Freitag, 30. Oktober 2015

Limes trifft ... Autorin Rebecca Gablé



Limes trifft ... Autorin Rebecca Gablé

Wenn man ein neugieriges und vorwitziges Blogschweinchen ist, dann sucht man natürlich jede Gelegenheit sich anderen aufzudrängen und wenn es dann noch was Schönes zu hören und zu erzählen gibt, ist für Limes die Welt in Ordnung.
Diesmal hatte Limes die Gelegenheit Autorin Rebecca Gablé zu treffen.

"Der Palast der Meere" ist das zuletzt erschienene Buch von Rebecca Gablé. 

Ein paar Fragen lagen Limes auf seiner Schweinchenseele und Rebecca Gablé hat sich gerne die Zeit genommen sie zu beantworten.

Interview

Limes (L.): Hallo Frau Gablé. Toll, dass Sie heute Zeit für mich haben.
Rebecca Gablé (R.G.): Freut mich Dich kennenzulernen, Limes.

L.: Wurden Sie schon einmal von einem Blogschweinchen interviewt und ist dies etwas mit dem Sie für heute gerechnet haben?
R.G.: Das ist für mich überraschend, eine Premiere und ich finde das total klasse. Ich bin ein absoluter Schweinefan und finde das wunderbar und sehr sympathisch.

L.: Haben Sie ein Lieblingsbuch oder ein Buch das sie seit ihrer Kindheit begleitet?
R.G.: Es gibt nicht das eine Lieblingsbuch für mich und das wechselt auch immer mal wieder. Je nach Lebenslage und je nach Stimmung sind es immer andere Bücher die man mal braucht. Es gibt Stimmungslagen, da muss ich "Sturmhöhe" von Emily Brontë lesen und mir das einfach mal geben. Aber das Buch das ich am aller häufigsten gelesen habe und das mich auf dem Weg zu meiner eigenen schriftstellerischen Identität am meisten inspiriert hat, war „Der Herr der Ringe“. Dieses Buch habe ich als junges Mädchen das erste Mal im Urlaub gelesen. Ich hatte nur die ersten beiden Bände dabei und mein damaliger Freund - heutiger Mann - und ich haben den Urlaub abgebrochen, das Zelt abgebaut und sind nach Hause gefahren, weil wir diesen dritten Band jetzt lesen wollten. In den Jahren danach habe ich es jährlich gelesen und zwar mindestens dreizehn Mal. Im Studium begegnete mir Tolkien dann wieder - denn ich habe ja mittelalterliche Sprachen und Literatur studiert und das war auch sein Fachgebiet - und es war immer so, als würde Tolkien mich an der Hand nehmen und irgendwohin führen. Ganz verrückt wie es eben manchmal geht im Leben.

L.: In "Der Palast der Meere" gibt es wieder viele neue Figuren. Fällt es Ihnen beim Schreiben selber schwer den Überblick zu behalten, oder was ist ihr Trick um nicht durcheinander zu geraten?  
R.G.: Ich habe das eigentlich ganz gut im Kopf, denn das ist ja nun mal mein täglich Brot mit dem ich mich immer beschäftige. Darum habe ich den Waringham-Stammbaum sozusagen als Fotodatei in meinem Gehirn gespeichert. Ich habe aber auch über jede Figur so eine Art Dossier, da stehen die Lebensdaten und die äußerlichen Merkmale drin. Das lege ich immer an, bevor ich mit einem Roman beginne. Wenn ich die Figuren plane schreibe ich also über jede Figur ein Dossier und die werden natürlich nie gelöscht. Das heißt, ich kann dann auch noch mal auf die von den vorherigen Romanen zurückgreifen und so kann ich die Waringhams immer ganz gut sortieren.

