Ende des 17. Jahrhunderts wird die 18jährige Petronella Oortman mit dem reichen Kaufmann Johannes Brandt aus Amsterdam verheiratet.
Nella fällt der Umzug aus ihrem kleinen Heimatort in das herrschaftliche Haus nicht leicht, doch sie hat sich immer gewünscht mehr zu erleben. Aber schon der Empfang ist anders als Nella erwartet hatte, denn Johannes ist viel unterwegs und seine Schwester Marin, die ihm bisher den Haushalt geführt hat, nimmt sie nicht mit offenen Armen auf. Marin hält Nella für zu jung und ungebildet und hält sie so von jeder Verantwortung fern. Zur Beschäftigung bekommt Nella daher von ihrem Ehemann ein wertvolles Schrankpuppenhaus geschenkt, mit dem sie lernen soll einen großen Haushalt zu führen und dessen Einrichtung für Ablenkung sorgt. Nur widerwillig nimmt Nella die neue Aufgabe an und beauftragt einen Miniaturisten aus einem Handwerkerverzeichnis mit der Anfertigung einiger Einrichtungsgegenstände. Als die erste Lieferung eintrifft ist Nella jedoch sehr erstaunt, denn anscheinend weiß der Miniaturist mehr über ihr neues Leben und die Familie Brandt als sie selber. Geht es hier mit rechten Dingen zu?
"Die Magie der kleinen Dinge" von Autorin Jessie Burton hat mir gut gefallen. Ich wusste dieses Buch jedoch zunächst nicht richtig in ein Genre einzuordnen, da ein Titel mit "Magie" doch irgendwie auf Fantasy hindeutet, der Handlungsort jedoch typisch für einen historischen Roman ist. Rückblickend würde ich sagen, dass es sich hier eindeutig um einen historischen Roman handelt, bei dem sich die Autorin jedoch sehr viel künstlerische Freiheit heraus genommen hat. Versteht man den deutschen Titel als Zitat aus dem Buch, dann hätte es auch eigentlich "Die Kunst der kleinen Dinge" heißen müssen und das wäre als Hinweis auf die handwerkliche Fähigkeit des Miniaturisten vielleicht auch passender gewesen, bevor der Leser zu viel in den Titel hineininterpretiert.
Nach dem Lesen von "Die Magie der kleinen Dinge" habe ich auch erst einmal recherchiert was denn hier auf historischen Fakten beruht, denn auch wenn es am Ende des Buches einen Glossar gibt, so hat die Autorin doch darauf verzichtet über ihre Recherchen und die historischen Hintergründe aufzuklären. Auf Tatsachen beruht hier lediglich, dass es eine Frau mit Namen Petronella Oortman gab, die mit einem Händler namens Johannes Brandt verheiratet war und im Besitz eines Schrankpuppenhauses, das sich nun im Reichsmuseum in Amsterdam befindet. Alles andere scheint mit dem Leben der echten Petronella Oortman nichts zu tun zu haben und das heißt für mich im Grunde genommen auch, dass man der Hauptfigur dann besser auch nicht den Namen einer real existierenden Person gegeben hätte. Das reale Schrankpuppenhaus und die Ideen der Autorin rund um dieses kostbare Möbelstück war Inspiration für die Geschichte, aber die Umsetzung ist für mich nicht sonderlich glaubwürdig gelungen. Augenscheinlich hat die Autorin hier auch verschiedene Ereignisse die nach Amsterdam gehören in die Zeitspanne des einen Jahres transferiert, in dem die Handlung von "Die Magie der kleinen Dinge" spielt. Ein echtes Abbild der Epoche kann der Roman daher auch nicht sein, auch wenn verschiedene Einblicke in das Leben einer reichen Kaufmannsfamilie gelungen erscheinen. Aufgebaut wird die Handlung rund um die Geheimnisse der Mitglieder des Haushalts und die Figuren haben mir auch gut gefallen. Einige Geheimnisse sind offensichtlich, andere kommen erst später ans Tageslicht und manches wird auch gar nicht richtig aufgeklärt. Undurchsichtig bis zum Schluss ist für mich die Figur des Miniaturisten und die Rolle dies sie hier in dieser Geschichte spielt und das fand ich auch ein wenig unbefriedigend. Ich habe die Geschichte mit Interesse verfolgt und eigentlich nur darauf gewartet, dass sich hier am Ende aufklärt warum alles so gekommen ist und wie der Miniaturist von allem wissen konnte. Aber leider gibt es diese Aufklärung nicht und das was hier stattdessen als Ende präsentiert wird ist für mich schon eher wieder der Anfang von etwas anderem und mich hätte durchaus interessiert wie es denn in einer solch strengen Gesellschaft weiter erzählt werden könnte. Vielleicht überrascht uns Jessie Burton auch irgendwann mit einer Fortsetzung, aber bis dahin behalte ich "Die Magie der kleinen Dinge" als Geschichte in Erinnerung die mich zwar gut unterhalten hat, aber nicht alle Fragen beantworten konnte.
Empfehlen kann ich das Buch zwar an Leser die an historischen Romanen interessiert sind, aber mit den Fakten sollten sie es nicht allzu genau nehmen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Jessie Burton: Die Magie der kleinen Dinge
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Limes Verlages.
Freitag, 3. April 2015
Donnerstag, 2. April 2015
KW14/2015 - Buchverlosung der Woche - Der sixtinische Himmel von Leon Morell
Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!
Ich verlose den historischen Roman "Der sixtinische Himmel" von Leon Morell.
In Rom erwartet ihn eine Welt, wie er sie bisher nicht kannte: Kunst und Kultur stehen in höchster Blüte, das Leben pulsiert in den Straßen und auf den Plätzen, herrschaftliche Paläste und prächtige Kirchen zieren das Stadtbild. Doch es gibt auch Schattenseiten: Die Pest wütet unter der Bevölkerung, Bettler und Kurtisanen bevölkern die Straßen.
Tatsächlich nimmt Michelangelo den Jungen als Gehilfen in seiner Werkstatt auf. Gerade hat er vom Papst den Auftrag bekommen, die Decke der Sixtinischen Kapelle neu auszumalen. Widerwillig macht sich der Bildhauer ans Werk, schließlich gilt seine Leidenschaft dem Marmor. Doch je weiter das Fresko voranschreitet, desto mehr kostet es seinen Meister an Lebenskraft. Denn in der Nacht erschafft er an einem geheimen Ort, in weißen Marmor gehauen, die Frau, die es nicht geben darf: die Kurtisane des Papstes."
