mit der Post ein geheimnisvolles Buch erhält das in der Handschrift ihres Vaters verfasst wurde, kommt Silla langsam wieder aus sich heraus. Sie entdeckt, dass es in dem Buch um Magie geht und probiert selber einen Spruch aus, der mit einem Tropfen ihres Blutes besiegelt wird. Es funktioniert! Doch was hat das alles zu bedeuten?
Der Gedanke mal wieder ein Fantasy-Buch zu lesen, in dem keine Fabelwesen wie Vampire, Werwölfe, Engel oder Elfen vorkommen, hat mir gut gefallen und so habe ich mich auf "Blood Magic – Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut" gefreut.
Für Autorin Tessa Gratton ist es der Debutroman, was man dem Schreibstil aber nicht unbedingt anmerkt. Erzählt wird hier aus wechselnden Perspektiven. Zum einen aus der Sicht von Silla und Nick und zum anderen auch in Form von Tagebucheinträgen einer Frau mit Namen Josephine, die im Jahr 1904 beginnen. Normalerweise mag ich Rückblenden aus der Vergangenheit sehr gerne und zu Anfang fand ich die Figur der Josephine auch sehr faszinierend. Allerdings war mir schon recht lange vor der Auflösung klar, wer Josephine in der Gegenwart ist und was sie so in der Zwischenzeit getrieben hat, fand ich nicht sonderlich interessant.
Die übrigen Figuren waren mir mal mehr und mal weniger sympathisch. Es gab leider niemanden, vom dem ich direkt begeistert war und es auch blieb. Ebenso wirkten Silla und Nick als Paar nicht sonderlich überzeugend auf mich, da ich den Eindruck hatte, dass sie eher von ihrem Blut gesteuert wurden und diese Geschichte mit der nichterwähnten Magie (sie weiß davon, er weiß davon, aber sie denkt er weiß es nicht) nur dazu da war die Handlung etwas aufzublähen.
Merkwürdig fand ich Sillas Angewohnheit sich im Geiste eine Maske für die zu meisternde Situation vorzustellen. Das passt natürlich zu ihr als angehende Schauspielerin, hat bei mir aber nur für Abzüge gesorgt.
Doch es gibt nicht nur negatives zu berichten. Einige Aspekte der Geschichte waren gut und konnten mich überzeugen, so zum Beispiel der Zauber zur Übernahme eines Körpers, der sehr interessant geschildert wurde. Ebenso funktioniert das Zusammenspiel der Figuren im Mittelteil sehr gut. Die Geschichte gewinnt an Fahrt, als nicht nur Silla, Nick und Reeve, sondern auch Gram Judy eingebunden sind.
Insgesamt gesehen fand ich "Blood Magic" unterhaltsam, aber nicht überragend. Ich bin mir aber sicher, dass es seine Fans finden wird und vielleicht legt Tessa Gratton dann auch noch einen Nachfolger nach. Empfehlenswert ist dieses Buch für alle ab ca. 14 Jahren, die gerne Jugendbücher lesen und sich für das Thema Hexerei interessieren.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Tessa Gratton: Blood Magic - Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut
Iris Johansen: Der Mädchensammler
Bewertung: *****
Die Leiche einer jungen Frau ohne Gesicht wird aufgefunden. Detektiv Joe Quinn bittet Eve Duncan das Gesicht zu rekonstruieren. Sie sind entsetzt, als sie feststellen, dass das Opfer eine frappierende Ähnlichkeit mit ihrer Pflegetochter Jane MacGuire hat. Als sie dann noch erfahren, dass bereits seit einigen Jahren Frauen in mehreren Ländern getötet werden, die Jane ähnlich sehen, ist klar das Jane geschützt werden muss. Mehr zu wissen scheint Inspektor Mark Trevor aus England, er verweist auf eine Spur nach Herculaneum, Italien. Doch ist er wirklich der, der er zu sein vorgibt?
Es handelt sich hier bereits um den fünften Band der Reihe rund um Eve Duncan.
