Posts mit dem Label dtv werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label dtv werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 22. September 2018

Kayla Ancrum: Wicker King




Inhaltsangabe des Verlages:
Ein Brand in einer alten Lagerhalle. Am Tatort zwei Siebzehnjährige, einer davon (der vermutliche Brandstifter) mit Verbrennungen, die beide in die Psychiatrie eingeliefert werden. Einige Monate zuvor: In der Schule hängen August und Jack mit völlig verschiedenen Typen rum, privat verbindet die beiden aber seit Langem eine intensive Freundschaft. Doch Jack, Vorzeigeschüler, Spitzensportler, Mädchenschwarm, entwickelt immer stärkere Halluzinationen und driftet mehr und mehr in eine Fantasiewelt ab. In dieser ist er der König, der »Wicker King«, und August ist sein Ritter. Um Jack nah zu bleiben und zu verhindern, dass dieser sich endgültig in seiner Scheinwelt verliert, lässt sich August auf das Spiel ein: Er begibt sich gemeinsam mit Jack in dessen Fantasiewelt hinein und steuert sie beide damit genau auf die Katastrophe zu, die er verhindern wollte.

„Wicker King“ von Autorin Kayla Ancrum ist ein Roman der mit seiner Aufmachung und dem Detailreichtum in der Gestaltung beeindruckt, mich jedoch inhaltlich nicht überzeugen kann.
Das Buch sieht wirklich super aus, der Umschlag ist schön gestaltet und innen im Buch überzeugen ergänzende Details wie Polizeiberichte und Fotos. Zudem wurde der Seitenverlauf eingefärbt. Zu Anfang sind die Seiten noch weiß und werden im weiteren Verlauf der Handlung –parallel zu Jacks Geisteszustand – immer dunkler bis sie schließlich schwarz sind. Diese Idee hat mir gut gefallen.
Aber leider kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass mich das Buch inhaltlich sehr enttäuscht hat. Zum einen sind da diese extrem kurzen Kapitel. Bei mir kam dadurch kein richtiger Lesefluss zustände. Zum anderen haben mich auch die Kapitelüberschriften verwirrt, da diese nicht die Erzählperspektive wiedergeben, sondern manchmal über wen hier geschrieben wird oder auch gar nicht richtig gedeutet werden können. Nach dem Lesen des ersten Viertels stellte sich bei mir auch eine gewisse Langeweile ein, denn man weiß ja nun wie es um Jack steht und welche Figuren es sonst noch so gibt und die weitere Handlung beschreibt dann eigentlich nur noch wie Jack immer mehr abdriftet und August ihn dabei unterstützt anstatt professionelle Hilfe zu organisieren. Abbrechen wollte ich das Buch nicht, aber ich habe dann doch immer mehr quer gelesen und hatte auch nicht den Eindruck dabei viel zu verpassen.
Schwierig finde ich hier auch die Klassifizierung als Jugendbuch. Nur weil ein Buch jugendliche Hauptfiguren hat, ist es noch lange nicht auch für diese Altersgruppe geeignet. Die Autorin gibt im Nachwort an, dass sie denen eine Stimme geben will, die als Jugendliche schwere Zeiten durchmachen und es sich hier aus Ihrer Sicht hauptsächlich um die Themen Vernachlässigung und Co-Abhängigkeit dreht. Nun, ich finde, dass die psychische Erkrankung von Jack, und August verantwortungsloser Umgang damit, doch ziemlich cool dargestellt werden und bezweifle ehrlich gesagt, dass dies das richtige Signal an Jugendliche mit Problemen sendet. Letztendlich wird die Botschaft vermittelt, dass die Erwachsenen doch eh nicht helfen und man alleine klar kommen muss. Es gibt auch keinen wirklichen Wendepunkt oder einen Moment an dem man den Eindruck hat, dass den Jungen wirklich geholfen wird.
Insgesamt gesehen kann ich daher keine Empfehlung für „Wicker King“ aussprechen, außer um es sich als hübschen Bucheinband ins Regal zu stellen.

So habe ich bewertet: 


Und hier kann man das Buch kaufen: Kayla Ancrum: Wicker King

Freitag, 17. April 2015

Sara J. Henry: Ein Herzschlag bis zum Tod

Inhaltsangabe des Verlages:
Die junge Journalisten Troy Chance führt ein recht beschauliches Leben in einem kleinen Ort in den Adirondack Mountains, im Nordosten der USA.
Doch ein einziger Moment verändert ihr Leben schlagartig: An einem nebelverhangenen Tag ist sie mit der Fähre auf dem kanadischen Lake Champlain unterwegs. Sie beobachtet, wie von einer entgegenkommenden Fähre ein kleiner Junge in den See stürzt. Außer ihr scheint niemand den Vorfall bemerkt zu haben. Troy trifft in Sekundenbruchteilen eine gefährliche Entscheidung: Sie springt dem Jungen ins eiskalte Wasser hinterher ...