Es handelt sich um ein neues und ungelesenes Buch.
Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!
Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört).
Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des folgenden Wochenendes bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
Viel Erfolg! :-)
Dienstag, 31. März 2015
Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Strasse
Inhaltsangabe des Verlages:
Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen.
Neil Gaiman ist ein großartiger Geschichtenerzähler und mit "Der Ozean am Ende der Straße" zeigt er wieder einmal, wieviel Magie in Worten und kleinen Geschichten stecken kann. Ich liebe "Stardust – Der Sternenwanderer" von Neil Gaiman und auf einen kleinen Rahmen reduziert führt dieser neue Roman nun die Tradition der symbolträchtigen Erzählung und der magischen Momente fort.
"Der Ozean am Ende der Straße" kommt eher leise daher, braucht keine große Kulisse und nur wenige Figuren um eine erstaunliche Geschichte zum Leben zu erwecken.
Erzählt wird hier die Kindheitserinnerung eines Mannes, die eigentlich keine Erinnerung ist, aber irgendwie dann doch wieder – eben typisch Neil Gaiman. Mich haben hier die Worte verzaubert und die Möglichkeit als Leser auch eigene Interpretationsspielräume zu haben.
Hauptfigur ist hier zum einen der Erzähler und zum anderen die Familie Hempstock, die in seiner Nachbarschaft lebte als er noch ein kleiner Junge war. Der Erzähler ist inzwischen schon lange erwachsen und als er anlässlich einer Beerdigung an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt, kehrt auch die Erinnerung zurück an diese magischen Ereignisse als er sieben Jahre alt war und befreundet mit der jüngsten Hempstock. Mehr möchte ich auch vom Inhalt gar nicht erzählen, denn jeder Leser sollte hier die Chance erhalten selber in diese Welt einzutauchen und zu erfahren was es mit den Hempstocks und ihrem Ozean auf sich hat. Es ist eine fantastische Geschichte die hier erzählt wird und so sollte der Leser auch offen sein für all das unerklärliche und faszinierende das dieses Buch zu bieten hat. Man könnte es auch als modernes Märchen bezeichnen, doch sollte man sich davor hüten es als Kindergeschichte abzutun. Für Kinder halte ich das Buch auch nicht wirklich geeignet, aber ich denke man kann es durchaus auch schon jungen Lesern ab ca. elf Jahren zumuten.
Es gibt eigentlich nur eine Sache die ich an "Der Ozean am Ende der Straße" auszusetzen habe – das Buch ist einfach zu dünn und die Zeit die man mit der Geschichte verbringen kann dadurch viel zu kurz.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße
Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen.
Neil Gaiman ist ein großartiger Geschichtenerzähler und mit "Der Ozean am Ende der Straße" zeigt er wieder einmal, wieviel Magie in Worten und kleinen Geschichten stecken kann. Ich liebe "Stardust – Der Sternenwanderer" von Neil Gaiman und auf einen kleinen Rahmen reduziert führt dieser neue Roman nun die Tradition der symbolträchtigen Erzählung und der magischen Momente fort.
"Der Ozean am Ende der Straße" kommt eher leise daher, braucht keine große Kulisse und nur wenige Figuren um eine erstaunliche Geschichte zum Leben zu erwecken.
Erzählt wird hier die Kindheitserinnerung eines Mannes, die eigentlich keine Erinnerung ist, aber irgendwie dann doch wieder – eben typisch Neil Gaiman. Mich haben hier die Worte verzaubert und die Möglichkeit als Leser auch eigene Interpretationsspielräume zu haben.
Hauptfigur ist hier zum einen der Erzähler und zum anderen die Familie Hempstock, die in seiner Nachbarschaft lebte als er noch ein kleiner Junge war. Der Erzähler ist inzwischen schon lange erwachsen und als er anlässlich einer Beerdigung an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt, kehrt auch die Erinnerung zurück an diese magischen Ereignisse als er sieben Jahre alt war und befreundet mit der jüngsten Hempstock. Mehr möchte ich auch vom Inhalt gar nicht erzählen, denn jeder Leser sollte hier die Chance erhalten selber in diese Welt einzutauchen und zu erfahren was es mit den Hempstocks und ihrem Ozean auf sich hat. Es ist eine fantastische Geschichte die hier erzählt wird und so sollte der Leser auch offen sein für all das unerklärliche und faszinierende das dieses Buch zu bieten hat. Man könnte es auch als modernes Märchen bezeichnen, doch sollte man sich davor hüten es als Kindergeschichte abzutun. Für Kinder halte ich das Buch auch nicht wirklich geeignet, aber ich denke man kann es durchaus auch schon jungen Lesern ab ca. elf Jahren zumuten.
Es gibt eigentlich nur eine Sache die ich an "Der Ozean am Ende der Straße" auszusetzen habe – das Buch ist einfach zu dünn und die Zeit die man mit der Geschichte verbringen kann dadurch viel zu kurz.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße
Montag, 30. März 2015
Cynthia Swanson: Als ich erwachte
Denver im Jahr 1962:
Kitty Miller betreibt mit ihrer besten Freundin Frieda zusammen einen kleinen Buchladen. Beide sind unverheiratet und mit inzwischen über 30 auch der Überzeugung das es da wohl auch keine Hoffnung auf Änderung mehr gibt. Aber ihre Freundschaft, die Bücher, ihre Familien und Kittys Katze haben ihr bisher auch gereicht.
Doch dann beginnen die Träume und Kitty fühlt sich regelrecht in ein anderes Leben hineinversetzt. Ein Leben in dem sie mit ihrem Geburtsnamen Katharyn angeredet wird, keinen Buchladen hat, verheiratet ist und Kinder hat.
Die Träume fühlen sich für Kitty immer realer an und sie beginnt sich vorzustellen, dass ihr Leben so ausgesehen hätte, wenn, ja wenn es damals ganz anders gelaufen wäre ...
Bei "Als ich erwachte" von Autorin Cynthia Swanson habe ich doch ein wenig länger überlegen müssen wie ich bewerten möchte.
