Vanessa wechselt an die berühmte Ballettschule in New York. Doch obwohl sie eine hervorragende Tänzerin ist, ist dies nicht ihr Antrieb. Vor drei Jahren war auch Vanessas Schwester Margaret Schülerin an dieser Schule, bevor sie plötzlich spurlos verschwand. Niemand hat seitdem etwas von Margaret gehört, doch Vanessa glaubt nicht, dass sie tot ist und will nun näheres über die Umstände in Erfahrung bringen.
Schon bei der Einführungsveranstaltung fällt Vanessa auf, dass merkwürdiges vorgeht in dieser Schule. Sie hört Stimmen, die sonst niemand hört und hört heimliche Gespräche mit an.
Hat das alles etwas mit dem Verschwinden von Margaret zu tun?
"Dance of Shadows" von Yelena Black ist eine Art Fantasy-Thriller in der Ballettszene. Insbesondere die erste Buchhälfte fand ich sehr interessant und schnell zu lesen. Der Leser lernt gemeinsam mit Vanessa die Ballettschule kennen, erhält eine Einführung in die zurückliegenden Ereignisse und erfährt was Vanessa wichtig ist. Wer den Film "Center Stage" kennt, der wird die Atmosphäre der Schule wiedererkennen. Es gibt neben Vanessa auch noch einige Nebenfiguren, ihre Freunde und einen Jungen für den sie schwärmt, sowie die Lehrer an der Schule, die jedoch insgesamt recht farblos wirkten. Natürlich tauchen in einem Buch das in der Ballettszene spielt, auch viele Begriffe aus diesem Bereich auf und wer mit dem Thema überhaupt nichts anfangen kann, wird da vielleicht auch etwas genervt von sein.
Ich fand die Handlung interessant, aber im letzten Drittel brach die Geschichte für mich etwas ein, da mir die Schilderungen zu abstrakt wurden. Zudem war mir die Hauptfigur Vanessa nicht so sympathisch, da sie ziemlich vorurteilsbelastet ist und sich von Äußerlichkeiten blenden lässt. Zudem ist vieles an der New Yorker Schule so offensichtlich, dass es schon fast peinlich ist, wie lange Vanessa braucht um auch nur eine Ahnung davon zu haben.
Sehr schön gelungen finde ich das Buchcover, das sehr gut den "Feuervogel" einfängt.
Empfehlen kann ich "Dance of Shadows" an alle Leser ab ca. 14 Jahren die sich für die Themen Ballett und Dämonen begeistern können und mehr Wert auf die Handlung als die Figuren legen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Yelena Black: Dance of Shadows
Dienstag, 16. April 2013
Montag, 15. April 2013
Rainer Siegel: Die Knopfkönigin
Gegen Ende des 13. Jahrhunderts sind die Schneiderin Franziska, ihre Mutter mit ihrem Ehemann und Freunde dazu gezwungen sich eine neue Existenz aufzubauen, nachdem es Probleme mit einem ortsansässigen Adeligen gab. Zuvor hatten die Frauen bereits mit einer neuen Knopfmode für Furore in ihrer Heimatstadt gesorgt und bringen dieses Wissen nun mit nach Nürnberg. In einer kleinen Schneiderwerkstatt ist der Meister offen für ihre neuen Ideen und so gelingt es ihnen schon bald sich einen Namen in Nürnberg und Umgebung zu machen.
Aber die Schatten der Vergangenheit lassen sie nicht ruhen und auch in Liebesdingen haben die Frauen nicht das erhoffte Glück ...
"Die Knopfkönigin" von Autor Rainer Siegel handelt zum Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts. Diese Epoche nach den Kreuzzügen und vor Beginn der großen Pestepidemie findet nicht in vielen Romanen Erwähnung. Ich fand es daher sehr interessant auch einmal etwas über die kleinen Scharmützel im Königreich Böhmen, der freien Stadt Nürnberg und dem Herzogtum Österreich zu lesen.
Auch die inhaltliche Gestaltung rund um das Schneiderhandwerk und die Mode zur damaligen Zeit hat mir gut gefallen. Es geht nicht direkt um die Erfindung des Knopfes, denn den gab es schon vorher. Jedoch war die Kombination mit einem Knopfloch damals noch nicht so verbreitet und es wurden stattdessen Bänder verwendet. Inzwischen ist das natürlich durch den Reißverschluss schon wieder revolutioniert worden.
Die Handlung bot sehr wenige Überraschungen und war daher für mich recht vorhersehbar. Die Lebenswege der Figuren werden viel durch äußere Einflüsse bestimmt und dazu kommt dann noch eine Portion Dramatik. Leider wies insbesondere die zweite Hälfte des Buches für mich einige Längen auf, weshalb ich auch das Buch insgesamt nicht ganz so spannend fand. Dennoch bietet "Die Knopfkönigin" einige schöne Stunden Unterhaltung und Einblick in ein interessantes Handwerk.
