Mittwoch, 26. Juli 2017

KW30/2017 - Der Menschenrechtsfall der Woche - indigene Gemeinschaft Wounaan in Kolumbien


Diese Woche möchte ich Euch auf die indigene Gemeinschaft Wounaan aufmerksam machen:
Wounaan-Gemeinschaft in Chocó an der Pafizikküste in Kolumbien
© Amnesty International



Am 17. Juli fand um etwa 9.00 Uhr eine bewaffnete Konfrontation zwischen Angehörigen der Kolumbianischen Marineinfanterie (Infantería de Marina de Colombia) und Angehörigen einer illegalen bewaffneten Gruppierung statt. Die Kämpfe fanden nur wenige Meter entfernt von der indigenen Wounaan-Gemeinschaft von San José und Taparalito im Departamento Chocó statt. Aus Angst vor weiterer Gewalt verlassen die etwa 900 Indigenen ihren Ort nicht mehr; solch eine Situation gleicht Gefangenschaft. Mitglieder der Gemeinschaft meldeten den zuständigen Behörden die Vorfälle und baten um Schutzmaßnahmen und sofortige humanitäre Hilfe.
Neben diesen Konflikten wurde auch das Legen von Tretminen unweit von Indigenen-Gemeinschaften in diesem Departamento gemeldet. Am 11. Juli wurde ein 18-Jähriger durch die Explosion solch einer Mine schwer am rechten Bein verletzt: Sebastián Carpio Mecheche ist ebenfalls Mitglied einer Wounaan-Gemeinschaft in Riosucio, Chocó. Menschenrechtsorganisationen zufolge legt die Nationale Befreiungsarmee (Ejército Nacional de Liberación, ELN) Minen, um das Vordringen paramilitärischer Gruppen in dem Gebiet zu verhindern.
Der Rat der Wounaan-Gemeinschaft WOUNDEKO berichtet zudem von der Zwangsrekrutierung von indigenen Kindern und von weiteren Vertreibungen. Die indigenen Gemeinschaften in Chocó leben in ständiger Angst. Der Rat hat auf den Ernst der Lage der vertriebenen Indigenen-Gemeinschaften hingewiesen, besonders in den Gemeinden Riosucio, Quibdó (Hauptstadt von Chocó) und Buenaventura (Cauca Valley).

Es gibt eine Urgent Action, die sich für die indigene Gemeinschaft Wounaan einsetzt.

Schreibt eine E-Mail an: contacto(at)presidencia.gov.co, info(at)botschaft-kolumbien.de

Betreff: Die indigene Gemeinschaft Wounaan

Text:

Sehr geehrter Herr Präsident, 

die Situation der indigenen Gemeinschaft Wounaan ist sehr ernst und besorgniserregnd: Am 17. Juli fand ganz in der Nähe der Gemeinschaft eine bewaffnete Konfrontation zwischen der Infantería de Marina de Colombia und einer illegalen bewaffneten Gruppe statt. Die Indigenen sind wie Gefangene in ihrem eigenen Ort und benötigen dringend humanitäre Hilfe. Außerdem wird von Tretminen in der Region berichtet, wodurch schon ein 18-Jähriger schwer verletzt wurde. Die indigenen Gemeinschaften in Chocó leben in ständiger Angst.
Ich fordere Sie auf, als Teil der aktuellen Friedensbemühungen umgehend ein humanitäres Abkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und Ejército de Liberación Nacional (ELN) zu schließen, um die Feindseligkeiten zu beenden und einen beidseitigen Waffenstillstand zu erreichen.
Legen Sie bitte Ihre Pläne zum Schutz der vertriebenen Indigenen-Gemeinschaften offen, sowie geeignete vorbeugende Maßnahmen. Diese sollten mit der Resolution 004 des Verfassungsgerichts von 2009 übereinstimmen.
Ich bitte um die Umsetzung der Opferklausel des Friedensabkommens mit der FARC-Bewegung (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia). Die Klausel garantiert, dass die betroffenen Gemeinschaften in Übereinstimmung mit Menschenrechtsnormen keine Wiederholung dieser Gewalttaten erfahren.
 

Mit freundlichen Grüßen

(Dein Name)


Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Indigene Gemeinschaft in Gefahr

Es gibt dort auch die Möglichkeit sich direkt online zu beteiligen!


Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.