Zu Anfang der Geschichte dachte ich die ganze Zeit, dass ich doch so was ähnliches schon mal gelesen habe. Auch der Buchtitel trug nicht gerade dazu bei, dass sich dieses Gefühl legte, denn in Kombination erinnerte er doch stark an "Während ich schlief" oder "Solange Du da bist". Da hätte man sicher einen Titel finden können, der weniger plakativ ist und dem Tiefgang der Geschichte ein wenig gerechter wird.
Dennoch hat mich die Handlung rund um Kitty, ihren Buchladen und das Leben einer alleinstehenden Frau in den 60er Jahren doch sehr interessiert. Im weiteren Verlauf schien auch nicht mehr alles ganz so perfekt zu sein in Kittys Traumwelt und das hat mich dann noch mehr interessiert. Erzählt wird jeweils aus der Perspektive von Kitty, wobei sie in ihrer Traumwelt eben Katharyn ist. Nach und nach tauchen in beiden Welten Brüche im perfekten Gebilde auf und auch wenn sich für Kitty die Frage stellt, welches von beiden Leben den eigentlich besser ist, ist doch bald klar, dass es ein uneingeschränktes Glück in keiner von beiden Welten für sie gibt. Entscheidungen prägen das Leben und manchmal sind es auch Zufälle oder auf den ersten Blick total unwichtige Ereignisse die später eine große Auswirkung haben können. Was wäre gewesen, wenn? Diese Frage hat sich wohl jeder schon einmal gestellt. Cynthia Swanson treibt dies hier auf die Spitze und konstruiert daraus zwei total gegensätzliche Entwicklungen. Eine Wertung besser oder schlechter soll das nicht sein, nur eben anders.
Insgesamt gesehen hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte und der Liebe zum Detail überrascht und begeistert und so ist "Als ich erwachte" zwar nicht unbedingt die Neuerfindung des Rades aber doch eine interessantes Buch das ich insbesondere an Leser empfehlen kann, die sehr persönliche Geschichten mögen und eine Protagonistin mit der die Handlung regelrecht zum Leben erwacht.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Cynthia Swanson: Als ich erwachte
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Diana Verlages.
Samstag, 28. März 2015
Hannah Kent: Das Seelenhaus
Island, Anfang des 19. Jahrhunderts
Agnes Magnusdottir arbeitet als Magd als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird. Gemeinsam mit zwei Komplizen (einem Mann und einer Frau) soll sie heimtückisch gemordet haben und nun die Zeit bis zur Hinrichtung auf dem Hof des Beamten Jon Jonsson verbringen, denn ein richtiges Gefängnis gibt es in Island nicht. Spirituellen Beistand soll ihr der junge Vikar Toti leisten und Agnes ihre Sünden bereuen. Ihm vertraut Agnes schließlich die Geschichte ihres Lebens an und wie es dazu kam, dass sie dieses grausamen Verbrechens beschuldigt wird.
Ich habe "Das Seelenhaus" von Autorin Hannah Kent als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Vera Teltz die hier mit der nötigen Ernsthaftigkeit liest und ihre Aufgabe sehr gut erfüllt.
"Das Seelenhaus" beruht auf der wahren Geschichte von Agnes Magnusdottir, der letzten Frau die in Island hingerichtet wurde. Autorin Hannah Kent hat ein Auslandsjahr in Island verbracht und dort von dieser Frau und ihrer Geschichte erfahren, die ihr fortan keine Ruhe mehr gelassen hat. Mir selber war Agnes Magnusdottir vorher kein Begriff, aber ihre Geschichte hat mich sehr berührt.
Erzählt wird hier keinesfalls von einer kaltblütigen Mörderin, die aus Habgier oder Heimtücke ein Verbrechen begannen hat. Es ist eine Geschichte von falschem Vertrauen, Hingabe und dem Wunsch nach Anerkennung die mich von Anfang an für sich eingenommen hat. Zu Anfang wusste ich noch nicht so recht, was ich von der unnahbaren Agnes halten soll, die weder über ihre Gefühle spricht, noch sich wirklich rechtfertigt oder für unschuldig erklärt. Erst nach und nach erfährt man mehr über diese Frau, die schon in jungen Jahren für sich selber sorgen musste und doch eigentlich nie etwas anderes wollte als ihr eigenes Heim.
Es ist eigentlich keine spannende Geschichte die hier gefangen hält, denn der Leser/Hörer weiß schließlich was am Ende mit Agnes geschehen wird. Aber ich wollte Agnes begleiten, ihre Geschichte hören und ihr die Möglichkeit geben das plakative Bild das die Bewohner Islands von ihr als Mörderin haben zu revidieren und so erstmals in ihrem Leben für sich selber einzustehen. Auch das Bild das hier von Island im 19. Jahrhundert gezeichnet wird und die Schilderung der kulturellen Besonderheiten hat mir sehr gut gefallen. Erzählt wird dabei aus der Ich-Perspektive von Agnes.
Ich kann "Das Seelenhaus" an alle Leser/Hörer empfehlen, die Geschichten mögen die unter die Haut gehen und nicht nur an der Oberfläche kratzen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Hannah Kent: Das Seelenhaus
Weitere Informationen zum Hörbuch und zur Autorin gibt es auf der Homepage von Hörbuch Hamburg.
Agnes Magnusdottir arbeitet als Magd als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird. Gemeinsam mit zwei Komplizen (einem Mann und einer Frau) soll sie heimtückisch gemordet haben und nun die Zeit bis zur Hinrichtung auf dem Hof des Beamten Jon Jonsson verbringen, denn ein richtiges Gefängnis gibt es in Island nicht. Spirituellen Beistand soll ihr der junge Vikar Toti leisten und Agnes ihre Sünden bereuen. Ihm vertraut Agnes schließlich die Geschichte ihres Lebens an und wie es dazu kam, dass sie dieses grausamen Verbrechens beschuldigt wird.
Ich habe "Das Seelenhaus" von Autorin Hannah Kent als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Vera Teltz die hier mit der nötigen Ernsthaftigkeit liest und ihre Aufgabe sehr gut erfüllt.
