Sonntag, 2. November 2014

Judith Lennox: Ein letzter Tanz

Esme Reddaway feiert ihren 75. Geburtstag und hat sich gewünscht, dass die Familie im einstigen Herrenhaus Rosindell zusammenkommt. Einst war Esme glücklich in Rosindell, als ihre große Liebe Devlin um ihre Hand anhielt. Doch Jahrzehnte später blickt Esme auf eine Nacht zurück, in der das Unheil ihren Anfang nahm und das schließlich dafür gesorgt hat, dass die Familie entzweit und Rosindell verfallen ist. Aber für Esme ist nun auch die Zeit gekommen die bösen Geister hinter sich zu lassen.

Ich habe "Ein letzter Tanz" von Autorin Judith Lennox als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Cathlen Gawlich, die der Aufgabe gerecht wird.
Inhaltlich konnte mich "Ein letzter Tanz" leider nicht so überzeugen wie andere Bücher der Autorin.
Beginnend zur Zeit des ersten Weltkrieges begleitet der Leser/Hörer die junge Esme bis zu ihrem 75. Geburtstag, wobei die Geschichte eigentlich einen Rückblick auf ihr Leben darstellt. Neben Esme und ihrem Mann Devlin widmet sich die Handlung insbesondere Esmes Schwester Camilla und dem schwierigen Verhältnis der beiden ungleichen Schwestern. So wirklich anfreunden konnte ich mich leider mit keiner der Hauptfiguren und so habe ich ihre Leben auch nicht mit solchem Eifer verfolgt wie es dem Hörbuch gerecht geworden wäre. Ich habe sie doch als sehr stereotyp empfunden und wenig facettenreich.
Einige Aspekte in "Ein letzter Tanz" haben mir jedoch auch gefallen, denn insbesondere die Anfangsjahre in Rosindell waren sehr anschaulich beschrieben und auch das Haus und die Umgebung konnte ich mir sehr gut vorstellen. Als Hörbuch hatte die Geschichte für mich auch keine wirklichen Längen, nur eben auch wenige Höhepunkte.
Insgesamt gesehen fand ich "Ein letzter Tanz" zwar interessant, aber wenig fesselnd und ich hatte hier nicht das Gefühl unbedingt weiter hören zu müssen wie es mir oft bei anderen Geschichten geht.
Ich kann es daher an die Leser/Hörer empfehlen die eher ruhige Geschichten vor historischen Hintergrund und ohne große Spannungsbögen bevorzugen.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Judith Lennox: Ein letzter Tanz

Weitere Informationen zu Hörbuch und Autorin gibt es auf der Homepage von Osterwold Audio.

Samstag, 1. November 2014

John Boyne: Haus der Geister

Eliza Caine ist nach dem Tod ihrer Eltern mittellos und gezwungen eine Anstellung als Gouvernante anzunehmen. Sie reist dazu nach Norfolk um dort die Verantwortung für Isabella und Eustace zu übernehmen. Doch die Ungereimtheiten beginnen schon bei Elizas Ankunft, denn es scheint keinen Erwachsenen zu geben, der sich um die Kinder kümmert. Elizas Vorgängerin hat das Haus überstürzt verlassen und lediglich ein Anwalt ordnet die finanziellen Angelegenheiten. Was hat es mit dem Haus und den Kindern auf sich, dass es anscheinend niemand längere Zeit dort aushält?

Ich habe schon einige tolle Bücher von Autor John Boyne gelesen, die mich auch nachhaltig beeindruckt haben und in Erinnerung geblieben sind. "Haus der Geister" gehört leider nicht dazu.
Das Setting eines Herrenhauses im 19 Jahrhundert, gelegen bei einer englischen Kleinstadt und mit mysteriösen Ereignissen ist eigentlich genau mein Fall. Es hätte Jane Eyre mit noch etwas mehr Gruselfaktor werden können, aber geworden ist eher eine Schilderung von Ereignissen, die eigentlich auch recht vorhersehbar waren. Die Figur der Eliza hat mir ganz gut gefallen und das rettet "Haus der Geister" auch noch auf eine recht passable Bewertung. Alle anderen Figuren wirken ziemlich farblos, sind mehr Statisten als Handlungsträger und sind mir daher auch nicht in Erinnerung geblieben. Rückblickend betrachtet fand ich "Jane Eyre" gruseliger als "Haus der Geister" weil dort einfach die richtige Stimmung herrschte, zwischen den alten Gemäuern waberte und kleine Ereignisse geheimnisvoll wirkten. Eliza wirkt viel zu aufgeklärt um wirklich gruselige Stimmung aufkommen zu lassen und auch die Sprache war für meinen Geschmack ein wenig zu modern um wirklich ins England des 19. Jahrhundert zu passen. Ich habe lange Zeit noch auf eine unerwartete Wendung gewartet, die es noch schafft die Geschichte rumzureißen und mich in Erstaunen zu versetzten – wie es Autor John Boyne auch in vielen seiner anderen Bücher erreicht hat. Doch leider ging die Handlung genauso geradlinig weiter wie sie begonnen hat und so blieb mir am Ende nur das Fazit, dass die Geschichte zwar nicht uninteressant ist, aber auch ohne Höhepunkte oder Überraschungen.
Empfehlen kann ich "Haus der Geister" daher nicht an Leser, die wirklich auf der Suche nach einer gruseligen Geschichte sind. Für ein Taschenbuch finde ich den Preis auch erstaunlich hoch.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: John Boyne: Haus der Geister