L.: Gerade bei so dicken Büchern wie sie sie schreiben frage ich mich, wie das Buch entstanden ist. Schreiben Sie in chronologischer Reihenfolge und wissen Sie bereits wenn Sie beginnen, wie das Buch enden soll?
R.G.: Ich plane immer relativ genau die historische Zeit die ich erzählen will. Ich wusste ich wollte mehr oder weniger vom Anfang von Elisabeths Regentschaft bis zur Armadakrise schreiben. Also von 1560 – 1588. Das sind so Eckpunkte die ich festlege und dann lege ich fest welche historischen Ereignisse eine größere Rolle im Roman spielen sollen. Wenn ich dieses historische Gerüst habe, dann plane ich daran entlang und das ist wie eine Kletterhilfe und die fiktive Handlung ist wie die Klematis, die daran entlang wächst. Das plane ich auch vorher, aber nicht bis ins letzte Detail. Da lasse ich also immer Platz für Seitentriebe von denen ich vorher nichts wusste und für die berühmte Eigendynamik von der man immer spricht. Aber ich habe dann das historische Gerüst als Garant, dass mir die Handlung nicht weg läuft und die fängt mich dann unter Umständen auch wieder ein.
Ich schreibe chronologisch, genau weil ich nicht alle Handlungselemente vorher genau festlege. Das heißt, ich erzähle mir die Geschichte beim Schreiben in gewisser Weise auch selbst, daher muss ich chronologisch schreiben. Aber wenn ich zwei Handlungsebenen habe wie jetzt hier mit Eleanor und Isaac, dann kann es schon mal sein, dass ich die Isaac-Handlung weiter schreibe und dann später ein Eleanor-Kapitel dazwischen setze.
L.: Plant man von Anfang an, dass das z. B. 900 Seiten werden, oder entsteht das durch die Geschichte die erzählt werden will?
R.G.: Absolut. Es gibt immer den Punkt an dem ich in Panik gerate und denke es läuft aus dem Ruder und es werden 3000 Seiten werden. Das ist bei jedem Buch so und obwohl ich jetzt inzwischen glaube ich zehn historische Romane geschrieben habe, kommt der Punkt immer wieder. Aber bisher ist es immer gut gegangen und irgendwann kriege ich dann doch noch die Kurve und es läuft immer so auf 1000 - 1200 Seiten hinaus. Was vielleicht auch daran liegt, dass die erzählenden Zeiträume immer ähnlich sind - so was zwischen 20 und 30 Jahren.
L: Diesmal wurde glaube ich auch besonders dünnes Papier verwendet, denn das Buch sieht gar nicht so dick aus.
R.G. Richtig, bei den letzten beiden Büchern auch schon. Da hat sich auch die Mode geändert. Auch bei der Buchgestaltung/Covergestaltung gibt es ja Moden und früher waren historische Romane für das Zielpublikum attraktiv, wenn sie so ein richtiges Ziegelsteinformat hatten. Jetzt sind schlankere Bücher modern und da reagiert man eben entsprechend drauf. 



L: Sie hatten zunächst bekannt gegeben, dass die Reihe rund um die Familie Waringham voraussichtlich eine Trilogie werden soll. Nun sind wir bei Band fünf. Haben Sie noch weitere Ideen für die Waringhams? Oder was ist überhaupt als nächstes in Planung? 
R.G.: Ich habe noch weitere Ideen, aber jetzt geht es erst mal anders weiter. Ich arbeite derzeit an einer Fortsetzung von "Das Haupt der Welt", weil auch die Geschichte von Otto dem Großen mich gar nicht wieder losgelassen hat. Da gibt es ganz spannende Figuren, insbesondere seine zweite Frau Adelheid, die mich total gepackt hat und eine der Hauptfiguren im neuen Roman sein wird und das macht ganz großen Spaß. Aber danach, das ist alles noch völlig unentschieden, nagel mich nicht drauf fest. Das sind so ganz vage Gedanken die ich im Moment habe. Ich beschäftige mich eigentlich immer nur mit dem nächsten Buch und nicht mit dem übernächsten. Aber ich würde wahnsinnig gerne noch mal ins englische Mittelalter zurück. Ich habe nun zweimal die englische Renaissance beschrieben, das hat auch Spaß gemacht, aber meine größte Leidenschaft ist das Mittelalter. Ich vermisse die Ritter und dieses märchenhafte versponnene am Mittelalter, wo die Leute an Irrlichter und Feen genauso geglaubt haben wie an Jesus Christus. Dieses Skurrile vermisse ich so ein bisschen, aber ich weiß zufällig aus gut unterrichteter Quelle, dass es auch im 13. Jahrhundert schon Waringhams in England gegeben hat. Es könnte also sein, dass es eher in diese Richtung gehen wird - mal schauen.

L.: Gibt es ein Genre, eine historische Persönlichkeit oder ein Thema zu dem Sie bisher noch nicht geschrieben haben, es aber gerne würden?
R.G.: Ja, es gibt mehrere Persönlichkeiten über die ich gerne noch mehr forschen und schreiben würde. Wer da im Moment meine Nummer eins ist, ist King John, der kleine Bruder von Richard Löwenherz.
L.: Der "Ohneland".
R.G. Genau. Der war ja ein ziemlich schlimmer Finger und ist daher bestimmt eine spannende Romanfigur.


L.: Nachdem ich Ihnen nun einige Fragen gestellt habe möchte ich Ihnen Gelegenheit geben auch etwas mehr über mich zu erfahren. Gibt es etwas das Sie mich fragen wollen?
R.G.: Limes, erzähl mir doch mal, wie lange Du schon Blogschweinchen bist, wie viele Interviews Du schon gemacht hast und welches denn Dein Schönstes war.
L.: Ich habe den Job als Blogassistent jetzt seit Juni 2013 und habe glaube ich jetzt mein neuntes Interview geführt. Das schönste Interview herauszupicken ist wirklich schwierig, denn jede Begegnung für sich war schön. Der schrecklichste Moment ist da schon einfacher, denn ich habe immer noch Angst bei dem Gedanken an den Autor, der mich gefragt hat, wann ich denn als Frühstücksspeck serviert werde.
R.G.: *lacht* Das war bestimmt ein Krimiautor.
L.: Genau.
R.G. Wie gemein und taktlos dich so etwas zu fragen. Immer diese Krimikollegen, die kenne ich ja gut. Mit denen kann man nirgendwo hingehen.