"Das Seelenhaus" beruht auf der wahren Geschichte von Agnes Magnusdottir, der letzten Frau die in Island hingerichtet wurde. Autorin Hannah Kent hat ein Auslandsjahr in Island verbracht und dort von dieser Frau und ihrer Geschichte erfahren, die ihr fortan keine Ruhe mehr gelassen hat. Mir selber war Agnes Magnusdottir vorher kein Begriff, aber ihre Geschichte hat mich sehr berührt.
Erzählt wird hier keinesfalls von einer kaltblütigen Mörderin, die aus Habgier oder Heimtücke ein Verbrechen begannen hat. Es ist eine Geschichte von falschem Vertrauen, Hingabe und dem Wunsch nach Anerkennung die mich von Anfang an für sich eingenommen hat. Zu Anfang wusste ich noch nicht so recht, was ich von der unnahbaren Agnes halten soll, die weder über ihre Gefühle spricht, noch sich wirklich rechtfertigt oder für unschuldig erklärt. Erst nach und nach erfährt man mehr über diese Frau, die schon in jungen Jahren für sich selber sorgen musste und doch eigentlich nie etwas anderes wollte als ihr eigenes Heim.
Es ist eigentlich keine spannende Geschichte die hier gefangen hält, denn der Leser/Hörer weiß schließlich was am Ende mit Agnes geschehen wird. Aber ich wollte Agnes begleiten, ihre Geschichte hören und ihr die Möglichkeit geben das plakative Bild das die Bewohner Islands von ihr als Mörderin haben zu revidieren und so erstmals in ihrem Leben für sich selber einzustehen. Auch das Bild das hier von Island im 19. Jahrhundert gezeichnet wird und die Schilderung der kulturellen Besonderheiten hat mir sehr gut gefallen. Erzählt wird dabei aus der Ich-Perspektive von Agnes.
Ich kann "Das Seelenhaus" an alle Leser/Hörer empfehlen, die Geschichten mögen die unter die Haut gehen und nicht nur an der Oberfläche kratzen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Hannah Kent: Das Seelenhaus
Weitere Informationen zum Hörbuch und zur Autorin gibt es auf der Homepage von Hörbuch Hamburg.
Freitag, 27. März 2015
Helen Douglas: Eden und Orion - Lichtjahre zu dir
Inhaltsangabe des Verlages:
Als der gut aussehende Ryan an ihrer Schule auftaucht, verliebt Eden sich Hals über Kopf in den Neuen. Auf den ersten Blick scheint Ryan ein ganz normaler amerikanischer Teenager zu sein. Aber wieso kennt er dann keine Pizza und hat noch nie von Gandhi oder Mandela gehört? Und warum interessiert er sich so brennend für sie? Eines Tages findet Eden ein Buch in Ryans Zimmer, dessen Inhalt eine ferne Zukunft vorwegnimmt. Eden versucht fieberhaft, das Geheimnis zu lüften. Sie entdeckt, dass Ryan eine unglaublich wichtige Mission erfüllen muss ... und sie vielleicht seine einzige Chance zerstört hat.
Ich wollte "Eden und Orion – Lichtjahre zu dir" von Autorin Helen Douglas unbedingt lesen. Ich hatte mich schon richtig darauf gefreut und vielleicht waren meine hohen Erwartungen dann auch genau das Problem. Meinen Ansprüchen gerecht werden konnte das Buch leider nicht.
Es ist nicht so, dass ich das Buch total schlecht fand, aber es konnte mich leider überhaupt nicht begeistern, strotzte vor Klischees und die Figuren waren mir zu einseitig und daher nicht sympathisch genug. Besonders Eden war mir zu oberflächlich und daher in meinen Augen auch nicht würdig für die Rolle die sie in der Geschichte einnimmt. Von der Handlung möchte ich nicht zu viel verraten, denn das ist hier eigentlich noch das einzig wirklich interessante. Jedoch werden die Themen hier recht einfach abgehandelt und wer nach Logikfehlern sucht wird diese sicherlich auch finden. Für mich hatte die Geschichte auch keine hohe Glaubwürdigkeit, denn das was Ryan von seinem Leben erzählt und was er weiß oder nicht weiß erscheint mir doch eher unwahrscheinlich.
Dennoch lässt sich "Eden und Orion – Lichtjahre zu dir" (wer hat sich eigentlich diesen schlechten Titel ausgedacht, der auch noch einen Spoiler enthält?) gut lesen und es ist eine leichte Liebesgeschichte, die sicherlich besonders jungen Lesern auch Freude machen wird. Das Cover der deutschen Ausgabe finde ich jedenfalls wunderschön. Die Handlung ist eigentlich in sich abgeschlossen, doch ich habe gesehen, dass es auf Englisch eine Fortsetzung gibt.
Insgesamt gesehen ist "Eden und Orion – Lichtjahre zu dir" eine recht anspruchslose Geschichte die einige Schwächen aufweist, aber sicherlich auch seine Fans unter den Lesern ungewöhnlicher Liebesgeschichten finden wird. Empfehlen kann ich das Buch daher eher an junge Leser die noch nicht viele Geschichten solcher Art gelesen haben und vielleicht die Logik der Handlung auch eher in den Hintergrund stellen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Helen Douglas: Eden und Orion - Lichtjahre zu dir
Als der gut aussehende Ryan an ihrer Schule auftaucht, verliebt Eden sich Hals über Kopf in den Neuen. Auf den ersten Blick scheint Ryan ein ganz normaler amerikanischer Teenager zu sein. Aber wieso kennt er dann keine Pizza und hat noch nie von Gandhi oder Mandela gehört? Und warum interessiert er sich so brennend für sie? Eines Tages findet Eden ein Buch in Ryans Zimmer, dessen Inhalt eine ferne Zukunft vorwegnimmt. Eden versucht fieberhaft, das Geheimnis zu lüften. Sie entdeckt, dass Ryan eine unglaublich wichtige Mission erfüllen muss ... und sie vielleicht seine einzige Chance zerstört hat.
Ich wollte "Eden und Orion – Lichtjahre zu dir" von Autorin Helen Douglas unbedingt lesen. Ich hatte mich schon richtig darauf gefreut und vielleicht waren meine hohen Erwartungen dann auch genau das Problem. Meinen Ansprüchen gerecht werden konnte das Buch leider nicht.