Ich habe "Der Mädchensammler" als Hörbuch gehört und das war ein echter Fehler. Zwar kann auch der Inhalt nicht immer überzeugen, doch bietet er zumindest einige interessante Abschnitte. Doch die Sprecherin des Hörbuchs ist einfach GRAUENHAFT. Sie liest so laienhaft, dass es geradezu unerträglich ist. Wer diese Besetzung vorgenommen hat, sollte es sich zur Strafe auch mal anhören müssen. Lediglich mein Interesse für Archäologie und die Stadt Herculaneum rettet "Der Mädchensammler" noch zwei Sterne in der Gesamtbewertung.
Eine Empfehlung kann ich hier nicht aussprechen, lieber das Buch kaufen, das hätte alleine zumindest 3,5 Sterne erhalten.
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Iris Johansen: Der Mädchensammler
Die Leiche einer jungen Frau ohne Gesicht wird aufgefunden. Detektiv Joe Quinn bittet Eve Duncan das Gesicht zu rekonstruieren. Sie sind entsetzt, als sie feststellen, dass das Opfer eine frappierende Ähnlichkeit mit ihrer Pflegetochter Jane MacGuire hat. Als sie dann noch erfahren, dass bereits seit einigen Jahren Frauen in mehreren Ländern getötet werden, die Jane ähnlich sehen, ist klar das Jane geschützt werden muss. Mehr zu wissen scheint Inspektor Mark Trevor aus England, er verweist auf eine Spur nach Herculaneum, Italien. Doch ist er wirklich der, der er zu sein vorgibt?
Es handelt sich hier bereits um den fünften Band der Reihe rund um Eve Duncan.
Ich habe "Der Mädchensammler" als Hörbuch gehört und das war ein echter Fehler. Zwar kann auch der Inhalt nicht immer überzeugen, doch bietet er zumindest einige interessante Abschnitte. Doch die Sprecherin des Hörbuchs ist einfach GRAUENHAFT. Sie liest so laienhaft, dass es geradezu unerträglich ist. Wer diese Besetzung vorgenommen hat, sollte es sich zur Strafe auch mal anhören müssen. Lediglich mein Interesse für Archäologie und die Stadt Herculaneum rettet "Der Mädchensammler" noch zwei Sterne in der Gesamtbewertung.
Eine Empfehlung kann ich hier nicht aussprechen, lieber das Buch kaufen, das hätte alleine zumindest 3,5 Sterne erhalten.
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Iris Johansen: Der Mädchensammler
Gerd Ruebenstrunk: Das Wörterbuch des Viktor Vau
Bewertung: *****
In einer mehr oder weniger fernen Zukunft wird eine Raumkapsel gefunden, die praktisch aus dem Nichts aufgetaucht ist. Spezialisten und Wissenschaftler werden darauf angesetzt das Geheimnis der Kapsel zu lüften. Doch alles was sie herausfinden ist, dass sie einen vorgefundenen Text nicht entziffern können, da es sich um eine ihnen unbekannte Sprache handelt. Einer der Wissenschaftler erinnert sich, dass ein Bekannter bereits seit Jahren daran arbeitet eine neue Sprache zu entwickeln, die dieser ähnelt. Viktor Vau wird hinzugezogen. Doch was er herausfindet, ist geradezu unglaublich ...
Ich habe mich zu Anfang sehr schwer getan mit "Das Wörterbuch des Viktor Vau". Selten zuvor bin ich einem so verschachtelten Satzbau begegnet, der es dem Leser so mühsam macht selbst die inhaltlich einfachsten Sätze zu verstehen. Dazu kommt noch, dass sich die ersten Kapitel gar nicht wirklich mit Viktor Vau beschäftigen und mir auch nicht klar war, an welchem Ort und in welcher Zeit wir uns hier befinden. Startpunkt der Reise für den Leser ist eine dystopische Welt, mit neuen Staaten und merkwürdigen Begriffen. Doch durch häufige Perspektivenwechsel ist es nicht einfach hier überhaupt den Überblick zu behalten und die möglichen Verbindungen zwischen den Figuren zu erkennen. Die erste Hälfe des Buchs wurde daher für mich zur echten Prüfung im Durchhalten. Nachdem ich jedoch die Zusammenhänge einigermaßen erkannt hatte und endlich auch Viktor Vau richtig in das Geschehen einordnen konnte, fand ich die Geschichte sehr interessant. Die Theorien des Protagonisten wirken dabei durchaus überzeugend und als Gesamtbild stimmig. Der Weg dorthin ist jedoch mühsam und erst im Nachhinein erscheint mir so manches schlüssig, das ich zu Anfang schlichtweg nicht verstanden habe. Wer solche verschachtelten und genreübergreifenden Geschichten mag, für den ist "Das Wörterbuch des Viktor Vau" genau das richtige. Allen anderen kann ich nur abraten.
