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Montag, 18. September 2017
Lucinda Riley: Die Schattenschwester
Inhaltsangabe des Verlages:
Star d'Aplièse ist eine sensible junge Frau und begegnet der Welt eher mit Vorsicht. Seit sie denken kann, ist ihr Leben auf das Engste verflochten mit dem ihrer Schwester CeCe, aus deren Schatten herauszutreten ihr nie gelang. Als ihr geliebter Vater Pa Salt plötzlich stirbt, steht Star jedoch unversehens an einem Wendepunkt. Wie alle Mädchen in der Familie ist auch sie ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht, doch der Abschiedsbrief ihres Vaters enthält einen Anhaltspunkt – die Adresse einer Londoner Buchhandlung sowie den Hinweis, dort nach einer gewissen Flora MacNichol zu fragen. Während Star diesen Spuren folgt, eröffnen sich ihr völlig ungeahnte Wege, die sie nicht nur auf ein wunderbares Anwesen in Kent führen, sondern auch in die Rosengärten und Parks des Lake District im vergangenen Jahrhundert. Und ganz langsam beginnt Star, ihr eigenes Leben zu entdecken und ihr Herz zu öffnen für das Wagnis, das man Liebe nennt ...
"Die Schattenschwester" von Autorin Lucinda Riley ist der dritte Band der Reihe rund um die Schwestern der Familie d’Aplièse die mit "Die sieben Schwestern" und "Die Sturmschwester" ihren Anfang nahm. Im Mittelpunkt des dritten Teils steht die drittälteste Schwester Asterope, genannt Star, die im Schatten ihrer fast gleichaltrigen Schwester CeCe aufwächst.
Wer es noch nicht weiß: Angelehnt ist die Reihe an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher von der Autorin auch als Reihe mit sieben Bänden. Jedes der Bücher widmet sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern und erzählt ausgehend vom Tod des Adoptiv-Vaters im Jahr 2007. Auffällig ist hier jedoch, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
In "Die Schattenschwester" erfahren wir nun die Geschichte von Star und begleiten sie auf ihrer Spurensuche in London, Kent und im Lake District. Mir war klar, dass es eine der Schwestern nach England verschlagen wird, denn das ist doch das "Spezialgebiet" der Autorin. Die Bezeichnung Schattenschwester trifft es bei Star auch sehr gut, denn sie muss lernen aus dem Schatten ihrer Schwester herauszutreten und ein eigenes Leben zu führen. Die beiden waren sich von klein auf sehr nah und haben nie längere Zeit voneinander getrennt verbracht, was nun dazu führt, dass Star in einem Leben gefangen ist, das sie nicht führen möchte.
Wie auch ihre Schwestern erhält Star von Pa Salt einen Brief, einen Ort und einen Gegenstand, der ihr den Weg in ihre Vergangenheit weisen soll. Da Star zu diesem Zeitpunkt sowieso in London lebt, hat sie es für ihre ersten Ermittlungen nicht weit, was auch gut ist, denn ansonsten hätte sich diese in sich zurückgezogene Schwester sicherlich nicht überwinden können nach Antworten zu suchen. Neben Star im Jahr 2007 gibt es auch noch einen Erzählstrang in der Vergangenheit, der hauptsächlich über die Tagebücher von Flora MacNichol erzählt wird und in den Jahren ab 1910 beginnt. Schön fand ich auch hier, dass historische Persönlichkeiten in die Geschichte integriert wurden, jedoch nicht auf zu aufdringliche Art und Weise. Man kann sich durchaus vorstellen, dass Beatrix Potter (Autorin und Illustratorin der Peter Hase Kinderbücher) eine Freundin hatte die Flora ähnelte und über König Edward VII. gibt es sowieso genug Geschichten, da machen ein paar mehr auch nichts aus. Die Nebenfiguren in der Gegenwart fand ich teilweise ein wenig merkwürdig und nicht so klar beschrieben, wie ich es sonst von Lucinda Riley kenne. Man erfährt nicht besonders viel über ihre Hintergründe und so blieben sie mir leider bis zum Ende etwas fremd. Auch die Familienverhältnisse sind hier nicht ganz so einfach zu durchschauen, so dass ich da schon am Ende noch mal drüber nachdenken musste, wer denn jetzt mit wem auf welche Weise verwandt ist. Da wäre tatsächlich mal ein Stammbaum angebrachte gewesen, denn es ist deutlich komplizierter als es bei den älteren Schwestern Maia und Ally der Fall war. Schön fand ich, dass die Gespräche zwischen Ally und Star die man ja schon aus dem zweiten Band kannte nun aus Stars Perspektive wieder aufgegriffen wurden. Wahrscheinlich werde ich alle Bücher noch mal lesen müssen, wenn die Geschichte zu Ende erzählt ist, um dann endlich alle Verbindungen erkennen zu können.