Es ist nicht so, dass ich das Buch total schlecht fand, aber es konnte mich leider überhaupt nicht begeistern, strotzte vor Klischees und die Figuren waren mir zu einseitig und daher nicht sympathisch genug. Besonders Eden war mir zu oberflächlich und daher in meinen Augen auch nicht würdig für die Rolle die sie in der Geschichte einnimmt. Von der Handlung möchte ich nicht zu viel verraten, denn das ist hier eigentlich noch das einzig wirklich interessante. Jedoch werden die Themen hier recht einfach abgehandelt und wer nach Logikfehlern sucht wird diese sicherlich auch finden. Für mich hatte die Geschichte auch keine hohe Glaubwürdigkeit, denn das was Ryan von seinem Leben erzählt und was er weiß oder nicht weiß erscheint mir doch eher unwahrscheinlich.
Dennoch lässt sich "Eden und Orion – Lichtjahre zu dir" (wer hat sich eigentlich diesen schlechten Titel ausgedacht, der auch noch einen Spoiler enthält?) gut lesen und es ist eine leichte Liebesgeschichte, die sicherlich besonders jungen Lesern auch Freude machen wird. Das Cover der deutschen Ausgabe finde ich jedenfalls wunderschön. Die Handlung ist eigentlich in sich abgeschlossen, doch ich habe gesehen, dass es auf Englisch eine Fortsetzung gibt.
Insgesamt gesehen ist "Eden und Orion – Lichtjahre zu dir" eine recht anspruchslose Geschichte die einige Schwächen aufweist, aber sicherlich auch seine Fans unter den Lesern ungewöhnlicher Liebesgeschichten finden wird. Empfehlen kann ich das Buch daher eher an junge Leser die noch nicht viele Geschichten solcher Art gelesen haben und vielleicht die Logik der Handlung auch eher in den Hintergrund stellen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Helen Douglas: Eden und Orion - Lichtjahre zu dir
Donnerstag, 26. März 2015
KW13/2015 - Buchverlosung der Woche - Der traurige Polizist von Deon Meyer
Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!
Ich verlose den Thriller "Der traurige Polizist" von Deon Meyer.
Es handelt sich um ein neues und ungelesenes Buch.
Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!
Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört).
Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des folgenden Wochenendes bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
Viel Erfolg! :-)
Mittwoch, 25. März 2015
KW13/2015 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Menschenrechtsverteidiger in der Demokratischen Republik Kongo
Diese Woche möchte ich Euch einige Menschenrechtsverteidiger aus der Demokratischen Republik Kongo vorstellen:
Zahlreiche Menschenrechtsverteidiger werden in der Demokratischen Republik Kongo seit dem 15. März ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten. Sie hatten im Eloko-Makasi-Jugendzentrum in der Hauptstadt Kinshasa eine Pressekonferenz gegeben, die von Sicherheitskräften gewaltsam aufgelöst wurde.
Am 15. März stürmten Sicherheitskräfte eine Pressekonferenz im Eloko-Makasi Jugendzentrum in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Sie nahmen etwa 30 Personen fest, darunter Mitglieder der kongolesischen Jugendorganisation Lutte pour le Changement (LUCHA), der senegalesischen Bewegung Y'en a Marre, der burkinischen Gruppe Balai Citoyen, sowie einen US-amerikanischen Diplomaten und anwesende Journalist_innen. Die Pressekonferenz wurde im Anschluss an einen Workshop über die Beteiligung von Jugendlichen an politischen Prozessen im Vorfeld der anstehenden Wahlen im Land abgehalten. Veranstalter waren die örtlichen NGOs la Jeunesse pour une Nouvelle Société (JNS), le Forum National de la Jeunesse pour l'Excellence (FNJE) und Lutte pour le Changement (LUCHA).
Amnesty International liegen Informationen darüber vor, dass einige Personen während der Festnahme von den Sicherheitskräften misshandelt wurden. Ein Augenzeuge berichtete, dass Personen von den Sicherheitskräften schikaniert und grob behandelt wurden, bevor man sie an unbekannte Orte verbrachte. Der US-amerikanische Diplomat und die ausländischen Journalist_innen wurden noch am selben Tag wieder freigelassen, die senegalesischen und burkinischen Aktivist_innen wurden ausgewiesen. Weitere kongolesische Menschenrechtler_innen befinden sich nach wie vor ohne Kontakt zur Außenwelt an unbekannten Orten in Haft. Ihnen drohen Folter und andere Misshandlungen.
Amnesty International sieht diese Angriffe auf die Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit mit großer Sorge.
Es gibt eine Urgent Action, die sich für die Menschenrechtsverteidiger einsetzt.
Schreibt eine E-Mail an: matipamumba(at)yahoo.fr, ambardc_berlin(at)yahoo.de
Betreff: Menschenrechtsverteidiger in der Demokratischen Republik Kongo
Text:
Sehr geehrter Herr Minister,
von Amnesty International habe ich mit grosser Sorge erfahren, dass zahlreiche Menschenrechtsverteidiger seit dem 15. Maerz ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten werden. Sie hatten im Eloko-Makasi-Jugendzentrum in Kinshasa eine Pressekonferenz gegeben, die von Sicherheitskraeften gewaltsam aufgeloest wurde.
Bitte geben Sie unverzueglich den Aufenthaltsort der inhaftierten Menschenrechtler und aller anderen Gefangenen bekannt.
Stellen Sie die Inhaftierten bitte entweder umgehend wegen einer international als strafbar anerkannten Handlung vor Gericht oder lassen Sie sie frei.
Sorgen Sie dafuer, dass die Inhaftierten vor Folter und anderweitiger Misshandlung geschuetzt werden und gewaehren Sie ihnen fuer die Dauer ihrer Inhaftierung Zugang zu ihren Rechtsbeistaenden und Familien.
Mit freundlichen Gruessen(Dein Name)
Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Menschenrechtler in Haft
Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.
Beteiligen Sie sich jetzt!: © Amnesty International
Zahlreiche Menschenrechtsverteidiger werden in der Demokratischen Republik Kongo seit dem 15. März ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten. Sie hatten im Eloko-Makasi-Jugendzentrum in der Hauptstadt Kinshasa eine Pressekonferenz gegeben, die von Sicherheitskräften gewaltsam aufgelöst wurde.
