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Mittwoch, 5. Juni 2013

Anika Beer: Wenn die Nacht in Scherben fällt


Nele ist mit ihren Eltern neu nach Erlfeld gezogen. Neben der neuen Schule und neuen Mitschülern hat Nele noch mit einem ganz besonderen Problem zu tun. Sie ist eine Klarträumerin und kann ihre Träume selber gestalten. Aber irgendetwas ist anders in Erlfeld, denn in ihren Träumen taucht ein Wesen mit Namen Seth auf, den sie sich nicht selber erdacht hat. Ist Seth wirklich so nett wie er tut, oder arbeitet er an der Durchführung eines Plans? Nele will mehr über ihre Fähigkeit erfahren und was es genau mit dem Nachtglas auf sich hat, von dem Seth gesprochen hat. Alles wäre anders, wenn es nicht auch noch Jari geben würde, der Nele ebenfalls fasziniert.

"Wenn die Nacht in Scherben fällt" ist der zweite Roman von Autorin Anika Beer den ich gelesen habe. Zuvor habe ich bereits "Als die schwarzen Feen kamen" gelesen und da ich dieses Buch mit eher gemischten Gefühlen beendet hatte, war ich sehr gespannt, ob mich die Autorin nun eher in ihren Bann ziehen kann. Am ersten Roman hatten mir die Hauptfigur und die Beziehungen im Buch nicht ganz so gefallen. Dieses Problem hatte ich jedoch bei "Wenn die Nacht in Scherben fällt" nicht. Nele ist mir sehr sympathisch und die beiden männlichen Figuren Seth und Jari fand ich ebenfalls sehr gut gezeichnet. Die Handlung ist zwar voller phantastischer Einschläge, jedoch ist das Leben und Umfeld der Figuren sehr gut und realistisch geschildert. Ebenso wie im ersten Buch der Autorin stehen hier Jugendliche im Mittelpunkt, die mit ihren Ängsten konfrontiert werden und über weite Strecken auf sich alleine gestellt sind. Die Figuren wirkten jedoch hier schon viel ausgereifter auf mich und ich habe sie gerne auf ihrem problematischen Weg begleitet.
Die Ideen bezüglich der Traumwelt können mich ebenfalls überzeugen, allerdings wirkt einiges recht verworren und ist nicht immer klar nachzuvollziehen.
Empfehlen kann ich "Wenn die Nacht in Scherben fällt" an alle Leser ab ca. 12 Jahren die ungewöhnliche Geschichten mit phantastischen Elementen mögen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Anika Beer: Wenn die Nacht in Scherben fällt

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des cbj Verlages. Hier gibt es auch eine Leseprobe.

Montag, 3. Dezember 2012

Anika Beer: Als die schwarzen Feen kamen


Die 15jährige Marie lebt nach dem Tod ihres Vaters alleine bei ihrer Mutter. Schon seit ihrer Kindheit hat sie mit Panikattacken zu kämpfen und wird von dunklen Träumen heimgesucht. Als sich diese Zustände verschlimmern sucht Marie bei ihrem Arzt Hilfe. Doch auch ihr älterer Mitschüler Gabriel spricht sie an. Er hat eine besondere Gabe und sieht, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Doch kann er helfen dem Ganzen auf den Grund zu gehen?

"Als die schwarzen Feen kamen" von Anika Beer konnte mich leider nicht so fesseln, wie ich es aufgrund der Inhaltsangabe erwartet hatte. Leider hat mich die Geschichte teilweise etwas gelangweilt. Ich kann gar nicht so genau sagen woran es gelegen hat. Die Figuren fand ich schon recht interessant, insbesondere Gabriel, aber sie sind auch ziemlich flach gezeichnet. Ich habe nichts in Erinnerung behalten das Marie ausmacht, abgesehen von den schwarzen Feen. Gabriel ist da schon etwas tiefgründiger, aber genau deshalb auch schwer zu durchschauen. Die Beziehungen zwischen den Figuren fand ich nur sehr schwer nachvollziehbar. Dies betrifft sowohl die Freundschaften von Marie, als auch sich anbahnende Beziehungen. Absolut unverständlich war mir, wieso es niemand merkwürdig findet, dass ein 17jähriger alleine lebt (mal davon abgesehen, dass ich mich auch frage wovon er lebt) und das niemand informiert wird, wenn das einzige Elternteil einer 15jährigen auf unbestimmte Zeit ins Krankenhaus kommt. Da war einfach so einiges für mich fern von jeder Realität. Natürlich handelt es sich hier um einen Fantasyroman, aber wenn dieser in unserer Welt angesiedelt ist, dann muss er sich auch den Vergleich damit gefallen lassen. Verwechseln sollte man "Als die schwarzen Feen kamen" aber nicht mit einem niedlichen Buch über Feen. Ich würde es eher ein Buch über Ängste und den Kampf Gut gegen Böse nennen. Empfehlen kann ich es an alle Leser fantastischer Literatur ab ca. 13 Jahren.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen:  Anika Beer: Als die schwarzen Feen kamen