L.: Vielen Dank für das Gespräch!
R.G.: Ich danke Dir! Hat Spaß gemacht.


Natürlich hat Limes auch noch ein kleines Erinnerungsfoto mit Rebecca Gablé gemacht.



Vielen Dank an den Lübbe Verlag, der diesen Termin ermöglicht hat!

Demnächst gibt es dann eine neue Episode der Rubrik "Limes trifft ...".

Donnerstag, 29. Oktober 2015

KW44/2015 - Buchverlosung der Woche - In dieser ganz besonderen Nacht von Nicole C. Vosseler

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!


Ich verlose den Fantasyroman "In dieser ganz besonderen Nacht" von Nicole C. Vosseler.

"Nach dem Tod ihrer Mutter muss Amber, die in einer deutschen Kleinstadt gelebt hat, nach San Francisco ziehen – zu ihrem Vater, den sie kaum kennt. Sie fühlt sich einsam und verlassen. Eines Abends begegnet sie dort in einem leer stehenden Haus Nathaniel, einem seltsam gekleideten Jungen. Er scheint der Einzige zu sein, der sie versteht. Aber er bleibt merkwürdig auf Distanz. Als Amber den Grund dafür erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg: Nathaniel stammt aus einer anderen Zeit und die beiden können niemals zusammenkommen. Doch in einer ganz besonderen Nacht versuchen die beiden das Unmögliche …" 

Es handelt sich um ein neues und ungelesenes Hardcover-Buch! Es hat jedoch einen Mängelexemplar-Stempel im oberen Seitenschnitt.
Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört).
Einsendeschluss ist am Donnerstag, den 05.11.2015 um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe der folgenden Woche bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.

Viel Erfolg! :-)

Samstag, 24. Oktober 2015

Limes trifft ... viele viele Autoren auf der Frankfurter Buchmesse 2015 - Teil 2




Dieses Jahr mussten wir zum Glück nicht zwischen dem Buchmessefreitag und Buchmessesamstag 450 Kilometer zurücklegen, sondern konnten ganz entspannt vor Ort bleiben.
So lässt es sich auch super in den zweiten Tag starten.

Wer hier häufiger mitliest, der hat vielleicht bekommen, dass sich Limes letztens das Empire State Building ganz aus der Nähe ansehen durfte. Auf der Buchmesse gab es nun eine Version aus Lego (Bauzeit: 20 Monate!), an der Limes ein bisschen King Kong spielen konnte (seht ihr ihn auf dem Bild?).


Am Tag zuvor war Limes schon beim interessanten Gespräch von Rainer Wekwerth und Markus Heitz über ihre neuen E-Books. Von dort stammt auch noch das Bild der beiden zusammen.
Markus Heitz und Rainer Wekwerth

Markus Heitz Buch "Aera - Die Rückkehr der Götter" ist auf vielfachen Wunsch der Leser inzwischen auch als Printversion erhältlich.
Den Autor hat Limes dann am Messesamstag noch mal alleine auf der Agora erwischt.
Markus Heitz


Rainer Wekwerth hat sein Buch "Hamburg Rain" gemeinsam mit einer Gruppe von Nachwuchsschriftstellern herausgebracht. Sie alle zusammen sind noch für ein gemeinsames Foto zusammengerückt, wobei Rainer Wekwerth Limes in der Hand hat.
v.l.n.r.: Andreas Geist, Thomas Zeller, Rainer Wekwerth, Heike Wahrheit, Stella M. Lieran, Claudia Pietschmann, Ralf Wolfstädter
Im Buch hat jeder der Autoren ein eigenes Kapitel geschrieben und alle gemeinsam haben sich über die Grundsätze dieser Welt abgestimmt. Ein wirklich spannendes Projekt.


Ich hatte mich sehr gefreut zu hören, dass Autorin Kiera Cass zur Buchmesse kommt. Die Ernüchterung war jedoch schnell da, als ich die lange Schlange am Verlagsstand sah. Die Warteschlange war bereits geschlossen und mir wurde von Verlagsmitarbeitern gesagt, dass viele der Mädels in der Schlange schon seit 1,5 Stunden warten würden. Da konnte sich Limes natürlich nicht vordrängeln und für viele war es bestimmt ein tolles Erlebnis ihre "Selection" Bücher signieren zu lassen. Jemand von der Security hat dann durch die Massen hindurch ein Foto für uns gemacht, so dass ich Euch zumindest zeigen kann wie die Autorin aussieht.  
Kiera Cass

Das neueste (vierte) Buch in der Reihe ist "Selection - Die Kronprinzessin".


