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Samstag, 21. März 2015

Rick Riordan: Helden des Olymp 04 - Das Haus des Hades

Inhaltsangabe des Verlages:
Percy und Annabeth haben es mit ihren Freunden auf ihrem Schiff, der Argo II, bis nach Rom geschafft. Doch nun steht alles auf dem Spiel: Die Erdgöttin Gaia und ihre Armee aus Riesen können sie nur aufhalten, wenn sie die Tore des Todes von beiden Seiten gleichzeitig verschließen. Gut, dass Percy und Annabeth ohnehin durch einen Felsschlund in die Unterwelt gestürzt sind, da können sie gleich auf die Suche nach ihnen gehen. Werden sie es rechtzeitig schaffen und den Untergang des Olymps verhindern?

"Das Haus des Hades" von Autor Rick Riordan ist der vierte Band der Reihe "Helden des Olymp".
Die Reihenfolge der Bücher lautet:
- Der verschwundene Halbgott
- Der Sohn des Neptun
- Das Zeichen der Athene
- Das Haus des Hades
- tba (orig.: The Blood of Olympus)
Für die sieben Halbgötter aus der Prophezeiung rückt der Moment des Aufeinandertreffens mit Gaia immer näher. Doch bis dahin sind noch andere Aufgaben zu erfüllen und besonders Percy und Annabeth sehen sich mit nahezu unmöglichem konfrontiert.
In den ersten drei Bänden wurden alle Figuren eingeführt und nun trifft man lauter alte Bekannte wieder und begleitet sie auf ihren Abenteuern. Die Gruppe wurde erneut getrennt und nun müssen einerseits Percy und Annabeth in der Unterwelt und andererseits die fünf weiteren Auserwählten auf dem Weg in die alte Welt  mit der Argo II sich behaupten. Besonders gefreut hat es mich jedoch, noch mehr von Frank, Hazel, Piper, Jason, Leo, Trainer Hodge und Nico zu erfahren und ihre Entwicklungen mit zu erleben. Erstaunlich finde ich, dass ich alle diese Figuren gerne mag, obwohl sie doch sehr unterschiedlich sind. Es gibt daher auch keine Erzählstränge die ich langweilig finde, oder die ich gerne überspringen würde um zu einer anderen Perspektive zurückzukehren. Einige der Entwicklungen und Erläuterungen zu den Figuren fand ich sehr aufschlussreich und so ist mir nun auch einiges klarer.
Am Anfang der Reihe war ich davon ausgegangen, dass es diesmal eine Trilogie wird und war schon ein wenig enttäuscht, als ich von einem vierten Band hörte. Nun habe ich den vierten Band gelesen und ich bin richtig froh, dass es auch noch einen fünften Band gibt auf den ich mich nun freuen kann. Ich bin immer wieder erstaunt, dass Rick Riordan noch neue Ideen zu seiner Welt und neue Entwicklungen für seine Figuren einfallen, ohne das er anfängt sich im Kreis zu drehen, oder man sich denkt, dass man doch ähnliches schon in einem seiner anderen Bücher gelesen hat.
Ich kann "Das Haus des Hades" daher uneingeschränkt an alle Fans der Halbgötter und dieser Reihe empfehlen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Rick Riordan: Helden des Olymp 04 - Das Haus des Hades

Weitere Informationen zum Buch und zum Autor gibt es auf der Homepage des Carlsen Verlages.

Freitag, 5. Dezember 2014

Marissa Meyer: Die Luna-Chroniken 03 - Wie Sterne so golden


Inhaltsangabe zu "Wie Sterne so golden":
Cress ist die Spionin der Königin, gefangen in einem Satelliten der auf einer Umlaufbahn um die Erde kreist, verdammt dazu die Befehle ihrer Herrin auszuführen, aber bereit zur Rebellion. Sie hat immer davon geträumt dass eines Tages ein Held vorbei kommt und sie aus ihrem Gefängnis befreit. Cinder kann sie eine große Hilfe sein und alleine schon der Triumpf Levana ihre wertvolle Geisel zu entreißen verleitet Cinder, Kapitän Thorne, Scarlet, Wolf und Iko dazu eine Rettungsmission einzuleiten. Doch es läuft nicht alles nach Plan, die Gruppe wird getrennt und muss sich ganz neuen Herausforderungen stellen.