Am 15. März stürmten Sicherheitskräfte eine Pressekonferenz im Eloko-Makasi Jugendzentrum in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Sie nahmen etwa 30 Personen fest, darunter Mitglieder der kongolesischen Jugendorganisation Lutte pour le Changement (LUCHA), der senegalesischen Bewegung Y'en a Marre, der burkinischen Gruppe Balai Citoyen, sowie einen US-amerikanischen Diplomaten und anwesende Journalist_innen. Die Pressekonferenz wurde im Anschluss an einen Workshop über die Beteiligung von Jugendlichen an politischen Prozessen im Vorfeld der anstehenden Wahlen im Land abgehalten. Veranstalter waren die örtlichen NGOs la Jeunesse pour une Nouvelle Société (JNS), le Forum National de la Jeunesse pour l'Excellence (FNJE) und Lutte pour le Changement (LUCHA).
Amnesty International liegen Informationen darüber vor, dass einige Personen während der Festnahme von den Sicherheitskräften misshandelt wurden. Ein Augenzeuge berichtete, dass Personen von den Sicherheitskräften schikaniert und grob behandelt wurden, bevor man sie an unbekannte Orte verbrachte. Der US-amerikanische Diplomat und die ausländischen Journalist_innen wurden noch am selben Tag wieder freigelassen, die senegalesischen und burkinischen Aktivist_innen wurden ausgewiesen. Weitere kongolesische Menschenrechtler_innen befinden sich nach wie vor ohne Kontakt zur Außenwelt an unbekannten Orten in Haft. Ihnen drohen Folter und andere Misshandlungen.
Amnesty International sieht diese Angriffe auf die Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit mit großer Sorge.
Es gibt eine Urgent Action, die sich für die Menschenrechtsverteidiger einsetzt.
Schreibt eine E-Mail an: matipamumba(at)yahoo.fr, ambardc_berlin(at)yahoo.de
Betreff: Menschenrechtsverteidiger in der Demokratischen Republik Kongo
Text:
Sehr geehrter Herr Minister,
von Amnesty International habe ich mit grosser Sorge erfahren, dass zahlreiche Menschenrechtsverteidiger seit dem 15. Maerz ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten werden. Sie hatten im Eloko-Makasi-Jugendzentrum in Kinshasa eine Pressekonferenz gegeben, die von Sicherheitskraeften gewaltsam aufgeloest wurde.
Bitte geben Sie unverzueglich den Aufenthaltsort der inhaftierten Menschenrechtler und aller anderen Gefangenen bekannt.
Stellen Sie die Inhaftierten bitte entweder umgehend wegen einer international als strafbar anerkannten Handlung vor Gericht oder lassen Sie sie frei.
Sorgen Sie dafuer, dass die Inhaftierten vor Folter und anderweitiger Misshandlung geschuetzt werden und gewaehren Sie ihnen fuer die Dauer ihrer Inhaftierung Zugang zu ihren Rechtsbeistaenden und Familien.
Mit freundlichen Gruessen(Dein Name)
Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Menschenrechtler in Haft
Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.
"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)
Dienstag, 24. März 2015
Rebecca Martin: Die geheimen Worte
Die Schwestern Anne und Sophie leben im Jahr 1855 in Bad Kreuznach, einer aufstrebenden Kurstadt in der ihr Vater als hoch angesehener Arzt tätig ist. Als sie den Engländer James Bennett kennenlernen, der in der Stadt weilt um seine deutschen Wurzeln zu erkunden, fühlen sich beide jungen Frauen zu ihm hingezogen. Doch Anne ist bereits verheiratet und auch für die junge Sophie ziemt es sich nicht so viel Zeit mit einem Mann zu verbringen. Schon bald gibt es Gerede und ein Skandal scheint sich anzubahnen.
Generationen später versucht die Kaufmannstochter Marlene aus den Zwängen einer von ihren Eltern geplanten Ehe auszubrechen. Doch auch wenn sich die Zeiten durch den ersten Weltkrieg gewandelt haben, bietet das Jahr 1923 einer jungen Frau kaum eine Möglichkeit auf ehrenwerte Weise für sich selber zu sorgen. Doch so schnell will Leni nicht aufgeben und so ist auch hier der Skandal nicht weit.
"Die geheimen Worte" von Autorin Rebecca Martin zählt für mich leider nicht zu den Lesehighlights der letzten Wochen. Es ist nicht das beste Buch der Autorin und für mich ist hier der Versuch missglückt die beiden Erzählstränge miteinander zu verbinden.
Bücher mit mehreren Erzählsträngen die in unterschiedlichen Zeitebenen spielen sind schon seit einigen Jahren sehr beliebt und auch ich lese diese Bücher sehr gerne. Meistens ist dabei eine Handlung in der Vergangenheit und eine in der Gegenwart angesiedelt. In "Die geheimen Worte" spielen nun beide in der Vergangenheit, wobei jedoch gut 70 Jahre dazwischen liegen. Zum einen widmet sich die Geschichte den beiden ungleichen Schwestern Anne und Sophie, die im Jahr 1855 in Bad Kreuznach leben und zum anderen der 20jährigen Marlene die im Jahr 1923 in Frankfurt lebt.
Die beiden Handlungen werden im Wechsel erzählt, was jedoch der Geschichte keinerlei Mehrwert bringt. Für mich sind das zwei vollkommen eigenständige Handlungen, die natürlich (und ich denke damit verrate ich hier nicht zu viel) über irgendeine Verwandtschaft miteinander verbunden sein sollen. Es ist jedoch nicht so, dass das Leben der Schwestern im Jahr 1855 und die dort thematisierten Ereignisse einen wesentlichen Einfluss auf Marlene im Jahr 1923 hätten und sie wird hier auch nicht als Ahnenforscherin tätig oder hätte eine sonstige wichtige Verbindung zu früheren Generationen. Diese Verbindung wirkt daher für mich zu erzwungen, als das sie irgendeinen besonderen Aspekt in die Geschichte bringen würde. Für sich gesehen lassen sich beide Handlungen gut lesen, haben aber keinerlei Spannung oder Vorfreude auf weitere Ereignisse bei mir hervorgerufen. Die Entwicklung der Geschichte war nicht überraschend und auch nicht wirklich dramatisch, da es dafür zu vorhersehbar war. Zwar ist es nicht uninteressant über die Position der Frau in der Gesellschaft und die generellen Zwänge und Unterdrückung der Selbstverwirklichung zu unterschiedlichen Zeiten zu lesen und hier auch Vergleiche sowohl untereinander als auch zur Gegenwart ziehen zu können, aber das reicht in diesem Fall einfach nicht um mich nachhaltig zu begeistern. Ich denke insbesondere aus der Handlung rund um die Schwestern Anne und Sophie im Jahr 1855 und ihren Schwarm James Bennett hätte man noch mehr machen können und da wäre es vielleicht auch besser gewesen sich nur auf diesen Handlungsstrang zu konzentrieren und einen reinen historischen Roman auf einer Zeitebene daraus zu machen.
