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Samstag, 19. Februar 2022

Cassandra Clare: Lady Midnight - Die dunklen Mächte 1

 


Inhaltsangabe des Verlages:

Als ihre Eltern starben, war Emma Carstairs noch ein Kind, und um sie herum tobte der Dunkle Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute, dass ihre Eltern aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und zusammen mit ihrem engen Freund und Seelenverwandten Julian Blackthorn hat die 17-jährige Emma Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Dort sorgt eine mysteriöse Mordserie für große Unruhe. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen – Zeichen, wie sie auch bei Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie Julian dadurch in große Gefahr bringt …


Meine Meinung:

Ich bin wahrscheinlich eine der wenigen Leser dieser neuen Reihe, die nicht die "Chroniken der Schattenwelt" von Cassandra Clare gelesen hat, sondern nur den Film und einige Hörbücher hierzu kennt.
Ich weiß auch gar nicht so recht, warum es mich nie gereizt hat die Bücher zu lesen.
Auch für dieses Buch hier habe ich zwei Anläufe gebraucht, denn nach den ersten Seiten war ich irgendwie noch nicht so richtig "drin" und habe es dann lange Zeit wieder auf den Stapel der ungelesenen Bücher zurückgelegt. Nun kann ich sagen, dass das definitiv ein Fehler war, denn das Buch hat mich noch richtig mitgerissen.
"Lady Midnight" ist der Auftaktband der Reihe "Die dunklen Mächte", die im gleichen Universum spielt und auch zum Teil beliebte Figuren aus der Schattenwelt Chronik aufgreift. Es ist sicherlich hilfreich, wenn man die andere Reihe gelesen hat, aber nicht notwendig, da "Die dunklen Mächte" eigene Figuren einführt und auch ohne großes Vorwissen gut lesbar ist.
Hauptfigur ist hier die 17-jährige Emma Carstairs, die bei der Familie Blackthorn im Institut der Schattenjäger in Los Angeles lebt. Julian und seine Geschwister haben ebenso wie Emma ihre Eltern verloren und sind sich nun gegenseitig Familie. Julian und Emma sind Parabatai und dadurch auf ewig aneinandergebundene Seelenverwandte.
Für Emma ist Julian der wichtigste Mensch in ihrem Leben und so ist er auch an ihrer Seite als es darum geht die mysteriösen Mordfälle zu untersuchen, die in vielen Punkten dem Tod von Emmas Eltern während des dunklen Krieges vor fünf Jahren erinnern.
Besonders gut gefallen an "Lady Midnight" hat mir die Verbindung zwischen Emma und Julian. Sehr gut gelungen fand ich auch die strategisch gesetzten Perspektivwechsel, die die Spannung erhalten haben, aber auch zum richtigen Zeitpunkt Einblick in die Seele des jeweils anderen gewährt haben.
Sehr liebevoll gestaltet sind aber auch alle weiteren Figuren, wie z. B. Johnny Rook (ein Junge vom Schattenmarkt) oder die weiteren Blackthorn Geschwister.
Positiv ist mir hier auch der Humor in der Geschichte aufgefallen, denn so manche Szene ist echt witzig geschrieben. Gefallen hat mir auch, dass die Charaktere nicht perfekt sind. Klar ist Emma super mächtig, schön und schlau, aber sie ist auch manchmal ziemlich ungeschickt und was Gefühle betrifft auch nicht gerade der Experte.
Insgesamt gesehen bin ich wirklich froh "Lady Midnight" nun doch noch gelesen zu haben und freue mich nun, dass die Fortsetzungen "Lord of Shadows" und "Queen of Air and Darkness" bereits erschienen sind.

