Alison ist ein ganz normaler Teenager, der zusammen mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder lebt und noch zur Schule geht. Klar, manchmal nervt der kleine Jeremy, aber Alison liebt ihn und kann sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen.
Doch genau das scheint zur bitteren Realität zu werden. Aliso wacht morgens auf und niemand kann sich daran erinnert, dass sie jemals einen Bruder hatte. Ihr Eltern behaupten sie wäre ein Einzelkind und statt einem Bruder hat Alison plötzlich einen Hund. Aber noch kurioser wird es, als Alison entdecken muss, dass sie sich das keinesfalls einbildet oder einen Albtraum hat. Stattdessen wurde sie zur unfreiwilligen Kandidation einer Spielshow in der Zukunft. Sie muss sich immer neuen Aufgaben stellen deren Ziel es ist ihre Realität wieder so herzustellen, wie Alison sie kennt. Doch jede noch so kleine Entscheidung kann eine Katastrophe für Alisons Leben und ihre Familie darstellen und dann hat sie auch noch diesen unnahbaren Scout Kay an ihre Seite gestellt bekommen ...
Die Grundidee von "Die Zeitrausch-Trilogie 01 - Spiel der Vergangenheit" von Autorin Kim Kestner hat mir gut gefallen. Es fällt sehr leicht sich in die Geschichte hineinzuversetzen und sich Alisons Entsetzen vorzustellen. Hier wird mit dem Schicksal und den Gefühlen von Menschen diegespielt und das zum reinen Vergnügen. In einer Zeit in der Reality-TV immer mehr in den Vordergrund rückt, ist die Parallele zum Buch gar nicht so weit entfernt, auch wenn es sich hier natürlich um ein Szenario aus der Zukunft handelt. Ich mag Zeitreisegeschichten sowieso sehr gerne und so fand ich diesen Ansatz von parallel existierenden Realitäten sehr interessant.
Den Schreibstil der Autorin fand ich größtenteils gut lesbar. Ich hatte jedoch so meine Probleme mit den Dialogen, die für mich überhaupt nicht realistisch klangen. Bei den Figuren ist mir die männliche Hauptfigur deutlich sympathischer als die weibliche Hauptfigur. Allerdings ist Kay auch so ein Supermann, dass man den sowieso nur lieben kann. Alison dagegen hat durchaus ihre Fehler, hat dadurch aber auch noch mehr Potenzial sich zu entwickeln.
Leider war mir die Handlung insgesamt zu vorhersehbar und ich fand es geradezu erschreckend, was für ein Holzbrett Alison vor dem Kopf haben muss, dass so einiges für sie nicht ebenso vorhersehbar war.
Insgesamt gesehen hat mich "Spiel der Vergangenheit" jedoch gut unterhalten und ich würde gerne erfahren, was die Autorin sich für die Fortsetzung einfallen lässt. Denn dies ist wie der Name schon sagt nur der Auftakt einer Trilogie.
So habe ich knapp bewertet:
Hier kann man das e-book kaufen: Kim Kestner: Die Zeitrausch-Trilogie 01 - Spiel der Vergangenheit
Weitere Informationen zum e-book und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Impress Verlages.
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Montag, 14. April 2014
Mittwoch, 19. März 2014
Christine Kabus: Töchter des Nordlichts
Ihr Leben lang dachte Nora Nybol, dass ihr Vater ein ausländischer Student gewesen wäre, den ihre Mutter Bente nach ihrer Zeugung nie wieder gesehen hätte. Zu erfahren, dass ihr Vater in Wahrheit samischer Abstammung und die große Liebe ihrer Mutter war, ist daher ein Schock für Nora. Doch die Neugier siegt und gemeinsam mit Bente macht sie sich auf den Weg nach Tromsø um die Stadt kennenzulernen in der ihre Mutter aufgewachsen ist und dort mehr über die Familie ihres Vaters zu erfahren. Die Spur führt sie nach Alto und schließlich nach Kautokeino mitten im norwegischen Bezirk Finnmark, in dem auch heute noch die größe Gruppe der Samen lebt. Für Nora ist dies zugleich eine fremde und vertraute Welt.
"Töchter des Nordlichts" von Autorin Christine Kabus ist die Fortsetzung des Norwegenromans "Im Land der weiten Fjorde". Erzählt wird hier die Geschichte von Nora (die die Cousine von Lisa aus dem ersten Buch der Autorin ist) und ihrer Familie auf der Seite des Vaters. Wer das erste Buch gelesen hat, der wird hier Kleinigkeiten und einzelne Figuren wiedererkennen. Die Bücher sind jedoch in sich abgeschlossen und lassen sich vollkommen unabhängig voneinander lesen.