"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)

Montag, 24. Juli 2017

Nora Elias: Antonias Tochter


Inhaltsangabe des Verlages:
Köln 1945: Kurz vor Kriegsende flieht Antonia von Brelow von ihrem Landgut in Preußen ins einstmals prachtvolle Stadthaus der Familie in Köln. Um Geld zu verdienen, sieht sie sich gezwungen, Zimmer des Hauses zu vermieten. So bildet sie schließlich eine Gemeinschaft mit der Tänzerin Elisabeth, der Krankenschwester Katharina, dem Arzt Georg und ihrem intriganten Schwager Richard. Alle Bewohner des Hauses haben eine Vergangenheit, von der sie niemandem erzählen. Doch das größte Geheimnis hütet Antonia selbst: die Identität des Vaters ihrer kleinen Tochter Marie. Gemeinsam mit Georg, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, tritt Antonia schließlich eine Reise zum dunkelsten Punkt in ihrem Leben an …


Ich war sehr neugierig auf "Antonias Tochter" von Autorin Nora Elias. Der Grund dafür ist insbesondere, dass auch meine eigene Familie aus Köln stammt und meine Großmutter mit ihrer Familie im August 1945 nach einem langen Fußweg aus Preußen in das zerbombte Köln zurückkehrte. Ich konnte daher viele Ereignisse im Buch mit eigenen Familienerinnerungen abgleichen und habe so einen sehr unmittelbaren Bezug zur Geschichte. Ich unterhalte mich oft mit meiner Großmutter über diese Zeit und kann daher sagen, dass es den Figuren im Buch noch richtig gut ergeht.
Als Adelige mit großem Haus, das auch keinerlei Bombenschäden aufweist, hat die Hauptfigur Antonia von Brelow ein Zuhause in das sie zurückkehren kann. Auch ihre Untermieter haben es richtig gut getroffen, denn die große Sorge ist hier doch tatsächlich, dass das Duschwasser kalt ist. Es hat jedoch jeder ein eigenes großes Zimmer, ein eigenes Bett, einen eigenen Ofen und ein mit nur wenigen Personen zu teilendes Badezimmer, dazu auch noch fließendes Wasser im Haus. Meine Familie war froh, dass sie sich zu fünf Personen ein Zimmer (mit zwei verwanzten Betten) teilen konnten, das sie selber aus den Trümmern wieder aufbauen mussten. Denn auch wenn ein Haus stehen geblieben ist (was zum Glück beim Mietshaus in dem meine Familie lebte der Fall war), war es in der Regel innen komplett zerstört durch den Druck der umliegenden Bombendetonationen.
Dennoch hat mir "Antonias Tochter" gut gefallen, denn es gibt einen Einblick in das Leben unmittelbar nach dem Krieg. Natürlich handelt es sich hier mit Adelssprösslingen, Krankenschwestern, Ärzten und Soldatenliebchen eher um den betuchteren Teil der damaligen Gesellschaft, doch ein einfaches Leben hatten auch diese nicht.
Die Figuren sind auch nicht zu platt gezeichnet und weisen alle ihre Höhen und Tiefen auf. Es mag vielleicht auch nicht ganz so nah an der Realität sein, dass doch tatsächlich für jede der Frauen noch ein Mann übrig ist, denn nachdem so viele im Krieg gefallen sind, gab es doch eher einen absoluten Frauenüberschuss. Aber irgendwie gehört zu so einem Roman ja auch immer eine Liebesgeschichte und ohne Männer ist die doch recht überschaubar.
Für mich persönlich war eine Wendung zum Ende der Geschichte hin zu viel und hat dem ganzen etwas von seiner Glaubwürdigkeit genommen. Bis dahin habe ich mich jedoch sehr gut unterhalten gefühlt. Zeitlich umfasst das Buch ungefähr eine Zeitspanne von ca. zwei Jahren.
Sehr schade finde ich, dass es kein Nachwort der Autorin gibt und so nicht klar wird, was die Inspiration zu diesem Buch war und ob es auch in ihrer Familie einen direkten Bezug zu den geschilderten Ereignissen gibt.
Ein wenig befremdlich finde ich die Aufmachung des Buches, da in sehr schriller Optik auf ein Gewinnspiel eines Reiseveranstalters aufmerksam gemacht wird, was ich bei diesem Buch merkwürdig und auch wenig zum Thema passend empfinde.
Insgesamt gesehen kann ich "Antonias Tochter" an alle Leser empfehlen die sich für diese Epoche interessieren und Interesse an Einzelschicksalen haben.


So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Nora Elias: Antonias Tochter

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.