Empfehlen kann ich das Buch daher an alle an historischen Romanen interessierten Leser.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Rainer Siegel: Die Knopfkönigin
Sonntag, 14. April 2013
KW15/2013 - Mein Buchtipp der Woche - Wen küss ich und wenn ja, wie viele? & Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest
Ich habe in der letzten Zeit einige Bücher für junge Mädchen gelesen. Als ich nun überlegt habe, was ich denn davon als Buchtipp der Woche präsentieren soll, kamen mir zwei Bücher in den Sinn, die ich als unterschiedlich, aber gleichermaßen gut empfand.
Zum einen ist das "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" von Mara Andeck und zum anderen "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" von Dagmar Hoßfeld.
Inhaltsangabe zu "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?"
Lilia ist gerade 16 Jahre alt geworden und schreibt alles was sie erlebt und beschäftigt in ihr Tagebuch. So langsam findet sie, könnte sich auch mal was bei ihrem Liebesleben tun, denn eine 16jährige die noch nie richtig geküsst hat geht doch irgendwie nicht. Als sie für Biologie ein Referat halten soll, entscheidet sie sich für das Thema Fortpflanzung und Balzverhalten im Tierreich. Bei ihren Recherchen bemerkt Lilia, dass sich diese Eigenarten der unterschiedlichen Gattungen doch auch mal gut am Menschen erproben lassen könnten und so nimmt das Chaos seinen Lauf ...
Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
"Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" von Autorin Mara Andeck befasst sich hauptsächlich mit einem Thema: Liebe.
Allerdings passiert dies auf so humorvolle Weise, dass sich dieses Buch deutlich von anderen Büchern zum Thema für Jugendliche abhebt. Ich habe mich richtig gut amüsiert, obwohl ich schon lange das Alter der Zielgruppe verlassen habe. Geschrieben ist das Buch als Tagebuch aus der Perspektive von Lilia. Erweitert wird der Leserhorizont allerdings noch durch E-Mails, die ein Freund von Lilia einem erkrankten Klassenkameraden schreibt, um diesen auf dem Laufenden zu halten. Besonders witzig ist hier die Beurteilung einer Situation durch Lilia und die anschließende Schilderung durch die E-Mail von Tom die eine ganz neue Perspektive zeigt. Sehr positiv fällt hier auch die Buchgestaltung auf, denn der Buchrand ist tatsächlich mit kleinen Kritzeleien und Zeichnungen versehen, wie dies vielleicht auch bei einem echten Tagebuch der Fall wäre. O-Ton einer 13jährigen dazu: "Das ist voll cool.".
Lilia wird hier gerade 16 Jahre alt. Allerdings fand ich, dass sie und ihre Freunde ein wenig jünger wirkten, vielleicht eher 14-15 Jahre alt.
Empfehlen kann ich "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" an alle Leserinnen ab ca. 13 Jahren, die das Thema Liebe interessiert und die auch humorvolle Bücher mögen.
Angekündigt ist auch bereits eine Fortsetzung von Lilias Tagebuch.
Ein kurzer Vergleich zwischen den Büchern:
"Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" befasst sich nicht nur mit dem Thema Liebe, sondern generell mit Familie, Freundschaft und Erwachsenwerden.
Bei "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" steht das Thema Liebe klar im Vordergrund, aber es wird mit sehr viel Humor verpackt.
Beide Bücher sind insbesondere für Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren geeignet.
Zum einen ist das "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" von Mara Andeck und zum anderen "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" von Dagmar Hoßfeld.
Inhaltsangabe zu "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?"
Lilia ist gerade 16 Jahre alt geworden und schreibt alles was sie erlebt und beschäftigt in ihr Tagebuch. So langsam findet sie, könnte sich auch mal was bei ihrem Liebesleben tun, denn eine 16jährige die noch nie richtig geküsst hat geht doch irgendwie nicht. Als sie für Biologie ein Referat halten soll, entscheidet sie sich für das Thema Fortpflanzung und Balzverhalten im Tierreich. Bei ihren Recherchen bemerkt Lilia, dass sich diese Eigenarten der unterschiedlichen Gattungen doch auch mal gut am Menschen erproben lassen könnten und so nimmt das Chaos seinen Lauf ...
Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
"Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" von Autorin Mara Andeck befasst sich hauptsächlich mit einem Thema: Liebe.
Allerdings passiert dies auf so humorvolle Weise, dass sich dieses Buch deutlich von anderen Büchern zum Thema für Jugendliche abhebt. Ich habe mich richtig gut amüsiert, obwohl ich schon lange das Alter der Zielgruppe verlassen habe. Geschrieben ist das Buch als Tagebuch aus der Perspektive von Lilia. Erweitert wird der Leserhorizont allerdings noch durch E-Mails, die ein Freund von Lilia einem erkrankten Klassenkameraden schreibt, um diesen auf dem Laufenden zu halten. Besonders witzig ist hier die Beurteilung einer Situation durch Lilia und die anschließende Schilderung durch die E-Mail von Tom die eine ganz neue Perspektive zeigt. Sehr positiv fällt hier auch die Buchgestaltung auf, denn der Buchrand ist tatsächlich mit kleinen Kritzeleien und Zeichnungen versehen, wie dies vielleicht auch bei einem echten Tagebuch der Fall wäre. O-Ton einer 13jährigen dazu: "Das ist voll cool.".