Erzählt wird in zwei separaten Erzählsträngen, zum einen aus der Perspektive von Áilu, der Urgroßmutter von Nora, und zum anderen von Nora selber auf der Suche nach ihren Wurzeln. Die Autorin versteht es hier sehr gut immer dann die Perspektive zu wechseln, wenn es besonders spannend ist und so den Wunsch zu erwecken zu den jeweils anderen Figuren zurückzukehren. Oft geht es mir so, dass ich nur einen von zwei Handlungssträngen als wirklich interessant empfinde und den anderen mehr hinnehme als wirklich genieße. Doch in "Töchter des Nordlichts" haben mir beide Perspektiven sehr gut gefallen, auch wenn die Abschnitte aus der Vergangenheit mehr interessante Informationen bereit hielten als die in der Gegenwart. Ich hatte zuvor noch kein Buch über die samische Bevölkerung in Norwegen gelesen und habe daher viel für mich Neues erfahren. Mir war auch gar nicht bewusst, welchen Repressalien die nordische Urbevölkerung auch noch im 20. Jahrhundert ausgesetzt war und das hier ebenfalls Kinder aus ihren Familien entfernt wurden.
Die Geschichte ist sehr emotional und bewegend und durch die lebendigen Figuren fühlt man sich mitten in die Handlung versetzt. Die Abschnitte rund um Áilu fand ich teilweise sehr dramatisch, aber ohne das Gefühl zu haben hier in Kitsch abzudriften. Nora war mir von ihrer Art her sehr sympathisch und auch wenn hier einiges auf Zufall basiert hat mich ihre Geschichte bewegt und für sich eingenommen.
Insgesamt gesehen vereint "Töchter des Nordlichts" daher für mich in einer sehr guten Mischung einen historischen Roman mit Dramatik und Liebe.
Empfehlen kann ich dieses Buch an alle Leser die sich für dieses unrühmliche Kapitel norwegischer Geschichte interessieren und die generell Romane mögen, die auf mehreren Zeitebenen und aus unterschiedlicher Perspektive geschrieben sind.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Christine-Kabus: Töchter des Nordlichts
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Bastei Lübbe Verlages.
Montag, 3. Februar 2014
Cayla Kluver: Alera - Geliebter Feind
Prinzessin Alera von Hytanica ist die
Erbin ihres Vaters. Doch ihre Aufgabe wird nicht darin bestehen zu
regieren, sondern an ihrem 18. Geburtstag den Mann zu heiraten, der
König werden soll. Die Ansprüche ihres Vaters an seinen Nachfolger
sind hoch und Aleras Auswahl an Heiratskandidaten stark
eingeschränkt.
Aber Alera will keine Marionette sein
und Gerüchte über die geheimnisvollen Herrscher des Nachbarlandes
machen sie neugierig. Als ein Junge in Hytanica auftaucht, der sich
als vor 16 Jahren entführtes Kind des Landes herausstellt, muss
Alera prüfen, wer wirklich Freund und Feind ist.
"Alera - Geliebter Feind" von
Autorin Cayla Kluver ist nicht ganz das, was ich erwartet hatte.
Fantasy spielt hier eine sehr untergeordnete Rolle und beschränkt
sich hauptsächlich darauf, dass der Handlungsort ein fiktives
mittelalterlich angehauchtes Reich ist und es einzelne Personen gibt,
die magische Talente zu haben scheinen, bisher aber nicht sonderlich
in Erscheinung treten.
Stattdessen steht hier eine
Liebesgeschichte im Vordergrund, die ein wenig in die Richtung von
Romeo und Julia geht und sich sehr langsam entwickelt. Auf dem Weg
dahin beschäftigt sich der Leser daher eher mit einem fiktiven
historischen Roman in dem es um Standesdünkel, Hofetikette und dem
Wunsch nach Selbstbestimmung eines jungen Mädchens geht. Das ist
zwar nicht uninteressant, bietet jedoch so gut wie keine Spannung und
sorgt daher dafür, dass "Alera - Geliebter Feind" über
große Teile hinweg nur so daher plätschert und erst zum Ende hin
ein wenig an Tempo zunimmt.
Die Figuren haben mir zwar gut gefallen
und auch der Stil der noch jungen Autorin lässt sich gut lesen. Doch
wenn der Leser nicht das bekommt was er erwartet, führt das nicht
gerade dazu, dass man besonders glücklich mit dem Handlungsverlauf
ist.