So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Cassandra Clare: Lady Midnight - Die dunklen Mächte 1



Weitere Informationen zum Hörbuch, Autorin und Sprecherinnen finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Fiona Davis: Wovon Sie träumten




Inhaltsangabe des Verlages:
Das Barbizon in New York: Die junge Journalistin Rose ist erst vor Kurzem in das elegante Apartmenthaus eingezogen. Im Lift trifft sie auf eine ältere Dame, deren ungewöhnliche Erscheinung Rose fasziniert. Vom Portier erfährt sie, dass Darby schon in den 1950ern hier lebte, als das Barbizon ein Wohnheim für junge Frauen war. Noch kann Rose nicht ahnen, wie eng ihr Schicksal mit Darbys verknüpft ist. Darby, die nicht nur ihr Gesicht hinter einem Schleier, sondern in ihrem Herzen ein dunkles Geheimnis verbirgt … 


„Wovon sie träumten“ von Autorin Fiona Davis ist wie der Titel auch impliziert, ein Buch über Träume, aber nicht nur schöne Träume, sondern auch zerplatzte Träume oder sogar Albträume. Erzählt wird hier auf zwei Zeitebenen in den Jahren 1952 und 2016. In der Gegenwart steht Rose im Mittelpunkt, die zunächst mit ihrem Freund in einer Wohnung im Barbizon lebt, jedoch dort überraschend vor die Tür gesetzt wird. Aus der Not heraus fasst sie einen ungewöhnlichen Beschluss und beschäftigt sich gleichzeitig mit der früheren Geschichte des Barbizon als Wohnheim für junge Frauen. Genau in dieses Wohnheim zog einst die junge Darby um eine Sekretärinnen-Schule in New York zu besuchen. Viele der Bewohnerinnen zu dieser Zeit arbeiteten in Büros oder waren Mannequins (Models). Als Mädchen aus einer Kleinstadt offenbarte sich hier für Darby eine ganz andere Welt, die sie mit Versuchungen lockte.
Normalerweise habe ich bei Büchern die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden eine eindeutige Vorliebe für einen der Teile. Dies war hier nicht so, denn ich habe sowohl Rose, als auch Darby sehr gerne begleitet, was für die Figuren und das Buch spricht. Mir hat gefallen wie die Autorin die Geschichte rund um die beiden Frauen aufgebaut hat und der Leser erst nach und nach erfährt, was Darby in der Vergangenheit passiert ist. Zu bemängeln habe ich jedoch, dass ich nicht unbedingt alles realistisch und glaubhaft fand.
Insgesamt gesehen kann „Wovon sie träumten“ gut unterhalten.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Fiona Davis: Wovon Sie träumten

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.

Montag, 18. September 2017

Lucinda Riley: Die Schattenschwester


Inhaltsangabe des Verlages:
Star d'Aplièse ist eine sensible junge Frau und begegnet der Welt eher mit Vorsicht. Seit sie denken kann, ist ihr Leben auf das Engste verflochten mit dem ihrer Schwester CeCe, aus deren Schatten herauszutreten ihr nie gelang. Als ihr geliebter Vater Pa Salt plötzlich stirbt, steht Star jedoch unversehens an einem Wendepunkt. Wie alle Mädchen in der Familie ist auch sie ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht, doch der Abschiedsbrief ihres Vaters enthält einen Anhaltspunkt – die Adresse einer Londoner Buchhandlung sowie den Hinweis, dort nach einer gewissen Flora MacNichol zu fragen. Während Star diesen Spuren folgt, eröffnen sich ihr völlig ungeahnte Wege, die sie nicht nur auf ein wunderbares Anwesen in Kent führen, sondern auch in die Rosengärten und Parks des Lake District im vergangenen Jahrhundert. Und ganz langsam beginnt Star, ihr eigenes Leben zu entdecken und ihr Herz zu öffnen für das Wagnis, das man Liebe nennt ...