Lilia wird hier gerade 16 Jahre alt. Allerdings fand ich, dass sie und ihre Freunde ein wenig jünger wirkten, vielleicht eher 14-15 Jahre alt.
Empfehlen kann ich "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" an alle Leserinnen ab ca. 13 Jahren, die das Thema Liebe interessiert und die auch humorvolle Bücher mögen.
Angekündigt ist auch bereits eine Fortsetzung von Lilias Tagebuch.
Inhaltsangabe zu "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest":
Conni
Klawitter feiert ihren 15. Geburtstag. Mit 15 Jahren ist man kein
Kind mehr und so darf Conni auch eine Party ohne Eltern feiern. Mit
der Schule, ihrem Freund Philipp, ihrer Familie, dem Freundeskreis
und großen und kleinen Katastrophen hat Conni jedenfalls genug zu
tun mit dem sie sich bis zu ihrem nächsten Geburtstag auseinander
setzen muss.
Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
In
"Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" von Autorin
Dagmar Hoßfeld gibt es nun endlich eine ältere Teenager Variante
von Conni. Ich habe meine Nichte durch alle Conni-Phasen hindurch
begleitet. Vom Pixi-Buch über die Grundschul-Conni bis zu Conni
& Co. sind mir genau wie ihr Conni, Anna, Billi, Paul,
Philipp und alle anderen ans Herz gewachsen. Sie sind gemeinsam mit
den Lesern groß geworden und nun gilt auch der Spruch "große
Kinder - große Probleme". Wir haben es nun mit einer
Gruppe 15 - 18jähriger zu tun und neben den typischen
Teenager-Problemen kann Autorin Dagmar Hoßfeld auch noch mit der
Handlung in "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest"
überraschen.
Erzählt
wird aus der Perspektive von Conni, die ihre Geschichte in der Art
eines Tagebuchs berichtet. Die einzelnen Kapitel sind dabei mit
Überschriften versehen, die einen kleinen Ausblick auf das geben,
was hier passiert.
Die
Sprache wirkt jugendlich und realistisch für eine Person in Connis
Alter und auch die Probleme mit denen sich die Hauptfigur und ihre
Freunde auseinander setzen müssen wirken realitätsnah.
Ich
fand "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" zu keiner
Zeit langweilig und auch meine Nichte hat mir schon berichtet, wie
gut sie das Buch findet.
Sehr
schön aus Sicht eines Erwachsenen finde ich auch, dass hier die
Themen Toleranz und Respekt behandelt werden und dass es nicht
schlimm ist, anders zu sein. Die Themen Freundschaft und Liebe werden
dabei betont und auch gezeigt, dass Veränderung mit zum Leben dazu
gehört.
Ich
kann die 15jährige Conni und ihre Erlebnisse daher uneingeschränkt
empfehlen für alle Leser ab ca. 13 Jahren, besonders natürlich an
diejenigen, die auch schon andere Conni Bücher kennen.
Im
Jahr 2014 soll eine Fortsetzung erscheinen, auf die ich bereits jetzt
sehr gespannt bin.
Ein kurzer Vergleich zwischen den Büchern:
"Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" befasst sich nicht nur mit dem Thema Liebe, sondern generell mit Familie, Freundschaft und Erwachsenwerden.
Bei "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" steht das Thema Liebe klar im Vordergrund, aber es wird mit sehr viel Humor verpackt.
Beide Bücher sind insbesondere für Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren geeignet.
Samstag, 13. April 2013
Hannah Richell: Geheimnis der Gezeiten
Manche
Geheimnisse sind so schrecklich, dass man sich nicht überwinden kann
darüber zu sprechen. Sie sind wie ein dunkler Abgrund der zwischen
den Mitgliedern der Familie Tide steht. Alles hängt zusammen mit
einem Sommertag vor rund 10 Jahren, dem Tag an dem der 5jährige
Alfie spurlos verschwand.
Für
Dora, die jüngere Tochter der Familie hängt dieses Ereignis wie
eine dunkle Wolke über ihrem Leben. Seit diesem Tag gab es keine
echte Familie mehr und Dora fühlt sich schuldig am Unglück ihrer
Familie. Als sie nun feststellt, dass sie schwanger ist, ist ihr
klar, dass sie erst mit der Vergangenheit abschließen muss, bevor
sie einen Neubeginn wagen kann. Ihr Weg führt sie zurück nach
Clifftops, dem Haus ihrer Kindheit.
"Geheimnis
der Gezeiten" von Autorin Hannah Richell ist ein Buch über
Geheimnisse, Familie, Verlust, Angst und Vergebung. Es handelt davon,
dass man zunächst sich selber vergeben muss, bevor man auch anderen
vergeben kann und dass verzeihen der erste Weg zur Vergebung ist.
Erzählt
wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Zum einen erlebt der Leser
Dora in der Gegenwart, als Frau von Mitte 20, erfolgreich im Beruf
und in einer festen Beziehung. Doch die Nachricht ihrer
Schwangerschaft wirft die junge Frau aus der Bahn. Die Erinnerungen
an Ereignisse in der Vergangenheit, die sie nie vergessen konnte,
brechen mit voller Wucht über sie herein.
