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Mittwoch, 5. Dezember 2012

Jamie Freveletti: Emmas Angst


Biochemikerin Emma Caldridge ist auf der Suche nach nachtblühenden Pflanzen in Arizona, als sie von Schmugglern überrascht wird. Als unerwünschte Zeugin wird sie nach Mexiko verschleppt und auf der Plantage eines Drogen Kartells in Ciudad Juarez gefangen gehalten.
Doch auf der Plantage grassiert eine schreckliche Krankheit, die von einem der Marihuana Felder auszugehen scheint. Jeder der mit dem Feld und seinen Produkten in Berührung kam, bekommt Geschwüre und stirbt innerhalb weniger Tage.
Der Kartellboss Raoul LaValle glaubt, dass Flugzeuge aus den USA die Pflanzen krank gespritzt haben und beschließt einen Vergeltungsschlag. Das verseuchte Marihuana soll gezielt in den USA verteilt werden. Emma sucht derweil verzweifelt nach einem Heilmittel ...

"Emmas Angst" ist der dritte Teil der Reihe rund um Emma Caldridge der Autorin Jamie Freveletti. Die bisherigen Bände lauten "Lauf" und "Flieh".
Es ist mir ein Rätsel, wie man auf diesen merkwürdigen Titel gekommen ist, der so gar nicht zu den anderen Büchern passt oder auch nur eine besondere Verbindung zum Inhalt vorweist.
Vorzustellen hat man sich die Bücher wie einen Actionfilm im Buchformat, deren Heldin eine Art weiblicher Superagent ist. Was im ersten Band noch originell auf mich wirkte (einmal im Leben kann jeder Mensch mal in merkwürdige Situationen geraten), war im zweiten Band schon sehr unrealistisch und wirkt jetzt ziemlich befremdlich auf mich. Aber die Autorin versteht es gut die Spannung zu halten und wenn man es von der Glaubwürdigkeit absieht, unterhält „Emmas Angst“ gut.
Interessant fand ich diesmal die Nebenfigur des Oz, von dem ich gerne noch mehr lesen würde. Unnötig wirkten dagegen die Episoden mit Banner, die eher Rechtfertigungscharakter für einige Ereignisse hatten.
Empfehlen kann ich "Emmas Angst" den Lesern, die gerne Actionfilme nachlesen und sich nicht allzu viele Gedanken über die Logik hinter der Geschichte machen. 

So habe ich bewertet: 


Und hier kann man das Buch kaufen: Jamie Freveletti: Emmas Angst

Sonntag, 2. Dezember 2012

Jamie Freveletti: Flieh

Bewertung: *****

Emma Caldridge, Chemikerin und Ultramarathonläuferin, ist mitten in einem Rennen in Afrika, als neben ihr eine Bombe explodiert und ihr ein Unbekannter eine Spritze verabreicht. Sie kann den Ultramarathon in Bestzeit beenden und setzt nun alles daran herauszufinden, welche Substanz sich in ihrem Körper befindet. Cameron Sumner befindet sich währenddessen auf einem Kreuzfahrtschiff in der Nähe von Somalia, um einem großen Drogengeschäft auf die Spur zu kommen. Als das Schiff von Piraten angegriffen wird und die Sicherheitsfirma Darkview erfährt, dass sich gefährliche Chemikalien an Bord befinden, wird Emma informiert, die schon vorher mit der Firma und Edward Banner zu tun hatte. Ein Chemiker muss an Bord und außer Emma ist niemand nah genug dran.

"Flieh" ist die Fortsetzung von "Lauf". Zwar ist die Handlung jeweils in sich abgeschlossen, aber es handelt von den gleichen Personen, deren Beziehungen vielleicht nicht ganz so gut zu durchschauen sind, wenn man den ersten Band nicht kennt.
"Lauf" hatte mich noch absolut begeistert. Chemikerin und Hochleistungssportlerin Emma Caldridge war hier unvermutet in eine Extremsituation im Kolumbianischen Dschungel geraten und überzeugte mit ihrer inneren und äußeren Stärke. In "Flieh" fängt es nun jedoch an wirklich lächerlich zu werden. Zufällig ist Emma die einzige Chemikerin auf dem Afrikanischen Kontinent, wird als Zivilistin gebeten sich auf ein von Piraten umzingeltes Schiff zu begeben und durchkreuzt auf dem Weg dahin noch Kriegsgebiete und benutzt Drogenschmuggelpfade. Das war dann auch für mich ein wenig zuviel des Guten. Dazu haben mich auch die extreme Stigmatisierung der Figuren und die mehrfache Unterstützung von Klischees durch die Autorin gestört. So erfährt der Leser, dass alle Leute aus Hamburg blond und blauäugig, sowie an ihrer kühlen Ausstrahlung zu erkennen sind. Interessant ist an "Flieh" aber dennoch das Thema. Piraten vor der Küste von Somalia sind durchaus keine Fiktion der Autorin (auch wenn sie im Nachwort schreibt, dass sie es zum Zeitpunkt der Buchentstehung noch waren). Das eigentliche Thema der Kreuzfahrtschiffkaperung ist daher beängstigend realistisch. Die Umsetzung ist jedoch überhaupt nicht realistisch, sondern eher in Richtung James Bond zu betrachten.
Es gibt noch eine weitere Fortsetzung, die "Emmas Angst" heißt.
Empfehlen kann ich dieses Buch jedoch trotzdem an Leser, die actiongeladene Thriller mögen.