Sonntag, 23. Juli 2017

Simone van der Vlugt: Nachtblau

Inhaltsangabe des Verlages:
Die junge Haushälterin Catrijn ist begeistert, als sie mit ihrer Dienstherrin den großen Rembrandt besuchen darf. Sie selbst kann gut malen, übt ihr Talent aber nur heimlich aus. Als die Schatten der Vergangenheit sie einholen und sie fliehen muss, findet sie Unterschlupf bei dem Besitzer einer Porzellanfabrik in Delft. Zusammen mit Evert beginnt sie, die faszinierende Keramik zu verzieren, die sich weltweit einen Namen machen wird: Das Delfter Porzellan. Doch das Glück mit der nachtblauen Farbe ist nur von kurzer Dauer. Catrijn weiß, dass sie für eine vergangene Sünde zahlen muss.

Mir hat "Nachtblau" von Autorin Simone van der Vlugt sehr gut gefallen. Bisher kannte ich die Kriminalromane der Autorin, aber noch keinen historischen Roman. Erzählt wird hier aus der Perspektive der 25jährigen Catrijn, die nachdem sie verwitwet ist beschließt ihr kleines Dorf zu verlassen und eine Anstellung in der Stadt anzutreten. Durch einige Zufälle und Freundschaftsdienste landet sie zunächst bei einer Familie in Amsterdam, wo sie als Haushälterin tätig ist. Catrijn verfügt jedoch über einiges an künstlerischem Talent und nachdem dieses entdeckt wird erhält sie die Möglichkeit sich in als Keramikmalerin in Delft zu beweisen. 

"Nachtblau" beginnt im Jahr 1654 und widmet sich hauptsächlich dem Leben der einfachen Bevölkerung in der Republik. Catrijn stammt von einem Bauernhof und arbeitet später als Haushälterin, so dass es auch Einblicke in die entsprechenden Arbeiten und Lebensumstände gibt. Sicherlich ist der Werdegang den Catrijn hier hinlegt nicht gerade repräsentativ für die übrige Bevölkerung, denn in der Regel ist es doch so, dass die meisten kaum die Region um ihren Heimatort verlassen und ein gesellschaftlicher Aufstieg alles andere als einfach ist. Ich denke jedoch, dass diese Regeln für Menschen mit Talent schon immer ausgehebelt werden konnten und eine solche Person ist eben auch Catrijn.
Mir gefällt sehr gut, wie die Autorin hier historische Persönlichkeiten wie Rembrandt, Nicolaes Maes, Jan Vermeer und Carel Fabritius mit den fiktiven Figuren verbunden hat. Ich habe bisher nur sehr wenig über diese Epoche gelesen und fand sehr interessant, wie die Lücken in den verbrieften Lebensläufen der historischen Persönlichkeiten mit der Romanhandlung gefüllt wurden und so eine glaubhafte Verstrickung entstand. Die fiktiven Figuren fand ich jedoch nicht weniger interessant, was besonders daran liegt, dass die Charaktere nicht ausnehmend gut oder schlecht dargestellt sind, sondern alle eine gewisse Tiefe aufweisen.  Die Entstehungsgeschichte der Delfter Keramiken, bzw. der weißen Keramiken mit der typisch blauen Bemalung, fand ich ebenfalls sehr stimmig beschrieben, auch wenn dieser Teil der Geschichte fiktiv ist, da die Manufaktur der Familie die hier im Mittelpunkt steht keinen historischen Bezug hat. Eine andere Manufaktur die Erwähnung findet, existiert jedoch bis heute in Delft, was die Autorin in ihrem Nachwort erläutert.

"Nachtblau" überzeugt mich besonders dadurch dass die Geschichte nicht versucht vieles in sich zu vereinen. Es ist einfach nur Catrijns Geschichte, die gleichzeitig eben auch die Entstehung der Delfter Keramiken schildert. Mehr will dieser historische Roman gar nicht sein und das ist hier auch genau richtig, anstatt zu viele Themen miteinander zu vermischen. 
Empfehlen kann ich "Nachtblau" daher an alle Leser, die sich für die Epoche interessieren.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Simone van der Vlugt: Nachtblau

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des HarperCollins Verlages.

