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Sonntag, 31. März 2013

KW13/2013 - Mein Buchtipp der Woche - Wo die Nacht beginnt (All Souls 2) von Deborah Harkness

Ich habe überlegt, was ich diese Woche als Buchtipp präsentieren soll und es gab eigentlich nur ein Buch, dass mir wirklich so beeindruckt hat, dass ich es Euch besonders empfehlen möchte. Es handelt sich um den zweiten Band der All Souls Trilogie von Deborah Harkness. Das Buch heißt "Wo die Nacht beginnt" und ist die Fortsetzung von "Die Seelen der Nacht", das ich Euch bereits zuvor empfohlen habe.


Inhaltsangabe von "Wo die Nacht beginnt":
Normalerweise beginne ich mit einer kurzen Einführung in den Inhalt. Doch da es sich hier um eine Fortsetzung handelt, verzichte ich darauf und verweise stattdessen lieber auf die Zusammenfassung "Was bisher geschah" die vom Verlag erstellt wurde. Diese ist auch vorne im Buch abgedruckt, was ich wirklich sehr hilfreich fand um mich direkt wieder in der Geschichte zurechtzufinden. Das Grundthema der Bücher ist die Suche nach dem Ursprung der nicht menschlichen Arten Hexen, Vampire und Dämonen und der Möglichkeit, deren Aussterben zu verhindern. Dabei spielen Recherche, wissenschaftliche Theorien und Liebe über alle Grenzen hinweg eine Rolle.
 
Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
"Wo die Nacht beginnt" schließt inhaltlich nahtlos an den Vorgänger "Die Seelen der Nacht" von Autorin Deborah Harkness an. Die Autorin ist Professorin für europäische Geschichte und das ist diesem Buch ganz deutlich anzumerken. Zu 90 % ist "Wo die Nacht beginnt" ein historischer Roman und das im positiven Sinne. Mit dem Wissen der Zukunft wird auf die Vergangenheit geblickt und das Who’s Who des elisabethanischen Zeitalters so nahegebracht, als würde man hier alte Freunde besuchen. Man merkt hier deutlich, dass sich die Autorin mit der Materie auskennt und die Schilderungen der historischen Figuren und Ereignisse sorgt doch auch für so manchen Schmunzler. Bei der Unterscheidung wer eine echte historische Persönlichkeit ist und wer der Phantasie der Autorin entsprungen ist, hilft ein Personenregister im Anhang. Ich mag besonders gerne die Figuren in den Büchern von Deborah Harkness. Sie wirken so lebendig auf mich und in diesem zweiten Band sind noch dazu sehr interessante Nebenfiguren in den Fokus gerückt.
Ich habe festgestellt, dass ich "Wo die Nacht beginnt" recht langsam gelesen habe. Der Grund dafür ist jedoch nicht, dass mich das Buch gelangweilt hätte oder ich Probleme hatte mich einzufinden. Vielmehr habe ich jede Textzeile genossen und versucht das Ende aufzuschieben. Mit knapp 800 Seiten ist die Fortsetzung ähnlich umfangreich wie das erste Buch, aber bis darauf, dass mir die Arme etwas lahm wurden, hätten es auch gut noch mehr Seiten sein können. Das Ende ist diesmal kein so fieser Cliffhanger wie in "Die Seelen der Nacht". "Wo die Nacht beginnt" endet mit einem logischen Zwischenhalt, der aber ganz klar auch auf die Fortsetzung vorbereitet, die den Abschluss der Trilogie bilden soll. Leider ist über den Erscheinungstermin aber noch nichts bekannt.
Durch die Verbindung von Zeitreise und historischen Roman, ähnelt "Wo die Nacht beginnt" noch mehr den Büchern von Diana Gabaldon als es beim ersten Band der Fall war. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass den Lesern dieser Autorin auch die Bücher von Deborah Harkness gefallen. Bei Harkness steht aber doch der Fantasyanteil mehr im Vordergrund und auch wenn ich Diana Gabaldon sehr schätze, muss ich doch sagen, dass die Bücher von Deborah Harkness historisch fundierter sind.
"Wo die Nacht beginnt" empfehle ich daher allen Lesern denen auch das erste Buch gefallen hat und darüber hinaus auch allen, die gerne Bücher über das elisabethanische Zeitalter lesen.


Weitere Informationen zum Buch, der Reihe und der Autorin findet sich auf der Homepage des Blanvalet Verlages. Hier findet sich auch eine Leseprobe zu beiden Büchern.

Freitag, 29. März 2013

KW 13/2013 - Die Leckereien der Woche - Oster-Amerikaner

Dieses Jahr gibt es bei mir keine Schoko-Osterhasen, sondern die gebackene Version. Als Leckerei der Woche gibt es daher von mir ein Rezept für leckere Amerikaner in Osterhasen und Ostereier Version.

Für ca. 18 - 20 Amerikaner benötigt man folgende Zutaten:
200 g Butter oder Margarine
200 g Zucker
2 Päckchen Vanille-Zucker
1 Prise Salz
4 Eier
125 g Schokoladentropfen Zartbitter oder geraspelte Schokolade
500 g Mehl
2 Päckchen Vanille-Puddingpulver
1 Päckchen Backpulver
10 Eßlöffel Milch
300 g Puderzucker
6 Eßlöffel Zitronensaft
100 g Marzipanrohmasse
braune Zuckerschrift
Dekoration

1.
Die Margarine mit dem Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren.
Die Eier einzeln hinzugeben und alles gut verrühren.
In einer zweiten Schüssel das Mehl sieben und mit Puddingpulver und Backpulver vermischen. Anschließend abwechselnd mit der Milch zum Teig geben.

