Mittwoch, 19. Dezember 2012

KW 51/2012 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Pussy Riot

Falls ihr sie noch nicht kennt, dann möchte ich Euch heute gerne Pussy Riot vorstellen.


Der Fall war lange in der Presse, doch so langsam lässt das öffentlich Interesse nach. Zwei Mitglieder sind jedoch immer noch in Haft, daher muss weiterhin ihre Freiheit gefordert werden!

Das Moskauer Stadtgericht hat am 10. Oktober 2012 die Berufungen der drei Sängerinnen der russischen Punk-Band „Pussy Riot“ im Wesentlichen zurückgewiesen und die verhängten Freiheitsstrafen bestätigt. Nadezhda Tolokonnikova und Maria Alekhina wurden zu zwei Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt; im Fall von Ekaterina Samutsevich wurde die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung ausgesetzt.


Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alekhina und Ekaterina Samutsevich hatten im Februar 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale ein „Punkgebet“ aufgeführt, um gegen Präsident Putin und die zunehmende Unterdrückung der Opposition zu protestieren. Das Gericht hatte ihnen daraufhin „von religiösem Hass motiviertes Rowdytum“ zur Last gelegt und sie am 17. August zu Haftstrafen verurteilt.


Seit ihrer Gründung im Jahr 2011 tritt Pussy Riot an öffentlichen Orten wie der Moskauer U-Bahn, dem Roten Platz in Moskau und auf Busdächern auf. In Interviews haben Gruppenmitglieder erklärt, dass sich ihr Protest unter anderem gegen die Einschränkung der Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit in Russland richtet sowie gegen unfaire politische Prozesse und die Konstruktion von Strafanklagen gegen Oppositionelle. Für die eventuelle Verletzung religiöser Gefühle haben sich die drei verurteilten Frauen entschuldigt.


Bis heute fahndet die Polizei noch nach zwei weiteren Pussy-Riot-Mitgliedern, die ebenfalls an der Aktion im Februar beteiligt gewesen sein sollen. Auch ihnen drohen Anklagen wegen Rowdytums und Haftstrafen.


Das Urteil ist ein herber Schlag nicht nur gegen die drei jungen Frauen, sondern gegen die Meinungsfreiheit in Russland generell.


Nadezhda Tolokonnikova und Maria Alekhina sind gewaltlose politische Gefangene, die aufgrund ihrer Protest-Performance wegen „Rowdytums“ verurteilt wurden, obwohl die Voraussetzungen, unter denen eine solche Straftat angenommen werden kann, nicht vorliegen. Amnesty International fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.


Es gibt eine Online-Petition, die sich für die Freilassung von Nadeshda Tolokonnikova und Maria Alekhina einsetzt.

Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty Deutschland daran beteiligen:
Freiheit für Pussy Riot!

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.




"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."


(Quelle: Amnesty International)

Zoran Drvenkar: Der letzte Engel


Motte ist 16 Jahre alt und lebt bei seinem Vater. Mitten in der Nacht erhält er eine E-Mail, die ihm ankündigt, dass er nicht mehr lebend erwachen würde. Motte hält das für einen Scherz, macht aber vorsichtshalber trotzdem die Nacht durch. Aber als Motte schließlich doch einschläft, wacht er auf und hat Flügel. Er hat sich in einen Engel verwandet und er hat keine Ahnung warum.
Parallel befindet sich die 10jährige Mona auf der Flucht. Sie ist im „Haus der Kormorane“ in Irland aufgewachsen, doch die Bruderschaft hat die Gemeinschaft überfallen und alle außer Mona kamen ums Leben. Doch Mona hat eine besondere Gabe, sie kann Erinnerung sehen …