Zum
anderen ist da die Geschichte von Doras Familie, ihrer Mutter Helen
und dem Haus Clifftops in Dorset, das den Mittelpunkt des
Familienlebens darstellt. Von der Zeit an, als sich Doras Eltern
kennenlernen, bis sich schließlich die beiden Zeitstränge in der
Gegenwart vereinen, wird die Familiengeschichte Schritt für Schritt
aufgearbeitet und schließlich auch die Geheimnisse der Familie
aufgedeckt.
Die
Hintergründe stellten für mich keine große Überraschung dar,
allerdings empfand ich es bei "Geheimnis der Gezeiten" auch so,
dass hier eher der Weg das Ziel ist.
Mir
haben hier insbesondere die Figuren gefallen, die mit Ecken und
Kanten versehen und deren Handlungen und Emotionen gut
nachvollziehbar dargestellt sind.
Das Buch
ist jedoch auch so geschrieben, dass es sich gut als Urlaubslektüre
eignet, die zwar zum Nachdenken anregt, aber auch mit den
Landschaftsbeschreibungen und familiären Bindungen gut ablenkt.
Schön
ist hier auch das Nachwort, in dem die Autorin mit Fotos die
Entstehung des Buches erläutert.
Ich kann "Geheimnis der Gezeiten" an alle Leser empfehlen, die komplexe
Familiengeschichten mögen und vielleicht auch Bücher in der Art von
Wally Lamb oder Lucy Clarke mochten.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Hannah Richell: Geheimnis der Gezeiten
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Diana Verlages. Hier gibt es auch eine Leseprobe.
Freitag, 12. April 2013
KW15/2013 - Die Leckereien der Woche - Joghurt-Waffeln ohne Fett mit heißen Kirschen
Diese Woche gibt es von mir eine Leckerei, die gleichzeitig lecker und fettarm ist. Frische Waffeln mit heißen Kirschen sind toll, aber meistens auch eine echte Kalorienbombe. Mein Rezept für Joghurt-Waffeln kommt ganz ohne Fett aus, ist aber nicht weniger lecker.
Für ca. 16 belgische Waffeln braucht man folgende Zutaten:
400 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
300 g Joghurt (ich nehme Alpo Soya Vanille)
4 Eier
250 ml Milch
100 g Zucker oder flüssiger Süßstoff
100 ml Wasser mit Kohlensäure
Für die Kischen:
1 Glas Sauerkirschen
etwas Speisestärke
etwas warmes Wasser
1 Eßlöffel Zucker
1.
Den Joghurt mit der Milch verrühren. Ich nehme immer Soya Vanille Joghurt, man kann auch Natur-Joghurt nehmen und etwas Vanille dazu geben. Dann den Zucker einrieseln lassen. Die Eier einzeln unterrühren.
2.
In eine Schüssel das Mehl mit dem Backpulver sieben und vermischen. Dann portionsweise unter den Teig rühren.
3.
Das Sprudelwasser vorsichtig unterrühren. Der Teig schlägt danach richtig schöne große Blasen.
4.
Das Waffeleisen aufheizen lassen und leicht mit etwas Öl bepinseln. Da im Teig kein Fett ist, können die Waffeln sonst zu leicht hängen bleiben. Nach Bedarf zwischendurch nachfetten.
Jeweils eine mittlere Suppenkelle voll Teig pro Waffel einfüllen. Die Menge kann je nach Größe des Waffeleisens variieren. Dann solange backen, bis die Waffel schön gebräunt ist.
5.
So lange backen, bis der Teig aufgebraucht ist. Die Waffeln auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
6.
Die Kischen abgießen und den Saft dabei in einem kleinen Topf auffangen. Den Zucker hinzugeben und erhitzen. Eine halbe Tasse Speisestärke mit 3-4 Eßlöffel warmen Wasser glatt rühren. Den Saft zum kochen bringen.
7.
Die verflüssigte Speisestärken und ständigem Rühren zum Kirschsaft geben, bis eine dickflüssige Soße entstanden ist. Dann nochmals aufkochen lassen.
Die Kirschen hinzugeben und alles zusammen nochmal erwärmen.
8.
Die Waffeln auf eine Platte oder einen Teller geben, die Kirschen in eine Schüssel.
Diese Waffeln werden nicht so knusprig wie Sandwaffeln. Man kann sie jedoch vor dem Essen nochmal kurz im Toaster aufbacken, dann sind sie knuspriger.
Wer möchte kann auch noch Sahne dazu essen. Wer die Waffeln nur mit Puderzucker und ohne Kirschen essen möchte, der kann auch noch ein paar Äpfel in den Teig schnibbeln oder reiben.
Für ca. 16 belgische Waffeln braucht man folgende Zutaten:
400 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
300 g Joghurt (ich nehme Alpo Soya Vanille)
4 Eier
250 ml Milch
100 g Zucker oder flüssiger Süßstoff
100 ml Wasser mit Kohlensäure
Für die Kischen:
1 Glas Sauerkirschen
etwas Speisestärke
etwas warmes Wasser
1 Eßlöffel Zucker
1.