Weitere Informationen zu Buch und Autorin gibt es auf der Homepage des Piper Verlages.

Freitag, 31. Oktober 2014

Der Gewinner der Buchverlosung aus KW43/2014 (Erebos)

Das Losschweinchen hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zum Buch "Erebos" von Ursula Poznanski aus dem Loewe Verlag steht fest.

Limes wartet auf seinen Einsatz.

58 Lose wurden geschrieben, ein neuer Rekord. 

Limes fällt die Auswahl gar nicht so leicht.

Für ein Los hat Limes sich entschieden.


Herzlichen Glückwunsch, ROLF!
Du bekommst eine E-Mail von mir wegen dem Buchversand. :-)

Es geht auch bereits weiter mit der nächsten Buchverlosung:
Summer and the city

Donnerstag, 30. Oktober 2014

KW44/2014 - Buchverlosung der Woche - Summer and the city von Candace Bushnell

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen! 

Ich verlose den Roman "Summer and the city - Carries Leben vor Sex and the city" von Candace Bushnell.

"Endlich ist es so weit: Carrie kommt nach New York! Ein heißer Sommer wartet auf sie. Eine glitzernde Stadt voller verrückter Leute, Vintage-Boutiquen und wilder Partys – Carrie kann nicht genug davon bekommen. Und von dem todschicken, einfach umwerfenden Typen, den sie dort trifft. Sie lernt Samantha und Miranda kennen, und ganz allmählich wird aus dem Provinzmädchen die Carrie Bradshaw, die wir kennen und lieben – auch wenn das viel komplizierter wird, als Carrie es sich je vorgestellt hat."  

Es handelt sich natürlich um ein neues und ungelesenes Buch. Es hat aber einen Mängelexemplar Stempel im Seitenschnitt. 

Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar oder schreibt eine E-Mail an: es.deh(at)gmx.de wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Pro Person gibt es nur ein Los, bitte macht daher kenntlich, wenn ihr bereits auf einem anderen Weg teilgenommen habt.
Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des Freitags bekannt gegeben.

Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.

Viel Erfolg! :-)

Dienstag, 28. Oktober 2014

Anna Romer: Das Rosenholzzimmer

Künstler sind als exzentrisch bekannt, doch eigentlich hatte Audrey ihren Ex-Freund Tony immer recht bodenständig eingeschätzt. Umso erstaunter ist sie, als sie von seinem Selbstmord erfährt. Doch anscheinend hatte Tony mehr Geheimnisse als seine Angehörigen für möglich gehalten haben. Seine Frau Carol erbt das Haus in dem Audrey und ihre gemeinsame Tochter mit Tony bisher gelebt haben. Stattdessen hat Tony in seinem Testament verfügt, dass es für Bronwyn einen Fond gibt und für Audrey ein altes Haus im kleinen Ort Magpie Creek, in dem Tony anscheinend aufgewachsen war und nun zu Tode gekommen ist. Eigentlich hat Audrey keine Lust Melbourne zu  verlassen, doch als sie und Bronwyn ihr Erbe besichtigen fühlen sie sich sofort zu Thornwood House hingezogen.

