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Montag, 14. April 2014

Kim Kestner: Die Zeitrausch-Trilogie 01 - Spiel der Vergangenheit

Alison ist ein ganz normaler Teenager, der zusammen mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder lebt und noch zur Schule geht. Klar, manchmal nervt der kleine Jeremy, aber Alison liebt ihn und kann sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen.
Doch genau das scheint zur bitteren Realität zu werden. Aliso wacht morgens auf und niemand kann sich daran erinnert, dass sie jemals einen Bruder hatte. Ihr Eltern behaupten sie wäre ein Einzelkind und statt einem Bruder hat Alison plötzlich einen Hund. Aber noch kurioser wird es, als Alison entdecken muss, dass sie sich das keinesfalls einbildet oder einen Albtraum hat. Stattdessen wurde sie zur unfreiwilligen Kandidation einer Spielshow in der Zukunft. Sie muss sich immer neuen Aufgaben stellen deren Ziel es ist ihre Realität wieder so herzustellen, wie Alison sie kennt. Doch jede noch so kleine Entscheidung kann eine Katastrophe für Alisons Leben und ihre Familie darstellen und dann hat sie auch noch diesen unnahbaren Scout Kay an ihre Seite gestellt bekommen ...

Die Grundidee von "Die Zeitrausch-Trilogie 01 - Spiel der Vergangenheit" von Autorin Kim Kestner hat mir gut gefallen. Es fällt sehr leicht sich in die Geschichte hineinzuversetzen und sich Alisons Entsetzen vorzustellen. Hier wird mit dem Schicksal und den Gefühlen von Menschen diegespielt und das zum reinen Vergnügen. In einer Zeit in der Reality-TV immer mehr in den Vordergrund rückt, ist die Parallele zum Buch gar nicht so weit entfernt, auch wenn es sich hier natürlich um ein Szenario aus der Zukunft handelt. Ich mag Zeitreisegeschichten sowieso sehr gerne und so fand ich diesen Ansatz von parallel existierenden Realitäten sehr interessant.
Den Schreibstil der Autorin fand ich größtenteils gut lesbar. Ich hatte jedoch so meine Probleme mit den Dialogen, die für mich überhaupt nicht realistisch klangen. Bei den Figuren ist mir die männliche Hauptfigur deutlich sympathischer als die weibliche Hauptfigur. Allerdings ist Kay auch so ein Supermann, dass man den sowieso nur lieben kann. Alison dagegen hat durchaus ihre Fehler, hat dadurch aber auch noch mehr Potenzial sich zu entwickeln.
Leider war mir die Handlung insgesamt zu vorhersehbar und ich fand es geradezu erschreckend, was für ein Holzbrett Alison vor dem Kopf haben muss, dass so einiges für sie nicht ebenso vorhersehbar war.
Insgesamt gesehen hat mich "Spiel der Vergangenheit" jedoch gut unterhalten und ich würde gerne erfahren, was die Autorin sich für die Fortsetzung einfallen lässt. Denn dies ist wie der Name schon sagt nur der Auftakt einer Trilogie.

So habe ich knapp bewertet:


Hier kann man das e-book kaufen: Kim Kestner: Die Zeitrausch-Trilogie 01 - Spiel der Vergangenheit

Weitere Informationen zum e-book und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Impress Verlages.

Mittwoch, 19. März 2014

Christine Kabus: Töchter des Nordlichts



Ihr Leben lang dachte Nora Nybol, dass ihr Vater ein ausländischer Student gewesen wäre, den ihre Mutter Bente nach ihrer Zeugung nie wieder gesehen hätte. Zu erfahren, dass ihr Vater in Wahrheit samischer Abstammung und die große Liebe ihrer Mutter war, ist daher ein Schock für Nora. Doch die Neugier siegt und gemeinsam mit Bente macht sie sich auf den Weg nach Tromsø um die Stadt kennenzulernen in der ihre Mutter aufgewachsen ist und dort mehr über die Familie ihres Vaters zu erfahren. Die Spur führt sie nach Alto und schließlich nach Kautokeino mitten im norwegischen Bezirk Finnmark, in dem auch heute noch die größe Gruppe der Samen lebt. Für Nora ist dies zugleich eine fremde und vertraute Welt.