Und hier kann man das Buch kaufen: Gerd Ruebenstrunk: Das Wörterbuch des Viktor Vau
In einer mehr oder weniger fernen Zukunft wird eine Raumkapsel gefunden, die praktisch aus dem Nichts aufgetaucht ist. Spezialisten und Wissenschaftler werden darauf angesetzt das Geheimnis der Kapsel zu lüften. Doch alles was sie herausfinden ist, dass sie einen vorgefundenen Text nicht entziffern können, da es sich um eine ihnen unbekannte Sprache handelt. Einer der Wissenschaftler erinnert sich, dass ein Bekannter bereits seit Jahren daran arbeitet eine neue Sprache zu entwickeln, die dieser ähnelt. Viktor Vau wird hinzugezogen. Doch was er herausfindet, ist geradezu unglaublich ...
Ich habe mich zu Anfang sehr schwer getan mit "Das Wörterbuch des Viktor Vau". Selten zuvor bin ich einem so verschachtelten Satzbau begegnet, der es dem Leser so mühsam macht selbst die inhaltlich einfachsten Sätze zu verstehen. Dazu kommt noch, dass sich die ersten Kapitel gar nicht wirklich mit Viktor Vau beschäftigen und mir auch nicht klar war, an welchem Ort und in welcher Zeit wir uns hier befinden. Startpunkt der Reise für den Leser ist eine dystopische Welt, mit neuen Staaten und merkwürdigen Begriffen. Doch durch häufige Perspektivenwechsel ist es nicht einfach hier überhaupt den Überblick zu behalten und die möglichen Verbindungen zwischen den Figuren zu erkennen. Die erste Hälfe des Buchs wurde daher für mich zur echten Prüfung im Durchhalten. Nachdem ich jedoch die Zusammenhänge einigermaßen erkannt hatte und endlich auch Viktor Vau richtig in das Geschehen einordnen konnte, fand ich die Geschichte sehr interessant. Die Theorien des Protagonisten wirken dabei durchaus überzeugend und als Gesamtbild stimmig. Der Weg dorthin ist jedoch mühsam und erst im Nachhinein erscheint mir so manches schlüssig, das ich zu Anfang schlichtweg nicht verstanden habe. Wer solche verschachtelten und genreübergreifenden Geschichten mag, für den ist "Das Wörterbuch des Viktor Vau" genau das richtige. Allen anderen kann ich nur abraten.
Und hier kann man das Buch kaufen: Gerd Ruebenstrunk: Das Wörterbuch des Viktor Vau
Lena Johannson: Die Bernsteinsammlerin
Bewertung: *****
Femke wird als Baby vom kinderlosen Ehepaar Thurau adoptiert. Den einzigen Hinweis auf ihre Herkunft bieten ein Brief ihrer Mutter und ein Schmuckstück aus Bernstein in den ein Eidechsenkopf eingeschlossen ist. Femke wächst sehr geliebt und behütet auf und entdeckt ihr Talent den Bernstein zu schnitzen. Als Lübeck in die Wirren des Krieges gerät, verliert die Familie ihr Auskommen. Doch Femke gelingt es mit ihrer Kunst das ihrige beizutragen. Wäre da doch nur nicht Johannes, ihr Freund aus Kindertagen, der in Gefangenschaft geraten ist ...