Nach "Wie Monde so silbern" und "Wie Blut so rot" liegt nun mit "Wie Sterne so golden" der dritte Band der Luna-Chroniken von Marissa Meyer vor. Entgegen meiner vorherigen Meinung musste ich jedoch feststellen, dass es sich hier keinesfalls um den Abschlussband einer Trilogie handelt, sondern noch mindestens ein weiterer Band folgen wird.
Was mir an dieser Reihe besonders gut gefällt ist, dass mit jedem Band eine neue Figur in den Vordergrund rückt, den schon bekannten Figuren aber genug Raum zur weiteren Entwicklung gelassen wird. In "Wie Sterne so golden" ist es nun also Cress – Crescent Moon – eine Lunarierin mit außergewöhnlichen Programmierfähigkeiten, die seit sieben Jahren in einem Satelliten gefangen gehalten wurde, die in den Mittelpunkt der Ereignisse rückt. Ihre Geschichte ruht lose auf dem Märchen von Rapunzel, womit Autorin Marissa Meyer ihre modernen Märchenadaptionen aus Band eins (Cinderella) und Band zwei (Rotkäppchen) fortführt. Cress ist eine sehr naive Figur, die eine romantische Vorstellung von der Liebe und dem Helden der sie rettet hat. Dies ist natürlich zum größten Teil ihrem fehlenden Kontakt zur Außenwelt geschuldet, wobei sie dafür aber noch erstaunlich gut mit anderen Menschen zurechtkommt, denn manch anderer wäre so alleine sicherlich verrückt geworden. Neben Cress nimmt auch Kapitän Thorne in diesem Band eine etwas größere Rolle ein und erhält endlich die Chance mehr von sich zu zeigen als nur seinen Charme spielen zu lassen. Auch Levana als Gegenfigur wird noch mehr aufgebaut und es wird immer spannender wann es zur Konfrontation zwischen ihr und Cinder kommen wird. Der Erzählstrang rund um Cinder und Kai der im ersten Buch begonnen wurde wird auch immer wieder aufgegriffen und fortgeführt. Sehr gut gefällt mir auch, dass jede Figur ihre Kanten hat und bei vielen noch gar nicht richtig absehbar ist, auf welcher Seite sie wirklich stehen und ob diese Position von Dauer sein wird.
Wer jetzt neugierig geworden ist, aber noch kein Buch der Reihe gelesen hat, dem empfehle ich dringend mit "Wie Monde so silbern" zu beginnen, denn die Bücher bauen stark aufeinander auf. Auch der Titel des nächsten Buches steht mit "Wie Schnee so weiß" bereits fest und soll im Herbst 2015 auf Deutsch erscheinen. Hier wird sich der Geschichte von Prinzessin Selenes einstiger Spielkameradin und Stieftochter von Königin Levana angenommen, Prinzessin Winter.
Empfehlen kann ich die Reihe an alle Leser die phantasievolle Abenteuergeschichten mögen und Märchen nicht nur für Kinderkram halten.

So habe ich bewertet:

 

Und hier kann man das Buch kaufen: Marissa Meyer: Wie Sterne so golden

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Carlsen Verlages.