"Der letzte Engel" von Zoran Drvenkar wird als Hörbuch grandios gelesen von Martin Baltscheit.
Leider hatte ich vorher keinerlei Informationen dazu gesehen, dass es sich hier um den ersten Band einer Reihe handelt. Das Ende ist auch sehr offen und schon fast ein Cliffhanger, was ich überhaupt nicht leiden kann. Hätte ich das vorher gewusst, so hätte ich lieber noch gewartet, bis auch das nächste Buch erschienen ist (von dem aber bisher noch keine Daten bekannt sind) und sie gemeinsam gehört.
Martin Baltscheit versteht es als Sprecher sehr gut, die unterschiedlichen Figuren zu charakterisieren und einzigartig zu machen, ohne dies zu sehr zu übertreiben. Gerade durch die vielen wechselnden Erzählperspektiven ist es wichtig, hier zu erkennen vom wem das Kapitel handelt, um so nicht den Überblick zu verlieren. Schwierig ist hier nicht nur, dass aus ca. sieben unterschiedlichen Perspektiven berichtet wird, sondern auch, dass diese Episoden nicht in chronologischer Reihenfolge ablaufen. Fragt man sich zu Anfang noch, wer denn überhaupt diese Person ist, so erfährt man im weiteren Verlauf erst die Details. Das Buch beginnt mit Mottes Verwandlung zum Engel, doch das ist nicht der erste Tag, an dem die Haupthandlung beginnt. Das ist teilweise verwirrend, da man doch genau zuhören muss, um hier nicht durcheinander zu geraten.
Inhaltlich fand ich "Der letzte Engel" sehr fesselnd und mit tollen Ideen bestückt. Die historischen Anspielungen fand ich sehr interessant. Auf diese Art und Weise hatte ich noch keine Geschichte über Engel gelesen und ich kann mir auch gut vorstellen mehr aus der von Zoran Drvenkar erschaffenen Welt zu erfahren. Ein Jugendbuch ist es aber für mich nicht unbedingt. Klar, eine der Hauptpersonen ist ein Jugendlicher, aber das ist nur einer von vielen und teilweise ist die Geschichte doch recht brutal. Ich würde "Der letzte Engel" daher eher als All-Age-Fantasy bezeichnen, die ich an alle Leser ab 14/15 Jahren empfehlen kann.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Zoran Drvenkar: Der letzte Engel



19. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Heute gibt es folgende Teesorten:

- Entspannungstee (Kräuter-Gewürzteemischung)

und

- Sweet Chili Tee (Kräuter- und Gewürzteemischung)



Der Spruch des Tages lautet:

"Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt, die Feiertage so zu verbringen, wie Du es schon immer gerne getan hättest."

Der Entspannungstee schmeckt ziemlich nach Salbei. Das ist etwas das ich eher mit Erkältungstee verbinde und nicht so sehr mag. Aber es lässt sich trinken.
der Chili Tee ist tatsächlich ziemlich scharf und etwas gewöhnungsbedürftig auf leeren Magen. Ich denke ich lasse ihn noch etwas stehen und trinke ihn später weiter.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Aus der Packstation befreit

Hattet ihr auch schon mal das Problem, dass ihr eine Sendung nicht aus der Packstation abholen könnt, weil ihr nicht an die per SMS verschickte mTAN dran kommt?

Mein Smartphone ist am Wochenende "gestorben" (ja, ich bin jetzt in Trauer). Ausgerechnet kurz bevor ich die mTAN zum Abholen meiner Sendungen aus der Packstation nachsehen wollte. Die war jetzt natürlich auf dem Gerät gespeichert und auch mit dem Wechsel der SIM Karte in ein altes Gerät kam ich einfach nicht mehr dran.
Heute habe ich dann endlich die "Erinnerung" bekommen, ob ich meine Sendungen denn nicht abholen möchte.

Ich kann also nun mein hübsches Buch bewundern und nebenher mit dem Mini-Lautsprecher (der ist nur ca. 5 cm hoch) Musik hören. :-)


So einfach kann man mich glücklich machen.
Jetzt muss nur noch mein Smartphone schnell und auf Garantie aus der Reparatur zurückkehren ...

18. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Heute gibt es folgende Teesorten:

- Ingwer Energie (Ingwer-Gewürzmischung)

und

- Fenchel Tee



Der Spruch des Tages lautet: 
"Ich wünsche Dir, dass Du heute die Muße hast, Dir eine Stunde Zeit für ein gutes Buch zu nehmen."