Und hier kann man das Buch kaufen:  Jamie Freveletti: Flieh

Mittwoch, 28. November 2012

Jamie Freveletti: Lauf

Bewertung: *****

Emma Caldridge befindet sich auf einem Flug nach Kolumbien, als das Flugzeug mitten im Dschungel zur Landung gezwungen wird. Sie selber wird aus der Maschine geschleudert und muss mit an sehen, wie ihre überlebenden Mitreisenden von Rebellen gefangen genommen werden. Emma gelingt es noch eine SMS zu versenden und sich mit ihrem Gepäck zu verstecken. Alles sieht nach einer geplanten Entführung aus und die Gefangenen werden von ihren Bewachern zu Fuß fortgeführt. Emma hat nur zwei Möglichkeiten, entweder sie schlägt sich selber einen Weg durch den Dschungel bis zum nächsten Dorf, oder sie folgt den Rebellen mit ihren Geiseln. Sie entschließt sich für letzteres. Emma weiß, dass sie lange durchhalten kann, läuft sie doch sonst bei den härtesten Rennen der Welt mit. Doch kann sie es auch schaffen im Dschungel zu überleben oder sogar den anderen Passagieren zu helfen? Und wer steckt überhaupt hinter der Flugzeugentführung?

"Lauf" von Jamie Freveletti konnte mich von der ersten Seite an fesseln.
Dieser Thriller konzentriert sich ganz auf seine Hauptfigur Emma Caldridge, eine Wissenschaftlerin, die sich auf einer geschäftlichen Reise nach Kolumbien befindet. Emma hat sich seit dem Tod ihres Verlobten zu einer Spitzensportlerin entwickelt, die sich auf die härtesten Rennen der Welt spezialisiert hat. Der Sport gab ihr den nötigen Halt, um nach dieser Tragödien nicht in Depressionen abzurutschen. Es ist nicht gerade typisch, dass eine Frau dazu in der Lage ist, in Rambo-Manier durch den Dschungel zu laufen. Doch zu der von Jamie Freveletti erdachten Figur passt es und wirkte auf mich trotz der Ungewöhnlichkeit auch nicht Unglaubwürdig. Der körperliche Schmerz wurde für Emma zum Ventil für ihre seelischen Qualen und das kommt häufiger vor, als man annimmt. Auch das Szenario einer Entführung im Kolumbianischen Dschungel ist zwar ungewöhnlich, aber nicht unmöglich. Fälle von durch Rebellen entführten Touristen, für die später Lösegeld verlangt wird, kommen immer wieder vor. Zwar handelt es sich dabei im Regelfall nicht um ganze Passagiermaschinen, doch dies kann man der künstlerischen Freiheit der Autorin zuschreiben.
Obwohl sich die eigentliche Handlung auf Emma und ihren Weg durch den Dschungel beschränkt, fand ich "Lauf" durchweg spannend. Unterbrochen werden die Kapitel über Emmas Kampf durch Episoden aus der Perspektive der amerikanischen Regierung und von Personen, die mit der "Rettung" der Geiseln beauftragt werden. So ergänzt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild.
Ebenfalls gut gefallen hat mir der wissenschaftliche/medizinische Aspekt der Geschichte. Die Nutzung von Naturheilmitteln, sowie die Schilderung der Fauna und Flora des Dschungels hat die Geschichte gut ergänzt und ist sogar teilweise lehrreich.
Ich würde mich sehr freuen, in Zukunft mehr von dieser interessanten neuen Thrillerautorin lesen zu können.


Und hier kann man das Buch kaufen: Jamie Freveletti: Lauf