"Ein Herzschlag bis zum Tod" von Autorin Sara J. Henry konnte mich mit einer sehr ungewöhnlichen Handlung überraschen. Ein Augenblick kann ein ganzes Leben verändern und so ist es auch bei Troy Chance mit der Sekunde in der sie sieht wie ein kleiner Junge von einer Fähre geworfen wird und sie beschließt ihm hinterher zu springen. Die Geschichte klingt so unglaublich, dass selbst Troy es kaum glauben kann und so beschließt sie auch mit dem Jungen nicht zu den Behörden zu gehen, sondern selber heraus zu finden was geschehen ist und zu dieser Situation geführt hat. Die Spur führt Troy schließlich zum Vater des Jungen, doch damit ist noch lange nicht geklärt wer für die vorherige Entführung des Jungen und den versuchten Mord an ihm verantwortlich ist.
Was anfangs nach einem unglaublichen Kriminalfall klingt, entpuppt sich im weiteren Verlauf als immer komplexere Story, die sich jeder strikten Kategorisierung entzieht und Drama mit Thriller und anderen Elementen verbindet. Die Handlungsweise der Hauptfigur Troy war für mich nicht immer der naheliegendste Weg und so konnte ich mich nicht gut in sie hineinversetzen. Mir hat jedoch gefallen wie die Autorin die Geschichte aufgebaut und für den Leser spannend gestaltet hat. Fragt man mich ob ich glaube, dass sich so etwas tatsächlich so zutragen könnte, so müsste ich sicherlich verneinen. Fragt man mich jedoch, ob mich das Buch gut unterhalten hat, so kann ich das definitiv bejahen.
Insgesamt gesehen kann ich daher sagen, dass "Ein Herzschlag bis zum Tod" eine überraschende Geschichte bietet, die sich nicht nur auf eine reine Thrillerhandlung begrenzt, wobei man dafür jedoch Abstriche bei der Glaubwürdigkeit der Handlung machen muss. Empfehlen kann ich dieses Buch daher an alle Leser die ungewöhnliche, komplexe und unterhaltsame Geschichten mögen, die aber nicht unbedingt auf ihre Realitätsnähe überprüfbar sein müssen.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Sara J. Henry: Ein Herzschlag bis zum Tod

Dienstag, 17. März 2015

Jenny-Mai Nuyen: Nacht ohne Namen

Inhaltsangabe des Verlages:
Manche Menschen sind füreinander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt. U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen sich fast ohne Worte. Und doch wissen sie nicht viel voneinander. Ihre wahren Namen zum Beispiel kennen sie nicht. Und als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon - einem Dämon, der in üblen Schwierigkeiten steckt ...

Ich weiß nicht genau was es ist, dieses Problem zwischen den Büchern von Jenny-Mai Nuyen und mir. Ich habe das große Bedürfnis die Bücher der Autorin zu mögen, sie sprechen mich von der Inhaltsangabe und dem Cover her oft an und daher versuche ich es auch immer wieder damit. Aber auch "Nacht ohne Namen" hat es nicht geschafft mich für sich einzunehmen. Ich muss mir nun langsam eingestehen, dass es dann wohl am Schreibstil der Autorin liegt, dass wir hier einfach nicht auf einer Ebene zusammenfinden.
Die Idee von "Nacht ohne Namen" ist ohne Zweifel gut. Klassische Mythen von Dämonen und der Unterwelt werden vermischt mit einer modernen Geschichte und jugendlichen Hauptfiguren. Es geht aber auch darum was die eigene Persönlichkeit ausmacht und wie man Liebe definiert. Können sich zwei Menschen die nicht viel von den jeweiligen Hintergründen wissen, noch nicht einmal ihre echten Namen ausgetauscht haben oder auch nur wo sie wohnen wirklich kennen? Nicki ist davon überzeugt dass sie Canon wirklich kennt, auch wenn sie ihn nur unter seinem Spitznamen kennt und er sie unter ihrem und sie sich noch nie irgendwo anders getroffen haben als in der S-Bahn. Sie teilen die Leidenschaft fürs zeichnen und teilen mit ihren Bildern Wahrnehmung und Gefühle. Was Nicki hier besonders ausmacht ist ihr grenzenloses Vertrauen in Canon. Obwohl sie sonst eher schlechte Erfahrungen damit gemacht hat ihr Innerstes mit anderen zu teilen, zweifelt sie nicht daran dass Canon es wert ist für ihn alles zu riskieren und das obwohl es durchaus angebracht ist darüber nachzudenken ob Canon wirklich ein guter Umgang für sie ist. Der Autorin ist es sehr gut gelungen die Figuren so zu beschreiben, dass ich sie mir beim lesen sehr gut vorstellen konnte. Dies betrifft sowohl die Hauptfiguren, als auch die zahlreichen Nebenfiguren. Hilfreich fand ich die kleine Aufzählung von Personen am Anfang des Buches, wobei ich sie erst nach dem ersten Drittel des Buches so richtig verstanden habe, aber dann habe ich doch mehrfach dahin zurück geblättert.
Leider hat mich die Geschichte nicht richtig gepackt und mir fehlte die richtige Leselust um hier zügig voran zu kommen. Ich war weder gespannt wie es weiter gehen wird, noch habe ich mit den Hauptfiguren mitgefiebert. Gegen Ende habe ich eher dazu geneigt ein bisschen quer zu lesen, was zwar schade für das Buch war, aber mir auch eindeutig gezeigt hat, dass wir nicht füreinander geschaffen sind. Das recht offen gehaltene Buchende lässt vermuten, dass es eine Fortsetzung geben könnte.
Insgesamt gesehen kann ich "Nacht ohne Namen" nur an die Leser empfehlen, die bereits positive Erfahrungen mit dem Schreibstil von Jenny-Mai Nuyen gemacht haben oder der Meinung sind, dass ihnen dieser gut liegen könnte. Wem auch die anderen Bücher der Autorin nicht gefallen haben, für den wird sich wohl auch mit diesem Buch nichts daran ändern.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Jenny-Mai Nuyen: Nacht ohne Namen