Fenchel Tee trinke ich immer gerne. Auch dieser hier schmeckt mir sehr gut.
Der Ingwer Energie Tee ist gewöhnungsbedürftig, aber trinkbar. ;-)

Montag, 17. Dezember 2012

Jussi Adler-Olsen: Verachtung


"Verachtung" ist der vierte Teil der Reihe rund um Carl Mørck und sein Team.
Die bisherige Reihenfolge lautet:
- Erbarmen
- Schändung
- Erlösung
- Verachtung
Im Jahr 1987 sind in einem kurzen Zeitraum fünf Menschen als vermisst gemeldet worden und auch bis 2010 nicht wieder aufgetaucht. Carl Mørck und sein Team glauben nicht an einen Zufall und setzen nun alles daran, die Verbindungen zwischen den Vermisstenfällen zu entdecken. Parallel gewinnt eine neue Partei in Dänemark immer mehr an Macht und setzt auf rechtspopulistische Parolen. "Klare Grenzen" und ihr Gründer Curt Wad unterscheiden in lebenswertes und unwertes Leben. Gibt es hier einen Zusammenhang mit dem Ermittlungsfall?

"Verachtung" hat es wieder geschafft! Ich war gerne mit dabei, wenn Carl, Assad und Rose in alten Fällen rumkramen und Verbrechen ans Tageslicht bringen, die schon längst vergessen scheinen. In gewohnt stetiger Qualität liefert Jussi Adler-Olsen hier nun auch den vierten Fall ab und weiß zu fesseln.
Der Autor nimmt sich einem dunklen Kapitel der dänischen Geschichte an. Über lange Jahre hinweg wurden junge Frauen Zwangssterilisiert, weil ihre Kinder als unwertes Leben angesehen wurden. Zum Teil hing dies mit der Abstammung der Frauen, ihrem Geisteszustand oder ihrem liederlichen Lebenswandel zusammen. Eine dieser Frauen ist Nete Hermansen, deren Leben in Rückblicken erzählt wird. Gerade diese Abschnitte fand ich besonders interessant. Das Zusammenspiel von Carl, Assad und Rose ist sehr unterhaltsam und ich habe mich gefreut wieder ein paar Details mehr aus dem Leben der durchgeknallten Rose und dem geheimnisvollen Assad zu erfahren. Auch Carls Privatleben blickt immer wieder durch und lockert die Ermittlungsarbeit auf.
Nicht allen Lesern wird hier gut gefallen, dass die Auflösung und viele Zusammenhänge praktisch von Anfang an feststehen und in den Rückblenden nur noch die Details geliefert werden. Groß überraschen kann "Verachtung" daher nicht. Es lässt den Leser eher etwas erschüttert zurück über die menschenverachtenden Zustände und dem, was den Figuren angetan wurde. Aber mir hat gerade diese emotionale Komponente gut gefallen.
Empfehlen kann ich "Verachtung" daher zum einen den Lesern die die Reihe weiter verfolgen wollen, aber auch Lesern, die bisher noch kein Buch der Reihe gelesen haben, aber gerne in Bücher einsteigen wollen, die nicht auf blutige Kriminalfälle setzen, sondern auf die Geschichte hinter den Fällen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Jussi Adler-Olsen: Verachtung

17. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Heute gibt es folgende Teesorten:

- Gute Laune (Kräuterteemischung)

und

- Sweet Chai (Kräuter- und Gewürzteemischung)


Der Spruch des Tages lautet:
"Ich wünsche Dir, dass Du Dir jeden Tag freundlich entgegensiehst, wenn Du morgens in den Spiegel blickst."

Der Gute Laune Tee hat bei mir leider gar nicht für solche gesorgt. Er schmeckte leicht fischig und ist im Ausguss gelandet.
Der Sweet Chai schmeckt mir dagegen sehr gut!

Sonntag, 16. Dezember 2012

KW 50/2012 - Mein Buchtipp der Woche - Die Wunderweltenbaum-Reihe von Enid Blyton

Ich habe einen neuen Buchtipp der Woche für Euch.

Es gibt Kinderbuchklassiker, die kennt wirklich jeder und es gibt diese versteckten Schätze, die es nur in wenige Kinderzimmer geschafft haben oder nur im Ausland bekannt sind.

Enid Blyton ist als Kinderbuchautorin für viele Reihen in Deutschland bekannt, so z.B. Hanni und Nanni, Dolly und die fünf Freunde. Ich habe als Kind eigentlich alles gelesen, was ich von ihr in die Finger bekam (auch wenn noch lange nicht alle Bücher auf denen ihr Name steht, auch tatsächlich aus ihrer Feder stammen, viele Reihen haben auf Deutsch sehr viel mehr Titel als im Original).