"Das Rosenholzzimmer" von Autorin Anna Romer macht seinen ersten Fehler schon mit dem deutschen Buchtitel, denn einen Zusammenhang zum Inhalt konnte ich hier nicht feststellen. Die Geschichte kann jedoch mit schönen landschaftlichen Beschreibungen und netten Schauplätzen überzeugen und so dem Leser ein gutes Bild von Australien (beschränkt auf Melbourne und Queensland) und den Besonderheiten in Flora und Fauna vermitteln. Die Hauptfigur Audrey hat mir grundsätzlich ganz gut gefallen. Teilweise unpassend zum Verhalten fand ich jedoch die Altersangaben zu vielen der Figuren, was insbesondere Audrey und die 11jährige Bronwyn betrifft. Inhaltlich geht es hier hauptsächlich um die Geheimnisse im Zusammenhang mit Tonys Familie, wie z.B. den ungeklärten Mord an seiner Großmutter Aylish. Einige Kapitel werden auch zur damaligen Zeit erzählt und widmen sich den Ereignissen vor diesem Todesfall. Leider passen diese Abschnitte aber nicht so Recht zum Rest der Geschichte und reißen den Leser eher mitten raus aus den Ereignissen. Anderes wird in Form von Briefen und Tagebüchern wieder gegeben, was ich den besseren Weg fand und stimmiger im Gesamtbild. Wirklich gestört haben mich einige logische Lücken zum Ende hin und manche Figuren und Ereignisse denen in ich in Hinblick auf die Handlung keinen rechten Sinn zuordnen konnte. Insgesamt gesehen hat es "Das Rosenholzzimmer" daher schon vermocht mich zu unterhalten, aber auch viele Fragen aufgeworfen und unbeantwortet zurück gelassen. Ich kann das Buch daher nur bedingt empfehlen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Anna Romer: Das Rosenholzzimmer

Montag, 27. Oktober 2014

Nadine d'Arachart, Sarah Wedler: Saviour - Absolute Erlösung

Inhaltsangabe des Verlages:
Jolettes Tage als Watcher sind ein für alle Mal vorbei. Ihr Chip wurde entfernt und sie ist wieder zum Menschen geworden – genauso wie Cy, die Liebe ihres Lebens. Endlich sind sie an ihrem Ziel angekommen und wirklich frei, auch wenn es sich merkwürdig anfühlt, plötzlich von so vielen Gefühlen überschwemmt und beeinflusst zu werden. Ihr Glück währt jedoch nur so lange, bis sie merken, dass Patience im Strudel der vorangegangenen Ereignisse einen weiteren Chip eingepflanzt bekommen hat, der ihre Heilerkräfte direkt auf die neu entstehende Armee ihres Widersachers Darian Leigh überträgt. Und damit geht die letzte Schlacht ums Niemandsland ins große Finale …


"Saviour - Absolute Erlösung" von den Autorinnen Nadine d'Arachart und Sarah Wedler ist der letzte Band der Trilogie die mit "Watcher – Ewige Jugend" und "Cupid – Unendliche Nacht" ihren Anfang nahm. Benannt sind die drei Bücher nach den Beschützern der Kinder (Watcher), den Wesen der Nacht die hinter den Heilkräften der Kinder her sind (Cupid) und den Kindern die mit besonderen Kräften geboren werden (Saviour). Einordnen würde ich das ganze als Dystopie mit Fantasyelementen.
Unabdingbar für das Verständnis der Reihe ist es, zuerst auch die beiden ersten Bücher gelesen zu haben, bevor man schließlich mit diesem Abschlussband beginnt. Die Bücher bauen stark aufeinander auf und in "Saviour" verbinden sich schließlich die losen Fäden miteinander.
Interessant ist hier besonders, dass man mehr über die Hintergründe von Jo, Skinner und Cy erfährt und mit Charly gibt es eine neue Hauptfigur, die weniger schwarz/weiß ist als die anderen Protagonisten. Bis zum Ende ist so eine Unsicherheit im Spiel auf welcher Seite er wirklich steht und das macht die Geschichte auch insgesamt spannend.
Insgesamt gesehen fühlte ich mich gut unterhalten, aber es ist auch nicht so, dass ich nachhaltig beeindruckt wäre. Die Reihe ist sehr angenehm zu lesen für zwischendurch und da ist natürlich auch der günstige Preis ein besonders ausschlaggebendes Argument.
Empfehlen kann ich alle drei Bücher daher an Leser die Fantasy/Dystopien mögen und das ebook Format bevorzugen.


So habe ich bewertet:
 

Und hier kann man das e-book kaufen: Nadine d'Arachart, Sarah Wedler: Saviour. Absolute Erlösung

Weitere Informationen zum e-book gibt es auf der Homepage von Impress/Carlsen.

Freitag, 24. Oktober 2014

Der Gewinner der Buchverlosung aus KW42/2014 (Gone Girl)

Das Losschweinchen hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zum Buch "Gone Girl" von Gillian Flynn aus dem Scherz Verlag steht fest.

Limes wartet auf seinen Einsatz.