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des dtv Verlages.


Montag, 1. Dezember 2014

Libba Bray: The Diviners - Aller Anfang ist böse


Evie O’Neill stammt aus der Kleinstadt Zenith in Ohio und sorgt dort für einen skandalösen Zwischenfall, als sie das Geheimnis eines Mitglieds einer angesehenen Familie aufdeckt. Evie wird daher zu ihrem Onkel nach New York geschickt, bis etwas Gras über die Sache gewachsen ist. Doch Evie empfindet dies nicht als Strafe, denn in New York im Jahr 1926 pulsiert das Leben. Aber was niemand weiß ist, dass Evie ebenfalls ein Geheimnis hat, denn sie kann aus Gegenständen die Menschen lesen, denen sie gehören. Als ihr Onkel, der ein Museum für Okkultes betreibt, zu Mordermittlungen hinzugezogen wird, will auch Evie ihren Teil dazu beitragen. Doch der Mörder gibt sich nicht mit einem Opfer zufrieden und nun beginnt eine rasante Ermittlung, die Polizei und die Einwohner von New York auf den Beinen hält.

"The Diviners – Aller Anfang ist böse" von Autorin Libba Bray ist der Auftakt zu einer Reihe, aber in sich abgeschlossen. Auch wenn dieses Buch eher in die Jugendfantasy eingeordnet wird, so ist es meiner Meinung nach kein typischer Jugendroman oder auf jugendliche Leser beschränkt.
Besonders gut gefallen haben mir hier die Figuren, die sehr vielschichtig und interessant sind. Leichte Probleme bereitete es mir jedoch zu Anfang, die männlichen Figuren Jericho, Sam und Memphis zu unterscheiden, die zwar einen sehr unterschiedlichen Hintergund haben, aber in einem ähnlichen Alter sind und alle drei eine nicht unwesentliche Rolle einnehmen. Bei den weiblichen Figuren gibt es mit Evie, Theta und Mabel zwar ebenfalls drei Personen in ähnlichem Alter, aber hier fiel mir die Unterscheidung von Anfang an nicht schwer.
Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, wobei Evie der Dreh- und Angelpunkt ist. Die Handlung erstreckt sich auf rund 700 Seiten und bietet daher eine komplexe Einführung der Figuren und ein langsames Verbinden von allen losen Fäden. Interessant fand ich auch das was man über die Epoche und den Zeitgeist erfährt und man merkt, dass hier doch auch einiges Recherchiert wurde. Ich konnte mich sehr gut in diese Zeit hineinversetzen.
Die Idee der Diviner – Menschen mit besonderen Fähigkeiten – ist nicht neu, aber doch ungewöhnlich vor dem Hintergrund der erwachenden Geister und  dem Mörder der hier umgeht. Für einen Spannungsroman war mir das Erzähltempo jedoch teilweise ein wenig zu langsam und ich hätte mir einen deutlicheren Spannngsbogen gewünscht.
Dennoch würde mich nun interessieren wie es weiter geht und ich würde mich auch freunen mehr von Evie und ihren Gefährten zu lesen.
Empfehlen kann ich "The Diviners – Aller Anfang ist böse" an alle Leser, die mysteriöse Geschichten mit Geistern und vielschichtigen Figuren mögen.