Aber meine liebsten Bücher waren immer die rund um den Zauberbaum. Inzwischen gibt es eine neue Übersetzung und der Zauberbaum heißt nun Wunderweltenbaum.
Die Reihe besteht aus insgesamt drei Büchern:
- Der Zauberwald
- Der Wunderweltenbaum (früher: Der Zauberbaum und seine Freunde)
- Die Wesen vom Wunderweltenbaum (früher: Wir vom Zauberbaum)

Die Neuauflage ist mit neuer Rechtschreibung als Taschenbuch im dtv Verlag (Reihe Hanser) erschienen. Die Bücher sind illustriert, wobei die Bilder aber etwas gewöhnungsbedürftig sind, wenn man die alten Ausgaben von 1982 aus dem XENOS Verlag kennt.

Die Bücher sind in der Originalausgabe in England erschienen und das schon vor etlichen Jahren.
- The Enchanted Wood (1939)
- The Magic Faraway Tree (1943)
- The Folk Of The Faraway Tree (1946)
Auch hier gibt es eine neue Ausgabe als Taschenbuch (in einem schönen Pappschuber) und die Namen der Kinder wurden modernisiert, sie heißen nun Joe, Beth und Frannie, statt Jo, Bessie und Fanny. Für die deutsche Ausgabe wurden jedoch die originalen Namen beibehalten.

Es gibt einige Kritik an den Büchern von Enid Blyton, dass hier ein sehr antiquiertes Rollenbild wiedergegeben wird. Die Mädchen müssen die Hausarbeit machen und die Jungs haben eine Beschützerrolle. Ja, das ist in diesen Büchern tatsächlich so, aber mal ehrlich, mich hat es als Kind nicht gestört und auch meine Nichte hat sich nicht daran gestört. Es ist doch nur ein Buch und die Rollenbilder sollte man sich aus dem richtigen Leben holen.

Wer geglaubt hat, dass Fantasy-Bücher erst in den letzten Jahren in die Kinderliteratur Einzug gefunden haben, der kann sich hier eines besseren belehren lassen.
Die "Wunderweltenbaum-Reihe" ist voller Magie und Fantasy.
Im Mittelpunkt stehen Jo und seine beiden jüngeren Schwestern Fanny und Bessie. Sie ziehen mit ihren Eltern in ein Haus auf dem Land und entdecken dort einen merkwürdigen Wald, der an das Grundstück anschließt. Bei Ausflügen erkunden sie die Gegend und finden mitten im Wald einen eigenartigen Baum, den Wunderweltenbaum. In diesem Baum wohnen viele merkwürdige Personen und schon bald schließen die Kinder Freundschaft mit Mondgesicht, Kesselflicker, Seidenhaar und vielen anderen. Doch das merkwürdigste ist die Baumkrone des Wunderweltenbaums, denn die ragt über den Wolken fast jeden Tag in andere Welten hinein. Klar, dass die Kinder auch hier nicht widerstehen können und so ganz abenteuerliche Geschichten erleben.

Was mir an diesen Büchern immer besonders gut gefallen hat sind die wunderbaren Welten, die die Kinder erkunden. Vom Land Tu-Was-Dir-Spaß-Macht, zum Spielzeugland, bis zum Land der Zornigen oder der Zauberei. Hier ist alles vertreten und mit fantastischen Ideen gespickt. Dabei gibt es noch die tollen Nebenfiguren und die interessanten Leckereien, die man doch direkt selber probieren möchte (Puffkekse!). 
Ganz im Mittelpunkt steht aber immer der Zusammenhalt, die Familie und die Freundschaft.

Es gibt auch eine ganz tolle Umsetzung der ersten beiden Bücher als Hörbuch, gelesen vom wunderbaren Dietmar Mues. Leider ist Dietmar Mues verstorben, bevor auch das dritte Buch vertont werden konnte. Aber ich habe eine ganze tolle Erinnerung an eine Lesung mit ihm zur Veröffentlichung des Hörbuchs "Der Zauberbaum" und eine Widmung von ihm in meinem Buch:


Und hier kann man diese tollen Bücher kaufen: Die Wunderweltenbaum-Reihe

Kendare Blake: Anna im blutroten Kleid


Cas Lowood ist 17 Jahre alt und ein Geisterjäger. Wie alle seine männlichen Vorfahren hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Geister die die Menschen um sich herum ins Verderben ziehen wollen, endgültig in die ewigen Abgründe zu verfrachten. Er erhält Hilferufe aus der ganzen Welt und Kontaktpersonen machen ihn auf Fälle aufmerksam. Ein alter Freund berichtet ihm von einem besonders spektakulären Geist. Ein junges Mädchen mit Namen Anna, die vor über 50 Jahren auf dem Weg zu einer Schulfeier ermordet wurde und seitdem viele unschuldige Menschen getötet haben soll. Cas macht sich auf den Weg in die Kleinstadt Thunder Bay und will mit eigenen Augen sehen, wozu Anna fähig ist ...

