Donnerstag, 14. August 2014

KW33/2014 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Zhang Xiaoyu und Xu Youchen

Diese Woche möchte ich Euch Zhang Xiaoyu und Xu Youchen vorstellen:
 Eine chinesische Aktivistin hält Zettel mit der Aufschrift "Recht!?!", "Gerechtigkeit!?!": © AP

Die Aktivistin Zhang Xiaoyu und der Aktivist Xu Youchen sind von der Polizei in der Provinz Henan in China schwer misshandelt worden, nachdem sie wegen des Verdachts, einen Polizisten getötet zu haben, festgenommen worden waren. Sie haben keinen Zugang zu Rechtsbeiständen und sind in großer Gefahr, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden.
Zhang Xiaoyu und ihr Ehemann Xu Youchen betätigen sich seit langer Zeit als Petitionseinreichende, d. h. sie fordern bei den Behörden Entschädigungen für durch die Regierung erfahrenes Unrecht ein. Am 17. Juli wurden Zhang Xiaoyu und Xu Youchen dabei von der Polizei in Peking festgenommen. Kurze Zeit später wurden sie von Polizist_innen in ihre Heimatstadt Jiaozhuo in der nördlichen Provinz Henan zurückgebracht. Am selben Tag noch teilte man ihrem Sohn mit, dass seine Eltern festgenommen worden waren, weil sie einen Polizeibeamten auf der Polizeiwache niedergestochen haben sollen.
Am 21. Juli wurde der Rechtsanwalt des Paares, Chang Weiping, von der Polizei vorgeladen und zwölf Stunden lang verhört. Zuvor hatte er ein Treffen mit Zhang Xiaoyu und Xu Youchen gefordert. Chang Weiping wurde in dem Fall als Zeuge benannt, was ihn effektiv daran hindert, das Paar rechtlich zu vertreten. Am 25. Juli trafen sich vier andere Rechtsbeistände mit Zhang Xiaoyu und Xu Youchen, die angaben, von der Polizei in Jiaozhuo schwer misshandelt worden zu sein. Zhang Xiaoyu ist dadurch fast vollständig erblindet und Xu Youchen hat ernste Verletzungen im Gesicht. Zhang Xiaoyu beteuerte, erst durch die Schreie anderer auf die getötete Person aufmerksam geworden zu sein, und nichts von einem Messer gewusst zu haben.
Nach dem Besuch der Rechtsbeistände weigerte sich die Polizei, weitere Besuche zuzulassen mit der Begründung, dass die Rechtsbeistände während der Ermittlungen Informationen zu dem Fall an die Medien weitergegeben und ins Internet gestellt hätten. Dies stellt jedoch keine Verletzung der Rechtsanwaltsordnung dar. Die Rechtsanwälte, die sich derzeit mit dem Fall befassen, Li Jinxing und Liu Hao, wurden am 30. Juli von unbekannten Männern vor der Haftanstalt in Jiaozhuo zusammengeschlagen.
Im Fall des Paares gab es zudem noch weitere Verfahrensfehler. Die Leiche des Polizisten, der von dem Paar getötet worden sein soll, wurde nur vier Tage nach seinem Tod, am 21. Juli, eingeäschert. Dies macht eine erneute Untersuchung des Todeszeitpunkts und der Todesursache unmöglich. Der Antrag der Rechtsanwälte, den Fall wegen Befangenheit einem Gericht in einem anderen Bezirk zu übergeben, wurde abgelehnt. Das Paar wurde am 2. August formell wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt.


Es gibt eine Urgent Action, die sich für Zhang Xiaoyu und Xu Youchen einsetzt.

