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Montag, 23. September 2013

Tanja Heitmann: Morgenrot



Wenn ich nach etlichen Stunden hören nicht sagen kann, wovon denn ein Hörbuch eigentlich genau handelte, dann spricht das nicht gerade für das Hörbuch. Genau diesen Fall habe ich nun bei "Morgenrot" von Autorin Tanja Heitmann.
Ich weiß, dass die Hauptfiguren Lea und Adam heißen, wobei sie ein Mensch ist und er ein Dämon. Ansonsten hatte ich die meiste Zeit den Eindruck, dass mir wesentliche Informationen fehlen. Ich habe sogar noch mal extra nachgesehen, ob es sich hier auch wirklich nicht um eine Fortsetzung handelt und ich den ersten Teil nicht kenne. Aber "Morgenrot" soll tatsächlich der Beginn sein.
Es tauchten Figuren auf bei denen ich mir die ganze Zeit nur dachte, wer denn das eigentlich sein soll. Es wurde häufig auf zurückliegende Ereignisse verwiesen, die aber nicht weiter erläutert wurden. Ich konnte keinen roten Faden in der Handlung erkennen und auch keine wesentlich Entwicklung die mir nun aufgezeigt hätte warum es sich lohnt das Buch zu hören oder zu lesen.
Der einzige Lichtblick ist hier tatsächlich die Sprecherin Anna Thalbach die eine gewohnt solide Leistung bringt und versucht diesen leblosen Figuren doch etwas Leben einzuhauchen. 
Insgesamt gesehen ist "Morgenrot" jedoch eine einzige Enttäuschung, die ich nicht mit gutem Gewissen weiter empfehlen kann. Inzwischen ist die Vorgeschichte zum Buch unter dem Titel "Nachtglanz" erschienen. Ich habe gehört, dass der Einstieg besser fallen soll, wenn man dieses Buch zuerst liest.
So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Tanja Heitmann: Morgenrot

Montag, 16. September 2013

Tanja Heitmann: Das Geheimnis des Walfischknochens

Was schenkt man einem 85jährigen zum Geburtstag? Diese Frage stellt sich Enkelin Greta Rosenboom, als der Jahrestag ihres Großvaters naht. Eigentlich hatte sie sich mit ihrem Freund zusammen für ein Geschenk entschieden, doch nach der turbulenten Trennung fühlt sich das nicht mehr richtig an und so beschließt Greta ihrem Großvater Arjen "gemeinsame Zeit" zu schenken. Da Arjen sich gerne auf eine Reise an die Orte seiner Kindheit und Jugend begeben würde und Greta sowieso ihre Zelte in Zürich abgebrochen hat und erst mal arbeitslos ist, passt das auch sehr gut und die beiden machen sich auf den Weg in Etappen an der Küste entlang bis zur Halbinsel Beekensiel auf der Arjen aufgewachsen ist.  Nach und nach erfährt Greta wie es war als Sohn eines Pfarrers an einem abgelegen Ort und mitten im Nationalsozialismus aufzuwachsen und was es mit einem Walfischknochen auf sich hat, der Arjen nicht mehr aus dem Kopf gehen mag.