"Anna im blutroten Kleid" war nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Da es sich um ein Jugendbuch handelt, dachte ich an eine mysteriöse Gespenstergeschichte, nicht jedoch an einen Horrorfilm im Buchformat. Hier werden Kehlen durchgeschnitten, Körper zerrissen, Blut vergossen, Menschen verletzt und ermordet.
Bei den ganzen Diskussionen rund um den Jugendschutz wird viel über Altersfreigaben für Filme und Computerspiele nachgedacht, aber was in Büchern passiert scheint ganz egal zu sein. Das ist ja nicht real, aber so manches Kopfkino wird hier einen ziemlichen Splatter draus machen. Ich persönlich bin zwar nicht mehr Jugendlich, aber ich bevorzuge Bücher in denen nicht das Blut durch die Gegend spritzt. Ich lese zwar auch Thriller, aber lieber ohne ausschweifende Beschreibungen und keine Horrorbücher.
Aber das ist natürlich nur ein Aspekt von "Anna im blutroten Kleid", der auch keinen großen Einfluss auf meine Gesamtbewertung als Buch hat.
Sprachlich und inhaltlich erkennt man hier jedoch das Jugendbuch, angefangen von der Gruppe Highschoolschüler, die die Hauptfiguren bilden, bis zum Schreibstil mit vielen kurzen Sätzen und Dialogen. Autorin Kendare Blake hat jedoch insbesondere um das Thema Geister herum einige interessante Ideen, die hier ein gutes Gerüst für die Handlung bilden.
Ich möchte inhaltlich nicht zu viel verraten, weshalb es schwierig ist zu begründen, warum ich insgesamt zwei Sterne von der Bestnote abgezogen habe. Aber ich kann soviel sagen, dass dies an den Figuren und ihren Beziehungen untereinander lag. Nicht alles wirkte glaubwürdig auf mich und wer mal im Fernsehen "Buffy" gesehen hat (besonders auch die letzte Folge), der wird vielleicht auch nach dem Lesen wissen was ich meine. Gewisse Ähnlichkeiten mit umgekehrten Geschlechtern (Cas = Buffy und noch zwei weitere wichtige Personen, die ich jetzt nicht genauer bezeichnen will, um nicht zu viel zu verraten) sind schon recht auffällig und werden sogar im Buch scherzhaft erwähnt. Ich persönlich brauche auch in einer solchen Art von Buch keine Liebesgeschichte, aber das ist sicherlich Geschmackssache.
Unabhängig davon versteht "Anna im blutroten Kleid" aber auch gut zu unterhalten. Wer gerne Geschichten von Geistern, Hexen und Übersinnlichem mag und wem auch eine gute Portion Horror nichts ausmacht, der wird hier sicherlich einige angenehme bzw. haarsträubende Lesestunden erleben.

So habe ich bewertet:

  
Und hier kann man das Buch kaufen: Kendare Blake: Anna im blutroten Kleid

16. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Heute gibt es folgende Teesorten:

- Energietee (Kräutermischung)

und

- Momente der Entspannung (Kräuterteemischung)



Der Spruch des Tages lautet:
"Ich wünsche Dir, dass es bald schneit, damit Deine Wintersaat garantiert gut über frostige Zeiten kommt."

Für die Landwirtschaft ist dieser Wunsch sicherlich Gold wert, ich jedoch verzichte lieber. In einer Stadt in NRW bedeutet Schnee nur Chaos und Stau. Das brauche ich nicht ...

Momente der Entspannung ist ein sehr milder Kräutertee. Ich meine hier besonders Brombeerblätter herauszuschmecken.
Der Energie Tee hat eine leichte Eukalyptus Note. Sehr ungewöhnlich, aber lecker.