Montag, 8. September 2014

Melissa Meyer: Die Luna-Chroniken 02 - Wie Blut so rot

Inhaltsangabe des Verlages:
Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt.
Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …


"Wie Blut so rot" ist nach "Wie Monde so silbern" der zweite Band der Luna-Chroniken von Autorin Marissa Meyer. Die Fortsetzung steht dem ersten Band in nichts nach, ist ebenso spannend und weist eine ganz eigenständige Geschichte auf. Während im ersten Buch das Märchen von Cinderella in die Zukunft versetzt wurde, ist es nun das Märchen von Rotkäppchen das hier adaptiert wird. Ich mag solche Abwandlungen sehr gerne und diese hier sind ganz besonders gelungen. Sehr schön fand ich aber auch, dass die Handlung in Band zwei trotz anderer Hauptfiguren so fortgesetzt wird, dass die Geschichten nahtlos ineinander über gehen.  
Inhaltlich gefällt mir sowohl die Welt die Autorin Marissa Meyer erschaffen hat, als auch die Figuren die in ihrer Unterschiedlichkeit überzeugen können. Auch die Hauptfigur die im dritten Buch im Mittelpunkt stehen wird, wurde bereits eingeführt und ich bin schon sehr gespannt auf diesen Abschlussband "Wie Sterne so golden" in dem thematisch das Märchen von Rapunzel umgesetzt wird.
Die Autorin hat es geschafft, dass man gleichermaßen mit allen Figuren mitfiebert, sei es nun Cinder auf ihrer Flucht, Scarlet bei der Suche nach ihrer Großmutter und Cress mit ihren Finessen um ihre Herrin auzutricksen. Besonders überzeugend finde ich auch, dass die Figuren so vielseitig sind und alle ihre Abgründe haben. Gleiches gilt auch für die Gegner, die wirklich beängstigens geschildert werden.
Ich habe mich selten so auf einen dritten Band gefreut und kann die Reihe nur allen Lesern ans Herz legen, die ebenso wie ich phantasievolle Geschichten und Märchenadaptionen mögen, die jedoch keinesfalls nur Kindergeschichten sind.

So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Marissa Meyer: Wie Blut so rot

Montag, 24. März 2014

Jennifer Castle: Der Anfang von Danach


Von einem Moment zum anderen ist das Leben der 16jährigen Laurel in ein Davor und ein Danach unterteilt. Es ist der Moment als die Polizei vor der Haustür steht und ihr mitteilt, dass ihre Eltern und ihr kleiner Bruder soeben bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. Gefahren wurde das Auto von ihrem Nachbarn, der schwerverletzt überlebt hat und im Koma liegt, während seine Ehefrau ebenfalls verstorben ist. Zurück bleiben David, der 17jährige rebellische Sohn der Nachbarn und Laurel, die nun eine Waise ist. Geändert hat sich nicht nur das unmittelbare Leben, sondern auch, wie ihr Umfeld mit ihnen umgeht. David entscheidet sich für die Flucht und verlässt ihre Heimatstadt für unbestimmte Zeit. Laurel versucht gemeinsam mit ihrer Großmutter und besten Freundin eine Fassade ihres alten Lebens aufrecht zu erhalten, die Schule zu besuchen und sich auf ihre College-Bewerbungen vorzubereiten. Aber die Erinnerung und die Trauer holen Laurel immer wieder ein und dazu noch die Zweifel, ob sie nun auch alleine glücklich sein darf.



"Der Anfang von Danach" von Autorin Jennifer Castle ist ein Buch das sich mit dem Thema Trauer und den Schuldgefühlen der Überlebenden auseinandersetzt. Im Mittelpunkt der Ereignisse stehen zwei Jugendliche, die 16jährige Laurel und der 17jährige David, die sehr unterschiedlich mit ihrer Trauer umgehen. David setzt sich nie wirklich damit auseinander und wählt stattdessen die Flucht. Laurel hängt sich dagegen an alte Erinnerungen und hat Angst vor der Veränderung. Beide Figuren müssen sich auf ihre Art und Weise mit der neuen Situation auseinandersetzen und einen Weg für sich finden, wie auch die Zukunft lebenswert ist. Es darf nicht für immer so sein, dass das Davor für das Gute in ihrem Leben und das Danach für das Schlechte steht, sondern das Danach muss zum Beginn eines neuen Lebensabschnittes werden.