Nele Neuhaus hat sich im Gespräch jungen Leserinnen ihrer "Charlottes Traumpferd" Reihe gestellt.
Nele Neuhaus im Gespräch
Das neueste Buch ist "Charlottes Traumpferd - Erste Liebe, erstes Turnier".
Im Anschluss konnte Limes dann noch ein Foto mit der Autorin machen.
Nele Neuhaus



Ganz erstaunt war Limes, als er mitten im Getümmel ein Buch über sich selber entdeckte. Der Verlag hätte ihn auch ruhig für das Titelfoto anfragen können, denn er macht sich da doch ziemlich gut. Als Fortsetzung schlagen wir "Limes auf den Spuren der Buchmesse-Autoren" vor.
Limes


Sehr gefreut hatten wir uns schon auf das Bloggertreffen des Piper Verlages. Eingeladen wurde Autorin Jennifer Estep, deren Buch "Black Blade - Das eisige Feuer der Magie" uns sehr gut gefallen hat. Eine Stunde lang stand die Autorin mit ihrem Moderator und Übersetzer für Fragen, Unterschriften, Gespräche und Fotos zur Verfügung und die Blogger hatten Gelegenheit sich einmal persönlich miteinander und den Verlagsmitarbeitern zu unterhalten. Eine tolle Veranstaltung! Vielen Dank an den Verlag. :-)
Jennifer Estep im Gespräch

So sieht das Cover des Buches aus, das ich hier im Blog vorgestellt habe.
Auch für ein Foto mit Limes hatte die gut gelaunte Jennifer Estep noch Geduld.
Jennifer Estep


Weiter ging es nun zu Droemer Knaur, wo zwar schon alle Häppchen abgegrast waren, aber noch viele interessierte Verlagsmitarbeiter, Blogger, Leser und Autoren rumstanden.


Einen gut gelaunten Eindruck macht das Autoren-Ehepaar Iny Lorentz, die für die Buchmesse auch einen sehr ausgefallenen Partnerlook zeigten. Aber wenn man sich schon einen Autorennamen teilt, dann kann das ja auch für den Kleidergeschmack gelten. Limes hat sich jedenfalls sehr gefreut sie mal persönlich kennenzulernen.
Iny Lorentz

Vorgestellt wurde auf der Buchmesse das neueste Buch "Die steinerne Schlange".

Autorin Michaela Grünig hat sich ebenfalls sehr gut mit Limes verstanden.
Michaela Grünig
Den Buchtitel "Ohne Ziel ist der Weg auch egal" finde ich jedenfalls sehr originell.


Eine sehr sympathische Frau ist Autorin Karen Rose. Sie erzählte Limes, dass ihre Tochter mal ein Ferkel als Schulprojekt aufziehen musste (So was sollte bei uns auch mal eingeführt werden! Mehr Limesse für das Land! *g*). Sie war dann allerdings sehr traurig, als das Schweinchen anschließend als Braten endete. Nun, dieses Schicksal bleibt Limes erspart und so konnte er noch ein herziges Foto mit der Autorin machen.
Karen Rose

Aber natürlich hat Karen Rose auch ihr neuestes Buch "Dornenmädchen" vorgestellt.

Autorin Susanna Ernst (+Susanna Ernst) mag ich seit "Deine Seele in mir" sehr gerne. Schön, dass sie und Limes sich persönlich kennenlernen konnten!
Susanna Ernst
Ende des Jahres wird ihr neues Buch "Immer wenn es Sterne regnet" erscheinen.


Die Anwesenheit von Autor Derek Landy führte zu langen Warteschlangen quer über die Agora. Limes und er waren sich einig, dass sie beide ziemlich cool sind.
Derek Landy

Aber natürlich ging es auch um den neuen Skulduggery Pleasant "Das Sterben des Lichts" - bereits der neunte Band in der Reihe.

Beim Lovelybooks Treffen war dieses Jahr die absolute Hölle los. Doch als sich der Trubel so langsam gelegt hatte, habe ich mich gefreut Autorin Tanja Kinkel (+Tanja Kinkel) zu entdecken. Sie ist sehr aktiv im PEN und konnte von tollen Aktionen berichten. Sehr gut war auch die Idee von Lovelybooks den anwesenden Autoren rote Luftballons an den Arm zu binden. :-)
Tanja Kinkel
Auf der Buchmesse hat Tanja Kinkel ihren neuen Roman "Schlaf der Vernunft" vorgestellt. 


Autor Sebastian Fitzek wurde am Lübbe Stand regelrecht belagert und so konnten wir leider kein Foto gemeinsam mit Limes machen.
Sebastian Fitzek
Das neueste Buch des Autor ist "Das Joshua-Profil". 