Insgesamt gesehen hat mir "Die Schattenschwester" gut gefallen, jedoch nicht ganz so gut wie die beiden Vorgängerbände, weshalb ich ein wenig in der Wertung abziehe. Aber wer die Reihe mag, der muss natürlich auch weiter lesen und ich bin schon ganz besonders gespannt auf den nächsten Band "Die Perlenschwester", denn CeCe ist für mich mit die Geheimnisvollste der Schwestern was ihre Abstammung betrifft.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die Schattenschwester
Weitere Informationen zum Buch, zur Reihe und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.
Montag, 12. Juni 2017
Lucinda Riley: Helenas Geheimnis
Inhaltsangabe des Verlages:
Viele Jahre sind vergangen, seit Helena Beaumont als junge Frau einen wunderbaren Sommer auf Zypern verbracht und dort ihre erste große Liebe erlebt hat. Nun kehrt sie zum ersten Mal zurück in das schöne alte Haus, um dort mit ihrer Familie die Ferien zu verbringen. Unbeschwerte Tage sollen es werden, verträumte Stunden am Meer und lange Nächte auf der Terrasse, doch schon bei ihrer Ankunft empfindet Helena ein vages Unbehagen. Sie allein weiß, dass die Idylle bedroht ist – denn es gibt Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die sie ihrem Mann und ihren Kindern stets eisern verschwiegen hat. Wie lange aber kann sie die Fassade der glücklichen Familie noch aufrechterhalten? Als sie dann plötzlich ihrer Jugendliebe Alexis gegenübersteht, ahnt sie, dass diese Begegnung erst der Anfang einer Verkettung von Ereignissen ist, die ihrer aller Leben auf eine harte Bewährungsprobe stellt ...
"Helenas Geheimnis" von Autorin Lucinda Riley hat mich überrascht. Ich habe schon viele Bücher der Autorin gelesen und ein paar Gemeinsamkeiten gibt es da meistens schon. In der Regel ist die Hauptfigur eine Frau, die etwas über die Vergangenheit ihrer Familie herausfindet und dies auch oft über eine weitere Zeit zurück.
Bei "Helenas Geheimnis" war daher die erste Überraschung für mich, dass es sich um einen männlichen Erzähler handelt. Denn erzählt wird hier nicht aus der Perspektive von Helena, sondern ihrem Sohn Alex und das war mir nicht von der ersten Seite an klar.
Für mich ist dieses Buch auch ein wenig "zeitgenössischer" und weniger "historisch" als die anderen Bücher der Autorin. Der Zeitabschnitt der hier durch die Tagebucheinträge des jungen Alex erlebt wird, liegt erst knapp 20 Jahre zurück und fällt für mich daher praktisch in die Neuzeit.
Im Mittelpunkt stehen typische Probleme unserer Zeit, wie die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern, Alex Wunsch zu erfahren wer sein biologischer Vater ist und die Probleme einer Patchworkfamilie. Da ich jedoch sehr offen bin was meine Bücherauswahl betrifft, konnte ich mich auch in dieses Buch sehr schnell einfinden und ich habe es wirklich gerne gelesen. Besonders die Figur des Alex hat mir gut gefallen und durch seine Augen gesehen die Zeit vor 24 Jahren mitzuerleben fand ich sehr interessant. Ein wenig blass blieben für mich aber die "Erwachsenen" in dieser Geschichte und im Vergleich zum unbedarften Alex fiel ihre oberflächliche Art doch noch mehr ins Auge.
Ich würde mich freuen, wenn uns die Autorin in Zukunft noch mehr mit solchen von ihrem herkömmlichen Muster überrascht, auch wenn ich es nicht missen will auch weiterhin ihre tollen Geschichten rund um die sieben Schwestern etc. zu lesen.
"Helenas Geheimnis" könnte durch den männlichen Erzähler vielleicht auch ein guter Einstieg für männliche Leser in die Bücher von Lucinda Riley sein.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Helenas Geheimnis
Weitere Infos zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.
