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Donnerstag, 13. Juni 2013

Veronica Rossi: Getrieben - Durch ewige Nacht


Es sind einige Monate vergangen seit den Ereignissen in "Gebannt", als Aria zu Perry zurückkehrt und bei ihm und den Tiden bleibt. Aber sie wissen beide, dass der Stamm Aria nicht ohne weiteres akzeptieren wird und so halten sie ihre Liebe geheim. Eine andere Gefahr ist jedoch, dass die Ätherstürme jeden Tag stärker werden und sowohl der Stamm als auch die Bewohner in Reverie nicht mehr sicher sind. Es bleibt nur eine Lösung: Sie müssen die blaue Stille finden.

"Getrieben - Durch ewige Nacht" ist der zweite Teil einer Trilogie von Autorin Veronica Rossi, die mit "Gebannt - Unter fremdem Himmel" ihren Anfang nahm.
Im Vergleich zum letzten Buch stellt die Fortsetzung nun für mich eine Steigerung dar.
Ich fand das Buch spannender und sehr gut aufgebaut. Die Hauptfiguren sind mir nun noch etwas sympathischer und insbesondere Aria ist für mich nun nachvollziehbarer in ihren Handlungen und Gedanken. Auch die neuen Nebenfiguren sind eine Bereicherung für die Geschichte.
Sehr angenehm empfinde ich den Erzählstil, der nicht aus der Ich-Perspektive ist, sondern in der dritten Person. Abwechselnd rücken Aria und Perry in den Vordergrund und so erfährt der Leser nicht nur von den Ereignissen, sondern auch was sie voneinander denken.
Eine Schwäche der Reihe stellt für mich immer noch dar, dass fast nichts über die Ereignisse in der Welt von Aria und Perry bekannt ist, die zu der Situation mit den Ätherstürmen und Biosphären geführt haben. Mir fehlen immer noch viele Informationen auch zu den Ätherstürmen und der gegensätzlichen Entwicklung innerhalb und außerhalb der Biosphären, aber vielleicht bringt der dritte Teil da noch einige Antworten.
Während ich mir nach "Gebannt" noch unsicher war, ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte, hat mich die Autorin nun mit "Getrieben" so gepackt, dass ich gerne so schnell wie möglich wissen möchte, wie es weiter geht. Ich bin nun schon gespannt auf den abschließenden Band, der unter dem Titel "Geborgen - In unendlicher Weite" im Frühling 2014 erscheinen soll.
Empfehlen kann ich "Getrieben - Durch ewige Nacht" uneingeschränkt an alle an derartigen Büchern interessierten Lesern ab ca. 14 Jahren.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Veronica Rossi: Getrieben - Durch ewige Nacht

Weitere Informationen zur Autorin und zur Reihe gibt es auf der Homepage des Oetinger Verlages.

Montag, 3. Dezember 2012

Veronica Rossi: Gebannt - Unter fremdem Himmel


Es ist gefährlich sich außerhalb der Pods genannten abgeschotteten Städte aufzuhalten, das wurde Aria von klein auf beigebracht. Ihre Heimatstadt Reverie ist komplett von der Außenwelt getrennt und die Menschen verbringen den größten Teil des Tages in den Realms, den virtuellen Welten. Hier kann man alles erleben was man sich wünscht und seine Freunde treffen, ein anderes Leben ist für Aria unvorstellbar.
Perry lebt dagegen außerhalb der Pods, lebt ein sehr naturverbundenes Leben ohne Technik und verfügt über einen ausgeprägten Geruchssinn der selbst in der Lage ist Emotionen wahrzunehmen, was ihn in seinem Stamm zu etwas besonderem macht.
Doch als Aria in die Wildnis verbannt wird und Perry sie findet, mischen sich auch ihre Welten und nur gemeinsam wird es ihnen gelingen ihr Ziel zu erreichen.

"Gebannt" war für mich eine nette Unterhaltung, aber leider kein überragendes Lesevergnügen. Sehr angenehm empfand ich den Erzählstil, der einmal nicht aus der Ich-Perspektive ist, sondern in der dritten Person. Abwechselnd rücken Aria und Perry in den Vordergrund und so erfährt der Leser nicht nur von den Ereignissen, sondern auch was sie voneinander denken.
Die Liebesgeschichte wird sehr glaubhaft aufgebaut und als Leser konnte ich die wachsenden Gefühle von Aria und Perry gut nachvollziehen.
Gut entwickelt fand ich die Nebenfiguren, die bei mir für einige Erheiterung gesorgt haben und mir sympathisch waren. Aria war mir nicht immer sympathisch, da ihr Verhalten doch auch einige Male als sehr unüberlegt und naiv auffällt. Perry kann ich noch nicht so ganz einstufen, jedoch ist er mir schon aufgrund seiner faszinierenden Fähigkeit sympathisch. Ich kann mir daher gut vorstellen, auch noch weitere Bücher mit diesen Figuren zu lesen.
Jedoch hat "Gebannt" für mich auch einige Mängel.
Mir ist die Grundkonstruktion einer Dystopie sehr wichtig. Ich möchte wissen wie sich die Welt zu dem entwickelt hat was wir hier vorfinden, wie die Gesellschaftsstruktur funktioniert und warum manche Technik erhalten oder weiterentwickelt ist und andere nicht etc. Diese Hintergrundinformationen fehlen jedoch in "Gebannt". Vielleicht wird Veronica Rossi im nächsten Band ihrer geplanten Trilogie noch auf die Strukturen ihrer Welt eingehen, doch dies gehört für mich schon in den Einführungsband. So konnte ich leider vieles nicht nachvollziehen und auch wenn ich z.B. die Entwicklung von Fähigkeiten bei den Stämmen außerhalb der Städte sehr faszinierend finde, verstehe ich doch nicht, warum es überhaupt die sehr strikte Trennung zwischen schon fast steinzeitlichem Leben außerhalb der Pods und dem technik- und virtuell-orientierten Leben innerhalb der Pods gibt.
Auch die Sache mit den Äther-Stürmen wurde mir nicht ausreichend erklärt. Sie kommen ständig vor, jeder spricht von ihnen, aber ich habe keine Ahnung was es denn eigentlich damit auf sich hat.
Unabhängig davon bietet Veronica Rossis Erstlingswerk jedoch einige unterhaltsame Lesestunden und wem die Hintergründe einer dystopischen Welt nicht wichtig sind, der wird sich sicherlich bestens unterhalten fühlen.
Empfehlen kann ich "Gebannt" daher uneingeschränkt für alle an derartigen Büchern interessierten Lesern ab ca. 14 Jahren.

So habe ich bewertet:








Und hier kann man das Buch kaufen: Veronica Rossi: Gebannt - Unter fremdem Himmel