Hanna Dietz hatte auf der Buchmesse nicht nur Limes in der Hand, sondern auch ihr neues Buch im Gepäck.

Hanna Dietz
"Das Geheimnis von Wickwood" heißt es.

Gabriella Engelmann (ich liebe ihre Märchenadaptionen!) hat natürlich auch ihr neuestes Buch vorgestellt und hatte auch ziemlich viel zu signieren.
Gabriella Engelmann
"Sturmgeflüster" gefällt mir auch vom stimmungsvollen Cover her gut.

Matthias Steiner kennt man eigentlich aus dem Sport. Aber da er nun auch unter die Autoren gegangen ist und einen Ernährungsratgeber geschrieben hat, ist er auch auf der Buchmesse zu finden.
Matthias Steiner

Der Titel ist auch schnell erklärt: "Das Steiner Prinzip".


Inzwischen ist auch die Kochbuch-Sparte sehr stark auf der Buchmesse vertreten und so kann man auch den einen oder anderen aus dem TV bekannten Koch beim Live-Kochen erleben. Eine richtige One-Man-Show hat Kolja Kleeberg daraus gemacht.
 
Kolja Kleeberg

Nebenher stellte er noch sein Buch "Kolja kocht" vor, das raffinierte Küche auf Einsteigerniveau bietet.
Limes hatte die Ehre, bei einem Interview der Bloggerin Katrin von einfach-ausprobiert.de mit Kolja Kleeberg als Gasthörer dabei zu sein. Vielen Dank, Katrin! Das vollständige Interview mit vielen interessanten Informationen findet ihr hier.
Für ein Foto mit Limes hatte Kolja Kleeberg auch noch Zeit.
Kolja Kleeberg

Und dann gab es auch noch diese Begegnung mit dem "Messe-Mayer". Auf den ersten Blick lag die Vermutung nahe, dass da jemand zu viel Zeit mit Pinocchio im Spieleland verbracht hat. Aber schnell war klar, da gibt es echte Gemeinsamkeiten mit Limes. Sie haben beide ziemlich plüschige Ohren, teilen die Vorliebe für Schweinchenrosa und haben manchmal einen ziemlich irren Blick drauf.
Der Messe-Mayer
Eine weitere Gemeinsamkeit ist jedoch, dass der Messe-Mayer ebenfalls über seine Messeerlebnisse schreibt und so haben wir beschlossen und doch mal gegenseitig zu bebloggen. :-)
Schaut doch mal vorbei bei der Messe-Kolumne im Buchmarkt!

Das war es schon wieder für dieses Jahr von der Frankfurter Buchmesse 2015.
Die Messe 2015 ist vorbei, es lebe die Messe 2016!
Wir freuen und jedenfalls jetzt schon drauf. :-)

Freitag, 23. Oktober 2015

Limes trifft ... Autorin Corina Bomann



Limes trifft ... Autorin Corina Bomann

Wenn man ein neugieriges und vorwitziges Blogschweinchen ist, dann sucht man natürlich jede Gelegenheit sich anderen aufzudrängen und wenn es dann noch was Schönes zu hören und zu erzählen gibt, ist für Limes die Welt in Ordnung.
Diesmal hatte Limes die Gelegenheit Autorin Corina Bomann (+Corina Bomann) zu treffen.

"Ein zauberhafter Sommer" ist das zuletzt erschienene Buch von Corina Bomann. 


Ein paar Fragen lagen Limes auf seiner Schweinchenseele und Corina Bomann hat sich gerne die Zeit genommen sie zu beantworten.

Interview

Limes (L.): Hallo Corina. Schön, dass es mit dem Termin geklappt hat und du heute Zeit für mich hast. 
Corina Bomann (C.): Ja, finde ich auch toll, dass es geklappt hat.

L.: Wurdest du schon einmal von einem Blogschweinchen interviewt und ist dies etwas das dich überrascht oder rechnest du mit so etwas schon?
C.: Mich hat die Anfrage von einem Blogschweinchen sehr überrascht. Ich hatte es bisher noch nicht, dass ein Interviewer sehr plüschig und sehr niedlich ist. Du bist der erste dieser Art der mich interviewt.