"Das Geheimnis des Walfischknochens" von Tanja Heitmann ist nicht das erste Buch das ich von dieser Autorin gelesen habe. Allerdings kannte ich sie bisher aus dem Bereich Jugendfantasy und war überrascht von diesem neuen Buch zu hören. Inhaltlich widmet sich Tanja Heitmann hier einer Familiengeschichte über drei Generationen, die hauptsächlich in Ostfriesland spielt. Im Mittelpunkt der Ereignisse steht Greta Rosenboom, eine Endzwanzigerin, die nach einer zerbrochenen Beziehung inklusive Verlust des Arbeitsplatzes zur Geburtstagsfeier ihres Großvaters in ihren Heimatort in Norddeutschland zurückkehrt. Auf einer zweiten Erzählebene wird die Kindheit und Jugend von Großvater Arjen aufgegriffen und die Ereignisse in  den Jahren 1939 - 1946.
Im Grunde genommen ist dies die Geschichte einer Freundschaft, die Arjens Leben auch später noch geprägt hat. Die Abschnitte in der Vergangenheit fand ich sehr gut erzählt und man konnte sich sehr gut in die Figuren hineinversetzen.
Nicht immer so gelungen empfand ich die Handlung in der Gegenwart, denn hier wird doch einiges an stereotypen und klischeehaften Figuren aufgeboten, die für mich dafür sorgten dass die Geschichte wenig Tiefgang erhielt. Es war doch ziemlich vorhersehbar in welche Richtung sich Gretas Zukunft entwickelt und ich hätte mir hier doch die eine oder andere Überraschung gewünscht.
Insgesamt gesehen hat mir die Handlung rund um Arjen jedoch sehr gut gefallen, so dass ich auch zu einer positiven Gesamtwertung komme.
Empfehlen kann ich "Das Geheimnis des Walfischknochens" daher an alle Leser die Familienromane auf mehreren Zeitebenen mögen.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Tanja Heitmann: Das Geheimnis des Walfischknochens

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Blanvalet Verlages.

Dienstag, 28. Mai 2013

Tanja Heitmann: Tiamat - Liebe zwischen den Welten


Die Familie von Anouk Parson pflegt eine lange Tradition. Sie bewachen das Tor nach Tiamat, einer unerforschten Welt, die über einen Riss erreicht werden kann, der im Keller von "Himmelshoch", dem Herrenhaus der Familie liegt. Anouk ist die letzte Nachfahrin, aber sie zeigt kein Talent als Wächterin. Doch zum Glück gibt es da noch ihren angenommenen Bruder Sander, der ein ungewöhnliches Talent im Bewachen des Tores und Jagen der Kreaturen zeigt, die von Zeit zu Zeit aus dem Tor auftauchen. Wenn das Tor nicht gehalten werden kann, so droht der Maelstrom der in Tiamat tobt, unsere Welt zu überfluten und zu zerstören. Für Anouk gibt es neben dieser drohenden Gefahr aber auch noch das Problem sich über ihre Gefühle im Klaren zu werden und das kann noch viel komplizierter sein.

Mich hat "Tiamat - Liebe zwischen den Welten" als sehr ungewöhnliche und originelle Geschichte überzeugt, die eine schöne Mischung aus Fantasy und Liebesroman zeigt. Es handelt sich hier nicht um eine Dystopie oder Geschichte über Fabelwesen und so sticht "Tiamat" sehr angenehm aus dem zur Zeit üblichen Schema hervor. Ich hatte bisher noch kein Buch von Tanja Heitmann gelesen, aber ihr Schreibstil hat mich positiv überrascht und ihre Figuren wirken sehr echt auf mich. Anouk und Sander sind zwar nahezu perfekt, aber dennoch mit Ecken und Kanten versehen, so dass auch ihre Dialoge sehr angenehm zu lesen sind. Auch die Nebenfiguren sind interessant und bieten noch viel Entfaltungsspielraum. Doch ganz besonders gut haben mir hier die Ideen der Autorin über Tiamat und seine Bewohner gefallen. Auch die Liebesgeschichte ist sehr gut und nachvollziehbar geschildert und es hat einfach Spaß gemacht hier mit Anouk zu lachen und zu leiden. 
Das Buch ist in sich abgeschlossen, bietet jedoch durchaus Potenzial für Fortsetzungen. Ich hoffe sogar darauf, dass es diese geben wird, denn ich möchte gerne mehr von den Figuren und der Welt rund um Tiamat erfahren.
Empfehlen kann ich "Tiamat" an alle an Jugendfantasy interessierten Leser, die Lust haben mal wieder von etwas anderem als Dystopien, Vampiren oder Sirenen zu lesen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Tanja Heitmann: Tiamat - Liebe zwischen den Welten