Freitag, 21. Juli 2017

Erika Johansen: Die Königin der Schatten

Inhaltsangabe des Verlages:
Neunzehn Jahre lang führte die junge Prinzessin Kelsea Glynn ein abgeschiedenes Leben in der Obhut ihrer Pflegeeltern. Nun ist der Tag gekommen, an dem sie von der Leibwache ihrer verstorbenen Mutter an den Königshof zurückeskortiert wird, um die Herrschaft über das magische Königreich Tearling anzutreten. Doch Tearling ist ein armes Land, ständig bedroht von seinem mächtigen Nachbarn Mortmesne. Um ihre Herrschaft zu sichern, schloss Kelseas Mutter einst einen verhängnisvollen Pakt. Einen Pakt, dessen Konsequenzen Kelsea nun zu spüren bekommt, denn es trachtet ihr nicht nur die Rote Königin von Mortmesne nach dem Leben, auch ihr Hofstaat, schlimmer noch, ihr eigenes Volk misstraut ihr. Nur wenn sie einen Weg zu ihrem magischen Erbe findet, kann Kelsea ihre Untertanen vor Mortmesne schützen. Falls sie lange genug auf dem Thron sitzt. Falls sie lange genug überlebt ...

"Die Königin der Schatten" von Autorin Erika Johansen hat mir richtig gut gefallen. Ich kann gar nicht verstehen, warum ich dieses Buch zu seinem Erscheinungsdatum vor ca. 2 Jahren nicht bemerkt habe. Einen Vorteil hat es nun aber, dass ich erst so spät auf diese Geschichte gestoßen bin, denn es handelt sich hier um den ersten Band einer Trilogie und inzwischen sind auch die beiden Folgebände bereits erschienen. Band 2 ist unter dem Titel "Die Königin der Schatten - Verflucht" und Band 3 unter "Die Königin der Schatten - Verbannt" verfügbar.
Aber kommen wir nun zurück zum vorliegenden Buch. Besonders überzeugend fand ich hier die Figuren und die Welt in der die Geschichte spielt. Im Mittelpunkt der Ereignisse steht die 19jährige Thronerbin Kelsea. Zu ihrer Sicherheit wurde sie von einem der Krone treuen Ehepaar in einer Hütte im Wald aufgezogen. Barty und Carlin hatten es sich zur Aufgabe gemacht ihr alles beizubringen, was sie zur Erfüllung ihrer Bestimmung als Königin von Tearling benötigt. Es war eine strenge Erziehung die ihr zuteil wurde, jedoch auch voller Geborgenheit und dem Gefühl ein Zuhause zu haben. Kelsea wusste immer, dass sie dazu bestimmt ist den Thron zu übernehmen und so war es keine Überraschung für sie, als sie pünktlich zu ihrem 19. Geburtstag von den Gardisten der Königin abgeholt wurde. Doch schon nach kurzer Zeit muss Kelsea feststellen, dass sie kaum etwas über die jüngste Vergangenheit ihres Landes, das Nachbarreich mit seiner Königin oder den von ihrer Mutter geschlossenen Pakt weiß. Nun ist es an ihr erst einmal herauszufinden wem sie vertrauen kann und wie sie ihrem Volk bedingungslosen Frieden bringen kann. Im Großen und Ganzen fand ich die Figur der Kelsea glaubhaft. Erstaunlich war jedoch, dass ein Mädchen das in solcher Insolation aufgewachsen ist und auch deswegen zunächst Zweifel hat, dann ohne Problem ein ganzes Volk wuppt und auf sehr persönlicher Ebene interagieren kann. Dies hätte ich erst als eine spätere Entwicklung erwartet. Eine große Rolle spielen auch eine Vielzahl an Nebenfiguren, über deren Vergangenheit und Motivation man als Leser mal mehr und mal weniger erfährt. Da es so viele unterschiedliche Personen sind, musste ich mir manchmal in Erinnerung rufen, wer das denn noch mal war, doch zum Glück ging das meistens recht schnell aus dem Kontext hervor. An den Nebenfiguren habe ich nur auszusetzen, dass mir einige davon zu stereotyp oder konstruiert sind. Gut gefallen hat mir auch, dass nicht nur aus der Perspektive von Kelsea erzählt wird. Auch die Königin von Mortmesne tritt so kurzzeitig in den Mittelpunkt der Ereignisse und man erhält einen kleinen Einblick in ihre Gedankenwelt.
Besonders gut gefällt mir auch, dass es vorne im Buch eine Karte gibt, die eine grobe Skizze vom Königreich Tearling und seinen Grenznachbarn zeigt. Es hat mich zunächst erstaunt zu lesen, dass es sich hier nicht um eine reine Fantasy-Welt handelt. Im Verlauf der Handlung wird immer deutlicher, dass die Ausgangslage unsere heutige Welt ist, jedoch etwas schlimmes passiert sein muss, so dass sich die Gründer der heute bekannten Königreiche mit der "Überfahrt" auf den Weg zu ihrer neuen Heimat gemacht haben. Vorher oder erst auf der Reise sind Menschenleben, Wissen und Technologie verloren gegangen und es erscheint mir bisher auch so, als wäre das Land auf dem sie nun leben vorher nicht besiedelt gewesen. Ich bin sehr neugierig, wie sich dies noch aufklären wird, denn noch fehlen viele Puzzlestücke zu einem vollständigen Bild.
Ein wenig vernachlässigt finde ich bisher den Magie-Aspekt in der Handlung. Mir ist noch nicht wirklich klar, wo die denn her kommt oder wer und wie viele Menschen eine Affinität zu Magie in dieser Welt haben. Hier fehlt definitiv eine Fortsetzung.
Insgesamt gesehen kann mich "Die Königin der Schatten" überzeugen und macht neugierig auf die Fortsetzungen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Erika Johansen: Die Königin der Schatten