"Die Bernsteinsammlerin" hat ein großes Problem und das ist die Geschichte. Leider erinnert der Inhalt doch eher an einen Heimatroman, als an einen historischen Schmöker. Zu klischeehaft sind die Charaktere, zu sehr alles auf heile Welt und das Gute im Menschen bedacht. Ecken und Kanten oder gar Spannung sind nicht erkennbar, dafür bietet das Hörbuch einige Stunden seichten Hörgenusses. Gelesen wird "Die Bernsteinsammlerin" von Melanie Manstein, die ihre Sache gut macht. Wer also keinen großen inhaltlichen Anspruch an ein Hörbuch hat, sondern sich nur ein wenig berieseln lassen möchte (vielleicht im Sommerurlaub am Strand), für den ist das hier genau das richtige. Allen anderen rate ich eher ab.
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Lena Johannson: Die Bernsteinsammlerin
Femke wird als Baby vom kinderlosen Ehepaar Thurau adoptiert. Den einzigen Hinweis auf ihre Herkunft bieten ein Brief ihrer Mutter und ein Schmuckstück aus Bernstein in den ein Eidechsenkopf eingeschlossen ist. Femke wächst sehr geliebt und behütet auf und entdeckt ihr Talent den Bernstein zu schnitzen. Als Lübeck in die Wirren des Krieges gerät, verliert die Familie ihr Auskommen. Doch Femke gelingt es mit ihrer Kunst das ihrige beizutragen. Wäre da doch nur nicht Johannes, ihr Freund aus Kindertagen, der in Gefangenschaft geraten ist ...
"Die Bernsteinsammlerin" hat ein großes Problem und das ist die Geschichte. Leider erinnert der Inhalt doch eher an einen Heimatroman, als an einen historischen Schmöker. Zu klischeehaft sind die Charaktere, zu sehr alles auf heile Welt und das Gute im Menschen bedacht. Ecken und Kanten oder gar Spannung sind nicht erkennbar, dafür bietet das Hörbuch einige Stunden seichten Hörgenusses. Gelesen wird "Die Bernsteinsammlerin" von Melanie Manstein, die ihre Sache gut macht. Wer also keinen großen inhaltlichen Anspruch an ein Hörbuch hat, sondern sich nur ein wenig berieseln lassen möchte (vielleicht im Sommerurlaub am Strand), für den ist das hier genau das richtige. Allen anderen rate ich eher ab.
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Lena Johannson: Die Bernsteinsammlerin
Sara Grant: Neva
Neva ist 16 Jahre alt, was in ihrer Welt bedeutet, dass ihr nun bald ein Beruf zugewiesen wird. Es gibt wenig, dass man selber bestimmen darf in „Heimatland“, dem abgeschotteten Bereich unter der Protektosphäre. Ein durchsichtiger Schild schützt sie vor der Außenwelt, oder soll er sie davon abhalten Heimatland zu verlassen?
Neva und ihre beste Freundin planen die Rebellion …
Neva und ihre beste Freundin planen die Rebellion …
"Neva" beginnt sehr überstürzt, indem der Leser direkt in eine "Dunkelparty" gerät, zu der sich die Jugendlichen zusammen gefunden haben. Es ist die Dystopie einer möglichen Zukunft, die Autorin Sara Grant hier erschaffen hat. Heimatland ist abgeschottet, alles wird immer und immer wieder recycled, neue Produkte gibt es praktisch gar nicht. Der Genpool ist klein, die Nachkommen weitestgehend identisch im Äußeren. Doch Neva, Sanna und ihre Freunde haben sich "Kennzeichen" überlegt, mit denen es ihren möglich ist sich gegenseitig zu unterscheiden.
Erst nach und nach bietet sich hier eine Erklärung, in welcher Art von Welt Neva lebt. So ist die Dystopie zwar angedeutet, doch stehen hier vielmehr die Figuren und ihre persönliche Entwicklung im Vordergrund, als das Umfeld. Mir waren die Charaktere jedoch allesamt sympathisch und besonders gefallen hat mir, dass hier nicht durchgehend schwarz und weiß gezeichnet wurde.
Leider ist wohl keine Fortsetzung der Geschichte vorgesehen, auch wenn hier das Potenzial vorhanden ist.