Dienstag, 11. Oktober 2016
Lucinda Riley: Die Sturmschwester
Inhaltsangabe des Verlages:
Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war...
"Die Sturmschwester" von Autorin Lucinda Riley ist der zweite Band der Reihe rund um die Schwestern der Familie d’Apliése die mit "Die Sieben Schwestern" ihren Anfang nahm.
Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die zweitälteste Schwester Alkyone, genannt Ally. Wer es noch nicht weiß: Angelehnt ist die Reihe an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher auch als Reihe mit sieben Bänden von der Autorin. Jedes der Bücher widmet sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern, wobei hier jedoch auffällig ist, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
Hier erfahren wir nun jedenfalls die Geschichte von Ally und begleiten ihre Spurensuche nach Norwegen. Besonders interessant fand ich hier genauso wie im ersten Band die Kapitel aus der Vergangenheit, die hier von der Sängerin Anna und der Entstehung der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg handeln.
Ich bin selber sehr fasziniert von Norwegen und fand es absolut glaubhaft wie Ally das Land erlebt und so Stück für Stück ihre eigene Abstammung entdeckt. Natürlich ist die Familiengeschichte der Protagonistin der Phantasie der Autorin entsprungen, aber ich fand diesen Einblick in das Leben von Edvard Grieg sehr faszinierend und habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Auch die Handlung in der Gegenwart (die aus mir unbekanntem Grund im Jahr 2007 spielt) hat mich interessiert, was zum größten Teil daran liegen wird, dass mir die Figuren sehr sympathisch sind. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und hinterlassen Eindruck, was ich hier auch besonders wichtig finde, da sie wohl in den Folgebänden noch ihre Auftritte haben werden. Man erfährt immer mehr von den übrigen Schwestern und wird neugierig auf ihre eigenen Lebensgeschichten und die Umstände rund um Pa Salts Tod stellen sich auch als immer mysteriöser heraus. Es wirkt zwar nicht alles zu 100 % realistisch, aber es hat zumindest soweit funktioniert das meine Neugier geweckt ist und ich mich schon auf die weiteren Bände freue. In "Die Sturmschwester" gab es jedoch an einem Punkt auch für mich ein wenig zu viel des Guten und soviel Drama und Kitsch hätte wirklich nicht nötig sein müssen. Weniger ist auch hier manchmal mehr.
Insgesamt gesehen überwiegt aber dennoch die Begeisterung.
Empfehlen kann ich "Die Sturmschwester" an alle Leser die auch schon den ersten Band mochten. Alle die das erste Buch noch nicht gelesen haben, sollten unbedingt damit beginnen, da die Bücher stark aufeinander aufbauen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die Sturmschwester
Weitere Infos zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.
Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war...
"Die Sturmschwester" von Autorin Lucinda Riley ist der zweite Band der Reihe rund um die Schwestern der Familie d’Apliése die mit "Die Sieben Schwestern" ihren Anfang nahm.
Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die zweitälteste Schwester Alkyone, genannt Ally. Wer es noch nicht weiß: Angelehnt ist die Reihe an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher auch als Reihe mit sieben Bänden von der Autorin. Jedes der Bücher widmet sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern, wobei hier jedoch auffällig ist, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
Hier erfahren wir nun jedenfalls die Geschichte von Ally und begleiten ihre Spurensuche nach Norwegen. Besonders interessant fand ich hier genauso wie im ersten Band die Kapitel aus der Vergangenheit, die hier von der Sängerin Anna und der Entstehung der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg handeln.
Ich bin selber sehr fasziniert von Norwegen und fand es absolut glaubhaft wie Ally das Land erlebt und so Stück für Stück ihre eigene Abstammung entdeckt. Natürlich ist die Familiengeschichte der Protagonistin der Phantasie der Autorin entsprungen, aber ich fand diesen Einblick in das Leben von Edvard Grieg sehr faszinierend und habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Auch die Handlung in der Gegenwart (die aus mir unbekanntem Grund im Jahr 2007 spielt) hat mich interessiert, was zum größten Teil daran liegen wird, dass mir die Figuren sehr sympathisch sind. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und hinterlassen Eindruck, was ich hier auch besonders wichtig finde, da sie wohl in den Folgebänden noch ihre Auftritte haben werden. Man erfährt immer mehr von den übrigen Schwestern und wird neugierig auf ihre eigenen Lebensgeschichten und die Umstände rund um Pa Salts Tod stellen sich auch als immer mysteriöser heraus. Es wirkt zwar nicht alles zu 100 % realistisch, aber es hat zumindest soweit funktioniert das meine Neugier geweckt ist und ich mich schon auf die weiteren Bände freue. In "Die Sturmschwester" gab es jedoch an einem Punkt auch für mich ein wenig zu viel des Guten und soviel Drama und Kitsch hätte wirklich nicht nötig sein müssen. Weniger ist auch hier manchmal mehr.