Den Joghurt mit der Milch verrühren. Ich nehme immer Soya Vanille Joghurt, man kann auch Natur-Joghurt nehmen und etwas Vanille dazu geben. Dann den Zucker einrieseln lassen. Die Eier einzeln unterrühren.
2.
In eine Schüssel das Mehl mit dem Backpulver sieben und vermischen. Dann portionsweise unter den Teig rühren.
3.
Das Sprudelwasser vorsichtig unterrühren. Der Teig schlägt danach richtig schöne große Blasen.
4.
Das Waffeleisen aufheizen lassen und leicht mit etwas Öl bepinseln. Da im Teig kein Fett ist, können die Waffeln sonst zu leicht hängen bleiben. Nach Bedarf zwischendurch nachfetten.
Jeweils eine mittlere Suppenkelle voll Teig pro Waffel einfüllen. Die Menge kann je nach Größe des Waffeleisens variieren. Dann solange backen, bis die Waffel schön gebräunt ist.
5.
So lange backen, bis der Teig aufgebraucht ist. Die Waffeln auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
6.
Die Kischen abgießen und den Saft dabei in einem kleinen Topf auffangen. Den Zucker hinzugeben und erhitzen. Eine halbe Tasse Speisestärke mit 3-4 Eßlöffel warmen Wasser glatt rühren. Den Saft zum kochen bringen.
7.
Die verflüssigte Speisestärken und ständigem Rühren zum Kirschsaft geben, bis eine dickflüssige Soße entstanden ist. Dann nochmals aufkochen lassen.
Die Kirschen hinzugeben und alles zusammen nochmal erwärmen.
Die Waffeln auf eine Platte oder einen Teller geben, die Kirschen in eine Schüssel.
Diese Waffeln werden nicht so knusprig wie Sandwaffeln. Man kann sie jedoch vor dem Essen nochmal kurz im Toaster aufbacken, dann sind sie knuspriger.
Wer möchte kann auch noch Sahne dazu essen. Wer die Waffeln nur mit Puderzucker und ohne Kirschen essen möchte, der kann auch noch ein paar Äpfel in den Teig schnibbeln oder reiben.
Guten Appetit!
Donnerstag, 11. April 2013
Catherine Fisher: Incarceron - Fliehen heißt sterben
Inhaltsangabe
vom Verlag:
Incarceron
ist ein gewaltiges Gefängnis. Sein Inneres besteht aus gigantischen
Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten. An diesem
Ort gibt es weder Freundschaft noch Vertrauen – und es gibt keine
Hoffnung auf Entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine
Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des
Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron
auszubrechen, und er wiederum ist Claudias letzte Hoffnung, dem
goldenen Käfig ihres eigenen Lebens zu entfliehen. Doch Finns und
Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen
wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt ...
Normalerweise
schreibe ich immer lieber selber eine kurze Einleitung zum Inhalt.
Aber bei "Incarceron - Fliehen heißt sterben" von Catherine
Fisher ist die Inhaltsangabe des Verlages so passend, dass ich diese
übernehme.
Ich kann
mich nicht erinnern zuvor eine Geschichte gelesen zu haben, die
inhaltlich auch nur im Entferntesten in die Richtung von "Incarceron"
ging. Autorin Catherine Fisher überzeugt hier mit tollen Ideen und
es wundert mich ehrlich gesagt, das es sechs Jahre gedauert hat, bis
das Buch auch endlich hier in Deutschland veröffentlicht wurde.
Zu
Anfang fand ich die Handlung relativ vorhersehbar, aber ich wurde
eines besseren belehrt und doch von so mancher Wendung überrascht.
Gut
gefallen haben mir die beiden Hauptfiguren Finn und Claudia, die
beide auf ganz unterschiedliche Art und Weise gefangen sind und sich
nach Freiheit und Selbstbestimmung sehnen. Ihnen zur Seite gestellt
wurden einige interessante Nebenfiguren, die ihre Facetten erst nach
und nach offenbaren und deren wirkliche Position noch lange nicht
geklärt ist. Sehr kontrastreich wirkt "Incarceron" durch die
Schauplätze Gefängnis und Außerhalb. Wobei Außerhalb einem
strengen Protokoll unterworfen ist, das vorgibt alles äragetreu wie
im Mittelalter aussehen zu lassen und durchzuführen. Jeder
Fortschritt ist verboten, Kunst darf nur kopieren und Technik nicht
sichtbar sein.
Erzählt
wird die Geschichte aus den Perspektiven von Finn und Claudia, wobei
sich diese auch schon mal innerhalb eines Kapitels abwechseln können
und diese Wechsel nicht immer deutlich markiert sind.
Das
Einzige was ich wirklich zu bemängeln habe ist, dass dem Leser doch
ziemlich die Orientierung fehlt, so das die zurückgelegten Wege
weder im Gefängnis Incarceron noch im Außerhalb richtig
nachvollziehbar sind. Auch bin ich mir nicht sicher, ob es sich hier
denn um "unsere" Welt handelt oder eine reine Fantasywelt. Karten
hätte ich hilfreich gefunden. Zudem ist das Ende doch ziemlich
plötzlich und schon fast ein Cliffhanger. Der Leser wird mit vielen
Fragen zurückgelassen, die hoffentlich in der Fortsetzung "Sapphique" beantwortet werden.