"Der Anfang von Danach" kommt nicht mit großen Szenen daher, sondern es sind die kleinen Momente aus dem Alltag von Laurel die es lesenswert machen. Laurel ist hier die Erzählerin und aus ihrer Perspektive erfährt der Leser was in den 1,5 Jahren nach dem Unfall geschieht. Beim Lesen kommt einem unweigerlich der Gedanke, wie schnell man in eine Situation ähnlich der von Laurel geraten kann und das ein einziger Augenblick die ganze Zukunft verändern kann. Ich konnte daher sehr gut mit Laurel mitfühlen und auch ihre "was-wäre-wenn" Gedankenspiele gut nachvollziehen. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und konfrontiert den Leser mit der Frage wie er selber in einer ähnlichen Lage reagieren würde.

Der Schreibstil von Jennifer Castle ist dabei sehr unauffällig und fast schon nüchtern, was ich jedoch zur Situation der Figuren passend fand. Die Figuren haben mir sehr gut gefallen, auch wenn man nur über Laurels Gefühle mehr erfährt. An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht auch zu erfahren, was in Davids Kopf vor sich geht und vielleicht ein Kapitel aus seiner Perspektive zu erfahren.

Insgesamt gesehen ist die Geschichte natürlich sehr traurig, aber sie gibt auch ein wenig Hoffnung.

Empfehlen kann ich "Der Anfang von Danach" daher insbesondere an Leser ab ca. 14 Jahren, die sich mit dem Thema Trauer und Verlust beschäftigen wollen und generell Jugendbücher mögen, die über eine reine Liebesgeschichte hinaus gehen.

So habe ich bewertet:


Hier kann man das Buch kaufen: Jennifer Castle: Der Anfang von Danach

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Carlsen Verlages.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Lauren Oliver: Requiem




Nahtlos führt "Requiem" die Ereignisse aus "Delirium" und "Pandemonium" fort.
Lena ist nicht mehr das gleiche unbedarfte Mädchen, das in Portland gelebt hat. Das Leben in der Wildnis und der aktive Widerstand haben sie geprägt und gezeigt zu welcher Härte die Regierung fähig ist. Aber die Gruppe ist nicht alleine, überall im Land bilden sich Gruppierungen von Invaliden. Aber Lena hat nicht nur ums Überleben zu kämpfen, sondern auch mit ihren Widersprüchlichen Gefühlen für Julian und Alex. Währenddessen lebt Hana in Portland das Leben einer Geheilten. Aber wer ist hier besser dran?

Ich habe "Delirium" wirklich geliebt und fieberhaft auf die Fortsetzung "Pandemonium" gewartet. Den zweiten Band empfand ich schon nicht mehr als so stark wie den Auftakt der Reihe, aber dennoch war ich schon gespannt, wie die Amor-Trilogie beendet wird. "Requiem" ist nun der Abschlussband und ich bin leider enttäuscht von diesem Ende.
Was für mich das Buch dennoch lesenswert machte und die Gesamtbewertung rettete ist nicht Lena, sondern ihre frühere Freundin Hana. Erzählt wird hier abwechseln aus den Perspektiven von Lena und Hana, wobei Lena als Invalidin in der Wildnis lebt und Hana als Geheilte in der Stadt.
Hanas Sichtweise ist neu und sehr viel vielschichtiger als vermutet und ich habe sie gerne auf ihrem Weg begleitet.
Lenas Abschnitte haben mich hingegen durchweg enttäuscht, sowohl mit der reinen Handlung, als auch mit den Figuren. Lena war mir ein wenig zu langweilig und die fehlende Auseinandersetzung mit Julian und Alex und die Antriebslosigkeit von Lena haben mich gestört. Es wird zwar über Liebe geredet, aber sie war für mich leider nicht spürbar.
Als Abschluss der Reihe ist "Requiem" dennoch für Fans ein Muss, auch wenn das Ende ziemlich abrupt ausfällt und viele Fragen offen lässt. 