Erst nach und nach bietet sich hier eine Erklärung, in welcher Art von Welt Neva lebt. So ist die Dystopie zwar angedeutet, doch stehen hier vielmehr die Figuren und ihre persönliche Entwicklung im Vordergrund, als das Umfeld. Mir waren die Charaktere jedoch allesamt sympathisch und besonders gefallen hat mir, dass hier nicht durchgehend schwarz und weiß gezeichnet wurde.
Leider ist wohl keine Fortsetzung der Geschichte vorgesehen, auch wenn hier das Potenzial vorhanden ist.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Sara Grant: Neva
Julie Kagawa: Plötzlich Fee 01 - Sommernacht
Bewertung: *****
Meghan Chase lebt gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihrem vierjährigen Halbbruder Ethan auf einer Farm. Ihr bester Freund ist Robbie, der in der Nachbarschaft lebt. Doch an ihrem 16. Geburtstag ist plötzlich alles anders. Meghan entdeckt, dass sie nicht so normal ist, wie sie immer dachte. Sie sieht Dinge, die es nicht geben kann, ihr kleiner Bruder ist plötzlich ganz verändert und Robbie offenbart ihr, dass sein wirklicher Name Robin Greenfellow, vielen auch bekannt als Puck aus Shakespeares Sommernachtstraum, ist. Meghan selber ist die Tochter von Oberon, dem König des Sommerhofs im Feenreich. Doch Meghan muss sich dem allen stellen und sich sogar auf den Weg ins Feenreich machen, denn ihr kleiner Bruder wurde entführt und durch einen Wechselbalg ersetzt.
"Plötzlich Fee: Sommernacht" ist der erste Band einer Reihe, zu der inzwischen schon einige Folgebände erschienen sind. Den deutschen Titel finde ich nicht so ganz ideal gewählt, da er meiner Meinung nach nur an einen bekannten Film erinnern soll, der so überhaupt nichts mit diesem Buch zu tun hat.
Inhaltlich bietet "Sommernacht" zunächst einmal die Rahmenbedingungen der Reihe, indem Meghan ihre Herkunft entdeckt und ihre erste Prüfung bestehen muss. Zudem lernt sie Prinz Ash kennen, der als romantischer Gegenpart zu Robbie auserkoren ist. Diese Dreiecksgeschichte wird sicherlich in den nächsten Bänden noch fortgeführt werden. In den letzten Jahren sind Feen anscheinend wieder in Mode gekommen. So habe ich bereits die Bücher von Melissa Marr und Maggie Stiefvater gelesen, die mich jedoch nicht überzeugen konnten. Bei Melissa Marr kam mir die Ausgestaltung der Figuren zu kurz und bei Maggie Stiefvater die Hintergründe der Feengeschichte.
Bei Julie Kagawa ist dies zumindest schon mal besser gelöst. Allerdings ist mir auch hier die Protagonistin Meghan zu farblos. Nach dem Lesen von "Sommernacht" weiß ich immer noch fast nichts über sie, dafür haben mir jedoch einige der Nebenfiguren sehr gut gefallen. "Plötzlich Fee: Sommernacht" ist auf jeden Fall ein schönes Buch für alle, die gerne Geschichten über Feen lesen und nach einer kurzweiligen, zwischendurch jedoch auch spannenden Unterhaltung suchen.
Und hier kann man das Buch kaufen: Julie Kagawa: Plötzlich Fee 01 - Sommernacht
Meghan Chase lebt gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihrem vierjährigen Halbbruder Ethan auf einer Farm. Ihr bester Freund ist Robbie, der in der Nachbarschaft lebt. Doch an ihrem 16. Geburtstag ist plötzlich alles anders. Meghan entdeckt, dass sie nicht so normal ist, wie sie immer dachte. Sie sieht Dinge, die es nicht geben kann, ihr kleiner Bruder ist plötzlich ganz verändert und Robbie offenbart ihr, dass sein wirklicher Name Robin Greenfellow, vielen auch bekannt als Puck aus Shakespeares Sommernachtstraum, ist. Meghan selber ist die Tochter von Oberon, dem König des Sommerhofs im Feenreich. Doch Meghan muss sich dem allen stellen und sich sogar auf den Weg ins Feenreich machen, denn ihr kleiner Bruder wurde entführt und durch einen Wechselbalg ersetzt.