So habe ich bewertet:


Mittwoch, 5. November 2014

Amy Christine Parker: Gated - Die letzten 12 Tage

Die 17jährige Lyla lebt mit ihrer Familie in der Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, einem abgeschotteten Gelände mitten in der Prärie und mit kaum Kontakt zur Außenwelt. Ihr Anführer Pioneer schützt sie vor den schädlichen Einflüssen von Draußen und gibt ihnen den Weg ihres täglichen Lebens vor. In der Gemeinschaft fühlt sich Lyla sicher, denn sie weiß das sie zu den Auserwählten gehört, den wenigen Menschen die überleben werden, wenn in Kürze der Weltuntergang bevorsteht. Aber ein wenig schlechtes Gewissen hat Lyla auch, wenn sie daran denkt das die Menschen dort draußen nicht wissen was ihnen bevor steht und das nur ihre kleine Gemeinde vorbereitet ist und über ein unterirdisches Silo und genug Waffen verfügt um all das zu verteidigen. Aber Pioneer hat in seinen Visionen gesehen was vorherbestimmt ist und ihr geliebter Anführer wird wissen was zu tun ist.

"Gated - Die letzten 12 Tage" von Autorin Amy Christine Parker war absolut nicht das was ich erwartet hatte. Ich weiß nicht ob es am Titel lag, oder am Cover, aber ich dachte, dass es hier um eine tatsächliche Apokalypse geht. Hätte ich den Klappentext genauer gelesen, dann hätte mir natürlich sofort klar sein müssen, dass das nicht stimmt, denn der verrät schon ziemlich viel.
Stattdessen hat die Autorin hier das Thema Glaube und Sekten aufgegriffen und schildert aus der Perspektive einer 17jährigen das Leben in einer abgeschotteten Gemeinschaft die an ein feststehendes Datum für den Weltuntergang glaubt und deren Anführer die Mitglieder auserwählt hat diesen zu überleben. Liest man von solchen Sekten in den Nachrichten, dann fragt man sich oft wie diese Menschen denn so verblendet sein konnten das alles zu glauben und ihrem Anführer so sehr zu vertrauen, dass sie alle seine Visionen für bare Münze genommen haben. Genau dies wird hier nun in Ansätzen erklärt. Nur Pioneer hat Zugang zu den Informationen in der Außenwelt, vermeintlich um die Mitglieder der Gemeinschaft zu schützen. Er filtert was die Auserwählten erfahren dürfen und Visionen und Glaube sind sowieso immer ein gutes Argument das nicht angezweifelt werden darf. Rein inhaltlich finde ich die Idee von "Gated - Die letzten 12 Tage" daher gar nicht schlecht.
Was mir hier jedoch fehlt ist ein echter Spannungsbogen. Die Geschichte ist durch ihren Ursprung in tatsächlich existierenden Vorkommnissen sehr vorhersehbar und bietet daher wenig Überraschung. Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse auch ziemlich und es wurde für mich immer weniger glaubwürdig. Schade fand ich auch, dass die Perspektive des Anführers Pioneer außen vor gelassen wurde und man praktisch nichts über die Hintergründe des Ganzen erfährt. Zwar ist Lyla eine interessante Figur, aber der Horizont der Geschichte ist eben auch auf sie beschränkt und das macht "Gated - Die letzten 12 Tage" ziemlich einseitig. Insgesamt gesehen bietet mir das Buch daher leider nur wenig Antworten auf Fragen und für einen Unterhaltungsroman bietet dieses Thema einfach zu wenig Unterhaltungswert. Empfehlen kann ich es daher nur an Leser die insbesondere diese Perspektive einer 17jährigen innerhalb einer Sekte interessiert.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Amy Christine Parker: Gated - Die letzten 12 Tage

Freitag, 10. Oktober 2014

Jussi Adler-Olsen: Erwartung - Der Marco-Effekt

Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan,dessen Mitglieder von ihrem gewalttätigen und zynischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als er sein Sklavendasein nicht mehr aushält und flieht, stößt er ganz in der Nähe von Zolas Wohnsitz auf eine Männerleiche …
Die Suche nach dem Mörder führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt- und sie zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.