So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Lauren Oliver: Requiem 

Weitere Informationen zum Buch, zur Autorin und zur Reihe finden sich auf der Homepage des Carlsen Verlages.

Mittwoch, 29. Januar 2014

Rick Riordan: Die Kane-Chroniken - Der Schatten der Schlange

Nach den Ereignissen in "Die rote Pyramide" und "Der Feuerthron" wartet ein neues Abenteuer auf die Geschwister Carter und Sadie Kane.

Die Schlange Apophis ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und droht die Welt ins Chaos zu stürzen. Der Weltuntergang steht kurz bevor und den Geschwistern und ihren Verbündeten bleibt nicht viel Zeit eine Möglichkeit zu finden das Ende der Welt noch einmal abzuwenden. Apophis und seine Anhänger sind mächtig und die magische Welt nimmt es den Kanes noch immer übel, dass sie den Weg der Götter lehren.

Aber wenn Carter und Sadie eins in den letzten Monaten gelernt haben, dann ist es auf ihre Stärke und ihre Freunde zu vertrauen, denn gemeinsam ist alles möglich.



"Der Schatten der Schlange ist nach "Die rote Pyramide" und "Der Feuerthron" der dritte Band der "Kane-Chroniken" von Autor Rick Riordan. Wer bereits die "Percy Jackson" oder "Helden des Olymp" Reihe des Autors gelesen hat, der muss sich hier ein wenig umstellen. Dies betrifft sowohl die Götterwelt, die Schauplätze, als auch die Erzählweise.

Inzwischen fühle ich mich in dieser Welt sehr wohl und der Einstieg in diesen Band ist mir nicht schwer gefallen. Neben Carter und Sadie mag ich hier ganz besonders die Nebenfiguren und kleinen Kabbeleien zwischen den Geschwistern.

Besonders ist hier die Erzählweise. Autor Rick Riordan tritt nicht als Autor, sondern als Chronist auf, der die Aufzeichnungen von Carter und Sadie zu Papier bringt. Dabei erzählen die Geschwister abwechselnd und im Rückblick die Ereignisse und kommentieren auch gerne mal die Erzählung des jeweils anderen.

Carter und Sadie wirken nun viel gereifter als noch zu Beginn der Reihe und auch ihr gegenseitiges Verständnis ist gewachsen, was zu Anfang wohl niemand geglaubt hätte. Auch die Gefühle der beiden Teenager spielen eine größere Rolle als noch zu Beginn und das hat die Geschichte doch auf interessante Weise bereichert.

Meine Lieblingsreiche von Autor Rick Riordan ist "Helden des Olymp", doch mit diesem dritten Band hat der Autor hier einen starken Abschluss für die Kane-Chroniken abgeliefert und ich hoffe daher schon irgendwie, dass die Reihe noch eine Fortsetzung anderer Art findet.

Empfehlen kann ich das Buch für Leser ab ca. 12 Jahren und gleichermaßen für Jungen, als auch für Mädchen. Man sollte jedoch vorher die ersten Bücher der Reihe gelesen haben.

So habe ich bewertet:



Weitere Informationen zum Buch und zum Autor gibt es auf der Homepage vom Carlsen Verlag.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Rick Riordan: Helden des Olymp - Das Zeichen der Athene

Im letzten Buch haben sich Jason, Piper und Leo gemeinsam mit Annabeth auf den Weg von Camp Halfblood zum Camp Jupiter gemacht um dort auf Percy, Hazel und Frank zu treffen. Nur gemeinsam können die römischen und griechischen Halbgötter verhindern, dass Gaia erwacht. Aber die Prophezeiung der Sieben hat noch mehr für die Gruppe vorgesehen und eine gefährliche Reise über den Atlantik steht ihnen bevor. Sie haben nur wenig Zeit um Rom zu erreichen und mehr über die Tore des Todes zu erfahren und hier ist Arbeit Hand in Hand notwendig.