"Plötzlich Fee: Sommernacht" ist der erste Band einer Reihe, zu der inzwischen schon einige Folgebände erschienen sind. Den deutschen Titel finde ich nicht so ganz ideal gewählt, da er meiner Meinung nach nur an einen bekannten Film erinnern soll, der so überhaupt nichts mit diesem Buch zu tun hat.
Inhaltlich bietet "Sommernacht" zunächst einmal die Rahmenbedingungen der Reihe, indem Meghan ihre Herkunft entdeckt und ihre erste Prüfung bestehen muss. Zudem lernt sie Prinz Ash kennen, der als romantischer Gegenpart zu Robbie auserkoren ist. Diese Dreiecksgeschichte wird sicherlich in den nächsten Bänden noch fortgeführt werden. In den letzten Jahren sind Feen anscheinend wieder in Mode gekommen. So habe ich bereits die Bücher von Melissa Marr und Maggie Stiefvater gelesen, die mich jedoch nicht überzeugen konnten. Bei Melissa Marr kam mir die Ausgestaltung der Figuren zu kurz und bei Maggie Stiefvater die Hintergründe der Feengeschichte.
Bei Julie Kagawa ist dies zumindest schon mal besser gelöst. Allerdings ist mir auch hier die Protagonistin Meghan zu farblos. Nach dem Lesen von "Sommernacht" weiß ich immer noch fast nichts über sie, dafür haben mir jedoch einige der Nebenfiguren sehr gut gefallen. "Plötzlich Fee: Sommernacht" ist auf jeden Fall ein schönes Buch für alle, die gerne Geschichten über Feen lesen und nach einer kurzweiligen, zwischendurch jedoch auch spannenden Unterhaltung suchen.
Und hier kann man das Buch kaufen: Julie Kagawa: Plötzlich Fee 01 - Sommernacht
Kate Morton: Die fernen Stunden
Bewertung: *****
Edie Burchill arbeitet als rechte Hand des Inhabers bei einem kleinen Verlag. Ihr Leben läuft nicht ganz so, wie sie es sich erwünscht hatte. Als ihre Mutter Meredith im Jahr 1992 einen Brief erhält, der über 51 Jahre in der Post verschollen war, ahnt Edie, dass mehr dahinter steckt, als ihre Mutter zugeben will. Absender des Briefes ist Juniper Blythe, bei deren Familie Meredith einst im Krieg untergebracht wurde. Edie beschließt sich diesen Ort an dem ihre Mutter lebte einmal anzusehen und verbindet eine Geschäftsreise mit einem Ausflug nach Schloss Milderhurst. Juniper lebt dort immer noch mit ihren älteren Zwillingsschwestern Persephone und Seraphina. Doch sie ist verwirrt seit ihr Verlobter sie im Jahr 1941 verlassen hat. Edie glaubt nicht an Zufälle. Ihre Mutter erhielt einen Brief von Juniper genau aus der Zeit, als auch deren Verlobter Thomas verschwand. Was geschah damals auf Schloss Milderhurst und wie hat dies mit ihrer eigenen Familie zu tun?
Manche Bücher lassen mich nach dem Lesen mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit zurück. Es kommt vor, dass ich dann gar nicht so genau formulieren kann, was genau mir an dem Buch so gut gefallen hat, doch ich bin mir sicher, dass es so ist. So eine Art von Buch ist "Die fernen Stunden". Es ist nicht das erste Buch, das ich von Kate Morton lese. Schon mit "Der verborgene Garten" hat die Autorin mich überzeugt und "Das geheime Spiel" wartet noch darauf von mir gelesen zu werden. Doch mehr noch als das erste Buch hat mich "Die fernen Stunden" beeindruckt, bildet es für mich doch die perfekte Mischung aus Geheimnissen der Vergangenheit, Familiengeschichte vor historischer Kulisse und einer starken Verbindung in die Gegenwart, die alles ans Tageslicht bringt. Die Einstufung in ein Genre fällt hier schwer, ich würde es als eine Mischung aus Mystery Thriller und epischem Familienroman bezeichnen.