Insgesamt gesehen überwiegt aber dennoch die Begeisterung.
Empfehlen kann ich "Die Sturmschwester" an alle Leser die auch schon den ersten Band mochten. Alle die das erste Buch noch nicht gelesen haben, sollten unbedingt damit beginnen, da die Bücher stark aufeinander aufbauen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die Sturmschwester
Weitere Infos zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.
Dienstag, 4. Oktober 2016
Lucinda Riley: Das italienische Mädchen
Inhaltsangabe
des Verlages:
Rosanna
Menici ist elf, als sie zum ersten Mal dem Mann begegnet, der ihr Schicksal
bestimmen wird. Der junge Tenor Roberto Rossini ist in seiner Heimat Neapel
bereits ein umschwärmter Star und schenkt dem schüchternen Mädchen, das bei
einer Familienfeier singen soll, kaum Beachtung. Doch als die ersten Töne den
Raum erfüllen, kann er seine Augen nicht mehr von Rosanna lösen, so rein und
einzigartig ist diese Stimme. Sechs Jahre später treffen Rosanna und Roberto an
der Mailänder Scala wieder aufeinander. Auf der Bühne vereint, entwickeln ihre
Stimmen einen Zauber, der sie einen unvergleichlichen Siegeszug durch die
Opernhäuser der Welt antreten lässt. Doch ihre leidenschaftliche Liebe wird zu
einer Obsession, die sie für alles um sie herum blind werden lässt …
Ich habe
„Das italienische Mädchen“ von Lucinda Riley als Hörbuch gehört.
Gelesen
wird es von Simone Kabst, die wohl auch schon einige andere Bücher der Autorin
eingelesen hat. Als Sprecherin ist mir Frau Kabst weder besonders negativ noch
positiv aufgefallen. Ich wäre nicht abgeschreckt, noch einmal ein Hörbuch mit
ihr als Sprecherin zu hören, aber es wäre für mich auch kein Garant für ein
besonders gutes Hörbuch. Sie bemüht sich um Betonung, was eben mal mehr und mal
weniger gelingt. Generell kann man ihrer Stimme aber ganz gut zuhören ohne
genervt zu sein.
Inhaltlich
hat mich „Das italienische Mädchen“ enttäuscht. Ich bin natürlich auch ziemlich
verwöhnt was Lucinda Riley betrifft und entsprechend hoch ist meine
Erwartungshaltung. Ich wusste vorher praktisch nichts über das Buch, aber nach
dem Hören war ich mir sicher, dass es sich nicht um ein neues Werk der Autorin
handelt, sondern um irgendwas älteres das ausgegraben wurde nachdem sich der
Erfolg eingestellt hat. Genauso ist es auch tatsächlich. Im Buch soll es dazu
wohl auch ein Vorwort der Autorin geben, worauf beim Hörbuch jedoch verzichtet
wurde.
Besonders
enttäuscht bin ich von der Hauptfigur Rosanna. Sie soll der Sympathieträger der
Geschichte sein, mit ihr soll man als Leser mitfiebern und hoffen das alles für
sie gut ausgeht. Das hat sich bei mir jedoch leider nicht eingestellt. Der
Funke ist sozusagen nicht übergesprungen und mir war Rosanna zumindest ab der
zweiten Romanhälfte einfach nicht mehr so sympathisch. Einige der Nebenfiguren
fand ich sehr interessant, aber deren Geschichte stand natürlich eher im
Hintergrund. Während am Anfang alles sehr ausführlich und detailliert erzählt
wurde, hatte ich am Ende eher den Eindruck, dass doch alles sehr rasant ging
und dann die Jahre im Zeitraffer abgefertigt wurden. Insgesamt entspricht „Das
italienische Mädchen“ daher nicht dem was ich erwartet und erhofft hatte.