Schreibt eine E-Mail an: jzgaw110(at)sohu.com, presse.botschaftchina(at)gmail.com

Betreff:
Zhang Xiaoyu und Xu Youchen

Text:
Sehr geehrter Herr Ding,

durch Amnesty International habe ich erfahren, dass die Aktivistin Zhang Xiaoyu und der Aktivist Xu Youchen von der Polizei in der Provinz Henan in China schwer misshandelt worden sind, nachdem sie wegen des Verdachts, einen Polizisten getoetet zu haben, festgenommen worden waren. Sie haben keinen Zugang zu Rechtsbeistaenden und sind in grosser Gefahr, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden.
Ich bitte Sie, dafuer zu sorgen, dass Zhang Xiaoyu und Xu Youchen nicht gefoltert oder anderweitig misshandelt werden und umgehend angemessene medizinische Versorgung erhalten.
Bitte stellen Sie sicher, dass sie eine rechtliche Vertretung ihrer Wahl und Zugang zu ihren Familienangehoerigen erhalten.
Bitte sorgen Sie ausserdem dafuer, dass die Gerichtsverfahren mit den internationalen Standards fuer faire Gerichtsverfahren uebereinstimmen.

Mit freundlichen Gruessen
(Dein Name)

Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Ehepaar in Foltergefahr 

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.



"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)

Dienstag, 12. August 2014

Lucinda Riley: Das Orchideenhaus


Pianistin Julia Forrester kehrt nach einem tragischen Unglück in den Ort ihrer Kindheit zurück. Bei ihrem Großvater hat sie glückliche Stunden im Gewächshaus von Wharton Park verbracht und ihm beim züchten von Orchideen zugesehen. Damals lernte sie auch den jungen Kit Crawford kennen und begegnet ihm nun als neuen Eigentümer des Herrenhauses wieder. Bei der Renovierung des alten Cottages in dem Julias Großeltern gelebt haben wird zufällig ein altes Tagebuch gefunden und Kit vermutet, dass dieses Julias Großvater gehörte. Enthalten sind Schilderungen aus Thailand nach dem zweiten Weltkrieg und Julia beschließt ihre Großmutter darauf anzusprechen. Was Julia nun über ihre Familie und die damaligen Eigentümer von Wharton Park erfährt versetzt sie mitten zurück in eine Zeit von Krieg und Verlust.

"Das Orchideenhaus" von Autorin Lucinda Riley hat mir gut gefallen, kann mich jedoch nicht ganz so sehr überzeugen wie andere Bücher der Autorin die ich gelesen habe.
Grund dafür ist, dass ich das Buch recht vorhersehbar fand und oft geahnt habe das genau die folgende Situation eintreten wird, so dass die Handlung wenig Überraschungen für mich geboten hat. Zudem kommt hinzu, dass ich eine zusätzliche Wendung gegen Ende des Buches als absolut unnötig und störend für die gesamte Geschichte fand. Es war nun wirklich schon genug Leid geschehen und Drama vorhanden, so dass eine zusätzliche Spitze einfach zu viel war.
Gut gefallen haben mir jedoch die Erzählungen aus der Vergangenheit und die Beschreibungen von Thailand damals und heute. "Das Orchideenhaus" wird geprägt von starken Frauenfiguren, die über alle Epochen hinweg die Ereignisse auf Wharton Park beeinflusst haben und auch das hat mir gefallen. Oft empfinde ich den Handlungsstrang in der Vergangenheit als deutliche stärker als den in der Gegenwart, sofern das Buch auf mehreren Zeitebenen erzählt wird. Zwar merke ich auch hier ein größeres Interesse bei mir an der Vergangenheit, doch die Abstufung fällt nicht so deutlich aus wie bei anderen Büchern. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass mir die Hauptfigur der Julia sympathisch ist und ich auch ihren Lebensweg gerne verfolgt habe.
Insgesamt gesehen kann ich "Das Orchideenhaus" an alle Leser empfehlen die Bücher mögen die aus unterschiedlichen Erzählperspektive und auf verschiedenen Zeitebenen erzählt werden.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Das Orchideenhaus

Sonntag, 10. August 2014

KW32/2014 - Mein Buchtipp der Woche - Diana Gabaldon: Ein Schatten von Verrat und Liebe

