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Dienstag, 15. Oktober 2013

Antonia Michaelis: Die Nacht der gefangenen Träume

Frederic ist an eine neue Schule gewechselt. Aber irgendwie sind die Lehrer und Schüler dort merkwürdig. Jede neue Idee wird im Keim erstickt und niemand ist fröhlich oder daran interessiert sich mit Frederic anzufreunden. Aber alles wird anders, als Frederic von seiner Nachbarin ein Fläschchen mit Vitaminen bekommt. Nun kann er sehen, was um ihn herum alles nicht stimmt und wie das wahre Wesen der Menschen aussieht. Gemeinsam mit seiner Mitschülerin Änna versucht Frederic nun hinter das Geheimnis des Schulleiters zu kommen...

Ich habe "Die Nacht der gefangenen Träume" von Autorin Antonia Michaelis als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Felix von Manteuffel, der diese Aufgabe gut erledigt.
Mich hat an der Geschichte besonders die kindgerechte Phantasie fasziniert. Es gibt nicht viele Kinderbücher die noch mit neuen Ideen daher kommen und gleichzeitig spannend und kindgerecht sind, wobei die Geschichte hier aber auch ein wenig überzogen ist.
Der 13jährige Frederic ist eine interessante Hauptfigur, der sich wenig davon beeindrucken lässt was andere denken und der ein wenig verträumt ist.
Gut gefallen hat mir auch die Erzählperspektive und die Beziehung zwischen Frederik und seinem Vater die immer wieder Thema ist.
Gerade für Jungen  ab ca. 10 Jahren ist "Die Nacht der gefangenen Träume" daher zu empfehlen, wenn Bücher gemocht werden, in denen Phantasie und Realität miteinander vermischt werden.
Aber auch allen anderen die diese Art von Geschichten mögen kann ich das Hörbuch empfehlen und durch die Figur Änna werden sich auch Mädchen angesprochen fühlen.

So habe ich bewertet:

Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Antonia Michaelis: Die Nacht der gefangenen Träume

Sonntag, 20. Januar 2013

Antonia Michaelis: Der Märchenerzähler



Normalerweise formuliere ich meine Inhaltsangaben selber. Dieses Mal übernehme ich ausnahmsweise die Angaben des Verlages, da ich es besser nicht ausdrücken könnte ohne zuviel zu verraten:
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Es ist schwer dem Buch "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis gerecht zu werden. Ich fand es sehr gut geschrieben, mit einem exzellenten Spannungsbogen und einer tollen "Buch im Buch" Geschichte. Aber gleichzeitig hat mich dieses Buch ziemlich entsetzt zurückgelassen, im Rückblick verspüre ich Widerwillen und wenn ich mir vorstelle, dass dies ein Jugendthriller ab 14 Jahren sein soll, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln. Die schönen Bilder, die durch Abels Geschichte über die kleine Klippenkönigin, im Stil von "Der kleine Prinz" entstehen, haben im Nachhinein einen sehr unangenehmen Beigeschmack für mich. Der Umgang der Figuren mit extremen Situationen ist mehr als grenzwertig und keineswegs als Vorbild für Jugendliche geeignet. Dies wird jedoch leider in "Der Märchenerzähler" nicht so reflektiert, sondern nur mit Sprüchen a la "Verzeihen kann nur wer sich selbst verzeiht" auf die Spitze getrieben. Ich halte dieses Buch daher keinesfalls für jugendliche Leser geeignet, nur weil Schüler hier die Hauptfiguren sind. Jeder Leser sollte sich darüber im klaren sein, dass "Der Märchenerzähler" wirklich harte Kost ist und das weniger mit blutrünstigen Szenen, sondern insbesondere auf der emotionalen Ebene.
Wer jedoch davon noch nicht abgeschreckt ist, der sollte sich auf "Der Märchenerzähler" einlassen und selber die Geschichte hinter der Geschichte entdecken. Für mich war es einfach zu viel, aber das muss nicht jedem so gehen.

So habe ich bewertet: 





Und hier kann man das Buch kaufen: Antonia Michaelis: Der Märchenerzähler