"Das Zeichen der Athene" ist bereits der dritte Band der Reihe "Helden des Olymp" von Autor Rick Riordan die in der Welt von Percy Jackson spielt.
Die Reihenfolge der Bücher lautet:
- Der verschwundene Halbgott
- Der Sohn des Neptun
- Das Zeichen der Athene
- tba (orig. : The House of Hades - 10/2013)
Die Bücher bauen aufeinander auf, weshalb es sich empfiehlt auch alle in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Autor Rick Riordan hat hier eine Reihe geschaffen, in der es bisher für mich keine Schwachstellen gibt. Die Spannung wird sehr gut gehalten und auch dieser dritte Band stellt einen entscheidenden Teil im Gesamtwerk dar und ist nicht nur ein Füllband, wie es so oft bei mittleren Bänden einer Reihe vorkommt.
Ganz besonders mag ich hier die Figuren, die trotz ihrer Vielzahl alle ihre Momente im Buch haben und sich weiter entwickeln. Zwar fällt es nicht immer ganz leicht auseinanderzuhalten, wer hier welchen Hintergrund, Fähigkeiten und Abstammung hat, wenn man mit dem Buch beginnt, aber schon nach wenigen Kapiteln ist man wieder voll im Geschehen eingetaucht und fiebert mit den Figuren mit. In "Das Zeichen der Athene" hat mir insbesondere die neue Dreiecksgeschichte zwischen Hazel, Leo und Frank gefallen, die erstaunlich tiefgründig ist. Aber auch die Begegnungen mit Herkules oder Tiberinus haben mich überzeugt.
Ich bin nun schon ganz gespannt wie es weiter geht und hoffe, dass die deutsche Veröffentlichung des vierten Bandes nun nicht lange auf sich warten lässt.
Empfehlen kann ich die "Helden des Olymp" Reihe insbesondere an Leser ab ca. 12 Jahren, die sich für griechische und römische Geschichte und spannende Abenteuer interessieren. 

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Rick Riordan: Helden des Olymp - Das Zeichen der Athene 

Weitere Informationen zum Buch, zur Reihe und zum Autor finden sich auf der Homepage des Carlsen Verlages. 

Montag, 7. Oktober 2013

Zoë Marriott: Frostblüte



Frost hat ihre Heimat verlassen um ein Versprechen gegenüber ihrer verstorbenen Mutter einzuhalten. Im Nachbarland soll es eine Feuergöttin geben, von der man sagt, dass sie ihren Fluch brechen kann, denn wenn Frost ihr eigenes Blut sieht, so übernimmt der Wolf in ihr die Kontrolle und verhält sich ähnlich einem Berserker. Fast am Ziel angekommen trifft Frost auf Luca und Arian, die eine Gruppe Aufständischer anführen. Frost vertraut sich Luca an und er setzt alles daran ihr ein wenig Kontrolle über ihren Wolf zu geben. Doch die Nähe zu Luca hat auch einen gegenteiligen Einfluss auf Frost...