Es ist mal wieder Zeit für einen Buchtipp der Woche.
Lange habe ich darauf gewartet, dass endlich der neue Roman in der Highlander-Saga von Autorin Diana Gabaldon erscheint. Nun ist es endlich soweit und "Ein Schatten von Verrat und Liebe" ist da.
Inhaltsangabe des Verlages:
Sie versprachen sich die Ewigkeit – doch das Schicksal lässt nicht mit sich handeln ...
Die entscheidende Schlacht des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges steht bevor. Als der totgeglaubte Rebell Jamie Fraser an die Seite seiner Frau Claire zurückkehrt, muss ihre Liebe erneut der Gewalt ihrer Zeit trotzen. Kann ihre durch zwei Jahrhunderte voneinander getrennte Familie allen Gefahren widerstehen? – Das nächste große Abenteuer um Verrat und Versöhnung, Gefahr und Tod sowie Liebe und Loyalität einer Familie zwischen allen Fronten.

Nun ist er endlich da, der achte Band der Highlander-Saga rund um Jamie und Claire - vier Jahre warten haben ein Ende. Für diejenigen die es noch nicht wissen, dies hier ist die Reihenfolge der bisher erschienenen Bücher:
- Feuer und Stein
- Die geliehene Zeit
- Ferne Ufer
- Der Ruf der Trommeln
- Das flammende Kreuz
- Ein Hauch von Schnee und Asche
- Echo der Hoffnung
- Ein Schatten von Verrat und Liebe
Sicherlich wird nicht jeder Leser zufrieden dieses achte Buch zuklappen und sich einfach nur freuen wieder etwas neues aus der Welt von Jamie und Claire erfahren zu haben. Aber genau so geht es mir jetzt. Die Frasers, Randalls, MacKenzies, Murrays und Greys sind für mich zu alten Bekannten geworden die ich nun schon seit Jahren begleite und bei denen ich mich freue einfach zu hören was sie so machen, wie sich ihr Leben entwickelt hat und wer mit wem wie und warum verbandelt ist.
Und solange es immer noch so ist, dass mir diese fast 1000 Seiten weder langatmig vorkommen, noch ich genug von den manchmal vorkommenden Wiederholungen habe, ist für mich auch noch nicht der Tag gekommen an dem ich nicht jedem empfehlen werde diese Reihe zu lesen und sich mit in diese Welt ziehen zu lassen.
Band sieben hat die Leser mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger zurückgelassen und so musste Band acht zu Beginn erst einmal die Trümmer zusammenkehren, den Leser beruhigen und ein wenig die alte Ordnung wiederherstellen. Man erfährt ziemlich direkt, dass Jemmy nicht in die Vergangenheit entführt wurde und der totgelaubte Jamie natürlich alles andere als einverstanden damit ist, dass Claire in der Zwischenzeit Lord John geheiratet hat.
Da wir uns zeitlich nun mitten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg befinden, kommt man nicht darum herum die Protagonisten auch auf das eine oder andere Schlachtfeld zu begleiten, wobei sich dort jedoch auch historisch bekannte Gestalten wie General Washington herumtreiben.
Für meinen persönlichen Geschmack hätte hier ruhig ein wenig mehr der Augenmerk auf Brianna und ihrer Familie liegen können, denn das was ihnen widerfährt fand ich auch besonders interessant. Viele Fäden wurden nun in diesem achten Band zusammengeführt, doch einige offene Fragen habe ich dennoch noch. Für Band neun bahnt sich nun der große Showdown an und wie ich gehört habe, soll es wohl hier tatsächlich einen Abschluss der Reihe geben. Ob ich das gut finden soll, weiß ich noch nicht, denn auch wenn die Reihe inzwischen ein eigenes Bücherregal braucht, werde ich die Figuren schon vermissen.
Um die Wartezeit für Band neun zu überbrücken kann ich nur hoffen, dass Diana Gabaldon noch mal wieder einen Abstecher für eine Lesereise nach Deutschland machen wird. Als Band sieben erschienen ist war ich bei einer solchen Lesung und es war ein wirklich tolles Erlebnis! Auch die in der Zwischenzeit erschienenen Kurzgeschichten haben das Warten ein wenig verkürzt.
Empfehlen kann ich "Ein Schatten von Verrat und Liebe" an alle Leser, die ebenso wie ich diese Reihe lieben. Wer sie noch nicht kennt, dem empfehlen ich das schnellstens zu ändern und mit "Feuer und Stein" zu beginnen.