"Erwartung - Der Marco-Effekt" ist der fünfte Teil der Reihe rund um Carl Mørck und sein Team.
Die bisherige Reihenfolge lautet:
- Erbarmen
- Schändung
- Erlösung
- Verachtung
- Erwartung
In diesem Buch steht jedoch das Dezernat Q weniger im Mittelpunkt als noch in den vorherigen Büchern. Da das Buch recht dick ist, kommt man als Leser immer noch auf seine Kosten was Neuigkeiten rund um das Team von Carl, Assad und Rose betrifft, doch die eigentliche Hauptfigur ist diesmal Marco, aus dessen Perspektive auch weite Teile des Buches erzählt werden. Mir ging Marcos Geschichte sehr nahe und ich fand die ganzen Zusammenhänge sehr interessant. Der Autor hat hier viel Fingerspitzengefühl bewiesen, und eine gute Mischung aus realistischen Schilderungen, spannenden Szenen und Entwicklung der Figuren gezeigt. Die Handlungsfäden verknüpfen sich erst nach und nach zu einem Gesamtbild und zuvor fragt sich der Leser doch das eine oder andere mal, was die verschiedenen Personen miteinander zu tun haben. Mir hat jedenfalls besonders gut gefallen, dass hier nicht nur ein einfacher Kriminalfall im Vordergrund steht, sondern verschiedene Blickwinkel gezeigt werden und auch organisiertes Verbrechen und Wirtschaftskriminalität mit einbezogen wurde.
Empfehlen kann ich "Erwartung" auf jeden Fall an alle Leser die die Ereignisse rund um das Sonderdezernat Q weiter verfolgen wollen, aber auch an Leser die mehr von einem Thriller erwarten als einen Mordfall.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Jussi Adler-Olsen: Erwartung - Der Marco-Effekt

Montag, 21. Oktober 2013

Liz Jensen: Die da kommen

Hesketh Lock ist darauf spezialisiert ungewöhnliche Vorgänge in Firmen zu analysieren und eine Erklärung zu finden. Als Anthropologe und mit einem besonderen Gespür für Kleinigkeiten gelingt es ihm auf Dinge zu achten, die andere nicht wahrnehmen. Seine Firma schickt ihn nach Taiwan um einen Fall von Sabotage zu untersuchen, zeitgleich zu den erschütternden Nachrichten, dass ein 7jähriges Kind seine Großmutter getötet hat. Privat hat Hesketh ebenfalls mit Problemen zu kämpfen, denn seine Frau hat sich von ihm getrennt und verbietet ihm dem Kontakt zum Stiefsohn.
Als sich Privatleben und seine Ermittlungen miteinander verbinden, wird Hesketh klar, dass die Welt hier vor einem größeren Problem steht und eine Lösung ist nicht in Sicht ...

Erzählt wird "Die da kommen" von Autorin Liz Jensen aus der Perspektive von Hesketh, der als leichter Asperger-Autist eine recht besondere Wahrnehmung hat.
Ich habe von der Autorin zuvor schon "Endzeit" gelesen, das mir jedoch leider überhaupt nicht gefallen hat. Vielleicht hätte mir das eine Lehre sein sollen, denn ähnliche Kritikpunkte habe ich jetzt auch wieder hier.
"Die da kommen" schildert ein apokalyptisches Szenario, angereichert mit psychologischen Studien und Kritik an Wirtschaftskonzernen. Was mich hier ebenso wie bei "Endzeit" ganz massiv stört, ist, dass es keine wirkliche Auflösung gibt. Aber zumindest waren mir hier die Figuren sympathischer, wobei Hesketh aber schon ein harter Brocken ist. Ich persönlich mag Origami und eine detaillierte Wahrnehmung, aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass das irgendwann nur noch nervt.
Ich sehe einfach insgesamt gesehen wenig Sinn darin "Die da kommen" zu lesen. Es hat mir weder einen schönen Lesegenuss bereitet, noch fand ich es spannend oder auch nur zum Nachdenken anregend. Auch wenn ich schon schlechtere Bücher gelesen habe, so fällt es mir schwer hier eine Leseempfehlung auszusprechen. Wer apokalyptische Bücher mit negativer Grundstimmung mag, der kann es vielleicht mal damit versuchen. 


So habe ich bewertet:





Und hier kann man das Buch kaufen: Liz Jensen: Die da kommen

Mittwoch, 4. September 2013

Sarah Crossan: Breathe - Gefangen unter Glas



Der Sauerstoffgehalt der Luft auf der Erde hat dramatisch abgenommen. Die Organisation Breathe hat daher eine Kuppel errichtet, in der das Überleben durch Sauerstoffzufuhr dauerhaft möglich ist. Doch Sauerstoff ist ein Privileg, für das jeder Bewohner zahlen muss. Wer mehr verbraucht als absolut nötig ist, muss auch dafür teuer zahlen. Kinder, Sport und selbst körperliche Nähe ist somit purer Luxus den sich nicht jeder leisten kann. Die Gesellschaft ist aufgeteilt in Premium Bürger und Seconds und Verbindungen untereinander nicht gerne gesehen. Doch Second Bea möchte den Aufstieg in die höhere Klasse versuchen. Sie ist befreundet mit Quinn, der als Sohn eines hochrangigen Breathe Mitarbeiters viele Privilegien genießt. Als Quinn Bea zu einem Ausflug mit Sauerstoffflaschen in die Außenwelt einlädt ahnen sie nicht, dass die Rebellin Alina sie in ein gefährliches Abenteuer hineinziehen wird ...