"Töchter des Nordlichts" von Autorin Christine Kabus ist die Fortsetzung des Norwegenromans "Im Land der weiten Fjorde". Erzählt wird hier die Geschichte von Nora (die die Cousine von Lisa aus dem ersten Buch der Autorin ist) und ihrer Familie auf der Seite des Vaters. Wer das erste Buch gelesen hat, der wird hier Kleinigkeiten und einzelne Figuren wiedererkennen. Die Bücher sind jedoch in sich abgeschlossen und lassen sich vollkommen unabhängig voneinander lesen.
Erzählt wird in zwei separaten Erzählsträngen, zum einen aus der Perspektive von Áilu, der Urgroßmutter von Nora, und zum anderen von Nora selber auf der Suche nach ihren Wurzeln. Die Autorin versteht es hier sehr gut immer dann die Perspektive zu wechseln, wenn es besonders spannend ist und so den Wunsch zu erwecken zu den jeweils anderen Figuren zurückzukehren. Oft geht es mir so, dass ich nur einen von zwei Handlungssträngen als wirklich interessant empfinde und den anderen mehr hinnehme als wirklich genieße. Doch in "Töchter des Nordlichts" haben mir beide Perspektiven sehr gut gefallen, auch wenn die Abschnitte aus der Vergangenheit mehr interessante Informationen bereit hielten als die in der Gegenwart. Ich hatte zuvor noch kein Buch über die samische Bevölkerung in Norwegen gelesen und habe daher viel für mich Neues erfahren. Mir war auch gar nicht bewusst, welchen Repressalien die nordische Urbevölkerung auch noch im 20. Jahrhundert ausgesetzt war und das hier ebenfalls Kinder aus ihren Familien entfernt wurden.
Die Geschichte ist sehr emotional und bewegend und durch die lebendigen Figuren fühlt man sich mitten in die Handlung versetzt. Die Abschnitte rund um Áilu fand ich teilweise sehr dramatisch, aber ohne das Gefühl zu haben hier in Kitsch abzudriften. Nora war mir von ihrer Art her sehr sympathisch und auch wenn hier einiges auf Zufall basiert hat mich ihre Geschichte bewegt und für sich eingenommen.
Insgesamt gesehen vereint "Töchter des Nordlichts" daher für mich in einer sehr guten Mischung einen historischen Roman mit Dramatik und Liebe.
Empfehlen kann ich dieses Buch an alle Leser die sich für dieses unrühmliche Kapitel norwegischer Geschichte interessieren und die generell Romane mögen, die auf mehreren Zeitebenen und aus unterschiedlicher Perspektive geschrieben sind.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Christine-Kabus: Töchter des Nordlichts

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Bastei Lübbe Verlages.

Montag, 3. Februar 2014

Cayla Kluver: Alera - Geliebter Feind

Prinzessin Alera von Hytanica ist die Erbin ihres Vaters. Doch ihre Aufgabe wird nicht darin bestehen zu regieren, sondern an ihrem 18. Geburtstag den Mann zu heiraten, der König werden soll. Die Ansprüche ihres Vaters an seinen Nachfolger sind hoch und Aleras Auswahl an Heiratskandidaten stark eingeschränkt.
Aber Alera will keine Marionette sein und Gerüchte über die geheimnisvollen Herrscher des Nachbarlandes machen sie neugierig. Als ein Junge in Hytanica auftaucht, der sich als vor 16 Jahren entführtes Kind des Landes herausstellt, muss Alera prüfen, wer wirklich Freund und Feind ist.

"Alera - Geliebter Feind" von Autorin Cayla Kluver ist nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Fantasy spielt hier eine sehr untergeordnete Rolle und beschränkt sich hauptsächlich darauf, dass der Handlungsort ein fiktives mittelalterlich angehauchtes Reich ist und es einzelne Personen gibt, die magische Talente zu haben scheinen, bisher aber nicht sonderlich in Erscheinung treten.
Stattdessen steht hier eine Liebesgeschichte im Vordergrund, die ein wenig in die Richtung von Romeo und Julia geht und sich sehr langsam entwickelt. Auf dem Weg dahin beschäftigt sich der Leser daher eher mit einem fiktiven historischen Roman in dem es um Standesdünkel, Hofetikette und dem Wunsch nach Selbstbestimmung eines jungen Mädchens geht. Das ist zwar nicht uninteressant, bietet jedoch so gut wie keine Spannung und sorgt daher dafür, dass "Alera - Geliebter Feind" über große Teile hinweg nur so daher plätschert und erst zum Ende hin ein wenig an Tempo zunimmt.
Die Figuren haben mir zwar gut gefallen und auch der Stil der noch jungen Autorin lässt sich gut lesen. Doch wenn der Leser nicht das bekommt was er erwartet, führt das nicht gerade dazu, dass man besonders glücklich mit dem Handlungsverlauf ist.
Zudem ist "Alera - Geliebter Feind" der Auftakt einer Trilogie und leider nicht in sich abgeschlossen. Das Buch endet praktisch mitten in der Handlung und verweist auf die Fortsetzung, die unter dem Titel "Alera - Zeit der Rache" bereits erschienen ist.
Empfehlen kann ich dieses Buch dennoch an alle Leser, die historische Liebesromane mit langsamem Handlungsverlauf und Sprenkeln von Fantasy mögen.