Weitere Informationen zum Buch, zur Reihe und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Heyne Verlages.

Mittwoch, 19. Juli 2017

KW29/2017 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Ebtisam al-Saegh aus Bahrain


Diese Woche möchte ich Euch auf Ebtisam al-Saegh aufmerksam machen:

Die gewaltlose politische Gefangene Ebtisam al-Saegh

Die bahrainische Menschenrechtsverteidigerin Ebtisam al-Saegh wird seit ihrer Festnahme am 3. Juli immer wieder langwierig verhört. Seit diesem Tag befindet sie sich auch im Hungerstreik. Sie ist unmittelbar von Folter und anderen Misshandlungen bedroht und benötigt dringend medizinische Behandlung. Sie ist eine gewaltlose politische Gefangene, die umgehend und bedingungslos freigelassen werden muss.
Wie Amnesty International erfahren hat, ist die inhaftierte Menschenrechtsverteidigerin Ebtisam al-Saegh am 12. Juli 18 Stunden lang verhört worden. An diesem Tag wurde sie um 9 Uhr morgens von mutmaßlichen Angehörigen des Nationalen Geheimdienstes NSA zum Verhör an einen unbekannten Ort gebracht. Erst um 3 Uhr nachts wurde sie in ihre Einzelzelle zurückgebracht. Am Nachmittag des 13. Juli wurde sie erneut zur Vernehmung abgeholt.
Am 11. Juli rief Ebtisam al-Saegh ihre Familie an. Sie tätigte den Anruf von der Frauenhaftanstalt aus, in der sie zwischen den Verhören inhaftiert ist. Diese liegt in Madinat Isa, einem Vorort der Hauptstadt Manama. Informationen zufolge scheint sie zwischen 12 und 13 Stunden am Tag vernommen zu werden. Über die Inhalte der Befragungen kann sie nicht sprechen.
Am 3. Juli trat Ebtisam al-Saegh aus Protest gegen ihre Festnahme und den mangelnden Zugang zu ihrer Familie und rechtlicher Vertretung in den Hungerstreik. Ihrem Rechtsbeistand wurde trotz ihrer wiederholten Bitten die Teilnahme an den Verhören nicht gestattet. Ebtisam al-Saegh wehrt sich außerdem gegen die Gefängniskost, die im Hinblick auf ihr Reizdarmsyndrom (RDS) für sie ungeeignet ist. Am Abend des 10. Juli verschlechterte sich während eines Verhörs der Gesundheitszustand von Ebtisam al-Saegh drastisch. Die Symptome waren Herzrhythmusstörungen, ein Taubheitsgefühl in der linken Hand, niedriger Blutzuckerspiegel, niedriger Blutdruck und ein angeschwollener Magen infolge ihres Reizdarmsyndroms. Man brachte sie zur Behandlung ins Krankenhaus des Innenministeriums in al‑Qalaa, wo das medizinische Personal ein EKG (Elektrokardiogramm) durchführte und ihr eine glukosehaltige Infusion legte, um den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Dann wurde sie wieder entlassen und zur Fortsetzung ihres Verhörs gebracht.

Es gibt eine Urgent Action, die sich für Ebtisam al-Saegh einsetzt.