Hier kann man das Buch kaufen: KW32/2014 - Mein Buchtipp der Woche - Diana Gabaldon: Ein Schatten von Verrat und Liebe

Weiter Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Blanvalet Verlages.

Klaus-Peter Wolf: Mord am Leuchtturm

Autor Klaus-Peter Wolf ist bekannt durch seine Ostfriesen-Krimi-Reihe rund um die Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen. Ich habe auch schon mal eins dieser Bücher gelesen, musste aber feststellen das ich nicht ganz überzeugt werden konnte.
Nun habe ich es mit "Mord am Leuchtturm" einmal mit einem Hörbuch von Klaus-Peter Wolf versucht und ich bin wirklich sehr positiv überrascht. Es handelt sich hier um eine Reihe von Kurz-Krimis, was eigentlich auch nicht wirklich mein Fall ist und bisher konnte ich Kurzgeschichten generell wenig abgewinnen. Aber als Hörbuch fand ich es richtig kurzweilig und unterhaltsam.
Jede der Geschichten wird von einem anderen Sprecher gelesen, so dass hier auch eine ganz klare Unterscheidung möglich ist und man den Geschichtenwechsel nicht durch Unachtsamkeit verpassen kann.
Die Kurz-Krimis selber sind dabei sehr unterschiedlich, sowohl was die Länge als auch den Inhalt betrifft. Dazu komme ich nun im Detail:
1. Tod am Leuchtturm - gelesen von Stefan Kaminski - Dauer: 10:23 Minuten
Wer einmal ein Hörbuch mit Stefan Kaminski gehört hat, der wird festgestellt haben, dass man von seiner Stimme einfach nur fasziniert sein kann. Er versteht es einfach vortrefflich die Inhalte und Stimmungen zu transportieren und das kann ein Hörbuch auch ganz deutlich aufwerten. Inhaltlich ist diese Kurzgeschichte ansonsten eher unauffällig, aber ein guter Einstieg in das Gesamtwerk "Mord am Leuchtturm".
2. Die Internethexe - gelesen von Julia Nachtmann - Dauer: 41:43 Minuten
Wenn ich es nicht genau wüsste, dann wäre ich niemals darauf gekommen, dass hier Klaus-Peter Wolf der Autor ist. Die Geschichte ist kein richtiger Krimi, sondern macht eher den Eindruck einer Jugendfantasygeschichte mit Thriller-Elementen, was mir gerade in der Verbindung mit der jugendlichen Stimme der Sprecherin sehr gut gefallen hat.
3. Mamis Held - gelesen von Jacob Weigert - Dauer: 14:27 Minuten
Gesprochen wird diese Geschichte ganz ausgezeichnet von Jacob Weigert. Inhaltlich bin ich ein wenig gemischter Meinung, da die Hauptfigur und die problematische Geschichte es nicht ganz einfach machen diese Geschichte zu mögen.
4. Das mörderische Krimidinner - gelesen von Claudia Michelsen - Dauer: 89:06 Minuten
Dies ist meine Lieblingsgeschichte unter den verschiedenen Kurz-Krimis. Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass ich auch das ganz normale "Perfekte Dinner" gerne mag und diese Adaption für einen Krimi ist wirklich sehr gelungen. Das fängt bei der ausgewogen Teilnehmermischung am Krimi-Dinner (die Kriminalkommissarin Ann-Kathrin Klaassen, ein Krimi-Autor, ein Krimi-TV-Regisseur, ein ehemaliger Häftling und eine Schauspielerin die auf Leichen spezialisiert ist) an und wird durch viele Kleinigkeiten die man aus dem TV Programm kennt fortgeführt. Auch der Kriminalfall an sich ist nachvollziehbar und glaubwürdig aufgebaut und es hat einfach Spaß gemacht dieser Geschichte zu lauschen.
5. Sandra und Anna - gelesen von Bernd Stephan - Dauer: 35:28 Minuten
Diese Geschichte hat sich in eine ganz andere Richtung entwickelt als ich es erwartet hatte und konnte dadurch überraschen. Obwohl der Titel zwei Frauennamen beinhaltet, ist der Erzähler ein Mann und seine Perspektive gibt hier auch einen ganz anderen Blickwinkel auf das Gesamtgeschehen. Der Sprecher hat mir ebenfalls gut gefallen.
6. Der Nylonstrumpfmörder - gelesen von Dietmar Wunder - Dauer: 17:55 Minuten
Mit diesem Kurz-Krimi hatte ich insofern Probleme, dass ich es nicht so mag, wenn Mörder die Erzähler sind und aus ihrer Perspektive die Morde erzählt werden. Genau dies geschieht hier jedoch und das ist etwas dem ich einfach nicht gerne zuhöre. Dennoch hat der Sprecher hier eine sehr gute Leistung abgeliefert.