So habe ich bewertet:





Und hier kann man das e-book kaufen:  Cayla Kluver: Alera - Geliebter Feind
Das Buch ist auch als Printausgabe erhältlich.

Weitere Informationen zum e-book finden sich bei Fahrenheitbooks.

Samstag, 25. Januar 2014

Martin Krist: Drecksspiel




Polizist Toni hat viel zu verbergen, denn neben seinem Drogenkonsum ist seine Freundin auch noch eine Prostituierte und von ihm schwanger. Doch als sie ermordet aufgefunden wird in einem Finger voller Fingerabdrücke und DNA Spuren von ihm, fangen die Probleme erst richtig an.
Ex-Polizist David arbeitet inzwischen als privater Ermittler und wird auf einen Entführungsfall angesetzt.
Das junge Paar Hannah und Philip fährt mit der kleinen Tochter in einen Kurzurlaub, doch alles läuft anders als geplant.
Gibt es eine Verbindung zwischen den Fällen?

Ich habe "Drecksspiel" von Autor Martin Krist als Hörbuch gehört. Sprecher Tobias Kluckert macht seine Aufgabe zwar gut, kann aber auch nichts für die verworrene Geschichte, die mich am Anfang regelrecht in den Wahnsinn getrieben hat. Die erste CD habe ich zweimal hintereinander gehört und hatte trotzdem noch den Eindruck nicht alles verstanden zu haben. Besondere Probleme bereiteten mir die wechselnden Figuren und Schauplätze, da diese Personen scheinbar nichts miteinander zu tun haben und die Wechsel so abrupt stattfanden, dass mir nicht immer gleich klar war, aus wessen Perspektive nun erzählt wird.
Mit fortschreitender Handlung hatte ich zumindest einen besseren Überblick, allerdings habe ich mich mit den Figuren bis zum Ende nicht sonderlich anfreunden können.
Ich fand das Hörbuch auch nicht sonderlich spannend, was für mich hauptsächlich an den vielen Brüchen in der Geschichte liegt. Zwar konnten hier alle Handlungsfäden noch schlüssig zusammengeführt werden, aber das rettet "Drecksspiel" leider nur auf eine durchschnittliche Gesamtbewertung.
Wahrscheinlich wäre meine Wertung jedoch schlechter ausgefallen, wenn ich das Hörbuch nicht gehört, sondern gelesen hätte, denn dann ist für mich der Spannungsbogen noch deutlich wichtiger.
Da es doch deutlich bessere Thriller gibt, kann ich keine wirkliche Empfehlung für das Buch/Hörbuch aussprechen. Wer jedoch den etwas abgehackten Stil des Autors mag, der wird wahrscheinlich auch "Drecksspiel" etwas abgewinnen können.

So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Hörbuch kaufen:  Martin Krist: Drecksspiel

Donnerstag, 16. Januar 2014

Ted Kosmatka: Gottes geheime Schöpfung


Paul Carlson wird von seinem Arbeitgeber an eine Ausgrabungsstätte in Indonesien ausgeliehen, um dort ungewöhnliche Knochenfunde zu untersuchen und DNA Proben zu entnehmen. Die Knochen sind ungewöhnlich und passen nicht zur Entstehungsgeschichte des Menschen wie sie bisher bekannt ist und der Annahme, dass die Erde erst 5.800 Jahre alt ist.
Aber bevor Paul weitere Untersuchungen durchführen kann, wird das Lager überfallen und Paul kommt nur knapp mit dem Leben davon. Zurück in den USA will Paul jedoch noch nicht so schnell aufgeben und setzt alles daran, dass Geheimnis der Knochen zu lüften ...