Schreibt eine E-Mail an: info(at)bahrain-embassy.de

Betreff: Ebtisam al-Saegh

Text:
Mit Bitte um Weiterleitung an den König



Majestät,


ich mache mir große Sorgen um die inhaftierte Menschenrechtlerin Ebtisam al-Saegh, die bereits vor einiger Zeit im Gewahrsam gefoltert und vergewaltigt wurde. Derzeit ist sie erneut in Gewahrsam und muss lange Verhöre erdulden, während derer ihr Rechtsbeistand nicht anwesend sein darf. Außerdem hat sie gesundheitliche Probleme und benötigt umgehend medizinische Behandlung. Ich fordere Sie deshalb dringend auf:


Bitte lassen Sie Ebtisam al-Saegh unverzüglich und bedingungslos frei, da sie eine gewaltlose politische Gefangene ist, die nur aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihres Rechts auf Meinungsfreiheit und ihrer Menschenrechtsarbeit festgehalten wird.
Stellen Sie bitte sicher, dass Ebtisam al-Saegh nicht Opfer von Folter und anderweitiger Misshandlung wird und umgehend Zugang zu einem Rechtsbeistand, ihrer Familie und jeglicher nötigen medizinischen Versorgung erhält.
Bitte leiten Sie umgehend eine unparteiische, unabhängige und wirksame Untersuchung der von Ebtisam al-Saegh nach ihrer Inhaftierung im Mai erhobenen Foltervorwürfe ein, veröffentlichen Sie die Ergebnisse der Untersuchung und stellen Sie die Verantwortlichen in Verfahren vor Gericht, die den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren entsprechen.



Mit freundlichen Grüßen





(Dein Name)




Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: 18 Stunden lang verhört

Es gibt dort auch die Möglichkeit sich direkt online zu beteiligen!


Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.






"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)

Dienstag, 18. Juli 2017

Laura Walden: Das Geheimnis des letzten Moa



Inhaltsangabe des Verlages:
Voller Vorfreude tritt Grace die lang geplante Neuseelandreise an. Doch das Wiedersehen mit ihrer Urlaubsliebe entpuppt sich als herbe Enttäuschung. Da kommt der Biologin die Zusammenarbeit mit der Professorin Suzan Almond sehr gelegen. Sie forscht über die Moas, die ausgestorbenen Riesenvögel Neuseelands. Ein dramatisches Ereignis scheint es in Suzans Leben gegeben zu haben. Sollte dieses Ereignis etwas mit Graces Vergangenheit zu tun haben? Auf der Suche nach ihren Wurzeln stößt sie auf ein lang gehegtes Familiengeheimnis, dessen Folgen bis heute zu spüren sind.


Ich habe "Das Geheimnis des letzten Moa" von Autorin Laura Walden als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Dana Geissler, die ihre Aufgabe wie immer souverän meistert.
Leider hat sie es für mich aber auch nicht geschafft diese Geschichte zu retten. Die Frauenfiguren sind einfach schrecklich! Über fünf Generationen hinweg trifft man hier unsympathische Frauen an, die zickig, nervend, naiv oder verblendet sind, ihren Töchtern in den meisten Fällen nur wenig Beachtung schenken, beim ersten Versuch gleich ungewollt schwanger geworden sind, noch dazu natürlich alle blendend aussehen und die Männerwelt bezirzen.
Nicht viel besser sieht hier aber das männliche Pendant aus, denn alle Männer sehen so fantastisch aus, dass unseren Protagonistinnen gar nichts anderes übrig bleibt als ihnen sofort zu Füßen zu fallen, sich hinzugeben und sich unsterblich zu verlieben. Klar, so ist das schließlich auch immer im richtigen Leben.
Schauplatz von "Das Geheimnis des letzten Moa" ist Neuseeland und dort insbesondere die Stadt Dunedin. Da ich dort auch einmal hin möchte, hatte ich eigentlich gehofft auch ein bisschen mehr über Land und Leute zu erfahren. Die Maori spielen jedoch so gut wie keine Rolle und von ihren Bräuchen und ihrer Kultur wird demnach auch fast nichts erwähnt. Die früheren Generationen schienen sich auch für die Landschaften nicht sonderlich zu interessieren, denn beschrieben werden eigentlich nur die im schottischen Stil erbauten Herrenhäuser etc. Grace, die Protagonistin in der Gegenwart ist leider auch nur ein ignoranter Trampel. Sie ist das erste Mal in Neuseeland und schaut sich überhaupt nichts an. Dass man zum Ende hin wenigstens noch einen Sound beschrieben bekommt, ist auch weniger ihrem Interesse geschuldet, als mehr aus der Not heraus.
Auch der namensgebende Moa kommt hier leider nur kaum vor, denn es wird zwar ein Buchprojekt über diesen Riesenvogel geplant, über dessen Inhalt aber leider überhaupt nichts verraten oder auch nur recherchiert. Ich hatte mir wirklich mehr von "Das Geheimnis des letzten Moa" erhofft.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Laura Walden: Das Geheimnis des letzten Moa

Weitere Informationen zum Hörbuch, zur Sprecherin und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Lübbe Audio Verlages.