L.: Hast du ein Lieblingsbuch oder ein Buch das dich seit deiner Kindheit begleitet? Denn oft beginnen Schriftsteller schließlich auch selber als Leser.
C.: Ja, das war bei mir ähnlich. Ich habe erst mit dem Lesen angefangen und dann mit acht Jahren gedacht, dass ich vielleicht auch schreiben kann. Ein Buch das mich begleitet hat waren ganz klassisch "Grimms Märchen". Das waren die ersten Geschichten mit denen ich in Berührung gekommen bin und die ich selber lesen konnte. Es kamen zwar auch immer mehr andere Märchenbücher nach, aber Grimms Märchen war für mich der Ausgangspunkt. Ich lese sie heute noch gerne.
Später gab es ein Buch, das mich ein bisschen zu meinen historischen Büchern inspirierte: "Der Mann mit dem Goldhelm" von Gotthold Gloger (Anmerkung von Limes: Das ist ein Buch über den Maler Rembrandt van Rijn). Das ist recht unbekannt und ein altes DDR-Buch. Dieses Buch habe ich auch immer noch. Das war der erste Lebensroman eines Künstlers den ich gelesen habe und ist für mich ein Lebensbegleiter seit der Pubertät. Das ist nun doch schon viele Jahre her, aber das ist das erwachsenere Buch das mich neben den Märchen begleitet hat. Die Märchen sind aber auch noch da und ich lese sie immer noch gerne.
 

L.: Deine Bücher spielen meistens in fernen Ländern. Woher nimmst du die Inspirationen und bereist du die Länder als Recherche auch selber?  
C.: Die meisten Länder bereise ich nicht. In einigen Ländern war ich schon mal, so dass ich mir dann sage ich könnte mal eine Geschichte darüber schreiben. Andere Länder habe ich noch nicht gesehen, aber es ist das Interesse für das Land an sich da. Meine Bücher wie "Die Schmetterlingsinsel", "Der Mondscheingarten" und "Die Jasminschwestern" spielen im asiatischen Raum und ich habe ein sehr großes Interesse für alles asiatische – asiatisches Essen, asiatische Lebenskunst – und da war schon länger der Wunsch da über Asien zu schreiben und den Lesern das näher zu bringen. In letzter Zeit sind meine Schauplätze in Deutschland und da kenne ich mich natürlich gut aus. Im nächsten Buch kommt Frankreich und da kenne ich mich auch aus. So gewisse Länder kenne ich und wenn ich was nicht kenne, dann gleiche ich das mit Recherche aus oder ich frage Leute die von dort sind oder dort waren. Die werden dann ganz böse von mir gelöchert bis ich nichts mehr aus ihnen heraus bringen kann. Es ist eigentlich immer alles fundiert, aber nicht alles selber bereist. Aber Karl May war schließlich auch nie selber in Amerika.

L.: Du hast sowohl historische Romane geschrieben, als auch Romane, die einen Zeitstrang in der Vergangenheit mit einem Zeitstrang in der Gegenwart verbinden. Was fällt dir leichter zu schreiben und was magst du persönlich lieber? 
C.: Da kann ich mich gar nicht entscheiden. Ich finde einerseits historische Geschichten sehr reizvoll, weil ich dort derjenige bin, der die Geschichte erzählt und die Historie dahinter entdeckt.
Bei den Romanen mit zwei Zeitebenen ist es reizvoll den Helden dieses Geheimnis entdecken zu lassen. Man hat einen Helden der im hier und jetzt und mit den Problemen die es so gibt verwurzelt ist. Er findet an einem Punkt seines Lebens - an dem es vielleicht nicht so gut läuft oder an dem etwas Böses passiert ist – durch ein Geheimnis wieder ins Leben zurück und erfährt neue Kraft. Oder wenn die Liebe verloren ist, erfährt derjenige von einer neuen Liebe und hat wieder die Kraft sich selbst neu zu verlieben und einem anderen Menschen zu vertrauen.
Es fällt mir beides leicht zu schreiben und es ist auch beides reizvoll. Daher kann ich mich nicht entscheiden und ich mag beides sehr gerne.

 
L: Gibt es in deinen Romanen eine Figur, die dir ähnlich ist oder mit der du dich besonders verbunden fühlst? 
C.: Meine Figuren sind alle fiktiv. Aber als Autor lässt man natürlich eigene Ansichten und Empfindungen mit einfließen. Bis jetzt habe ich noch kein Buch geschrieben, in dem die Heldin mir sehr gleicht. Aber ich arbeite gerade an einem neuen Buch und da werden Erfahrungen aus meinem Leben mit einfließen, weil es dazu passt und mit der Handlung übereinkommt. Eigentlich versuche ich mich in andere Leute hineinzuversetzen und ihnen manchmal etwas mitzugeben was ich tun würde, wenn ich in dieser Situation wäre.  Zum Beispiel in "Die Schmetterlingsinsel": Da wird die Heldin damit konfrontiert, dass ihr Mann sie betrogen hat und sie versucht durch das Geheimnis das sie entdeckt und das Palmblatt das sie findet damit abzuschließen. Ich stelle sie also in eine Situation und lasse sie so reagieren wie ich es machen würde. Es steckt in den Figuren immer sehr viel von mir drin, aber es ist fiktiv und selbst erlebt habe ich so etwas noch nicht. Wenn es um Trauer und Verlust geht, dann kommen persönliche Erfahrungen natürlich auch mit rein. Ein kleines bisschen sind meine Heldinnen also wie ich – manchmal stimmt die Frisur überein.

