Mittwoch, 13. Mai 2015
Julia Karr: The Sign - Die Wahrheit kommt ans Licht
Noch vor einigen Monaten hat Nina Oberon ein ruhiges Leben mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester geführt. Doch seit ihre Mutter getötet wurde und die Mädchen bei ihren Großeltern leben ist alles anders. Die Familie steht unter dem Verdacht mit dem Widerstand zu sympathisieren und auch wenn das der Wahrheit entspricht, so darf dies doch niemand wissen.
Seit ihrem sechzehnten Geburtstag hat auch Nina das XVI Tattoo auf ihrem Handgelenk das sie praktisch zu Freiwild erklärt und es gilt nun vorsichtiger zu sein als je zuvor. Nina möchte, dass endlich die Wahrheit über das geheime Programm der Regierung an die Öffentlichkeit kommt und auch sie endlich ihren Beitrag zum Widerstand leisten kann. Die Wahrheit wird ans Licht kommen und Nina wird alles dafür tun was notwendig ist …
"The Sign - Die Wahrheit kommt ans Licht" von Autorin Julia Karr ist der zweite Band einer geplanten Trilogie die mit "The Sign – Nur zu deiner Sicherheit" ihren Anfang genommen hat.
Es kommt selten vor, aber in diesem Fall hat mir der zweite Band tatsächlich besser gefallen als der erste. Die Autorin gibt dem Leser mehr Einblicke in die Hintergründe und Entwicklungen, die zum aktuellen Gesellschaftsstruktur geführt haben und auch die Problematik des XVI Tattoos wird besser erläutert. Im Mittelpunkt der Ereignisse steht weiterhin Nina, aber auch einige Nebenfiguren spielen nun eine wichtigere Rolle.
Nach dem ersten Buch der Reihe war ich mir unsicher, ob ich den zweiten Band überhaupt lesen möchte, denn "The Sign – Nur zu Deiner Sicherheit" hatte mich doch eher gelangweilt und eine wenig fesselnde Geschichte geboten. Aber ich bin doch nun ganz froh, dass ich mich entschieden habe "The Sign – Die Wahrheit kommt ans Licht" zu lesen, denn diese Entwicklung der Handlung ist durchaus lesenswert. Ich fand es interessant zu lesen, wie Nina ihren Platz in der Rebellion findet und welche Wege die Mädchen hier wählen um ihren Beitrag zu leisten. Auch die im ersten Band begonnene Liebesgeschichte mit Sal ist hier Thema, jedoch auf eher kritische Art und Weise was mir ebenfalls gefallen hat.
Zwar ist der Schreibstil von Julia Karr an manchen Stellen (insbesondere in Dialogen) noch ein wenig holprig, aber ich bin gespannt wie es mit den Figuren weiter geht und ob nun der Zusammenbruch der Gesellschaftsstrukturen in Ninas Welt bevorsteht oder es doch bei einer Rebellion im kleinen Kreis bleibt. Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall an alle Leser, die Dystopien mögen und insbesondere auch an jüngere Leser ab ca. 14 Jahren die sich mit den Figuren identifizieren können. Allerdings sollte man vorher Band eins gelesen haben und der ist meiner Meinung nach eben nicht ganz so gelungen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Julia Karr: The Sign - Die Wahrheit kommt ans Licht
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des cbt Verlages.
Dienstag, 12. Mai 2015
Der Gewinner der Buchverlosung aus KW18/2015 (Zorneskalt)
Das Losschweinchen hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zum Buch "Zorneskalt" von Colette McBeth aus dem Blanvalet Verlag steht fest.
Limes wartet auf seinen Einsatz.
8 Lose wurden geschrieben.
Limes schaut sich die Lose genau an.
Ein Los hat Limes natürlich auch heute ausgewählt.
Herzlichen Glückwunsch, JAQ!
Schreib mir doch bitte eine E-Mail (an es.deh(at)gmx.de) wegen dem Buchversand. :-)
Limes wartet auf seinen Einsatz.
8 Lose wurden geschrieben.
Limes schaut sich die Lose genau an.
Ein Los hat Limes natürlich auch heute ausgewählt.
Schreib mir doch bitte eine E-Mail (an es.deh(at)gmx.de) wegen dem Buchversand. :-)
Donnerstag, 7. Mai 2015
KW19/2015 - Buchverlosung der Woche - Ermittlerin in Sachen Liebe von Alexandra Potter
Achtung!
Die Verlosung wurde verlängert bis zum 21.05.2015!
Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!
Ich verlose den Roman "Ermittlerin in Sachen Liebe" von Alexandra Potter.