Zudem ist "Alera - Geliebter
Feind" der Auftakt einer Trilogie und leider nicht in sich
abgeschlossen. Das Buch endet praktisch mitten in der Handlung und
verweist auf die Fortsetzung, die unter dem Titel "Alera - Zeit
der Rache" bereits erschienen ist.
Empfehlen kann ich dieses Buch dennoch
an alle Leser, die historische Liebesromane mit langsamem
Handlungsverlauf und Sprenkeln von Fantasy mögen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das e-book kaufen: Cayla Kluver: Alera - Geliebter Feind
Das Buch ist auch als Printausgabe erhältlich.
Weitere Informationen zum e-book finden sich bei Fahrenheitbooks.
Samstag, 25. Januar 2014
Martin Krist: Drecksspiel
Polizist Toni
hat viel zu verbergen, denn neben seinem Drogenkonsum ist seine Freundin auch
noch eine Prostituierte und von ihm schwanger. Doch als sie ermordet
aufgefunden wird in einem Finger voller Fingerabdrücke und DNA Spuren von ihm,
fangen die Probleme erst richtig an.
Ex-Polizist
David arbeitet inzwischen als privater Ermittler und wird auf einen
Entführungsfall angesetzt.
Das junge
Paar Hannah und Philip fährt mit der kleinen Tochter in einen Kurzurlaub, doch alles
läuft anders als geplant.
Gibt es eine
Verbindung zwischen den Fällen?
Ich habe "Drecksspiel"
von Autor Martin Krist als Hörbuch gehört. Sprecher Tobias Kluckert macht seine
Aufgabe zwar gut, kann aber auch nichts für die verworrene Geschichte, die mich
am Anfang regelrecht in den Wahnsinn getrieben hat. Die erste CD habe ich
zweimal hintereinander gehört und hatte trotzdem noch den Eindruck nicht alles
verstanden zu haben. Besondere Probleme bereiteten mir die wechselnden Figuren
und Schauplätze, da diese Personen scheinbar nichts miteinander zu tun haben
und die Wechsel so abrupt stattfanden, dass mir nicht immer gleich klar war,
aus wessen Perspektive nun erzählt wird.
Mit
fortschreitender Handlung hatte ich zumindest einen besseren Überblick,
allerdings habe ich mich mit den Figuren bis zum Ende nicht sonderlich
anfreunden können.
Ich fand das
Hörbuch auch nicht sonderlich spannend, was für mich hauptsächlich an den
vielen Brüchen in der Geschichte liegt. Zwar konnten hier alle Handlungsfäden
noch schlüssig zusammengeführt werden, aber das rettet "Drecksspiel" leider nur
auf eine durchschnittliche Gesamtbewertung.
Wahrscheinlich
wäre meine Wertung jedoch schlechter ausgefallen, wenn ich das Hörbuch nicht
gehört, sondern gelesen hätte, denn dann ist für mich der Spannungsbogen noch
deutlich wichtiger.
Da es doch
deutlich bessere Thriller gibt, kann ich keine wirkliche Empfehlung für das
Buch/Hörbuch aussprechen. Wer jedoch den etwas abgehackten Stil des Autors mag,
der wird wahrscheinlich auch "Drecksspiel" etwas abgewinnen können.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Martin Krist: Drecksspiel
Donnerstag, 16. Januar 2014
Ted Kosmatka: Gottes geheime Schöpfung
Paul Carlson
wird von seinem Arbeitgeber an eine Ausgrabungsstätte in Indonesien
ausgeliehen, um dort ungewöhnliche Knochenfunde zu untersuchen und DNA Proben
zu entnehmen. Die Knochen sind ungewöhnlich und passen nicht zur Entstehungsgeschichte
des Menschen wie sie bisher bekannt ist und der Annahme, dass die Erde erst
5.800 Jahre alt ist.
Aber bevor Paul weitere Untersuchungen durchführen kann, wird das Lager überfallen und Paul kommt nur knapp mit dem Leben davon. Zurück in den USA will Paul jedoch noch nicht so schnell aufgeben und setzt alles daran, dass Geheimnis der Knochen zu lüften ...
Aber bevor Paul weitere Untersuchungen durchführen kann, wird das Lager überfallen und Paul kommt nur knapp mit dem Leben davon. Zurück in den USA will Paul jedoch noch nicht so schnell aufgeben und setzt alles daran, dass Geheimnis der Knochen zu lüften ...
"Gottes geheime Schöpfung" von Autor Ted Kosmatka spielt in einer alternativen nahen Zukunft in der die Evolutionstheorie überholt ist und das Alter der Erde mit 5.800 Jahren definitiv ermittelt wurde.