Insgesamt gesehen ist es ganz besonders die bunte Mischung an unterschiedlichen Kurz-Krimis die hier überraschen kann und kaum glauben lässt, dass hinter allen der gleiche Autor steckt.
Davon würde ich gerne noch mehr hören und kann "Mord am Leuchtturm" ausdrücklich an alle Hörer empfehlen, die kurzweilige Geschichten mögen und auch etwas für regionale Krimis übrig haben.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Hörbuch direkt beim Verlag kaufen: Klaus-Peter Wolf: Mord am Leuchtturm oder bei amazon.

Weiter Informationen zum Hörbuch finden sich ebenfalls direkt beim Jumbo Verlag.

Erhalten habe ich das Hörbuch über Blogg dein Buch.

Samstag, 9. August 2014

Nadine d'Arachart & Sarah Wedler: Cupid - Unendliche Nacht

Inhaltsangabe des Verlages:
Die Welt, in der sich Jolette einst so sicher fühlte, ist eine andere geworden. Nie hätte die Wächterin gedacht, dass ausgerechnet die Liebe – ein Gefühl, das ihr vom System zeitlebens verweigert wurde – solche Komplikationen hervorrufen könnte. Und noch viel weniger, dass sie und ihr Schützling einst denselben Mann begehren könnten. Doch während ihr perfektes Leben durch ein einziges Gefühl in Schutt und Asche liegt, sind die nachtaktiven Cupids längst dabei, sich neu zu formieren. Jolette und Cy müssen sich beeilen, denn dieses Mal wird es nicht nur um den Schutz einer einzigen Person gehen. Dieses Mal geht es um einiges mehr…