2.
Die Schokolade hacken oder backfeste Schokotröpfen verwenden.
Die Schokode unterheben.

3.
Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
Jeweils einen gut gehäuften Eßlöffel Teig mit Abstand auf das Backblech setzen. Die Oberfläche lässt sich gut glattstreichen, indem man einen kleinen Löffel in kaltes Wasser taucht und mit der Unterseite über den Teig streicht.

4.
Die Amerikaner bei ca. 175° C für ca. 15 Minuten backen. Dabei ist es besser, die Backbleche erst nacheinander in den Ofen zu schieben.

5.
In der Zwischenzeit das Marzipan mit 40 g Puderzucker in eine Schüssel geben und gründliche verkneten. 
Ein Stück Frischhaltefolie auf die Arbeitsfläche legen. Darauf einen Eßlöffel Puderzucker verteilen. Dann die Marzipanmasse darauflegen und mit einem weiteren Stück Frischhaltefolie bedecken.
Dann mit einem Nudelholz das Marzipan dünn zwischen den Folien ausrollen. Aus der Platte dann kleine Hasenöhrchen ausschneiden. Für jeden Hasen jeweils ein gerades und ein geknicktes Öhrchen.

6.
Aus dem übrigen 250 g Puderzucker und dem Zitronensaft einen Zuckerguss anrühren und mit einem Pinsel auf die Amerikaner auftragen. Bei mir hat die Menge für 16 Stück gereicht. Wer alle bedecken möchte kann ein wenig mehr Zitronensaft nehmen, dann ist der Guss aber auch flüssiger. Dann die Hasenöhrchen in den noch weichen Guss drücken, oder die Dekoration auftragen.

7.
Wenn der Guss getrocknet ist, kann mit brauner Zuckerschrift ein Gesicht aufgemalt werden.




Guten Appetit!

Mittwoch, 27. März 2013

KW 13/2013 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Jean Laokolé

Ich möchte Euch Herrn Jean Laokolé vorstellen.

Tschad: © Courtesy of the University of Texas Libraries

Der Schriftsteller Jean Laokolé wurde am 22. März von Sicherheitskräften in der tschadischen Hauptstadt N'Djamena festgenommen. Sein Aufenthaltsort ist nicht bekannt.
Jean Laokolé wurde am Abend des 22. März von einer Gruppe in Zivil gekleideter Männer festgenommen, als er mit seiner Familie in seinem Auto in Atrone, einem Vorort von N'Djamena, unterwegs war. Die Männer zwangen den Schriftsteller, in ihren Wagen einzusteigen und brachten ihn dann an einen unbekannten Ort.
Offiziell ist sein Aufenthaltsort zwar nicht bekannt, er wurde jedoch am 25. März in einem ehemaligen, unter dem Namen "OCAM-Lager" bekannten, Militärlager in N'Djamena nahe der Sacré-Coeur-Schule gesehen. Einige Angehörige der tschadischen Sicherheitskräfte inhaftieren Personen in diesem Lager, obwohl es sich um keine offizielle Haftanstalt handelt.
Verschiedene Quellen, darunter auch seine Familie, berichten, dass die Polizei Jean Laokolé am 22. März aufgrund eines Blogeintrags vorgeladen hatte. Er wird verdächtigt, "falsche Anschuldigungen" gegen eine Personengruppe verbreitet zu haben, die deswegen anscheinend Anzeige bei der Polizei erstattet hat. Jean Laokolé erschien bei einem Polizeibeamten, der anschließend offenbar den beiden Parteien nahelegte, die Angelegenheit friedlich zu regeln. Es wurde vereinbart, dass Jean Laokolé in demselben Blog eine Entschuldigung veröffentlichen und Entschuldigungsschreiben an all jene senden sollte, die er in dem Eintrag eventuell beleidigt hatte. Jean Laokolé wollte dem am 23. März nachkommen.
Es gibt eine Urgent Action, die sich für Jean Laokolé einsetzt.
Der Appell richtet sich an den Menschenrechtsminister. 

Schreibt eine E-Mail an: Droittchad(at)yahoo.fr

 
Betreff:
Jean Laokolé ohne Kontakt zur Aussenwelt in Haft

Text:
Sehr geehrter Herr Minister,

wie ich durch Amnesty International erfahren habe, wurde der Schriftsteller Jean Laokolé am 22. Maerz von Sicherheitskraeften in N'Djamena festgenommen. Sein Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Dies besorgt mich sehr.

Ich fordere Sie auf, den Aufenthaltsort von Jean Laokolé bekanntzugeben, der seit seiner Festnahme ohne Kontakt zur Aussenwelt inhaftiert ist.

Ich bitte Sie, Jean Laokolé umgehend bedingungslos freizulassen, sofern er keiner als Straftat anerkannten Handlung angeklagt ist.

Bitte schuetzen Sie Jean Laokolé zudem vor Folter und anderweitiger Misshandlung.

Des Weiteren bitte ich sie eindringlich, das Recht auf freie Meinungsaeusserung in Tschad zu respektieren und zu wahren und die Menschen davor zu schuetzen, aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihrer Menschenrechte bedroht und eingeschuechtert zu werden.

Mit freundlichen Gruessen
(Dein Name)

Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren:

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.



"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."



(Quelle: Amnesty International)