"Die Schattenschwester" von Autorin Lucinda Riley ist der dritte Band der Reihe rund um die Schwestern der Familie d’Aplièse die mit "Die sieben Schwestern" und "Die Sturmschwester" ihren Anfang nahm. Im Mittelpunkt des dritten Teils steht die drittälteste Schwester Asterope, genannt Star, die im Schatten ihrer fast gleichaltrigen Schwester CeCe aufwächst.
Wer es noch nicht weiß: Angelehnt ist die Reihe an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher von der Autorin auch als Reihe mit sieben  Bänden. Jedes der Bücher widmet sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern und erzählt ausgehend vom Tod des Adoptiv-Vaters im Jahr 2007. Auffällig ist hier jedoch, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
In "Die Schattenschwester" erfahren wir nun die Geschichte von Star und begleiten sie auf ihrer Spurensuche in London, Kent und im Lake District. Mir war klar, dass es eine der Schwestern nach England verschlagen wird, denn das ist doch das "Spezialgebiet" der Autorin. Die Bezeichnung Schattenschwester trifft es bei Star auch sehr gut, denn sie muss lernen aus dem Schatten ihrer Schwester herauszutreten und ein eigenes Leben zu führen. Die beiden waren sich von klein auf sehr nah und haben nie längere Zeit voneinander getrennt verbracht, was nun dazu führt, dass Star in einem Leben gefangen ist, das sie nicht führen möchte.
Wie auch ihre Schwestern erhält Star von Pa Salt einen Brief, einen Ort und einen Gegenstand, der ihr den Weg in ihre Vergangenheit weisen soll. Da Star zu diesem Zeitpunkt sowieso in London lebt, hat sie es für ihre ersten Ermittlungen nicht weit, was auch gut ist, denn ansonsten hätte sich diese in sich zurückgezogene Schwester sicherlich nicht überwinden können nach Antworten zu suchen. Neben Star im Jahr 2007 gibt es auch noch einen Erzählstrang in der Vergangenheit, der hauptsächlich über die Tagebücher von Flora MacNichol erzählt wird und in den Jahren ab 1910 beginnt. Schön fand ich auch hier, dass historische Persönlichkeiten in die Geschichte integriert wurden, jedoch nicht auf zu aufdringliche Art und Weise. Man kann sich durchaus vorstellen, dass Beatrix Potter (Autorin und Illustratorin der Peter Hase Kinderbücher) eine Freundin hatte die Flora ähnelte und über König Edward VII. gibt es sowieso genug Geschichten, da machen ein paar mehr auch nichts aus. Die Nebenfiguren in der Gegenwart fand ich teilweise ein wenig merkwürdig und nicht so klar beschrieben, wie ich es sonst von Lucinda Riley kenne. Man erfährt nicht besonders viel über ihre Hintergründe und so blieben sie mir leider bis zum Ende etwas fremd. Auch die Familienverhältnisse sind hier nicht ganz so einfach zu durchschauen, so dass ich da schon am Ende noch mal drüber nachdenken musste, wer denn jetzt mit wem auf welche Weise verwandt ist. Da wäre tatsächlich mal ein Stammbaum angebrachte gewesen, denn es ist deutlich komplizierter als es bei den älteren Schwestern Maia und Ally der Fall war. Schön fand ich, dass die Gespräche zwischen Ally und Star die man ja schon aus dem zweiten Band kannte nun aus Stars Perspektive wieder aufgegriffen wurden. Wahrscheinlich werde ich alle Bücher noch mal lesen müssen, wenn die Geschichte zu Ende erzählt ist, um dann endlich alle Verbindungen erkennen zu können.
Insgesamt gesehen hat mir "Die Schattenschwester" gut gefallen, jedoch nicht ganz so gut wie die beiden Vorgängerbände, weshalb ich ein wenig in der Wertung abziehe. Aber wer die Reihe mag, der muss natürlich auch weiter lesen und ich bin schon ganz besonders gespannt auf den nächsten Band "Die Perlenschwester", denn CeCe ist für mich mit die Geheimnisvollste der Schwestern was ihre Abstammung betrifft.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die Schattenschwester

Weitere Informationen zum Buch, zur Reihe und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.

Montag, 31. Juli 2017

Ella Simon: Das Leuchten einer Sommernacht


Inhaltsangabe des Verlages:
Lynne lässt Träume wahr werden: Ihre Organisation erfüllt die Herzenswünsche schwerkranker Kinder. Ausgerechnet ein Wunsch entpuppt sich aber für sie selbst als Albtraum, denn plötzlich steht ihre Jugendliebe vor ihr: Reed Rivers war ein rebellischer Teenager, heute ist er ein umschwärmter Rugbystar, ein walisischer Nationalheld. Und er scheint den Tag nicht vergessen zu haben, an dem Lynne ihn sitzen ließ. Zum ersten Mal wünscht Lynne sich selbst etwas – nämlich dass Reed wieder aus ihrem ruhigen Leben verschwindet. Doch da ist auch die Erinnerung an leuchtende Sommernächte und das Gefühl, dass sie sich lange genug gegen die große Liebe gewehrt hat ...