"Gottes geheime Schöpfung" von Autor Ted Kosmatka spielt in einer alternativen nahen Zukunft in der die Evolutionstheorie überholt ist und das Alter der Erde mit 5.800 Jahren definitiv ermittelt wurde.
Ich lese Wissenschaftsthriller generell sehr gerne und fand daher diese Mischung aus Fakt und Fiktion sehr interessant. Mit etwas über 500 Seiten ist das Buch auch nicht ganz dünn, aber dennoch habe ich es recht schnell gelesen. Ich empfand den Schreibstil als sehr flüssig und auch die Texte aus vermeintlich wissenschaftlichen Veröffentlichungen mit denen der Text aufgelockert wird, haben mir gut gefallen.
Ein richtig großer Spannungsbogen war nicht immer spürbar, aber ich habe auch keine Langeweile beim Lesen verspürt, daher war das für mich akzeptabel.
Auch wenn es sich hier um einen Roman handelt, orientiert er sich doch nahe genug an der Realität um dem Leser den einen oder anderen Schauer über den Rücken zu jagen beim Gedanken an die wissenschaftlichen Experimente und Forschungen.
Empfehlen kann ich "Gottes geheime Schöpfung" daher insbesondere an Leser die Thriller mit komplexem wissenschaftlichem Hintergrund mögen.

So habe ich bewertet:

 




Und hier kann man das Buch kaufen: Ted Kosmatka: Gottes geheime Schöpfung 

Weitere Informationen zum Buch und zum Autor finden sich auf der Homepage von Blanvalet.

Samstag, 30. November 2013

Laura Kneidl: Light & Darkness

In Lights Welt haben sich die nichtmenschlichen Lebensformen zu erkennen gegeben und zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Menschen und Wesen wurde beschlossen jedem Wesen einen Delegierten an die Seite zu stellen, in dessen Familie das Wesen integriert wird. Light stammt aus einer Familie von Delegierten und nun mit 17 Jahren soll ihr das erste Wesen zugewiesen werden. Psychologische Tests ermitteln die passenden Verbindungen und alles übrige wird durch viele Gesetze geregelt.

Jeder erwartet, dass die sanfte Light eine Fee oder einen Engel als Wesen erhält, doch ein Fehler im System führt dazu, dass stattdessen der Dämon Dante bei Familie Adam einzieht und Dante hat alles andere als eine fleckenlose Vergangenheit.



"Light & Darkness" von Autorin Laura Kneidl hat mir sehr gut gefallen.

Die Idee empfand ich als sehr ungewöhnlich und die Welt von Light und Dante sehr gut geschildert und beschrieben. Die Hintergründe werden gut erläutert und die Gesetze dieser Welt nacheinander am Kapitelanfang als Information wiedergegeben.

Am besten gefallen haben mir jedoch die Figuren, allen voran natürlich Light und Dante.

Aber auch ihre Familien werden gut und nachvollziehbar charakterisiert und zeigen unterschiedliche Facetten. Mir hat auch der Humor gefallen, der in einigen Szenen durchkommt.

"Light & Darkness" ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, von der ich mir jedoch auch sehr gut eine Fortsetzung vorstellen kann.

Empfehlen kann ich dieses e-book insbesondere an Leser die paranormale Fantasy in Verbindung mit einer Liebesgeschichte mögen.

Überzeugen kann hier insbesondere der günstige e-book Preis, leider ist "Light & Darkness" aber auch nur als solches erhältlich.

So habe ich bewertet:

Und hier kann man das e-book kaufen: Laura Kneidl: Light & Darkness

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Preben Kaas: Herr Ostertag macht Geräusche



Preben Kaas trifft auf Julian, der ein ganz außergewöhnlicher 15jähriger ist. Er ist ein echtes Glückskind und kann bei Quizshows mit Sicherheit die Fragen beantworten. Prebens Schwester Emily hat die kleine Paulina aufgenommen und weiß was es mit ihr und Julian auf sich hat. Herr und Frau Ostertag sind erleichtert jemanden kennenzulernen, der sich mit ihrem Sohn auskennt und Herr Koe macht sich auf den Weg um ebenfalls etwas zu erfahren.