"Ruby Miller hat den Glauben an die Liebe verloren. Um ihren betrügerischen Ex-Verlobten zu vergessen und ihre Schreibblockade zu überwinden, beschließt die Autorin, ihre Schwester in Indien zu besuchen. Geplant ist eine Woche Stranderholung – doch stattdessen erwartet Ruby auf dem fremden Kontinent das Abenteuer ihres Lebens. Auf einer exotischen Reise, inmitten von Magie und überwältigender Farbenpracht, zwischen Palästen und Hochzeiten, trifft Ruby auf unzählige Lebens- und Liebesgeschichten voller Sehnsucht und Glück. Doch wird sie auch ihr eigenes Happy End dort finden?"
Es handelt sich um ein neues und ungelesenes Buch!
Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!
Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört).
Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des folgenden Wochenendes bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
Viel Erfolg! :-)
Die Verlosung wurde verlängert bis zum 21.05.2015!
Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!
Ich verlose den Roman "Ermittlerin in Sachen Liebe" von Alexandra Potter.
"Ruby Miller hat den Glauben an die Liebe verloren. Um ihren betrügerischen Ex-Verlobten zu vergessen und ihre Schreibblockade zu überwinden, beschließt die Autorin, ihre Schwester in Indien zu besuchen. Geplant ist eine Woche Stranderholung – doch stattdessen erwartet Ruby auf dem fremden Kontinent das Abenteuer ihres Lebens. Auf einer exotischen Reise, inmitten von Magie und überwältigender Farbenpracht, zwischen Palästen und Hochzeiten, trifft Ruby auf unzählige Lebens- und Liebesgeschichten voller Sehnsucht und Glück. Doch wird sie auch ihr eigenes Happy End dort finden?"
Es handelt sich um ein neues und ungelesenes Buch!
Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!
Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört).
Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des folgenden Wochenendes bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
Viel Erfolg! :-)
Mittwoch, 6. Mai 2015
Der Gewinner der Buchverlosung aus KW15/2015 (Madame Ernestine und die Entdeckung der Liebe)
Das Losschweinchen hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zum Buch "Madame Ernestine und die Entdeckung der Liebe" von Leona Francombe aus dem Goldmann Verlag steht fest.
Limes wartet auf seinen Einsatz.
15 Lose wurden geschrieben.
Limes schaut sich die Lose genau an.
Ein Los hat Limes natürlich auch heute ausgewählt.
Herzlichen Glückwunsch, ARETI!
Du bekommst eine E-Mail von mir wegen dem Buchversand. :-)
Limes wartet auf seinen Einsatz.
15 Lose wurden geschrieben.
Limes schaut sich die Lose genau an.
Ein Los hat Limes natürlich auch heute ausgewählt.
Du bekommst eine E-Mail von mir wegen dem Buchversand. :-)
Freitag, 1. Mai 2015
KW18/2015 - Buchverlosung der Woche - Zorneskalt von Colette McBeth
Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!
Ich verlose den Thriller "Zorneskalt" von Colette McBeth.
"Rachel Walsh, Kriminalreporterin des Nachrichtensenders National News Network, wird zu einer Pressekonferenz der Polizei in Brighton entsandt. Als sie den Konferenzraum betritt, sieht sie auf einem Poster neben dem Podium das Bild ihrer ältesten, besten Freundin vor sich: Clara O’Connor. Clara, mit der Rachel drei Tage zuvor in einer Bar verabredet, die dort jedoch nie aufgetaucht war … "
Es handelt sich um ein neues und ungelesenes Buch! Es hat jedoch einen Mängelexemplarstempel im unteren Seitenschnitt.
Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!
Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört).
Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des folgenden Wochenendes bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
Viel Erfolg! :-)
Samstag, 25. April 2015
Lucinda Riley: Die sieben Schwestern
Maia d’Apliése ist gemeinsam mit ihren fünf jüngeren Schwestern aufgewachsen. Alle sechs wurden als Babys von Pa Salt adoptiert, der ihnen auf dem abgeschotteten Gelände des Anwesens „Atlantis“ am Genfer See ein liebevolles Zuhause geschaffen hat. Der unerwartete Tod ihres Adoptivvaters überrascht die Schwestern, besonders Maia, die ihr Elternhaus nicht verlassen hatte und weiterhin auf dem Anwesen lebte. Für jede seine Töchter hat Pa Salt einen Umschlag hinterlassen, in dem ein persönlicher Brief mit Hinweisen auf ihre biologische Abstammung enthalten ist. Jede der jungen Frauen soll die Möglichkeit erhalten zu erfahren wo ihre Wurzeln liegen. Maia war es nie wichtig wer ihre leiblichen Eltern sind, denn Pa Salt hat ihr immer das Gefühl einer Familie gegeben. Doch nun folgt sie dem Hinweis nach Rio de Janeiro und erfährt nicht nur mehr über ihre Abstammung, sondern auch über sich selbst.