L.: Gibt es ein Genre, eine historische Persönlichkeit oder ein Thema zu dem du bisher noch nichts geschrieben hast, es aber gerne würdest?
C.: Das gibt es tatsächlich. Ich würde gerne einmal einen richtig klassischen Kreuzritterroman machen. Kreuzritter sind mir sehr lieb. Ich hatte schon mal im Jugendbuchbereich eine Serie mit unsterblichen Kreuzrittern, aber das war mehr Fantasy. Ich würde wirklich gerne mal einen richtig klassischen Kreuzritterroman schreiben und das ist derzeit schwierig. Kreuzritter sind echte historische Romane und die gibt es zwar, sie werden herausgegeben, aber die Auswahl ist sehr zusammengeschrumpft und klein geworden. Es ist im Moment noch nicht die richtige Zeit. Ich warte darauf, dass die richtigen historischen Romane wieder In werden und vielleicht auch mit männlichen Helden In werden. Ich möchte gerne zu männlichen Helden gehen – denn "Shades of Grey" kauft die Frau nicht wegen der tollen Heldin, sondern weil der Mann toll ist. Und vielleicht kommt es auch wieder in Mode, dass man auch bei historischen Romanen nicht immer unbedingt die Frau hat, sondern auch einem männlichen Helden folgen möchte.
Ich meine also einen richtig klassischen Roman um einen Kreuzritter. Ein Mann der loszieht in ein fremdes Landes und dort versucht sein neues Glück zu finden. Das würde ich sehr gerne machen.
L.: Das würde ich sehr gerne lesen.
C.: Das würde ich auch sehr gerne schreiben. :-)


L.: Nachdem ich dir nun einige Fragen gestellt habe möchte ich dir Gelegenheit geben auch etwas mehr über mich zu erfahren. Gibt es etwas das du mich fragen willst?
C.: Wer war dein interessantester Gesprächspartner? Also mich jetzt mal ausgenommen.
Wer war der abgefahrenste, oder welcher Autor war am schillerndsten oder ungewöhnlichsten?
L.: Hmmh, da gab es tatsächlich eine Begegnung die mir gut in Erinnerung geblieben ist. Ich habe den südafrikanischen Autor Deon Meyer getroffen. 

C.: Wie schön!
L.: Aber der wollte mich doch tatsächlich als Frühstücksspeck verspeisen.
C.: Gemein, aber ich mag den Autor.
L.: Vielen Dank für das Gespräch!
C.: Gerne, es war sehr nett mit dir.



Natürlich hat Limes auch noch ein kleines Erinnerungsfoto mit Corina Bomann gemacht.


Demnächst gibt es dann eine neue Episode der Rubrik "Limes trifft ...".

Donnerstag, 22. Oktober 2015

KW43/2015 - Buchverlosung der Woche - Ein Sommer in Cornwall von Liz Fenwick

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!


Ich verlose den Roman "Ein Sommer in Cornwall" von Liz Fenwick.

"In wenigen Minuten soll Judith zum Altar schreiten. Doch als sie in den Spiegel blickt, fällt ihr auf, dass nicht nur das Kleid von ihrer Mutter ausgewählt wurde, sondern auch der Mann, der auf sie wartet. Kurzentschlossen macht Judith auf dem Absatz kehrt und flieht zu ihrer Patentante nach Cornwall. In Pengarrock, einem alten Herrenhaus, nimmt sie einen Job als Archivarin an. Bald schon ziehen sie das Anwesen und auch der faszinierende Tristan Trevillion in ihren Bann. Doch Pengarrock steht zum Verkauf. Nur wenn Judith hinter das jahrzehntelang gehütete Familiengeheimnis der Trevillions kommt, kann Pengarrock noch gerettet werden." 

Es handelt sich um ein neues und ungelesenes Buch!
Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört).
Einsendeschluss ist am Donnerstag, den 29.10.2015 um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe der folgenden Woche bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.

Viel Erfolg! :-)

Die Gewinner schon fast vergessener Buchverlosungen


Limes trifft eigentlich keine Schuld daran, dass die Gewinner der letzten Buchverlosungen noch nicht bekannt gegeben wurden.
Er kann ja keinen Stift halten und ihm wurden einfach keine fertigen Lose geliefert aus denen er dann den Gewinner ziehen konnte.
Die Gewinner wurden daher nun per Zufallsgenerator ermittelt.

Hier kommen die Ergebnisse:

- "Blaue Augen bleiben blau" von Balian Buschbaum -> geht an JUDITH R 
Leider weiß ich nicht, wie ich Dich kontaktieren kann. Ich hoffe Du schaust hier noch ab und zu rein.