Empfehlen
kann ich "Incarceron - Fliehen heißt sterben" allen an Fantasy
interessierten Lesern ab ca. 14 Jahren.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Catherine Fisher: Incarceron - Fliehen heißt sterben
Und für alle Filmfans noch der Hinweis, das eine Verfilmung in Vorbereitung ist.
Mittwoch, 10. April 2013
KW15/2013 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Luz Estela Castro und die Mitglieder von CEDEHM
Ich möchte Euch Luz Estela Castro und die CEDEHM Mitglieder vorstellen.
Das Büro der Menschenrechtsorganisation CEDEHM in Chihuahua im Norden
Mexikos ist angegriffen worden. Der Anschlag steht womöglich mit ihrer
Arbeit für Menschenrechte in Verbindung. Die Sicherheit der
CEDEHM-MitarbeiterInnen ist gefährdet.
Am 4. April entdeckten die Mitglieder des Zentrums für die
Menschenrechte von Frauen (Centro de Derechos Humanos de las Mujeres
CEDEHM) ein eingeschlagenes Fenster in ihrem Büro. Die AngreiferInnen
hatten das Fenster mit Steinen eingeschlagen. Mitglieder der CEDEHM
alarmierten die kommunale Polizei (Policía Municipal), die trotz der
Betätigung des eigens für CEDEHM eingerichteten Überfallmeldealarms erst
nach anderthalb Stunden erschien.
CEDEHM meldete den Angriff der Staatsanwaltschaft von Chihuahua.
Seit 2008 bittet die interamerikanische Menschenrechtskommission (Comisión Interamericana de Derechos Humanos IACHR) die mexikanische Regierung um Schutzmaßnahmen für die Organisation CEDEHM. Im Februar 2013 ordnete der interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte anlässlich vermehrter Drohungen und Feindseligkeiten aufgrund ihrer Menschenrechtsarbeit den vorläufigen Schutz der CEDEHM-Koordinatorin Luz Estela Castro an.
Zu dem Angriff kam es zwei Tage nach einem Treffen der Mitglieder von CEDEHM mit den BeamtInnen der Landesregierung von Chihuahua hinsichtlich der Einrichtung zusätzlicher Schutzmaßnahmen für Mitglieder von CEDEHM und anderen MenschenrechtsverteidigerInnen.
Es gibt eine Urgent Action, die sich für Luz Estela Castro und die Mitglieder von CEDEHM einsetzt.
Betreff:
ich bin in großer Sorge um die Sicherheit der Mitglieder von CEDEHM, darunter auch Luz Estela Castro, und möchte die Behörden dringend auffordern, ihnen in Absprache mit den Betroffenen und in Übereinstimmung mit den vom interamerikanischen Menschenrechtsausschuss und interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte zugestandenen Schutzmaßnahmen, wirksamen Schutz bereitzustellen.
Bitte führen Sie eine umfassende, zielgerichtete und unparteiliche Untersuchung des Angriffs auf das Büro von CEDEHM vom 4. April durch, veröffentlichen Sie die Ergebnisse und bringen Sie die Verantwortlichen vor Gericht und überprüfen Sie die Vereinbarung der Überfallmeldeanlage mit der kommunalen Polizei in der Stadt Chihuahua.
Ich möchte Sie auch an Ihre Verpflichtung erinnern, dafür Sorge zu tragen, dass MenschenrechtsverteidigerInnen ihrer Tätigkeit ohne Angst vor Repressionen nachgehen können wie es in der UN-Erklärung zum Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen von 1998 dargelegt ist.
CEDEHM meldete den Angriff der Staatsanwaltschaft von Chihuahua.
Seit 2008 bittet die interamerikanische Menschenrechtskommission (Comisión Interamericana de Derechos Humanos IACHR) die mexikanische Regierung um Schutzmaßnahmen für die Organisation CEDEHM. Im Februar 2013 ordnete der interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte anlässlich vermehrter Drohungen und Feindseligkeiten aufgrund ihrer Menschenrechtsarbeit den vorläufigen Schutz der CEDEHM-Koordinatorin Luz Estela Castro an.
Zu dem Angriff kam es zwei Tage nach einem Treffen der Mitglieder von CEDEHM mit den BeamtInnen der Landesregierung von Chihuahua hinsichtlich der Einrichtung zusätzlicher Schutzmaßnahmen für Mitglieder von CEDEHM und anderen MenschenrechtsverteidigerInnen.
Es gibt eine Urgent Action, die sich für Luz Estela Castro und die Mitglieder von CEDEHM einsetzt.
Schreibt eine E-Mail an: despachodelejecutivo(at)hotmail.com
Betreff:
Luz Estela Castro und die Mitglieder von CEDEHM
Text:
Sehr geehrter Herr Gouverneur,
ich bin in großer Sorge um die Sicherheit der Mitglieder von CEDEHM, darunter auch Luz Estela Castro, und möchte die Behörden dringend auffordern, ihnen in Absprache mit den Betroffenen und in Übereinstimmung mit den vom interamerikanischen Menschenrechtsausschuss und interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte zugestandenen Schutzmaßnahmen, wirksamen Schutz bereitzustellen.