"Frostblüte" von Autorin Zoë Marriott hat mich leider nicht ganz überzeugen können. Der Schreibstil hat mir jedoch gut gefallen und auch die Welt in die der Leser mitgenommen wird, kann überzeugen. Anfangs weiß man noch sehr wenig über Frost und die Hintergründe des Wolfes in ihr. Doch nach und nach wird in Rückblicken immer mehr aus der Vergangenheit offenbart, was ich ein sehr schönes Stilmittel fand. Auch die Figuren können überzeugen, allen voran natürlich Frost, aber auch Luca und Arian, wobei hier jedoch einige Klischees bedient werden.
Dennoch hatte die Geschichte zu viele Längen für mich. Der Einstieg ist mir ein wenig schwerer gefallen als erwartet und der Mittelteil glänzte durch wenig Handlungsfortschritt und langatmige Schilderungen des Alltags.
Zum Ende hin konnte mich Zoë Marriott jedoch noch einmal überraschen und der Geschichte eine Wendung geben, die ich so nicht erwartet hatte.
Durch ein wenig Recherche zum Buch habe ich erfahren, dass "Frostfire" (Originaltitel) eigentlich eine Fortsetzung von "Daughter of the flames" ist, wobei jedoch nur die Welt die gleiche ist, jedoch nicht die Figuren. Die Bücher lassen sich daher auch unabhängig voneinander lesen, wobei ich es aber trotzdem schade finde, dass es nur "Frostblüte" zu einem deutschen Verlag geschafft hat. Erstaunt bin ich über den recht hohen Preis für ein Taschenbuch, auch wenn der Verlag dieses Softcover nennt und es ein besonders schönes Cover hat.
Empfehlen kann ich "Frostblüte" an alle Leser ab ca. 14 Jahren die klassische Fantasyromane mögen und die insbesondere die Verbindung aus Liebesgeschichte, Abenteuer und Mystik anspricht.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Zoë Marriott: Frostblüte

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Carlsen Verlages.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Dagmar Hoßfeld: Carlotta 04 - Internat und Prinzenball



Carlotta ist nun bereits in der 8. Klasse im Internat Prinzensee und wird bald 14 Jahre alt.
Das neue Schuljahr hält ein aufregendes Ereignis bereit: Der nur alle paar Jahre stattfindende Prinzenball wurde angekündigt und soll von der Mittelstufe organisiert werden. Wären da nur nicht die Tanzstunden und die Suche nach einem passenden Kleid!
Aber in der Zwischenzeit lässt sich Carlotta gerne von der Foto AG und Niko ablenken und ein neuer Mitschüler sorgt für Getuschel.

"Carlotta - Internat und Prinzenball" ist nun schon der vierte Band in der Reihe von Dagmar Hoßfeld. Die bisherige Reihenfolge lautet:
Carlotta - Internat auf Probe
Carlotta - Internat und plötzlich Freundinnen
Carlotta - Film ab im Internat!
Carlotta - Internat und Prinzenball
Besonders toll finde ich hier, dass Carlotta mit ihren Lesern wächst. Ich bin nicht die einzige Leserin der Bücher in der Familie, sondern habe hauptsächlich durch meine nun 13jährige Nichte damit angefangen. In jedem der Bücher ist sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung genauso alt wie Carlotta. Dies scheint auch so fortgesetzt zu werden, denn hinten im Buch ist eine kurze Leseprobe für das nächste Buch der Reihe das für Herbst 2014 angekündigt ist und in dem Carlotta dann in der 9. Klasse ist.
Bisher haben mir alle Bücher der Reihe gut gefallen, da ich die Figuren ziemlich interessant finde und sich Carlotta in jedem Buch mit einem typischen Problem auseinandersetzen muss. Das schwächste Buch der Reihe war für mich Band drei und nun habe ich wieder eine Steigerung erlebt. "Internat und Prinzenball" ist nicht ganz so vorhersehbar und da Carlotta nun schon 13 Jahre alt ist, tut sich auch in ihrem Liebesleben einiges. Darauf haben einige Leser bestimmt schon im letzten Buch gewartet und ich denke sie werden hier nicht enttäuscht sein. Überhaupt haben mir die Figuren und ihre Entwicklung hier wieder sehr gut gefallen.
Empfehlen kann ich "Carlotta - Internat und Prinzenball" insbesondere an alle Leser die auch die ersten Bücher bereits gerne gelesen haben und ansonsten vor allem für Mädchen von 11 – 14 Jahren.
 