"Breathe - Gefangen unter Glas" von Autorin Sarah Crossan ist der erste Teil einer Reihe (vermutlich Trilogie).
Im Vergleich mit anderen Dystopien konnte mich "Breathe" leider nicht so ganz überzeugen. Zwar finde ich das Grundthema des abnehmenden Sauerstoffgehalts in der Luft durch Abholzung und Zerstörung von Ressourcen interessant und nachvollziehbar, doch die Umsetzung konnte mich nicht wirklich fesseln.
Gut gefallen hat mir die Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven, doch eine wirklich eigene Stimme hatten die Figuren eigentlich nicht.
Was mich hier überhaupt nicht überzeugen konnte ist die Liebesgeschichte, die mit einer Liebes-Triangel beginnt. Das war alles eher eine Schwärmerei als eine nachvollziehbare Liebe und die Entscheidung die Quinn schließlich trifft war jetzt auch nicht unbedingt eine Offenbarung.
Überhaupt sind die Figuren ein wenig einseitig. Alina ist die Rebellin in allem was sie tut und wirkt entsprechend unnahbar und wenig liebenswert. Ihre Handlungen sind nicht immer so wie ich es mir gewünscht hätte.
Quinn fand ich recht blass über den größten Teil des Buches hinweg. Erst zum Ende hin war bei ihm echte Persönlichkeit erkennbar.
Bea fand ich sympathisch, aber auch sie hat wenig Wiedererkennungswert.
Schlimmer als die Hauptfiguren fand ich allerdings die Nebenfiguren, insbesondere die Eltern und die Anführerin der Rebellen. Wenn diese Figuren im zweiten Teil der Reihe, der im November 2013 unter dem Titel "Breathe - Flucht nach Sequoia" erscheinen soll, nicht auftauchen, so hätte ich da überhaupt nichts gegen.
Insgesamt gesehen kann ich "Breathe - Gefangen unter Glas" an alle Leser ab ca. 14 Jahrenempfehlen, die an keiner Dystopie vorübergehen können ohne sie zu lesen. Aber wenn man diese auslässt, so lässt sich die Zeit auch mit noch interessanteren Reihen verbringen.

So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Sarah Crossan: Breathe - Gefangen unter Glas

Montag, 21. Januar 2013

Joss Stirling: Die Macht der Seelen 02 - Saving Phoenix




Phoenix ist ein Savant, ein Mensch mit einer außergewöhnlichen Begabung. Ihre Mutter starb als Phoenix acht Jahre alt war und seitdem muss sie selber für ihr Auskommen sorgen. Als Teil der "Community", einer Gruppe von Savants, die unter der Herrschaft des "Sehers" stehen, ist es ihre Aufgabe ihre Gabe zum Stehlen zu verwenden. Stehlen ist etwas, in dem Phoenix richtig gut ist und so macht sich sich auch daran ihren neuesten Auftrag zu erfüllen: Sie soll alle Wertgegenstände eines amerikanischen Studenten stehlen, der sich für einen Kongress in London aufhält. Aber was Phoenix nicht ahnt ist, dass es sich auch bei diesem Jungen um einen Savant handelt und das ist nicht das einzige Problem ...