Bitte führen Sie eine umfassende, zielgerichtete und unparteiliche Untersuchung des Angriffs auf das Büro von CEDEHM vom 4. April durch, veröffentlichen Sie die Ergebnisse und bringen Sie die Verantwortlichen vor Gericht und überprüfen Sie die Vereinbarung der Überfallmeldeanlage mit der kommunalen Polizei in der Stadt Chihuahua.
Ich möchte Sie auch an Ihre Verpflichtung erinnern, dafür Sorge zu tragen, dass MenschenrechtsverteidigerInnen ihrer Tätigkeit ohne Angst vor Repressionen nachgehen können wie es in der UN-Erklärung zum Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen von 1998 dargelegt ist.
Mit freundlichen Gruessen
(Dein Name)
Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren:
Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.
"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)
Dienstag, 9. April 2013
Yves Grevet: "Méto - Die Welt" (Méto 03)
Méto
ist zwar wieder im Haus, aber er erhält eine Spezialausbildung, die
ihn auf die Welt außerhalb der Insel vorbereitet. Hier soll er
zukünftig Aufträge erledigen. Aber Méto hat seinen Traum von
Selbstbestimmung noch nicht aufgegeben. Er nutzt jede Chance um
Kontakte für den Widerstand zu knüpfen und neue Verbündete zu
gewinnen.
Ich
habe "Méto - Die Welt" als Hörbuch gehört. Gelesen wird die
Geschichte von Rainer Strecker, der mir mit jeder CD in dieser Rolle
besser gefallen hat.
Inhaltlich
stellt "Die Welt" für mich eine deutliche Steigerung zu "Die
Insel" dar und beantwortet endlich die ganzen Fragen, die dem
Leser/Hörer seit Teil eins "Méto - Das Haus" im Kopf herum
schwirren.
"Die Welt" stellt einen schönen
Abschluss der Reihe von Yves Grevet dar. Junge Leser werden dazu
angeregt darüber nachzudenken was wirklich wichtig ist im Leben. Es
ist ein französischer Autor, der "Méto" erschaffen hat und so
wundert es nicht, dass der Wahlspruch der Französischen Republik:
liberté, égalité, fraternité (Freiheit,
Gleichheit, Brüderlichkeit) hier die Grundpfeiler von Métos neuer
Welt darstellt. Und manchmal muss man eben auch mal ungehorsam sein,
wie Méto selber feststellt.
Nachdem
ich den ersten Band gelesen habe und dann auf die Hörbücher
umgestiegen bin, kann ich sagen, dass ich es im Buch einfacher fand
der Geschichte zu folgen. Es kommen doch sehr viele Figuren mit
teilweise sehr ungewöhnlichen Namen vor, so dass es hier einfacher
ist dem gelesenen als dem gehörten zu folgen. Dennoch habe ich es
auch genossen der Geschichte von Méto zu lauschen.
Empfehlen
kann ich die Reihe an alle an spannenden Geschichten interessierten
Leser und Hörer ab ca. 12-13 Jahren.
Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies auch für Erwachsene interessant ist, da es sich um einen alternativen Ausgang des kalten Krieges handelt und die Geschichte in den 1970er Jahren angesiedelt ist.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Yves Grevet: "Méto - Die Welt" (Méto 03)
Montag, 8. April 2013
Christine Kabus: Im Land der weiten Fjorde
Deutschland im Jahr 2010:
Lisa erhält nach dem Tod ihrer Eltern ein Schreiben mit einem Vermächtnis ihrer Mutter vom Notar der Familie zugestellt. Lisa erfährt so, dass ihre Mutter von ihrer Familie adoptiert wurde und ihre leiblichen Eltern nicht kennt. Alles was das Kind damals bei sich hatte ist eine Postkarte, sowie ein Medaillon mit einer Inschrift auf Norwegisch und zwei alten Fotografien. Lisa beschließt eigene Nachforschungen zu beginnen.
Norwegen im Jahr 1940:
Die 18jährige Mari lebt mit ihrer Familie auf einem Gestüt. Als schließlich die deutschen Besatzungsmächte auch in ihrem Heimatort ankommen, bedeutet dies eine große Veränderung für alle Familienmitglieder. Deutsche Soldaten werden auf dem Hof einquartiert und den Norwegern wird es verboten ihre Flagge zu hissen oder die Nationalhymne zu singen. Aber nicht alle Deutschen sind Nazis und so freunden sich die jungen Leute schon bald mit dem deutschen Soldaten Joachim an.