Montag, 17. Juli 2017

Der Gewinner der Verlosung zu Das Leben fällt, wohin es will von Petra Hülsmann

Der Gewinner zur Verlosung des signierten Exemplares von "Das Leben fällt, wohin es will" von Autorin Petra Hülsmann steht fest!

10 Lose wurden geschrieben.
 
Limes schaut sich die Lose genau an.

Ein Los hat Limes ausgewählt.




Herzlichen Glückwunsch, Margareta alias Stern44!
Du bekommst eine E-Mail von mir zum Buchversand.

Samstag, 15. Juli 2017

KW28/2017 - Buchverlosung der Woche - Jake Djones in der Arena des Todes von Damian Dibben

Es ist wieder soweit:
Ich starte eine neue Buchverlosung.
Es gibt ein Buch mit zugehörigem Poster zu gewinnen.

Ich verlose das Buch "Jake Djones - In der Arena des Todes" von Damian Dibben. Dazu gibt es noch ein Poster zum Buch als Extra.

"
Die Geschichtshüter geraten in große Gefahr, denn ihre Vorräte an Atomium sind beunruhigend geschrumpft. Ohne zu zögern begeben sich Jake Djones und seine Gefährten auf eine riskante Mission, um jenes geheimnisvolle Elixir zu beschaffen, ohne das sie nicht durch die Zeit reisen können. Da erfahren die Agenten von den jüngsten Plänen ihrer Erzfeinde: Die Familie Zeldt versucht mit aller Macht, die antike römische Welt unter ihre Kontrolle zu bringen. Und so müssen die Geschichtshüter weiter als jemals zuvor in der Vergangenheit zurückreisen, um die Gegenwart und die Zukunft unserer Welt zu retten ..."


Das Buch ist neu und ungelesen, es handelt sich allerdings um ein Mängelexemplar, das im unteren Seitenschnitt einen blassen Stempel hat

Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört). Einsendeschluss ist am Samstag, den 29.07.2017 um 20 Uhr. Der Gewinner wird ab dem 30.07.2017 bekannt gegeben. Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.

Viel Erfolg! :-)

Freitag, 14. Juli 2017

Guillaume Musso: Vierundzwanzig Stunden



Inhaltsangabe des Verlages:
Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind - die Zeit ...

Für mich ist "Vierundzwanzig Stunden" von Autor Guillaume Musso nicht eines seiner besten Bücher. Wie häufig in seinen Büchern verschwimmen hier die Grenzen zwischen Phantasie und Realität. Diesmal steht das Thema Zeitreise im Mittelpunkt. Unglücklich finde ich auch die Inhaltsangabe des Verlages, denn sie implementiert, dass es Lisa ist die hier Hauptfigur ist und aus deren Perspektive erzählt wird. Das ist jedoch nicht so, da Lisa eigentlich eher als Nebenfigur auftritt und es vielmehr Arthur Costello ist um den sich die Ereignisse drehen.
Die Grundidee des Geheimnisses im Leuchtturm und eines Fluches der sich durch die Generationen zieht fand ich sehr gut. Zu Anfang erfährt man auch einiges über die schwierige Beziehung zwischen Arthur und seinem Vater und auch Großvater Sullivan kann viel zur Klärung beitragen. Diese Figuren fand ich allesamt überzeugend. Nicht so gut gefallen hat mir jedoch Lisa, die nicht wirklich sympathisch rüber kommt und bei der ich gar nicht so viel Lust hatte mehr über eine Liebesbeziehung mit Arthur zu lesen. Letztendlich gab es auch hier einige schöne Szenen, aber die Romanze ist in diesem Buch nicht das tragende Element.
Bleibt also die Thriller-ähnliche Handlung. Zu Anfang hat mir das ganz gut gefallen, auch wenn ich jetzt nicht sagen kann, dass ich voller Spannung war wie es mir schon mit anderen Geschichten von Guillaume Musso ging. Was mir hier aber überhaupt nicht gefallen hat war die Auflösung. Ich habe mich da schon gefragt ob das eine Notlösung des Autors war, weil er beim Schreiben festgestellt hat, dass er einfach keine logische Lösung hinbekommt. Insgesamt gesehen war "Vierundzwanzig Stunden" zwar nett zu lesen, hat mir aber bei weitem nicht so gut gefallen, wie ich es erwartet hatte. Ich kann daher nur empfehlen zu anderen Büchern des Autors zu greifen, z. B. "Nachricht von Dir".