Ich mag die Bücher von Lucinda Riley sehr und so war es auch keine Frage, dass ich das neueste Buch von ihr lesen möchte. Angelehnt ist "Die sieben Schwestern" an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher auch als Reihe mit sieben Bänden von der Autorin und "Die sieben Schwestern" bildet den Auftakt. Jedes der Bücher soll sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern widmen, wobei hier jedoch auffällig ist, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
Aber das ist sicherlich eines der Geheimnisse das erst an späterer Stelle gelüftet werden wird.
Hier erfahren wir nun jedenfalls die Geschichte der ältesten Schwester Maia und begleiten ihre Spurensuche nach Rio de Janeiro. Erzählt wird auch von ihrer Vorfahrin Izabela, was den Leser zurück ins Jahr 1927 führt. Schlüssig werden diese Episoden durch Briefe ihre Urgroßmutter, die Maia ausgehändigt bekommt.
Für mich war hier besonders interessant, dass sich die Ereignisse rund um die Entstehung des Cristo Redentor in Rio drehen (der Jesusstatue auf dem Corcovado), denn seit ich letztes Jahr selber in Rio war fasziniert mich die Stadt sehr. Viele Details rund um die Entstehung waren mir vorher nicht bekannt und wie ich nach dem Lesen recherchiert habe, beruht auch ein großer Teil davon auf historischen Fakten. Leider gibt es kein Nachwort der Autorin in dem sie noch darauf eingehen würde was hier Fakt und was Fiktion ist und auch eine kleine Karte der Handlungsorte hätte das Buch noch optisch aufwerten können. Natürlich ist die Familiengeschichte der Protagonistin der Phantasie der Autorin entsprungen, aber ich fand diesen Einblick in das Leben in Brasilien zur Belle Epoche sehr faszinierend und habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Auch die Handlung in der Gegenwart (die aus mir unbekanntem Grund im Jahr 2007 spielt) hat mich interessiert, was zum größten Teil daran liegen wird, dass mir die Figuren sehr sympathisch waren. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und hinterlassen Eindruck, was ich hier auch besonders wichtig finde, da sie wohl in den Folgebänden noch ihre Auftritte haben werden.
Auch im Lebenslauf und Temperament der Schwestern hat sich Lucinda Riley bisher grob am Mythos der Plejaden orientiert und so wird es noch spannend zu erfahren wie sie dies in den Folgebänden weiter umsetzt.
Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzung, die auf Englisch bereits Ende 2015 erscheinen soll.
Empfehlen kann ich "Die sieben Schwestern" an alle Leser die wie ich die Bücher von Lucinda Riley bereits lieben, aber auch als Einstiegsbuch für alle Leser die einen Erzählstil mit mehreren Zeitebenen mögen und sich ebenfalls für den Mythos der sieben Schwestern oder die Entstehung des Cristo Redentor interessieren.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die sieben Schwestern
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Goldmann Verlages.
Ich mag die Bücher von Lucinda Riley sehr und so war es auch keine Frage, dass ich das neueste Buch von ihr lesen möchte. Angelehnt ist "Die sieben Schwestern" an das Sternbild der Plejaden und dem dazugehörigen Mythos der sieben Schwestern. Geplant ist dies daher auch als Reihe mit sieben Bänden von der Autorin und "Die sieben Schwestern" bildet den Auftakt. Jedes der Bücher soll sich als Hauptfigur einer anderen der Schwestern widmen, wobei hier jedoch auffällig ist, dass es eigentlich keine siebte Schwester gibt, denn Pa Salt hat sie nach eigener Aussage nie gefunden.
Aber das ist sicherlich eines der Geheimnisse das erst an späterer Stelle gelüftet werden wird.
Hier erfahren wir nun jedenfalls die Geschichte der ältesten Schwester Maia und begleiten ihre Spurensuche nach Rio de Janeiro. Erzählt wird auch von ihrer Vorfahrin Izabela, was den Leser zurück ins Jahr 1927 führt. Schlüssig werden diese Episoden durch Briefe ihre Urgroßmutter, die Maia ausgehändigt bekommt.