Insgesamt gesehen kann ich "Die geheimen Worte" daher nur eingeschränkt empfehlen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Rebecca Martin: Die geheimen Worte
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Diana Verlages.
Generationen später versucht die Kaufmannstochter Marlene aus den Zwängen einer von ihren Eltern geplanten Ehe auszubrechen. Doch auch wenn sich die Zeiten durch den ersten Weltkrieg gewandelt haben, bietet das Jahr 1923 einer jungen Frau kaum eine Möglichkeit auf ehrenwerte Weise für sich selber zu sorgen. Doch so schnell will Leni nicht aufgeben und so ist auch hier der Skandal nicht weit.
"Die geheimen Worte" von Autorin Rebecca Martin zählt für mich leider nicht zu den Lesehighlights der letzten Wochen. Es ist nicht das beste Buch der Autorin und für mich ist hier der Versuch missglückt die beiden Erzählstränge miteinander zu verbinden.
Bücher mit mehreren Erzählsträngen die in unterschiedlichen Zeitebenen spielen sind schon seit einigen Jahren sehr beliebt und auch ich lese diese Bücher sehr gerne. Meistens ist dabei eine Handlung in der Vergangenheit und eine in der Gegenwart angesiedelt. In "Die geheimen Worte" spielen nun beide in der Vergangenheit, wobei jedoch gut 70 Jahre dazwischen liegen. Zum einen widmet sich die Geschichte den beiden ungleichen Schwestern Anne und Sophie, die im Jahr 1855 in Bad Kreuznach leben und zum anderen der 20jährigen Marlene die im Jahr 1923 in Frankfurt lebt.
Die beiden Handlungen werden im Wechsel erzählt, was jedoch der Geschichte keinerlei Mehrwert bringt. Für mich sind das zwei vollkommen eigenständige Handlungen, die natürlich (und ich denke damit verrate ich hier nicht zu viel) über irgendeine Verwandtschaft miteinander verbunden sein sollen. Es ist jedoch nicht so, dass das Leben der Schwestern im Jahr 1855 und die dort thematisierten Ereignisse einen wesentlichen Einfluss auf Marlene im Jahr 1923 hätten und sie wird hier auch nicht als Ahnenforscherin tätig oder hätte eine sonstige wichtige Verbindung zu früheren Generationen. Diese Verbindung wirkt daher für mich zu erzwungen, als das sie irgendeinen besonderen Aspekt in die Geschichte bringen würde. Für sich gesehen lassen sich beide Handlungen gut lesen, haben aber keinerlei Spannung oder Vorfreude auf weitere Ereignisse bei mir hervorgerufen. Die Entwicklung der Geschichte war nicht überraschend und auch nicht wirklich dramatisch, da es dafür zu vorhersehbar war. Zwar ist es nicht uninteressant über die Position der Frau in der Gesellschaft und die generellen Zwänge und Unterdrückung der Selbstverwirklichung zu unterschiedlichen Zeiten zu lesen und hier auch Vergleiche sowohl untereinander als auch zur Gegenwart ziehen zu können, aber das reicht in diesem Fall einfach nicht um mich nachhaltig zu begeistern. Ich denke insbesondere aus der Handlung rund um die Schwestern Anne und Sophie im Jahr 1855 und ihren Schwarm James Bennett hätte man noch mehr machen können und da wäre es vielleicht auch besser gewesen sich nur auf diesen Handlungsstrang zu konzentrieren und einen reinen historischen Roman auf einer Zeitebene daraus zu machen.
Insgesamt gesehen kann ich "Die geheimen Worte" daher nur eingeschränkt empfehlen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Rebecca Martin: Die geheimen Worte
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Diana Verlages.
Montag, 23. März 2015
KW13/2015 - Mein Buchtipp der Woche - Die sieben Schwestern von Lucinda Riley
Mein Buchtipp der Woche ist der Auftakt einer neuen Reihe von Autorin Lucinda Riley. Sie widmet sich hier dem Mythos rund um "Die sieben Schwestern".
Inhaltsangabe:
Maia d’Apliése ist gemeinsam mit ihren fünf jüngeren Schwestern aufgewachsen. Alle sechs wurden als Babys von Pa Salt adoptiert, der ihnen auf dem abgeschotteten Gelände des Anwesens „Atlantis“ am Genfer See ein liebevolles Zuhause geschaffen hat. Der unerwartete Tod ihres Adoptivvaters überrascht die Schwestern, besonders Maia, die ihr Elternhaus nicht verlassen hatte und weiterhin auf dem Anwesen lebte. Für jede seine Töchter hat Pa Salt einen Umschlag hinterlassen, in dem ein persönlicher Brief mit Hinweisen auf ihre biologische Abstammung enthalten ist. Jede der jungen Frauen soll die Möglichkeit erhalten zu erfahren wo ihre Wurzeln liegen. Maia war es nie wichtig wer ihre leiblichen Eltern sind, denn Pa Salt hat ihr immer das Gefühl einer Familie gegeben. Doch nun folgt sie dem Hinweis nach Rio de Janeiro und erfährt nicht nur mehr über ihre Abstammung, sondern auch über sich selbst.
Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
Ich mag die Bücher von Lucinda Riley sehr und so war es auch keine Frage, dass ich das neueste Buch von ihr lesen möchte. Angelehnt ist "Die sieben Schwestern" an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher auch als Reihe mit sieben Bänden von der Autorin und "Die sieben Schwestern" bildet den Auftakt. Jedes der Bücher soll sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern widmen, wobei hier jedoch auffällig ist, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
Aber das ist sicherlich eines der Geheimnisse das erst an späterer Stelle gelüftet werden wird.