39 Lose wurden geschrieben, da wird der Losteller ziemlich voll. 

Limes schaut sich die Lose ganz genau an..
Für ein Los hat Limes sich entschieden.


Herzlichen Glückwunsch, ELI Iii!
Du bekommst eine E-Mail von mir wegen dem Buchversand. :-)

Es geht auch bereits weiter mit der nächsten Buchverlosung:
Erebos

Donnerstag, 23. Oktober 2014

KW43/2014 - Buchverlosung der Woche - Erebos von Ursula Poznanski

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen! 

Ich verlose den Jugendthriller "Erebos" von Ursula Poznanski.

"In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten.
Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden.Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …"  

Es handelt sich natürlich um ein neues und ungelesenes Buch. Es ist allerdings im Seitenschnitt schon deutlich vergilbt. 

Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar oder schreibt eine E-Mail an: es.deh(at)gmx.de wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Pro Person gibt es nur ein Los, bitte macht daher kenntlich, wenn ihr bereits auf einem anderen Weg teilgenommen habt.
Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des Freitags bekannt gegeben.

Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.

Viel Erfolg! :-)

Dienstag, 21. Oktober 2014

Guillaume Musso: Vielleicht morgen

Inhaltsangabe des Verlages:
Eigentlich müsste Matthew Shapiro, erfolgreicher Philosophieprofessor in Harvard, glücklich sein. Er ist es aber nicht, seit der Tod seiner Frau ihn und die gemeinsame Tochter einsam zurückließ.
Auch die junge Sommelière Emma Lovenstein hat sich mit ihrer Anstellung im Sterne-Restaurant »Imperator« beruflich ihren Traum erfüllt. Doch der Schmerz über die Trennung von ihrem Liebhaber François, der nach Jahren des Hinhaltens doch bei Frau und Kindern blieb, sitzt tief. Alles ändert sich, als Matthew auf dem Flohmarkt einen gebrauchten Laptop mit der Signatur »Emma L.« kauft ...


Liest man die Inhaltsangabe eines Romans von Guillaume Musso, so denkt man hier einen einfach gestrickten Liebesroman vor sich zu haben. Doch es wäre ein Fehler "Vielleicht morgen" in diese Schublade zu stecken. Egal ob als Buch oder als Hörbuch - hier liegt ein vielschichtiger Roman vor.
Ich habe mich in diesem Fall für das Hörbuch entschieden und wurde absolut gut und mit einem tollen Sprecher unterhalten. Gelesen wird "Vielleicht morgen" von Heikko Deutschmann, der ein sehr erfahrener Sprecher ist und den Leser souverän durch die verschiedenen Ebenen und Figuren dieses Hörbuchs führt.
Inhaltlich liegt hier eine Mischung aus Liebesroman, Thriller, Mystery und Drama vor und auch wenn sich diese Verbindung auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig anhört, passt sie doch prima zusammen. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Matthew, der nach dem Tod seiner Frau das Glück verloren hat und zufällig den Laptop von Emma Lovenstein kauft und wegen nicht gelöschter Daten zu ihr Kontakt aufnimmt, und eben dieser Emma Lovenstein, die in New York lebt, ebenfalls unglücklich ist, aber ihren Laptop gar nicht verkauft hat sondern von genau diesem aus auf die E-Mails von Matthew antwortet. Hört sich kompliziert und verwirrend an? Ist es auch! Denn die Geschichte entpuppt sich als immer geheimnisvoller und entwickelt sich in Richtungen die ich absolut nicht erwartet hätte. Autor Guillaume Musso hat es verstanden mich immer wieder zu überraschen und auf unerwartete Wege zu führen, auch wenn natürlich klar sein sollte, dass diese Geschichte alles andere als Realistisch ist! Es ist eine gute Portion Übersinnliches und Mysteriöses enthalten und wer das nicht mag und auf absolute Realität Wert legt, den wird wahrscheinlich auch dieser Roman nicht überzeugen können. Auch die beiden Hauptfiguren haben mir sehr gut gefallen, wobei jedoch die Nebenfiguren eher klischeehaft gezeichnet sind. Insgesamt gesehen habe ich jedoch die sechs CDs mit Spannung verfolgt, konnte es kaum abwarten weiter zu hören und das ist es genau was für mich ein gutes von einem tollen Hörbuch unterscheidet. Ich kann "Vielleicht morgen" daher an alle Hörer/Leser empfehlen, die Lust auf eine unterhaltsame Geschichte haben die man nicht immer ganz ernst nehmen darf.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Guillaume Musso: Vielleicht morgen

Weitere Informationen zum Autor und zum Hörbuch finden sich auf der Homepage von Osterwold im Haus Hörbuch Hamburg.