"Cupid - Unendliche Nacht" der beiden Autorinnen Nadine d'Arachart und Sarah Wedler ist der zweite Teil einer geplanten Trilogie die mit "Watcher - Ewige Jugend" ihren Anfang genommen hat.
Mir hat die Fortsetzung gut gefallen. Nach Band eins waren bei mir noch sehr viele Fragezeichen vorhanden, insbesondere was die Cupids betrifft. In diesem Punkt wurde nun endlich etwas Klarheit in die Geschichte gebracht und einige Hintergründe und Zusammenhänge aufgeklärt die vorher doch das Gesamtverständnis gestört haben. 
Im Vergleich zum ersten Teil gibt es hier noch ein wenig mehr Action und Spannung und man kann als Leser richtig mit den Hauptfiguren mitfiebern. Auch die "Gegenseite" der Cupids nimmt großen Raum in der Geschichte ein, was aber insgesamt ausgelichen wirkt und auch noch einige Überraschungen für den abschließenden dritten Band erwarten lässt. Nachdem zu Anfang der Reihe die Konzentration eigentlich nur auf Jo lag, weitet sich dies nun immer mehr aus und neben dem Kreis der vier Hauptfiguren (Jo, Cy, Skinner, Patience) gibt es auch noch die Nebenfiguren Slade und Lynn die ebenfalls als Erzähler auftreten.
Was ich mir jetzt für den dritten Teil noch wünschen würde, wäre das die Figur der Patience etwas mehr in den Vordergrund rückt und man auch erfährt wie sie die ganzen Veränderungen in ihrem Leben empfindet. Am Anfang war sie einfach nur ein kleines Mädchen das priviligiert aufgewachsen ist und unter Jolettes Obhut steht. Doch inzwischen hat Patience so viele Facetten erhalten (ihre Kräfte, die Gefühle für Cy, der Verrat ihres Vaters und ihr unbekannter Bruder) das ich einfach mehr von ihr selber erfahren möchte.
Empfehlen kann ich diese ungewöhnliche Trilogie auf jeden Fall an alle Leser denen schon Band eins gefallen hat oder die grundsätzlich Interessse an actionsreichen Dystopien haben.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das e-book kaufen: Nadine d'Arachart & Sarah Wedler: Watcher - Unendliche Nacht

Weitere Informationen zu den Autorinnen und dem e-book gibt es auf der Homepage des Impress Verlages.

KW32/2014 - Die Leckereien der Woche - Blueberry-Vanilla-Torte

Diese Woche gibt es wieder ein Rezept für eine Leckerei der Woche das auf einer eigenen Idee basiert. Wir haben das Ergebnis Blueberry-Vanilla-Torte genannt. Zubereiten sollte man sie am besten schon am Vortag, da sie gut durchgekühlt sein sollte.

Für eine Torte benötigt man folgende Zutaten:
- für den Teig
6 Eier
120 g Zucker
1 Päckchen Vanille-Zucker
115 g Mehl
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
1 Prise Salz
- für die Füllung
ca. 300 g Blaubeeren
3-4 Eßlöffel helle Marmelade
400 ml heller Fruchtsaft
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
- für die Creme
eine Packung Tortencreme (Pulver) für 250 ml Milch
250 ml Milch
Vanilleextrakt
geriebene Zitronenschale
1 Eßlöffel Zitronensaft
Zitronenjoghurt nach Wahl
80 g Butter
geraspelte Schokolade und Blaubeeren nach Wahl zum verzieren

1.
Die Eier trennen. Die Eigelbe zur Seite stellen. Die Eiweiße mti der Prise Salz steif schlagen. Dann den Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen und alles zu einer glänzenden Masse verschlagen.
Die Eigelbe einzeln unterheben.
Mehl und Puddingpulver mischen und über den Teig sieben. Dann ebenfalls unterheben bis keine Mehlklümpchen mehr da sind.
Eine Springform vorbereiten (ich habe den Boden mit Backpapier ausgelegt, den Rand mit Wasser beträufelt und dann eingemehlt) und den Teig einfüllen.
Dann bei ca. 175 ° C für 15-20 Minuten backen bis kein Teig mehr an einem Stäbchen kleben bleibt.
Dann den Teig abkühlen lassen.

2.
Den Tortenboden nun mit einem Messer ein zwei Hälften unterteilen. Die untere Hälfte mit der Marmelade bestreichen.
Dann den Tortenring wieder darum spannen und den Boden mit den Blaubeeren belegen.
Nun aus dem Fruchtsaft (ich habe weißen Traubensaft genommen) und dem Puddingpulver einen Fruchtpudding kochen.
Den Pudding ein wenig abkühlen lassen und dann noch warm auf den Blaubeeren verteilen.
Dann den Tortendeckel aufsetzen und den Kuchen zum fest werden in den Kühlschrank stellen.