Ich bin ganz verzaubert von "Das Leuchten einer Sommernacht" von Autorin Ella Simon.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 27jährige Lynne, die für eine Wunschagentur in Cardiff arbeitet. Der neueste Wunsch soll der neunjährigen Winnie erfüllt werden, die an Mukoviszidose erkrankt ist und deren größter Wunsch es ist, das Rugby-Team von Cardiff persönlich kennenzulernen. Für Lynne stellt das eine ungewöhnliche Herausforderung dar, denn auch wenn sie gewohnt ist das unmögliche möglich zu machen, so hat sie sich doch seit Jahren von allem fern gehalten das mit dem Thema Rugby zusammen hängt. Für Winnies tollen Tag reißt sich Lynne zusammen, doch als sie beim Termin plötzlich ihrer Jugendliebe Reed gegenübersteht, den sie niemals wiedersehen wollte, ist es mit ihrer Selbstbeherrschung fast vorbei. Es ist ein Tag, der nicht nur das Leben von Reed und Lynne durcheinander bringt, sondern auch das von Winnie und ihrer Mutter Jen.
Ich mag Geschichten in denen man den Eindruck hat, das Schicksal würde von großer Hand dirigiert. Ereignisse bauen aufeinander auf und haben Auswirkung auf das Leben von anderen, woran man vielleicht im ersten Moment nicht gedacht hat. Auch das Wiedersehen von Lynne und Reed hat so Einfluss auf andere Personen und Ereignisse.
Erzählt werden hier zwei parallele Erzählstränge. Zum einen gibt es natürlich Lynne und Reed, deren Vergangenheit in Rückblicken aufgearbeitet wird und zum anderen noch die kleine Winnie und ihre Mutter Jen. Natürlich hatte ich hier beim Lesen auch einen Erzählstrang mit dem ich ein wenig mehr mit gefiebert habe als mit dem anderen, aber keiner von beiden nervt und in beiden gibt es Figuren von denen man mehr erfahren möchte. Meine Lieblingsfigur ist schon irgendwie Lynne, denn von ihr erfährt man als Leser besonders viel und hat daher den Eindruck ihre Freude und ihr Leid hautnah mitzuerleben. Aber auch die anderen Figuren haben mir sehr gut gefallen, sie sind sympathisch und man wird von den Geschichten in einen richtigen Sog gezogen.
Besonders gut gefallen hat mir auch der Humor in der Geschichte. Ich habe oft mit schmunzeln müssen und konnte mir die Ereignisse sehr gut bildhaft vorstellen. „Das Leuchten einer Sommernacht“ hat jedoch nicht nur fröhliche Momente. Es gibt natürlich auch einen Grund, warum Lynne Reed so lange nicht sehen wollte und im zweiten Erzählstrang spielt die Krankheit der kleinen Winnie eine große Rolle. Aber auch wenn es hier viel Dramatisches gibt, überwiegt doch der romantische und unterhaltsame Anteil und beschert einige schöne Lesestunden bei denen man schon aufpassen muss mit dem Buch nicht die Nacht durchzumachen.
Wer auch "Ein Gefühl wie warmer Sommerregen" von der Autorin gelesen hat (was ich nicht habe), der wird wohl auch einige Nebenfiguren wieder erkennen. Die Bücher sind jedoch jeweils in sich abgeschlossen und können auch einzeln gelesen werden.
Insgesamt gesehen ist "Das Leuchten einer Sommernacht" eine leichte Lektüre, die auch ernste Themen vereint und mich emotional in seinen Bann ziehen konnte.



So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Ella Simon: Das Leuchten einer Sommernacht


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.