Empfehlen kann ich es daher eigentlich nur an Leser die das Werk von Lucinda
Riley vollständig lesen wollen, oder aber noch nichts von der Autorin kennen,
so dass hier keine falsche Erwartung entsteht.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Lucinda Riley: Das italienische Mädchen
Samstag, 25. April 2015
Lucinda Riley: Die sieben Schwestern
Maia d’Apliése ist gemeinsam mit ihren fünf jüngeren Schwestern aufgewachsen. Alle sechs wurden als Babys von Pa Salt adoptiert, der ihnen auf dem abgeschotteten Gelände des Anwesens „Atlantis“ am Genfer See ein liebevolles Zuhause geschaffen hat. Der unerwartete Tod ihres Adoptivvaters überrascht die Schwestern, besonders Maia, die ihr Elternhaus nicht verlassen hatte und weiterhin auf dem Anwesen lebte. Für jede seine Töchter hat Pa Salt einen Umschlag hinterlassen, in dem ein persönlicher Brief mit Hinweisen auf ihre biologische Abstammung enthalten ist. Jede der jungen Frauen soll die Möglichkeit erhalten zu erfahren wo ihre Wurzeln liegen. Maia war es nie wichtig wer ihre leiblichen Eltern sind, denn Pa Salt hat ihr immer das Gefühl einer Familie gegeben. Doch nun folgt sie dem Hinweis nach Rio de Janeiro und erfährt nicht nur mehr über ihre Abstammung, sondern auch über sich selbst.
Ich mag die Bücher von Lucinda Riley sehr und so war es auch keine Frage, dass ich das neueste Buch von ihr lesen möchte. Angelehnt ist "Die sieben Schwestern" an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher auch als Reihe mit sieben Bänden von der Autorin und "Die sieben Schwestern" bildet den Auftakt. Jedes der Bücher soll sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern widmen, wobei hier jedoch auffällig ist, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
Aber das ist sicherlich eines der Geheimnisse das erst an späterer Stelle gelüftet werden wird.
Hier erfahren wir nun jedenfalls die Geschichte der ältesten Schwester Maia und begleiten ihre Spurensuche nach Rio de Janeiro. Erzählt wird auch von ihrer Vorfahrin Izabela, was den Leser zurück ins Jahr 1927 führt. Schlüssig werden diese Episoden durch Briefe ihre Urgroßmutter, die Maia ausgehändigt bekommt.
Für mich war hier besonders interessant, dass sich die Ereignisse rund um die Entstehung des Cristo Redentor in Rio drehen (der Jesusstatue auf dem Corcovado), denn seit ich letztes Jahr selber in Rio war fasziniert mich die Stadt sehr. Viele Details rund um die Entstehung waren mir vorher nicht bekannt und wie ich nach dem Lesen recherchiert habe, beruht auch ein großer Teil davon auf historischen Fakten. Leider gibt es kein Nachwort der Autorin in dem sie noch darauf eingehen würde was hier Fakt und was Fiktion ist und auch eine kleine Karte der Handlungsorte hätte das Buch noch optisch aufwerten können. Natürlich ist die Familiengeschichte der Protagonistin der Phantasie der Autorin entsprungen, aber ich fand diesen Einblick in das Leben in Brasilien zur Belle Epoche sehr faszinierend und habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Auch die Handlung in der Gegenwart (die aus mir unbekanntem Grund im Jahr 2007 spielt) hat mich interessiert, was zum größten Teil daran liegen wird, dass mir die Figuren sehr sympathisch waren. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und hinterlassen Eindruck, was ich hier auch besonders wichtig finde, da sie wohl in den Folgebänden noch ihre Auftritte haben werden.
Auch im Lebenslauf und Temperament der Schwestern hat sich Lucinda Riley bisher grob am Mythos der Plejaden orientiert und so wird es noch spannend zu erfahren wie sie dies in den Folgebänden weiter umsetzt.
Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzung, die auf Englisch bereits Ende 2015 erscheinen soll.
Empfehlen kann ich "Die sieben Schwestern" an alle Leser die wie ich die Bücher von Lucinda Riley bereits lieben, aber auch als Einstiegsbuch für alle Leser die einen Erzählstil mit mehreren Zeitebenen mögen und sich ebenfalls für den Mythos der sieben Schwestern oder die Entstehung des Cristo Redentor interessieren.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die sieben Schwestern
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Goldmann Verlages.