"Saving Phoenix" ist die Fortsetzung von "Finding Sky" aus der Reihe "Die Macht der Seelen" von Autorin Joss Stirling.
Vom ersten Band der Reihe war ich nicht ganz so begeistert, auch wenn mir dieser gut gefallen hat. Hier waren mir die Hauptfiguren Sky und Zed zu klischeehaft gezeichnet, weshalb mich das Buch nicht so fesseln konnte.
Ganz anders empfinde ich das nun bei "Saving Phoenix". Phoenix und Yves sind tolle Figuren, die nicht nur aus Äußerlichkeiten und Stereotypen bestehen, sondern beide ihre Fehler haben, die sie sympathisch machen. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen, war gefesselt von den Figuren und Ereignissen, habe mich noch dazu richtig amüsiert und gelacht und mitgefiebert, wie sich nun alles auflösen wird. Handlungsort ist London, was als meine Lieblingsstadt noch mal für Pluspunkte gesorgt hat.
Natürlich kann man auch hier Kritik daran üben, dass alles zu sehr vorbestimmt ist, die Suche nach dem Seelenspiegel zu einfach scheint und sich alles in heile Welt auflöst. Aber zum einen ist das eben das Prinzip dieser Buchreihe und zum anderen sollte man das wissen, wenn man sich auf Romantasy einlässt.
Yves ist der zweitjüngste der sieben Brüder der Familie Benedict, Autorin Joss Stirling scheint also die Reihe der Brüder von unten nach oben "abzuarbeiten". Ich bin schon sehr gespannt darauf, wo die anderen Brüder ihre Seelenspiegel finden werden und ob die Reihe mit zunehmendem Alter der Figuren nun immer "erwachsener" wird. Der nächste Band von "Die Macht der Seelen" wird "Calling Crystal" heißen und widmet sich Xavier Benedict. Er erscheint im Mai 2013 im dtv Verlag.
Empfehlen kann ich die Reihe an alle an Seelenverwandschaft, Fantasy und Romantik interessierten Leser ab ca. 14 Jahren.

So habe ich bewertet:



Montag, 17. Dezember 2012

Jussi Adler-Olsen: Verachtung


"Verachtung" ist der vierte Teil der Reihe rund um Carl Mørck und sein Team.
Die bisherige Reihenfolge lautet:
- Erbarmen
- Schändung
- Erlösung
- Verachtung
Im Jahr 1987 sind in einem kurzen Zeitraum fünf Menschen als vermisst gemeldet worden und auch bis 2010 nicht wieder aufgetaucht. Carl Mørck und sein Team glauben nicht an einen Zufall und setzen nun alles daran, die Verbindungen zwischen den Vermisstenfällen zu entdecken. Parallel gewinnt eine neue Partei in Dänemark immer mehr an Macht und setzt auf rechtspopulistische Parolen. "Klare Grenzen" und ihr Gründer Curt Wad unterscheiden in lebenswertes und unwertes Leben. Gibt es hier einen Zusammenhang mit dem Ermittlungsfall?

"Verachtung" hat es wieder geschafft! Ich war gerne mit dabei, wenn Carl, Assad und Rose in alten Fällen rumkramen und Verbrechen ans Tageslicht bringen, die schon längst vergessen scheinen. In gewohnt stetiger Qualität liefert Jussi Adler-Olsen hier nun auch den vierten Fall ab und weiß zu fesseln.
Der Autor nimmt sich einem dunklen Kapitel der dänischen Geschichte an. Über lange Jahre hinweg wurden junge Frauen Zwangssterilisiert, weil ihre Kinder als unwertes Leben angesehen wurden. Zum Teil hing dies mit der Abstammung der Frauen, ihrem Geisteszustand oder ihrem liederlichen Lebenswandel zusammen. Eine dieser Frauen ist Nete Hermansen, deren Leben in Rückblicken erzählt wird. Gerade diese Abschnitte fand ich besonders interessant. Das Zusammenspiel von Carl, Assad und Rose ist sehr unterhaltsam und ich habe mich gefreut wieder ein paar Details mehr aus dem Leben der durchgeknallten Rose und dem geheimnisvollen Assad zu erfahren. Auch Carls Privatleben blickt immer wieder durch und lockert die Ermittlungsarbeit auf.
Nicht allen Lesern wird hier gut gefallen, dass die Auflösung und viele Zusammenhänge praktisch von Anfang an feststehen und in den Rückblenden nur noch die Details geliefert werden. Groß überraschen kann "Verachtung" daher nicht. Es lässt den Leser eher etwas erschüttert zurück über die menschenverachtenden Zustände und dem, was den Figuren angetan wurde. Aber mir hat gerade diese emotionale Komponente gut gefallen.
Empfehlen kann ich "Verachtung" daher zum einen den Lesern die die Reihe weiter verfolgen wollen, aber auch Lesern, die bisher noch kein Buch der Reihe gelesen haben, aber gerne in Bücher einsteigen wollen, die nicht auf blutige Kriminalfälle setzen, sondern auf die Geschichte hinter den Fällen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Jussi Adler-Olsen: Verachtung

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Yves Grevet: Méto - Das Haus


Méto ist ca. 14-15 Jahre alt, aber so genau weiß er das nicht. Er weiß nur, dass er ein „Roter“ ist und damit einer der Ältesten Jungen, die im „Haus“ leben.
Im Haus leben 64 Jungen, unterteilt in vier Farbgruppen (hellblau, dunkelblau, violett und rot), dazu noch gebrechliche Lehrer, Aufseher die Cäsar genannt werden und Soldaten die man nicht ansehen darf.
Was mit den Jungen passiert, die zu alt sind um weiter „Rote“ zu bleiben, weiß Méto auch nicht, aber eines weiß er genau: Wer sich nicht an die Regeln hält, den erwarten drastische Strafen ...