3.
Nun das Tortenpulver mit der Milch nach Packungsanleitung zu einer Creme aufschlagen. Diese dann mit dem Vanilleextrakt, der Zitronenschale, dem Zitronensaft und dem Zitronenjoghurt (ich habe Soyajoghurt genommen) abschmecken bis das Ergebnis zufriedenstellend ist. Dann die weiche Butter in kleinen Portionen ebenfalls gut unterschlagen. Es ergibt sich mit dieser kleinen Menge keine richtige Buttercreme, aber es trägt zum guten Geschmack bei und verleiht der Creme gekühlt etwas mehr Festigkeit.
Nun die gesamte Torte mit der Creme einkleiden. Ich habe dazu eine Tortenschaufel verwendet. Es ist etwas Creme übrig geblieben.
Dann die Torte nach belieben verzieren und für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Schneiden sollte man die Torte am besten mit einem elektischen Messer.



Guten Appetit!

Freitag, 8. August 2014

Der Gewinner der Buchverlosung aus KW31/2014 (Das Erbstück)

Das Losschweinchen hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zum Buch "Das Erbstück" von Anne B. Ragde aus dem btb Verlag steht fest.

Limes wartet auf seinen Einsatz.

Es wurden 12 Lose geschrieben.

Limes ist in Startposition.

Auf ein Los ist Limes Entscheidung gefallen.




Herzlichen Glückwunsch, JANIKA!
Du hast keine E-Mail Adresse angegeben. Melde Dich daher doch bitte selber bei mir unter es.deh(at)gmx.de wegen dem Buchversand. :-)

Es geht auch bereits weiter mit der nächsten Buchverlosung:
Dark Places

Stanislaw Lem: Solaris

Inhaltsangabe des Verlages:
Der Planet Solaris ist von einem Ozean bedeckt - einem Ozean, der auf die physikalischen Verhältnisse ebenso Einfluß zu nehmen scheint wie auf die Wissenschaftler, die ihn von der Raumstation aus untersuchen sollen. Der Psychologe Kris Kelvin wird geschickt, um die seltsamen Vorkommnisse zu klären, aber was ihn erwartet, übersteigt jegliche Vorstellungskraft ...

Ich habe "Solaris" als Hörbuch in dieser neuen ungekürzten Fassung gehört. Gelesen wird es hier von Detlef Bierstedt (die deutsche Synchronstimme von George Clooney) und diese Vorstellung hat mir auch sehr gut gefallen. Der Sprecher gibt jeder Figur etwas individuelles, liest jedoch hauptsächlich einfach nur mit guter Betonung, so dass man ihm auch gut lange am Stück lauschen kann. Da die ungekürzte Lesung über 10 Stunden dauert (es handelt sich hier um zwei mp3 CDs und nicht nur um eine wie in der Produktbeschreibung angegeben) halte ich es auch für besonders wichtig die Stimme des Sprechers als angenehm zu empfinden.
Inhaltlich muss ich ehrlich sagen, dass ein Hörbuch für mich dabei vielleicht nicht die beste Wahl ist. Es ist lange her das ich "Solaris" als Buch gelesen habe, doch irgendwie kam es mir da nicht so langatmig vor. Ich vermute das liegt daran, weil ich über abstrakte Beschreibungen einfach viel leichter hinweglesen kann, als das ich darüber hinweghören kann. Der Sprecher überfliegt eben keine Passagen, sondern er liest in gemächlichem Tempo das ganze Buch und das eben auch an den Stellen denen ich sonst nicht so viel Aufmerksamkeit gewidmet hätte.
Zwar gelingt es dem Sprecher sehr gut die beklemmende Stimmung auf der Raumstation einzufangen, aber dennoch ist ein Roman von Stanislaw Lem eben auch sehr philosophisch, abstrakt und manchmal nicht mehr ganz zeitgemäß, auch wenn das bei Science Fiction nicht ganz so ins Gewicht fällt.
Insgesamt gesehen ist es wohl eine Geschmacksfrage, ob man diese manchmal sehr ausschweifenden wissenschaftlichen Beschreibungen mag und ob die wiederholte Schilderung der Station und des Planeten nun zum Verständnis beiträgt, oder da etwas Straffung dem Text gut getan hätte. Ich persönlich hätte dann vielleicht doch eine etwas gekürzte Lesung besser gefunden, auch wenn ich im Nachhinein die Geschichte dennoch für interessant und hörenswert halte.
Empfehlen kann ich "Solaris" daher insbesondere an Personen die vielleicht schon sehnsüchtig auf eine ungekürzte Lesung gewartet haben und ansonsten Hörer die gerne etwas ausführlichere (wissenschaftliche) Beschreibungen mögen.