Ich mag die Bücher von Lucinda Riley sehr und so war es auch keine Frage, dass ich das neueste Buch von ihr lesen möchte. Angelehnt ist "Die sieben Schwestern" an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher auch als Reihe mit sieben Bänden von der Autorin und "Die sieben Schwestern" bildet den Auftakt. Jedes der Bücher soll sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern widmen, wobei hier jedoch auffällig ist, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
Aber das ist sicherlich eines der Geheimnisse das erst an späterer Stelle gelüftet werden wird.
Hier erfahren wir nun jedenfalls die Geschichte der ältesten Schwester Maia und begleiten ihre Spurensuche nach Rio de Janeiro. Erzählt wird auch von ihrer Vorfahrin Izabela, was den Leser zurück ins Jahr 1927 führt. Schlüssig werden diese Episoden durch Briefe ihre Urgroßmutter, die Maia ausgehändigt bekommt.
Für mich war hier besonders interessant, dass sich die Ereignisse rund um die Entstehung des Cristo Redentor in Rio drehen (der Jesusstatue auf dem Corcovado), denn seit ich letztes Jahr selber in Rio war fasziniert mich die Stadt sehr. Viele Details rund um die Entstehung waren mir vorher nicht bekannt und wie ich nach dem Lesen recherchiert habe, beruht auch ein großer Teil davon auf historischen Fakten. Leider gibt es kein Nachwort der Autorin in dem sie noch darauf eingehen würde was hier Fakt und was Fiktion ist und auch eine kleine Karte der Handlungsorte hätte das Buch noch optisch aufwerten können. Natürlich ist die Familiengeschichte der Protagonistin der Phantasie der Autorin entsprungen, aber ich fand diesen Einblick in das Leben in Brasilien zur Belle Epoche sehr faszinierend und habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Auch die Handlung in der Gegenwart (die aus mir unbekanntem Grund im Jahr 2007 spielt) hat mich interessiert, was zum größten Teil daran liegen wird, dass mir die Figuren sehr sympathisch waren. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und hinterlassen Eindruck, was ich hier auch besonders wichtig finde, da sie wohl in den Folgebänden noch ihre Auftritte haben werden.
Auch im Lebenslauf und Temperament der Schwestern hat sich Lucinda Riley bisher grob am Mythos der Plejaden orientiert und so wird es noch spannend zu erfahren wie sie dies in den Folgebänden weiter umsetzt.
Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzung, die auf Englisch bereits Ende 2015 erscheinen soll.
Empfehlen kann ich "Die sieben Schwestern" an alle Leser die wie ich die Bücher von Lucinda Riley bereits lieben, aber auch als Einstiegsbuch für alle Leser die einen Erzählstil mit mehreren Zeitebenen mögen und sich ebenfalls für den Mythos der sieben Schwestern oder die Entstehung des Cristo Redentor interessieren.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die sieben Schwestern
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Goldmann Verlages.
Dienstag, 12. August 2014
Lucinda Riley: Das Orchideenhaus
Pianistin Julia Forrester kehrt nach
einem tragischen Unglück in den Ort ihrer Kindheit zurück. Bei
ihrem Großvater hat sie glückliche Stunden im Gewächshaus von
Wharton Park verbracht und ihm beim züchten von Orchideen zugesehen.
Damals lernte sie auch den jungen Kit Crawford kennen und begegnet
ihm nun als neuen Eigentümer des Herrenhauses wieder. Bei der
Renovierung des alten Cottages in dem Julias Großeltern gelebt haben
wird zufällig ein altes Tagebuch gefunden und Kit vermutet, dass
dieses Julias Großvater gehörte. Enthalten sind Schilderungen aus
Thailand nach dem zweiten Weltkrieg und Julia beschließt ihre
Großmutter darauf anzusprechen. Was Julia nun über ihre Familie und
die damaligen Eigentümer von Wharton Park erfährt versetzt sie
mitten zurück in eine Zeit von Krieg und Verlust.
"Das Orchideenhaus" von
Autorin Lucinda Riley hat mir gut gefallen, kann mich jedoch nicht
ganz so sehr überzeugen wie andere Bücher der Autorin die ich
gelesen habe.
Grund dafür ist, dass ich das Buch
recht vorhersehbar fand und oft geahnt habe das genau die folgende
Situation eintreten wird, so dass die Handlung wenig Überraschungen
für mich geboten hat. Zudem kommt hinzu, dass ich eine zusätzliche
Wendung gegen Ende des Buches als absolut unnötig und störend für
die gesamte Geschichte fand. Es war nun wirklich schon genug Leid
geschehen und Drama vorhanden, so dass eine zusätzliche Spitze
einfach zu viel war.