Ich lese
Wissenschaftsthriller generell sehr gerne und fand daher diese Mischung aus
Fakt und Fiktion sehr interessant. Mit etwas über 500 Seiten ist das Buch auch
nicht ganz dünn, aber dennoch habe ich es recht schnell gelesen. Ich empfand
den Schreibstil als sehr flüssig und auch die Texte aus vermeintlich
wissenschaftlichen Veröffentlichungen mit denen der Text aufgelockert wird,
haben mir gut gefallen.
Ein richtig großer Spannungsbogen war nicht immer spürbar, aber ich habe auch keine Langeweile beim Lesen verspürt, daher war das für mich akzeptabel.
Auch wenn es sich hier um einen Roman handelt, orientiert er sich doch nahe genug an der Realität um dem Leser den einen oder anderen Schauer über den Rücken zu jagen beim Gedanken an die wissenschaftlichen Experimente und Forschungen.
Empfehlen kann ich "Gottes geheime Schöpfung" daher insbesondere an Leser die Thriller mit komplexem wissenschaftlichem Hintergrund mögen.
So habe ich bewertet:
Ein richtig großer Spannungsbogen war nicht immer spürbar, aber ich habe auch keine Langeweile beim Lesen verspürt, daher war das für mich akzeptabel.
Auch wenn es sich hier um einen Roman handelt, orientiert er sich doch nahe genug an der Realität um dem Leser den einen oder anderen Schauer über den Rücken zu jagen beim Gedanken an die wissenschaftlichen Experimente und Forschungen.
Empfehlen kann ich "Gottes geheime Schöpfung" daher insbesondere an Leser die Thriller mit komplexem wissenschaftlichem Hintergrund mögen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Ted Kosmatka: Gottes geheime Schöpfung
Weitere Informationen zum Buch und zum Autor finden sich auf der Homepage von Blanvalet.
Samstag, 30. November 2013
Laura Kneidl: Light & Darkness
In
Lights Welt haben sich die nichtmenschlichen Lebensformen zu erkennen
gegeben und zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Menschen und
Wesen wurde beschlossen jedem Wesen einen Delegierten an die Seite zu
stellen, in dessen Familie das Wesen integriert wird. Light stammt
aus einer Familie von Delegierten und nun mit 17 Jahren soll ihr das
erste Wesen zugewiesen werden. Psychologische Tests ermitteln die
passenden Verbindungen und alles übrige wird durch viele Gesetze
geregelt.
Jeder
erwartet, dass die sanfte Light eine Fee oder einen Engel als Wesen
erhält, doch ein Fehler im System führt dazu, dass stattdessen der
Dämon Dante bei Familie Adam einzieht und Dante hat alles andere als
eine fleckenlose Vergangenheit.
"Light
& Darkness" von Autorin Laura Kneidl hat mir sehr gut
gefallen.
Die Idee
empfand ich als sehr ungewöhnlich und die Welt von Light und Dante
sehr gut geschildert und beschrieben. Die Hintergründe werden gut
erläutert und die Gesetze dieser Welt nacheinander am Kapitelanfang
als Information wiedergegeben.
Am
besten gefallen haben mir jedoch die Figuren, allen voran natürlich
Light und Dante.
Aber
auch ihre Familien werden gut und nachvollziehbar charakterisiert und
zeigen unterschiedliche Facetten. Mir hat auch der Humor gefallen,
der in einigen Szenen durchkommt.
"Light
& Darkness" ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, von
der ich mir jedoch auch sehr gut eine Fortsetzung vorstellen kann.
Empfehlen
kann ich dieses e-book insbesondere an Leser die paranormale Fantasy
in Verbindung mit einer Liebesgeschichte mögen.
Überzeugen
kann hier insbesondere der günstige e-book Preis, leider ist "Light
& Darkness" aber auch nur als solches erhältlich.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das e-book kaufen: Laura Kneidl: Light & Darkness
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Preben Kaas: Herr Ostertag macht Geräusche
Preben Kaas
trifft auf Julian, der ein ganz außergewöhnlicher 15jähriger ist. Er ist ein
echtes Glückskind und kann bei Quizshows mit Sicherheit die Fragen beantworten.
Prebens Schwester Emily hat die kleine Paulina aufgenommen und weiß was es mit
ihr und Julian auf sich hat. Herr und Frau Ostertag sind erleichtert jemanden
kennenzulernen, der sich mit ihrem Sohn auskennt und Herr Koe macht sich auf
den Weg um ebenfalls etwas zu erfahren.