"Herr Ostertag macht Geräusche" von Preben Kaas ist kein ordentlich erzähltes Buch, sondern eher ein Puzzle das sich nach und nach zu einer vollständigen Geschichte zusammensetzt.
Das ist es sicherlich auch, was dieses Buch so besonders macht, neben der ungewöhnlichen Handlung.
Der vermeintliche Autor Preben Kaas ist eher so etwas wie der Beobachter des Ganzen und liefert die Informationen für denjenigen der die Geschichte niederschreibt. Vieles erscheint zunächst aus dem Zusammenhang gerissen und ohne Verbindung zur übrigen Handlung, bis sich die Verbindung schließlich offenbart und sich die einzelnen Fäden verbinden. So wirkte die Geschichte teilweise etwas verwirrend auf mich, aber auch ungewöhnlich und exzentrisch. 
Sicherlich soll das Buch in gewisser Weise auch zum Nachdenken anregen, aber letztendlich wirkt es mir doch ein wenig zu zerstückelt um mich wirklich nachhaltig zu beeindrucken. Auch wenn es eigentlich als Buch für Jugendliche beworben wird, könnte ich mir vorstellen, dass sich hier ein älteres Leserpublikum angesprochener fühlen kann. Ich denke da an Leser von Richard David Precht und ähnlichen Autoren.
Warum der Autor das Buch ausgerechnet "Herr Ostertag macht Geräusche" genannt hat, bleibt mir persönlich ein Rätsel. Denn mit der Handlung hat das eigentlich nicht direkt was zu tun. 
Schön ist, dass es hier zum Hardcover direkt auch das e-book mit dazu gibt. So stimmt auch das Preis-/Leistungsverhältnis für ein ansonsten recht dünnes Buch. 
Empfehlen kann "Herr Ostertag macht Geräusche" insbesondere an Leser die ungewöhnliche und leicht chaotische Geschichten mögen. 

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Preben Kaas: Herr Ostertag macht Geräusche 

Weitere Informationen und zum Buch finden sich auf der Homepage von Chicken House/Carlsen.

Mittwoch, 25. September 2013

Ally Kennen: Beast


Der 17jährige Stephen hatte bisher kein einfaches Leben. Seit Jahren lebt er in Pflegefamilien, weil seine Mutter nicht in der Lage ist für ihn zu sorgen und sein Vater mit eigenen Problemen kämpft. Stephen bringt sich ständig in Schwierigkeiten und mit seinem Alter steigt auch die Schwere der begangenen Straftaten. Aber mit all dem käme Stephen schon irgendwie zurecht, wenn er nicht auch noch seinen "Kleinen" hätte. Langsam wächst ihm dieser über den Kopf und die Unmengen an Fleisch die er braucht sind auch nicht mehr zu finanzieren. Aber der "Kleine" ist Stephens Geheimnis und das kann nicht für immer so bleiben ...
 

Ich habe "Beast" von Autorin Ally Kennen als Hörbuch gehört, das von Christian Friedel gelesen wird. Der Sprecher hat mir in dieser Rolle sehr gut gefallen, da er sehr authentisch wirkt und man ihm die Rolle des 17jährigen Fürsorgezöglings sehr gut abnimmt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Stephen, der den Leser auch zu Anfang bewusst im Dunkeln lässt, wer denn sein "Kleiner" ist und was es genau damit auf sich hat. Der Sprecher versteht es dabei sehr gut, die unterschiedlichen Emotionen zu übermitteln und Spannung zu erzeugen.
Inhaltlich steht meiner Meinung nach weniger das Beast im Vordergrund, sondern eher Stephens persönlicher Hintergrund, sein verkorkstes Elternhaus, seine Pflegefamilie, seine Konflikte mit dem Gesetz und seine Probleme bald ganz alleine dazustehen. Wäre da nicht noch zusätzlich der "Kleine", dann hätte das wahrscheinlich eine nicht selten vorkommende Geschichte eines englischen Jungen aus einem sozial schwachen Umfeld sein können. Stephen zeigt aber auch, dass man nie die Hoffnung aufgeben darf, auch wenn man meint die Probleme lassen das Dach über einem einstürzen.

Stellenweise ist "Beast" recht vorhersehbar, aber dann kann es auch wieder überraschen. Empfehlen kann ich das Buch/Hörbuch daher insbesondere an Personen, die sich für persönliche Schicksale eingebunden in eine ungewöhnliche Spannungsgeschichte interessieren.

So habe ich bewertet:





Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Ally Kennen: Beast