So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Stanislaw Lem: Solaris

Weitere Informationen zum Hörbuch gibt es auf der Homepage von Hörbuch Hamburg.

Donnerstag, 7. August 2014

KW32/2014 - Buchverlosung der Woche - Dark Places von Gillian Flynn

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen! 

Ich verlose den Thriller "Dark Places - Gefährliche Erinnerung" von Gillian Flynn
"Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren
Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals."  

Für Fans der Autorin habe ich noch den Hinweis, dass es sich hier keineswegs um ein neues Buch der Autorin handelt, sondern um die Neuauflage des schon zuvor erschienenen "Finstere Orte"!

Selbstverständlich handelt es sich um ein neues und ungelesenes Buch!
Das Porto für den Versand übernehme ich. Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar oder schreibt eine E-Mail an: es.deh(at)gmx.de wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Pro Person gibt es nur ein Los, bitte macht daher kenntlich, wenn ihr bereits auf einem anderen Weg teilgenommen habt.
Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des Freitags bekannt gegeben.

Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.

Viel Erfolg! :-)

Dienstag, 5. August 2014

Karola Löwenstein: Königsblut - Die Akasha-Chronik



Selma wächst bei ihrer Großmutter im beschaulichen Schönefeld auf. Die kleine Stadt hat nicht viel zu bieten, doch den Kindern und Jugendlichen ist es nicht gestattet die Stadtgrenzen alleine zu verlassen. Erst an ihrem 18. Geburtstag erfährt Selma endlich die Wahrheit und von der magischen Union die parallel zur Welt der Menschen existiert. Nun beginnt eine aufregende Zeit, denn Selma darf die Universität für Magier besuchen und lernt dort auch den geheimnisvollen Adam kennen. Aber schon bald muss Selma erkennen, dass es noch viele Geheimnisse gibt und sie noch lange nicht alle Hintergründe kennt ...


Mich hat "Königsblut - Die Akasha-Chronik" von Autorin Karola Löwenstein nicht von der ersten Seite an mitreißen können, doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Es ist irgendwie eine Kombination aus vielen erfolgreichen Jugendbuchkomponenten, die jedoch zusammen genommen etwas ganz neues bilden. Es gibt vertraute Elemente wie eine Magierschule, eine verbotene Liebe und Fabelwesen, doch ebenso spannende Geheimnisse und magische Elemente die innovativ wirken und mit dem Schauplatz Deutschland ein stimmiges Bild ergeben.
Die Figuren haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, ganz besonders die Hauptfigur Selma, wobei ich jedoch mit ihrem Namen meine Problemchen habe und mich einfach nicht daran gewöhnen kann. Auch die Nebenfiguren in Form von Selmas Studienkollegen und ihrer Großmutter finde ich passend und gut geeignet um auch in den Fortsetzungen noch Raum einzunehmen.
Besonders gut gefallen hat mir auch der Fantasyanteil mit den Wort- und Wesensschöpfungen der Autorin, die sehr bildhaft geschildert werden.
Fortgesetzt wird die Handlung mit "Königsblut - Land aus Eis" das gerade erschienen ist und sicherlich ebenso auf meiner Leseliste landen wird. Inhaltlich endet der erste Band an einem Zwischenziel, doch die Handlung kann nahtlos fortgeführt werden.
Empfehlen kann ich "Königsblut - Die Akasha-Chronik" an alle Leser die magische Geschichten mit einer Portion Liebe mögen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das e-book und Buch kaufen: Karola Löwenstein: Königsblut - Die Akasha-Chronik