"Im Land der weiten Fjorde" von Autorin Christine Kabus stellt Norwegen von einer ganz anderen Seite dar, als ich es bisher kannte. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, zum einen in Deutschland und Norwegen im Jahr 2010 und zum anderen in Norwegen im Jahr 1940. Norwegen galt im zweiten Weltkrieg als Land mit arischer Bevölkerung, weshalb es zwar von den Deutschen besetzt wurde, aber die Besatzer der Bevölkerung gegenüber freundlich gesinnt waren. Ich habe bisher noch kein Buch gelesen, dass sich den nordischen Ländern in dieser Zeit widmete und fand diese Passagen daher besonders interessant. Abwechselnd werden hier die Erzählstränge von Mari und Lisa vorangetrieben, so dass der Leser immer mehr von den Zusammenhängen erfährt, bis schließlich beide zusammen ein stimmiges Bild ergeben. Dabei hat mich der Teil in der Vergangenheit sehr gefesselt und neugierig gemacht auf die weiteren Entwicklungen. Der Teil in der Neuzeit war zwar auch interessant, jedoch konnten mich hier die Figuren und Ereignisse nicht so mitreißen. Manches empfand ich hier als Überzogen, so dass es nicht so leicht war sich mit den Figuren zu identifizieren.
Der historische Teil ist jedoch so überzeugend, dass dies auch für die ansonsten schwächeren Passagen entschädigt.
Ich kann "Im Land der weiten Fjorde" daher an alle Leser empfehlen, die sich für Norwegen und persönliche Schicksale zur Zeit des zweiten Weltkrieges interessieren.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Christine Kabus: Im Land der weiten Fjorde
Sonntag, 7. April 2013
KW14/2013 - Mein Buchtipp der Woche - Bruderliebe von Stefanie Heindorf und Kathrin Lange
Mein Buchtipp der Woche ist diesmal ein historischer Roman, in dem das Märchen von Rapunzel adaptiert wurde. Das Buch heißt "Bruderliebe" und wurde von den beiden Autorinnen Stefanie Heindorf und Kathrin Lange gemeinsam geschrieben.
Inhaltsangabe zu "Bruderliebe":
Hessen, Ende des 19. Jahrhunderts.
Die 18jährige Theresia wächst sehr
behütet unter der Obhut ihrer Stiefmutter auf. Nach dem Tod ihrer
Mutter hat Theresias Vater Baron von Rotenburg wieder geheiratet.
Doch durch diese Fürsorge kennt Theresia die Welt außerhalb des
väterlichen Anwesens nicht. Stattdessen verbringt Theresia ihre Zeit
nur mit ihren Eltern, ihrer Zofe und in ihrem Turmzimmer, das sie
sich hergerichtet hat. Als ihr nun erstmals erlaubt wird, die
Karfreitagsmesse zu besuchen, hat Theresia die Gelegenheit auch die
anderen jungen Leute der Umgebung zu treffen und verliebt sich auf
den ersten Blick in Sebastian. Aber ihre Stiefmutter wird niemals
erlauben, dass sie ihn wiedersieht...
Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
Die Reihe "Die grüne Fee" des
Dryas Verlages widmet sich dem 19. Jahrhundert und dem Übergang zur
Moderne. In "Bruderliebe" haben die Autorinnen Stefanie Heindorf
und Kathrin Lange dies zusätzlich mit einer Adaption des Märchens
Rapunzel verbunden.
Ich habe aus dieser Reihe zuvor schon "Winterkind" von Lilach Mer gelesen, das Aspekte von
Schneewittchen integrierte. Auch dieses Buch hatte mir als
historischer Roman gut gefallen.
Doch "Bruderliebe" ist für mich in
Hinsicht auf eine Märchenadaption ohne Phantasieelemente noch sehr
viel gelungener. 200 Jahre nach Veröffentlichung der Märchen durch
die Brüder Grimm fragt man sich oft, wie viel Wahrheit denn in
diesen Märchen steckt und was vielleicht das Körnchen Wahrheit ist,
das zu diesen Geschichten geführt hat. "Bruderliebe" ist so eine
Idee, die alle wesentlichen Schlüsselszenen aufgreift, aber in die
Realität einer Adelsfamilie zum Ende des 19. Jahrhunderts
transportiert. Theresia ist eine Rapunzel ohne Zauberhaare, aber in
einem Turm. Ihr Prinz ist bürgerlich, aber mit der Tugend eines
Prinz. Die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet und bilden den
perfekten Rahmen der Geschichte und dem Thema Übergang zur Moderne.
Die böse Stiefmutter kommt natürlich auch hier vor, aber im
Gegensatz zu Grimms Märchen erhält man hier doch zumindest eine
Ahnung davon, warum sie so handelt.
Ich habe mit Rapunzel und ihrem Prinzen
mitgefiebert, war versucht an den Nägeln zu knabbern, wenn es doch
nicht so kam wie ich es wollte und hätte den "Bösen" doch gerne
persönlich gezeigt was ich von ihnen halte. Eben alles genau so, wie
ich es mir von diesem historischen Roman erhofft hatte. "Bruderliebe"
kann ich daher allen Lesern empfehlen, die Märchenadaptionen (ohne
Märchenfiguren) mögen und die auch gerne in vergangene Zeiten
abtauchen und dies am liebsten in Verbindung mit einer
Liebesgeschichte. Zwar ist dieses Buch nicht dick, aber ich habe jede
Seite genossen.
Weitere Informationen zum Buch, den Autorinnen und der Reihe finden sich auf der Homepage des Dryas Verlages.
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