Montag, 20. Oktober 2014

KW41/2024 - Mein Buchtipp der Woche - Wie Sterne so golden von Marissa Meyer

"Die Luna Chroniken" haben es wirklich erreicht, dass ich nun nicht weiß, ob ich mich freuen oder ärgern soll, dass "Wie Sterne so golden" noch nicht der abschließende Band der Reihe von Marissa Meyer ist. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass es sich nicht um eine Trilogie handeln könnte, aber tatsächlich wird es noch mindestens einen vierten Band geben.
Inhaltsangabe zu "Wie Sterne so golden":
Cress ist die Spionin der Königin, gefangen in einem Satelliten der auf einer Umlaufbahn um die Erde kreist, verdammt dazu die Befehle ihrer Herrin auszuführen, aber bereit zur Rebellion. Sie hat immer davon geträumt dass eines Tages ein Held vorbei kommt und sie aus ihrem Gefängnis befreit. Cinder kann sie eine große Hilfe sein und alleine schon der Triumpf Levana ihre wertvolle Geisel zu entreißen verleitet Cinder, Kapitän Thorne, Scarlet, Wolf und Iko dazu eine Rettungsmission einzuleiten. Doch es läuft nicht alles nach Plan, die Gruppe wird getrennt und muss sich ganz neuen Herausforderungen stellen.

Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
Nach "Wie Monde so silbern" und "Wie Blut so rot" liegt nun mit "Wie Sterne so golden" der dritte Band der Luna-Chroniken von Marissa Meyer vor. Entgegen meiner vorherigen Meinung musste ich jedoch feststellen, dass es sich hier keinesfalls um den Abschlussband einer Trilogie handelt, sondern noch mindestens ein weiterer Band folgen wird.
Was mir an dieser Reihe besonders gut gefällt ist, dass mit jedem Band eine neue Figur in den Vordergrund rückt, den schon bekannten Figuren aber genug Raum zur weiteren Entwicklung gelassen wird. In "Wie Sterne so golden" ist es nun also Cress – Crescent Moon – eine Lunarierin mit außergewöhnlichen Programmierfähigkeiten, die seit sieben Jahren in einem Satelliten gefangen gehalten wurde, die in den Mittelpunkt der Ereignisse rückt. Ihre Geschichte ruht lose auf dem Märchen von Rapunzel, womit Autorin Marissa Meyer ihre modernen Märchenadaptionen aus Band eins (Cinderella) und Band zwei (Rotkäppchen) fortführt. Cress ist eine sehr naive Figur, die eine romantische Vorstellung von der Liebe und dem Helden der sie rettet hat. Dies ist natürlich zum größten Teil ihrem fehlenden Kontakt zur Außenwelt geschuldet, wobei sie dafür aber noch erstaunlich gut mit anderen Menschen zurechtkommt, denn manch anderer wäre so alleine sicherlich verrückt geworden. Neben Cress nimmt auch Kapitän Thorne in diesem Band eine etwas größere Rolle ein und erhält endlich die Chance mehr von sich zu zeigen als nur seinen Charme spielen zu lassen. Auch Levana als Gegenfigur wird noch mehr aufgebaut und es wird immer spannender wann es zur Konfrontation zwischen ihr und Cinder kommen wird. Der Erzählstrang rund um Cinder und Kai der im ersten Buch begonnen wurde wird auch immer wieder aufgegriffen und fortgeführt. Sehr gut gefällt mir auch, dass jede Figur ihre Kanten hat und bei vielen noch gar nicht richtig absehbar ist, auf welcher Seite sie wirklich stehen und ob diese Position von Dauer sein wird.
Wer jetzt neugierig geworden ist, aber noch kein Buch der Reihe gelesen hat, dem empfehle ich dringend mit "Wie Monde so silbern" zu beginnen, denn die Bücher bauen stark aufeinander auf. Auch der Titel des nächsten Buches steht mit "Wie Schnee so weiß" bereits fest und soll im Herbst 2015 auf Deutsch erscheinen. Hier wird sich der Geschichte von Prinzessin Selenes einstiger Spielkameradin und Stieftochter von Königin Levana angenommen, Prinzessin Winter.
Empfehlen kann ich die Reihe an alle Leser die phantasievolle Abenteuergeschichten mögen und Märchen nicht nur für Kinderkram halten.

Hier kann man das Buch kaufen: Marissa Meyer: Wie Sterne so golden

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Carlsen Verlages.