"Méto - Das Haus" stellt den ersten Band einer Trilogie des französischen Autors Yves Grevet dar. Leider endet dieses Buch auch mitten in der Handlung und verweist auf die Fortsetzung.
Hätte ich nicht gewusst, dass dieses Buch aus Frankreich kommt, so wäre ich nicht darauf gekommen. Die Namen entstammen größtenteils der römischen Geschichte und auch sonst gibt es keine Merkmale, die eine genaue Eingrenzung möglich machen. Ich empfand das als sehr angenehm.
Ich bin mir nicht sicher, ob es sich hier um eine Dystopie handelt, oder vielleicht eher um ein großangelegtes Experiment, vielleicht in der Art von "Die Insel des Dr. Moreau". Aufklärung darüber wird sicherlich in den Folgebänden "Die Insel" und "Die Welt" erfolgen.
Ich fand es jedenfalls sehr gut, dass der Leser hier ebenso im Dunkeln gelassen wird, wie es auch Méto ist und man erst nach und nach mit den Jungen gemeinsam einige Geheimnisse aufdeckt. Noch besser hätte ich es allerdings gefunden, wenn alle Bände in einem Buch erschienen wären, statt hier nur so Häppchen von knapp über 200 Seiten zu liefern.
Sehr schön finde ich die Buchausstattung mit der Karte im Buchdeckel und dem schwarzen Seitenschnitt.
Empfehlen kann ich „Méto – Das Haus“ an alle Leser ab ca. 13 Jahren die geheimnisvolle Geschichten mögen und genug Geduld aufbringen auf die Fortsetzungen zu warten.

So habe ich bewertet:



 
Und hier kann man das Buch kaufen: Yves Grevet: Méto - Das Haus

Dienstag, 4. Dezember 2012

Laurence Gonzales: Lucy


Jenny Lowe ist Anthropologin und auf die Erforschung von Bonobos spezialisiert. Als ein Bürgerkrieg im Kongo ausbricht, muss sie ihr Camp überstürzt verlassen und schlägt sich zunächst zur Forschungsstation eines Kollegen durch. Doch die Rebellen waren bereits hier und haben den Forscher Donald Stone, sowie einige Bonobos erschossen. Jenny findet jedoch Donalds 15jährige Tochter Lucy und beschließt mit ihr gemeinsam zu fliehen. Lucy hat keine Familie mehr und so nimmt Jenny sie mit in ihr Elternhaus in den USA. Nun muss Lucy plötzlich das Leben eines amerikanischen Teenagers führen, was gar nicht so einfach ist, wenn man im Dschungel aufgewachsen ist ...

Wer sich vorher über das Buch "Lucy" informiert hat und die Gedankenwelt von Lucy genau verfolgt, für den ist es keine Offenbarung, dass es sich bei Lucy um einen Bonobo-Mensch Hybriden handelt. Ihr Vater ist der Forscher Donald Stone, doch ihre Mutter war Leda, ein Bonobo. Lucy wurde von ihrem Vater sehr gefördert, hat eine umfangreiche Bildung erhalten, aber wurde auch von ihrer Mutter mit dem Leben in einer Bonobo-Gemeinschaft vertraut gemacht. Bonobos sind dabei besonders friedliebende Primaten.
Was zunächst als Roman beginnt, entwickelt sich im weiteren Verlauf immer mehr zum Thriller. Lucy muss nicht nur lernen in der modernen Welt zurechtzukommen, wobei ihr ihre Freundin Amanda sehr hilft, sondern muss auch ihre Abstammung geheim halten.
Der Autor Laurence Gonzales greift dabei das Thema Ethik auf und beschäftigt sich damit, was einen Menschen definiert. Religiöser Wahn, Tierversuche und Forschung um jeden Preis sind es, dem sich Lucy erwehren muss. Wüsste man genau, dass hier alles Fiktion ist, dann wäre mir bedeutend wohler. Aber wer weiß schon, welche Experimente bereits hinter verschlossenen Türen durchgeführt wurden?
Natürlich handelt es sich hier nur um einen Roman und ein Teil der Handlung ist auch typisch amerikanisch, aber dennoch erschienen mir große Abschnitte glaubhaft und regten zum Nachdenken an.
Einen Abzug in der Wertung gibt es von mir dennoch, denn das letzte Viertel wurde mir dann doch etwas zu konstruiert.
Empfehlen kann ich "Lucy" an alle Leser, die sich gerne mit den Themen Ethik, Moral und Wissenschaft auseinandersetzen.


So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Laurence Gonzales: Lucy