So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Dagmar Hoßfeld: Carlotta 04 - Internat und Prinzenball 

Weitere Informationen zur Reihe und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Carlsen Verlages.

Dienstag, 27. August 2013

Jennifer E. Smith: Der Geschmack von Glück


Graham Larkin ist ein Star, seit er eine Rolle in einer bekannten Filmreihe gespielt hat. Als er versehentlich eine E-Mail über sein Hausschwein Wilbur an die 16jährige Ellie O'Neill sendet, statt an den Schweinchen-Sitter, ist das der Beginn einer ungewöhnlichen E-Mail-Freundschaft. Über Monate hinweg schreiben sich die beiden Teenager von ihren Gedanken, Träumen und Wünschen, ohne jedoch zu wissen wer der andere in Wirklichkeit ist.
Als Graham einen neuen Film drehen soll und der ursprüngliche Drehort abgesagt wird setzt er alles daran, dass Ellies Heimatstatt Henley, Maine zur neuen Filmkulisse wird. G. möchte E. endlich im realen Leben treffen und mit dem was er über sie weiß wird er sie bestimmt schnell ausfindig machen. Aber kann ein Filmstar wirklich eine Beziehung mit einem Kleinstadtmädchen eingehen? Und was wird Ellie sagen, wenn sie erfährt mit wem sie die ganze Zeit Kontakt hatte? Es scheint einen Grund zu geben, warum sie ausgerechnet in einer so kleinen Stadt mit ihrer Mutter lebt ...

"Der Geschmack von Glück" von Autorin Jennifer E. Smith hat mir von der ersten Seite an gefallen. Aufgelockert wird die Geschichte von den E-Mails die sich Graham und Ellie erst versehentlich und später bewusst schicken. Meiner Meinung nach hätte es davon auch ruhig noch mehr geben können, denn gerade so erfährt man wirklich inhaltliches von den beiden Hauptfiguren und ihrem Kennenlernen.
Ich mag an dieser Geschichte ganz besonders den Humor, den unerwarteten Tiefgang und das hier nicht nur aus einer Perspektive erzählt wird. Die Figuren wirken sehr echt und facettenreich, was bei Jugendbüchern nicht immer selbstverständlich ist. Man erfährt wirklich viel über Graham und Ellie und kann so auch gut ihre jeweiligen Beweggründe und Gedanken nachvollziehen.
"Der Geschmack von Glück" spielt im Sommer in einem Ort der von Touristen bevölkert wird und so hat man auch beim Lesen ein wenig das Gefühl sich im Urlaub zu befinden, die Seeluft zu riechen und zu verstehen warum es so viele Urlauber in diesen kleinen Ort zieht. In großen Teilen geht es jedoch auch darum sich selber zu entdecken und herauszufinden, welchen Geschmack denn das eigene Glück hat. Denn Glück ist nicht für jeden das Gleiche. Für den einen ist es die Lieblingseiscreme an einem heißen Sommertag, für den anderen ein romantischer Sonnenuntergang am Strand oder auch nur ein einzelner Moment mit der Familie. Graham und Ellie sind auf der Suche nach ihrem Glück und sie dabei zu begleiten macht einfach Spaß.
Bis darauf, dass ich gerne noch mehr von den E-Mails gehabt hätte und es da ein Kapitel gab das mir nicht ganz so gut gefallen hat wie der Rest vom Buch, kann ich "Der Geschmack von Glück" an alle Leser ab ca. 12 Jahren empfehlen, die auf der Suche nach einer sommerlichen Liebesgeschichte sind, die nicht nur an der Oberfläche bleibt, sondern in der man wirklich das Gefühl hat die Figuren kennenzulernen.

So habe ich bewertet:






Und hier kann man das Buch kaufen: Jennifer E. Smith: Der Geschmack von Glück