Gut gefallen haben mir jedoch die
Erzählungen aus der Vergangenheit und die Beschreibungen von
Thailand damals und heute. "Das Orchideenhaus" wird geprägt
von starken Frauenfiguren, die über alle Epochen hinweg die
Ereignisse auf Wharton Park beeinflusst haben und auch das hat mir
gefallen. Oft empfinde ich den Handlungsstrang in der Vergangenheit
als deutliche stärker als den in der Gegenwart, sofern das Buch auf
mehreren Zeitebenen erzählt wird. Zwar merke ich auch hier ein
größeres Interesse bei mir an der Vergangenheit, doch die Abstufung
fällt nicht so deutlich aus wie bei anderen Büchern. Dies liegt
wahrscheinlich auch daran, dass mir die Hauptfigur der Julia
sympathisch ist und ich auch ihren Lebensweg gerne verfolgt habe.
Insgesamt gesehen kann ich "Das
Orchideenhaus" an alle Leser empfehlen die Bücher mögen die
aus unterschiedlichen Erzählperspektive und auf verschiedenen
Zeitebenen erzählt werden.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Das Orchideenhaus
Samstag, 26. Januar 2013
Lucinda Riley: Das Mädchen auf den Klippen
Grania Ryan hat sich ihren Lebenstraum erfüllt und lebt als Bildhauerin in New York. Mit ihrem Lebensgefährten Mark ist sie glücklich und nun soll die Familienplanung den krönenden Abschluss bilden. Doch es läuft nicht alles wie geplant und Grania zieht sich verletzt in ihre irische Heimat zurück. Bei ihrer Familie will sie neue Kraft tanken und entscheiden, wie sie ihr Leben in Zukunft gestalten möchte. Bei einem Spaziergang auf den Klippen trifft sie auf die achtjährige Aurora, die mit ihrem Vater im benachbarten Herrenhaus lebt, das schon lange der Familie Lisle gehört. Aber Granias Mutter Kathleen ist gar nicht begeistert als sie von der Begegnung hört und Granias Pläne, das Mädchen häufiger zu treffen. Zwischen den Frauen der Familie Ryan und der Familie Lisle gibt es eine Verbindung von der Grania nichts ahnt. Und manchmal hat die Vergangenheit auch Auswirkungen auf die Zukunft ...
"Das Mädchen auf den Klippen" von Lucinda Riley hat mich tief bewegt. Es ist ein Roman wie ich ihn liebe. In abwechselnden Erzählsträngen werden hier Verbindungen zwischen Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit geknüpft, bis sich am Ende ein komplettes Bild ergibt. Die Erzählerin ist hier Aurora, die aus der Zukunft in Rückblicken die Geschichte von Grania und ihrer eigenen Familie berichtet. Aber die Hauptfigur und das verbindende Element ist Grania Ryan, mit der auch die Haupthandlung beginnt. An manchen Stellen dachte ich mir, dass es die Autorin nun aber übertreibt und dieser Rückschlag für die Figuren nun wirklich nicht nötig gewesen wäre. Das ist auch etwas, was man "Das Mädchen auf den Klippen" ganz sicher zum Vorwurf machen kann, denn diese Abstrusität kann schon fast mit Nicholas Sparks mithalten. Aber ich kann mich auch nur an wenige Bücher erinnern, bei denen ich so ergriffen war, dass ich kaum noch weiter lesen konnte.
Die Geschichte ist noch dazu sehr geheimnisvoll und ich wollte unbedingt erfahren, wie es weitergeht. Der Schreibstil ist dabei sehr flüssig und wird von Auroras frechen Zwischenberichten aufgelockert. Die Figuren waren zum Teil ein wenig klischeehaft, aber mein Gesamteindruck macht das einfach wieder wett.
Wen allzu rührselige Geschichten abschrecken, der sollte sich besser auch nicht auf "Das Mädchen auf den Klippen" einlassen. Wer sich aber gerne in die Geschichte der Familien Ryan und Lisle entführen lassen will, einen Sinn für Romantik hat und über die beschriebenen Schwächen hinweg sehen kann, dem kann ich dieses Buch wirklich nur ans Herz legen!
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Das Mädchen auf den Klippen
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