"Herr
Ostertag macht Geräusche" von Preben Kaas ist kein ordentlich erzähltes Buch,
sondern eher ein Puzzle das sich nach und nach zu einer vollständigen
Geschichte zusammensetzt.
Das ist es
sicherlich auch, was dieses Buch so besonders macht, neben der ungewöhnlichen
Handlung.
Der
vermeintliche Autor Preben Kaas ist eher so etwas wie der Beobachter des Ganzen
und liefert die Informationen für denjenigen der die Geschichte niederschreibt.
Vieles erscheint zunächst aus dem Zusammenhang gerissen und ohne Verbindung zur
übrigen Handlung, bis sich die Verbindung schließlich offenbart und sich die einzelnen
Fäden verbinden. So wirkte die Geschichte teilweise etwas verwirrend auf mich,
aber auch ungewöhnlich und exzentrisch.
Sicherlich soll das Buch in gewisser
Weise auch zum Nachdenken anregen, aber letztendlich wirkt es mir doch ein
wenig zu zerstückelt um mich wirklich nachhaltig zu beeindrucken. Auch wenn es
eigentlich als Buch für Jugendliche beworben wird, könnte ich mir vorstellen,
dass sich hier ein älteres Leserpublikum angesprochener fühlen kann. Ich denke
da an Leser von Richard David Precht und ähnlichen Autoren.
Warum der
Autor das Buch ausgerechnet "Herr Ostertag macht Geräusche" genannt hat, bleibt
mir persönlich ein Rätsel. Denn mit der Handlung hat das eigentlich nicht
direkt was zu tun.
Schön ist,
dass es hier zum Hardcover direkt auch das e-book mit dazu gibt. So stimmt auch
das Preis-/Leistungsverhältnis für ein ansonsten recht dünnes Buch.
Empfehlen
kann "Herr Ostertag macht Geräusche" insbesondere an Leser die ungewöhnliche
und leicht chaotische Geschichten mögen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Preben Kaas: Herr Ostertag macht Geräusche
Weitere Informationen und zum Buch finden sich auf der Homepage von Chicken House/Carlsen.
Mittwoch, 25. September 2013
Ally Kennen: Beast
Der 17jährige
Stephen hatte bisher kein einfaches Leben. Seit Jahren lebt er in
Pflegefamilien, weil seine Mutter nicht in der Lage ist für ihn zu sorgen und
sein Vater mit eigenen Problemen kämpft. Stephen bringt sich ständig in
Schwierigkeiten und mit seinem Alter steigt auch die Schwere der begangenen
Straftaten. Aber mit all dem käme Stephen schon irgendwie zurecht, wenn er
nicht auch noch seinen "Kleinen" hätte. Langsam wächst ihm dieser über den Kopf
und die Unmengen an Fleisch die er braucht sind auch nicht mehr zu finanzieren.
Aber der "Kleine" ist Stephens Geheimnis und das kann nicht für immer so
bleiben ...
Ich habe "Beast"
von Autorin Ally Kennen als Hörbuch gehört, das von Christian Friedel gelesen
wird. Der Sprecher hat mir in dieser Rolle sehr gut gefallen, da er sehr
authentisch wirkt und man ihm die Rolle des 17jährigen Fürsorgezöglings sehr
gut abnimmt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Stephen, der
den Leser auch zu Anfang bewusst im Dunkeln lässt, wer denn sein "Kleiner" ist
und was es genau damit auf sich hat. Der Sprecher versteht es dabei sehr gut,
die unterschiedlichen Emotionen zu übermitteln und Spannung zu erzeugen.
Inhaltlich
steht meiner Meinung nach weniger das Beast im Vordergrund, sondern eher
Stephens persönlicher Hintergrund, sein verkorkstes Elternhaus, seine
Pflegefamilie, seine Konflikte mit dem Gesetz und seine Probleme bald ganz
alleine dazustehen. Wäre da nicht noch zusätzlich der "Kleine", dann hätte das
wahrscheinlich eine nicht selten vorkommende Geschichte eines englischen Jungen
aus einem sozial schwachen Umfeld sein können. Stephen zeigt aber auch, dass
man nie die Hoffnung aufgeben darf, auch wenn man meint die Probleme lassen das
Dach über einem einstürzen.
Stellenweise
ist "Beast" recht vorhersehbar, aber dann kann es auch wieder überraschen.
Empfehlen kann ich das Buch/Hörbuch daher insbesondere an Personen, die sich
für persönliche Schicksale eingebunden in eine ungewöhnliche
Spannungsgeschichte interessieren.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Ally Kennen: Beast
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