- "Der Fürst des Parnass" von Carlos Ruiz Zafón -> geht an JAQ
Du hast schon mal eine E-Mail Adresse angegeben. Ich werde Dir daher schreiben.

- "Nachtblauer Tod" von Klaus-Peter Wolf -> geht an HEIDI
Auch von Dir habe ich noch eine E-Mail Adresse gefunden und Du bekommst Post.

- "Hundert Namen" von Cecelia Ahern -> geht an WAYLAND LIEST +wayland liest 
Du hast ein google+ Konto und bist bei facebook. Ich bin mir sicher wir schaffen es Kontakt aufzunehmen. Wenn Du das hier liest, dann schreib mir doch bitte eine E-Mail (es.deh(at)gmx.de). :-)

- "Graffiti Moon" von Cath Crowley -> geht an ROLF alias Sulla
Auch von Dir habe ich noch eine E-Mail Adresse gefunden und Du bekommst Post.


Ich danke Euch für Eure Geduld!
Alle noch ausstehenden Buchgewinne werden zeitnah verschickt.



Mittwoch, 21. Oktober 2015

KW43/2015 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Carlos Nuno Castel-Branco und Fernando Mbanze

Diese Woche möchte ich Euch auf Carlos Nuno Castel-Branco und Fernando Mbanze aufmerksam machen:
Maputo, Hauptstadt von Mosambik:
© Amnesty International

Der Wirtschaftswissenschaftler Carlos Nuno Castel-Branco und der Zeitungsredakteur Fernando Mbanze sind am 16. September freigesprochen worden. Sie standen wegen "die Staatssicherheit gefährdender Straftaten" vor Gericht. Die Generalstaatsanwaltschaft hat nun Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt.
 
Carlos Nuno Castel-Branco und Fernando Mbanze sind am 16. September freigesprochen worden. Der Facebook-Beitrag von Carlos Nuno Castel-Branco und der offene Brief von Fernando Mbanze wurden vom Gericht als "kritische Abhandlungen" angesehen, die laut mosambikanischem Recht nicht als Straftat eingestuft werden können. Die Generalstaatsanwaltschaft hat Rechtsmittel gegen den Freispruch eingelegt.
Carlos Nuno Castel-Branco war am 11. Juni gemäß Paragraf 22 des Staatssicherheitsgesetzes wegen einer "die Staatssicherheit gefährdenden Straftat" angeklagt worden. Der Vorwurf stand im Zusammenhang mit einem Facebook-Beitrag, in dem er im November 2013 die Regierungsführung des ehemaligen Staatspräsidenten Armando Guebuza kritisiert hatte. Man warf ihm zudem vor, den ehemaligen Staatschef "diffamiert" zu haben.
Fernando Mbanze ist Redakteur der mosambikanischen Zeitung MediaFax. Ihm wurde gemäß Paragraf 42 des Pressegesetzes sowie gemäß dem Staatssicherheitsgesetz "Missbrauch der Pressefreiheit" vorgeworfen. Er hatte den Facebook-Beitrag von Carlos Nuno Castel-Branco als offenen Brief in der MediaFax abdrucken lassen.

Das Verfahren gegen die beiden Männer war am 31. August eröffnet worden. Das Gerichtsverfahren und auch das nun eingelegte Rechtsmittel scheinen politisch motiviert zu sein. Carlos Nuno Castel-Branco und Fernando Mbanze mussten sich allein deshalb vor Gericht verantworten, weil sie friedlich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben.

Es gibt eine Urgent Action, die sich für Carlos Nuno Castel-Branco und Fernando Mbanze einsetzt.

Schreibt eine E-Mail an: pgr(at)pgr.gov.mz, info(at)embassy-of-mozambique.de

Betreff: Carlos Nuno Castel-Branco und Fernando Mbanze

Text:
Sehr geehrte Frau Generalstaatsanwaeltin,

mit grosser Sorge habe ich erfahren, dass die Generalstaatsanwaltschaft gegen den Freispruch von Carlos Nuno Castel-Branco und Fernando Mbanze Rechtsmittel eingelegt hat. Sie standen wegen "die Staatssicherheit gefaehrdender Straftaten" vor Gericht.
Bitte ziehen Sie Ihr Rechtsmittel gegen den Freispruch von Carlos Nuno Castel-Branco und Fernando Mbanze zurueck und akzeptieren Sie die Entscheidung des Gerichts.
Bitte beenden Sie die Drangsalierung und Einschuechterung von Personen, die friedlich ihre Meinung kundtun, und schuetzen Sie das Recht auf freie Meinungsaeusserung.
Bitte schaffen Sie zudem alle Rechtsvorschriften ab, mit denen die freie Meinungsaeusserung auf unzulaessige Weise eingeschraenkt wird.


Mit freundlichen Gruessen

(Dein Name)


Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Freispruch angefochten 

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.



"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)