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Guillaume Musso: Vierundzwanzig Stunden


Weitere Informationen zum Buch und zum Autor finden sich auf der Homepage des Pendo Verlages.

Mittwoch, 12. Juli 2017

KW28/2017 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Idil Eser und neun weitere politische Gefangene

Diese Woche möchte ich Euch auf Idil Eser und neun weitere politische Gefangene aufmerksam machen:

Idil Eser, Direktorin der türkischen Amnesty-Sektion

Am 5. Juli wurden in Istanbul acht türkische Menschenrechtsverteidiger_innen und zwei ausländische Referenten festgenommen, die dort an einem Workshop teilnahmen. Unter ihnen befindet sich auch İdil Eser, die Direktorin der türkischen Amnesty-Sektion. Sie sind gewaltlose politische Gefangene und müssen umgehend und bedingungslos freigelassen werden.
Neben İdil Eser handelt es sich bei den inhaftierten Menschenrechtler_innen um: Günal Kurşun (Anwalt der Human Rights Agenda Association), İlknur Üstün (Mitarbeiterin der Women's Coalition), Nalan Erkem (Anwältin von Citizens’ Assembly), Nejat Taştan (Equal Rights Watch Association), Özlem Dalkıran (Citizens’ Assembly), Şeyhmuz Özbekli (Anwalt) und Veli Acu (Human Rights Agenda Association). Die beiden Referenten – ein deutscher und ein schwedischer Staatsbürger – sind Peter Steudtner und Ali Gharavi.
Sie alle wurden 28 Stunden lang ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten und durften in dieser Zeit keinen Kontakt zu ihren Familien oder Rechtsbeiständen aufnehmen. Dies ist eine Verletzung türkischen Rechts, das nur einen Zeitraum von 24 Stunden erlaubt. NGOs fanden am Abend des 5. Juli heraus, wo die zehn Personen auf der Insel Büyükada festgehalten wurden. Die acht Menschenrechtsverteidiger_innen wurden noch am selben Abend in vier andere polizeiliche Hafteinrichtungen verlegt; dies wurde von den Behörden jedoch erst am 6. Juli um ca. 15 Uhr bestätigt. Dort durften sie dann Besuch von Rechtsbeiständen erhalten.
Gegen alle zehn inhaftierten Personen wird wegen des Vorwurfs der „Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Vereinigung“ ermittelt. Auf dieser Grundlage wurde eine siebentägige Untersuchungshaft angeordnet. Diese könnte um weitere sieben Tage verlängert werden.
Amnesty International ist der Ansicht, dass die Inhaftierung der zehn Personen willkürlich ist und der Vorwurf der „Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Vereinigung“ jeder Grundlage entbehrt. Die Organisation betrachtet İdil Eser, Günal Kurşun, İlknur Üstün, Nalan Erkem, Nejat Taştan, Özlem Dalkıran, Şeyhmuz Özbekli, Veli Acu, Peter Steudtner und Ali Gharavi als gewaltlose politische Gefangene.


Es gibt eine Urgent Action, die sich für Idil Eser und die übrigen Inhaftierten einsetzt.

Schreibt eine E-Mail an: ozelkalem(at)adalet.gov.tr, botschaft.berlin(at)mfa.gov.tr

Betreff: 10 gewaltlose politische Gefangene

Text:
Sehr geehrter Herr Minister,


ich bin sehr bestürzt über die willkürliche Festnahme der acht türkischen Menschenrechtsverteidiger_innen und der zwei ausländischen Referenten. Gegen alle zehn inhaftierten Personen wird wegen des Vorwurfs der "Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Vereinigung" ermittelt, der bisher jeder Grundlage entbehrt. Der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte, der von der Türkei ratifiziert wurde, schreibt in Artikel 9 ausdrücklich das Recht auf Freiheit von willkürlicher Inhaftierung fest. Ich fordere Sie deshalb sehr dringend auf:
Lassen Sie die Menschenrechtsverteidiger_innen Idil Eser, Günal Kursun, Ilknur Üstün, Nalan Erkem, Nejat Tastan, Özlem Dalkiran, Seyhmuz Özbekli, Veli Acu sowie die beiden IT-Referenten Ali Gharavi und Peter Steudtner bitte unverzüglich und bedingungslos frei.

Mit freundlichen Grüßen


(Dein Name)


Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Gewaltlose politische Gefangene

Es gibt dort auch die Möglichkeit sich direkt online zu beteiligen!


Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.






"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)