Besonders die Figuren sind es, die hier die Geschichte zum Leben erwecken und so voller Vitalität vor meinem geistigen Auge entstanden. Ebenso sind die Schauplätze sehr bildhaft beschrieben und man kann sich gut in die alten Gemäuer hineindenken.
Parallel werden hier die Erzählstränge der Jahre 1992 und 1939-1941 fortgeführt und so erfährt der Leser nach und nach was damals geschehen ist und was Edie herausfindet.
Kate Morton versteht es meisterlich Fährten zu legen für den Leser, ihn so dabei zu halten, jedoch noch nicht zu viel zu verraten.
Empfehlen kann ich "Die fernen Stunden" allen, die gerne umfangreiche Bücher lesen in denen noch wirkliche Geschichten erzählt werden.
Und hier kann man das Buch kaufen: Kate Morton: Die fernen Stunden
Edie Burchill arbeitet als rechte Hand des Inhabers bei einem kleinen Verlag. Ihr Leben läuft nicht ganz so, wie sie es sich erwünscht hatte. Als ihre Mutter Meredith im Jahr 1992 einen Brief erhält, der über 51 Jahre in der Post verschollen war, ahnt Edie, dass mehr dahinter steckt, als ihre Mutter zugeben will. Absender des Briefes ist Juniper Blythe, bei deren Familie Meredith einst im Krieg untergebracht wurde. Edie beschließt sich diesen Ort an dem ihre Mutter lebte einmal anzusehen und verbindet eine Geschäftsreise mit einem Ausflug nach Schloss Milderhurst. Juniper lebt dort immer noch mit ihren älteren Zwillingsschwestern Persephone und Seraphina. Doch sie ist verwirrt seit ihr Verlobter sie im Jahr 1941 verlassen hat. Edie glaubt nicht an Zufälle. Ihre Mutter erhielt einen Brief von Juniper genau aus der Zeit, als auch deren Verlobter Thomas verschwand. Was geschah damals auf Schloss Milderhurst und wie hat dies mit ihrer eigenen Familie zu tun?
Manche Bücher lassen mich nach dem Lesen mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit zurück. Es kommt vor, dass ich dann gar nicht so genau formulieren kann, was genau mir an dem Buch so gut gefallen hat, doch ich bin mir sicher, dass es so ist. So eine Art von Buch ist "Die fernen Stunden". Es ist nicht das erste Buch, das ich von Kate Morton lese. Schon mit "Der verborgene Garten" hat die Autorin mich überzeugt und "Das geheime Spiel" wartet noch darauf von mir gelesen zu werden. Doch mehr noch als das erste Buch hat mich "Die fernen Stunden" beeindruckt, bildet es für mich doch die perfekte Mischung aus Geheimnissen der Vergangenheit, Familiengeschichte vor historischer Kulisse und einer starken Verbindung in die Gegenwart, die alles ans Tageslicht bringt. Die Einstufung in ein Genre fällt hier schwer, ich würde es als eine Mischung aus Mystery Thriller und epischem Familienroman bezeichnen.
Besonders die Figuren sind es, die hier die Geschichte zum Leben erwecken und so voller Vitalität vor meinem geistigen Auge entstanden. Ebenso sind die Schauplätze sehr bildhaft beschrieben und man kann sich gut in die alten Gemäuer hineindenken.
Parallel werden hier die Erzählstränge der Jahre 1992 und 1939-1941 fortgeführt und so erfährt der Leser nach und nach was damals geschehen ist und was Edie herausfindet.
Kate Morton versteht es meisterlich Fährten zu legen für den Leser, ihn so dabei zu halten, jedoch noch nicht zu viel zu verraten.
Empfehlen kann ich "Die fernen Stunden" allen, die gerne umfangreiche Bücher lesen in denen noch wirkliche Geschichten erzählt werden.
Und hier kann man das Buch kaufen: Kate Morton: Die fernen Stunden
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