Hier erfahren wir nun jedenfalls die Geschichte der ältesten Schwester Maia und begleiten ihre Spurensuche nach Rio de Janeiro. Erzählt wird auch von ihrer Vorfahrin Izabela, was den Leser zurück ins Jahr 1927 führt. Schlüssig werden diese Episoden durch Briefe ihre Urgroßmutter, die Maia ausgehändigt bekommt.
Für mich war hier besonders interessant, dass sich die Ereignisse rund um die Entstehung des Cristo Redentor in Rio drehen (der Jesusstatue auf dem Corcovado), denn seit ich letztes Jahr selber in Rio war fasziniert mich die Stadt sehr. Viele Details rund um die Entstehung waren mir vorher nicht bekannt und wie ich nach dem Lesen recherchiert habe, beruht auch ein großer Teil davon auf historischen Fakten. Leider gibt es kein Nachwort der Autorin in dem sie noch darauf eingehen würde was hier Fakt und was Fiktion ist und auch eine kleine Karte der Handlungsorte hätte das Buch noch optisch aufwerten können. Natürlich ist die Familiengeschichte der Protagonistin der Phantasie der Autorin entsprungen, aber ich fand diesen Einblick in das Leben in Brasilien zur Belle Epoche sehr faszinierend und habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Auch die Handlung in der Gegenwart (die aus mir unbekanntem Grund im Jahr 2007 spielt) hat mich interessiert, was zum größten Teil daran liegen wird, dass mir die Figuren sehr sympathisch waren. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und hinterlassen Eindruck, was ich hier auch besonders wichtig finde, da sie wohl in den Folgebänden noch ihre Auftritte haben werden.
Auch im Lebenslauf und Temperament der Schwestern hat sich Lucinda Riley bisher grob am Mythos der Plejaden orientiert und so wird es noch spannend zu erfahren wie sie dies in den Folgebänden weiter umsetzt.
Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzung, die auf Englisch bereits Ende 2015 erscheinen soll.
Empfehlen kann ich "Die sieben Schwestern" an alle Leser die wie ich die Bücher von Lucinda Riley bereits lieben, aber auch als Einstiegsbuch für alle Leser die einen Erzählstil mit mehreren Zeitebenen mögen und sich ebenfalls für den Mythos der sieben Schwestern oder die Entstehung des Cristo Redentor interessieren.
Hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die sieben Schwestern
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Goldmann Verlages.
Inhaltsangabe:
Maia d’Apliése ist gemeinsam mit ihren fünf jüngeren Schwestern aufgewachsen. Alle sechs wurden als Babys von Pa Salt adoptiert, der ihnen auf dem abgeschotteten Gelände des Anwesens „Atlantis“ am Genfer See ein liebevolles Zuhause geschaffen hat. Der unerwartete Tod ihres Adoptivvaters überrascht die Schwestern, besonders Maia, die ihr Elternhaus nicht verlassen hatte und weiterhin auf dem Anwesen lebte. Für jede seine Töchter hat Pa Salt einen Umschlag hinterlassen, in dem ein persönlicher Brief mit Hinweisen auf ihre biologische Abstammung enthalten ist. Jede der jungen Frauen soll die Möglichkeit erhalten zu erfahren wo ihre Wurzeln liegen. Maia war es nie wichtig wer ihre leiblichen Eltern sind, denn Pa Salt hat ihr immer das Gefühl einer Familie gegeben. Doch nun folgt sie dem Hinweis nach Rio de Janeiro und erfährt nicht nur mehr über ihre Abstammung, sondern auch über sich selbst.
Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
Ich mag die Bücher von Lucinda Riley sehr und so war es auch keine Frage, dass ich das neueste Buch von ihr lesen möchte. Angelehnt ist "Die sieben Schwestern" an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher auch als Reihe mit sieben Bänden von der Autorin und "Die sieben Schwestern" bildet den Auftakt. Jedes der Bücher soll sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern widmen, wobei hier jedoch auffällig ist, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
Aber das ist sicherlich eines der Geheimnisse das erst an späterer Stelle gelüftet werden wird.
Hier erfahren wir nun jedenfalls die Geschichte der ältesten Schwester Maia und begleiten ihre Spurensuche nach Rio de Janeiro. Erzählt wird auch von ihrer Vorfahrin Izabela, was den Leser zurück ins Jahr 1927 führt. Schlüssig werden diese Episoden durch Briefe ihre Urgroßmutter, die Maia ausgehändigt bekommt.
Für mich war hier besonders interessant, dass sich die Ereignisse rund um die Entstehung des Cristo Redentor in Rio drehen (der Jesusstatue auf dem Corcovado), denn seit ich letztes Jahr selber in Rio war fasziniert mich die Stadt sehr. Viele Details rund um die Entstehung waren mir vorher nicht bekannt und wie ich nach dem Lesen recherchiert habe, beruht auch ein großer Teil davon auf historischen Fakten. Leider gibt es kein Nachwort der Autorin in dem sie noch darauf eingehen würde was hier Fakt und was Fiktion ist und auch eine kleine Karte der Handlungsorte hätte das Buch noch optisch aufwerten können. Natürlich ist die Familiengeschichte der Protagonistin der Phantasie der Autorin entsprungen, aber ich fand diesen Einblick in das Leben in Brasilien zur Belle Epoche sehr faszinierend und habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Auch die Handlung in der Gegenwart (die aus mir unbekanntem Grund im Jahr 2007 spielt) hat mich interessiert, was zum größten Teil daran liegen wird, dass mir die Figuren sehr sympathisch waren. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und hinterlassen Eindruck, was ich hier auch besonders wichtig finde, da sie wohl in den Folgebänden noch ihre Auftritte haben werden.
Auch im Lebenslauf und Temperament der Schwestern hat sich Lucinda Riley bisher grob am Mythos der Plejaden orientiert und so wird es noch spannend zu erfahren wie sie dies in den Folgebänden weiter umsetzt.
Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzung, die auf Englisch bereits Ende 2015 erscheinen soll.
Empfehlen kann ich "Die sieben Schwestern" an alle Leser die wie ich die Bücher von Lucinda Riley bereits lieben, aber auch als Einstiegsbuch für alle Leser die einen Erzählstil mit mehreren Zeitebenen mögen und sich ebenfalls für den Mythos der sieben Schwestern oder die Entstehung des Cristo Redentor interessieren.
Hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die sieben Schwestern
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Goldmann Verlages.
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