Für mich war hier besonders interessant, dass sich die Ereignisse rund um die Entstehung des Cristo Redentor in Rio drehen (der Jesusstatue auf dem Corcovado), denn seit ich letztes Jahr selber in Rio war fasziniert mich die Stadt sehr. Viele Details rund um die Entstehung waren mir vorher nicht bekannt und wie ich nach dem Lesen recherchiert habe, beruht auch ein großer Teil davon auf historischen Fakten. Leider gibt es kein Nachwort der Autorin in dem sie noch darauf eingehen würde was hier Fakt und was Fiktion ist und auch eine kleine Karte der Handlungsorte hätte das Buch noch optisch aufwerten können. Natürlich ist die Familiengeschichte der Protagonistin der Phantasie der Autorin entsprungen, aber ich fand diesen Einblick in das Leben in Brasilien zur Belle Epoche sehr faszinierend und habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Auch die Handlung in der Gegenwart (die aus mir unbekanntem Grund im Jahr 2007 spielt) hat mich interessiert, was zum größten Teil daran liegen wird, dass mir die Figuren sehr sympathisch waren. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und hinterlassen Eindruck, was ich hier auch besonders wichtig finde, da sie wohl in den Folgebänden noch ihre Auftritte haben werden.
Auch im Lebenslauf und Temperament der Schwestern hat sich Lucinda Riley bisher grob am Mythos der Plejaden orientiert und so wird es noch spannend zu erfahren wie sie dies in den Folgebänden weiter umsetzt.
Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzung, die auf Englisch bereits Ende 2015 erscheinen soll.
Empfehlen kann ich "Die sieben Schwestern" an alle Leser die wie ich die Bücher von Lucinda Riley bereits lieben, aber auch als Einstiegsbuch für alle Leser die einen Erzählstil mit mehreren Zeitebenen mögen und sich ebenfalls für den Mythos der sieben Schwestern oder die Entstehung des Cristo Redentor interessieren.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Lucinda Riley: Die sieben Schwestern
Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Goldmann Verlages.
Mittwoch, 22. April 2015
Christina Baker Kline: Der Zug der Waisen
Die 17jährige Molly ist ein Pflegekind und nutzt jede Chance zur Rebellion. Als sie wegen Diebstahls eines Buches aus der Bücherei zu 50 Sozialstunden verurteilt wird, erhält sie die Chance diese abzuarbeiten, indem sie einer alten Dame beim Ausräumen ihres Speichers hilft.
Doch statt hier lauter unnützen Plunder auf den Müll zu werfen, erfährt Molly von der 91jährigen Vivian die Geschichte hinter den Dingen und die Erinnerungen eines Lebens das im Jahr 1920 in Irland begann. Vivan – die ursprünglich den Namen Niamh (gesprochen Neve) trug – kam mit sieben Jahren nach New York und wurde mit neun Jahren nach einem Hausbrand der sie ihre Familie gekostet hat, in einem Zug voller Waisenkinder nach Minnesota gebracht. Hier sollten die Kinder von Familien aufgenommen werden, doch stattdessen erwartete sie oft ein Leben als günstige Hilfskräfte und sie waren Missbrauch und Verwahrlosung ausgesetzt.
Nach und nach entdeckt Molly immer mehr Parallelen zwischen Vivian und sich selber und aus der anfänglichen Zwangsverbindung wird eine innige Beziehung.
Ich habe "Der Zug der Waisen" von Autorin Christina Baker Kline als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von den beiden Sprecherinnen Beate Himmelstoß und Susanne Schroeder, wobei die eine die Passagen in der Vergangenheit und die andere die in der Gegenwart liest. Gefallen haben mir beide Sprecherinnen, jedoch waren mir die Stimmen der beiden zu ähnlich, als das hier für mich nur aufgrund der Sprecherin eine klare Unterscheidung beim Handlungsort möglich gewesen wäre. Ich habe das Hörbuch im Auto gehört und die Nebengeräusche haben hier eine klare Abgrenzung sicherlich erschwert. Da hier jedoch jedes Kapitel klar mit Ort und Zeit benannt ist und die Handlung der Gegenwart über die gesamte Geschichte hinweg in Spruse Harbor/Maine spielt ist eine Unterscheidung dennoch leicht möglich und ich hatte keine Orientierungsschwierigkeiten.
Inhaltlich widmet sich "Der Zug der Waisen" einem eher unbekannten Kapitel der amerikanischen Geschichte. In der Zeit zwischen 1854 und 1929 wurden über 200.000 Kinder (meistens Waisen) aus den bevölkerungsreichen Städten der Ostküste mit Zügen in den Mittleren Westen der USA gebracht und dort Familien zur weiteren Fürsorge überlassen. Meist endete dies jedoch nicht in einer Adoption und als vollwertiges Familienmitglied, sondern vielmehr im Missbrauch der Kinder als billige Hilfskräfte denen man keinen Lohn zu zahlen hatte und die man bei Nichtgefallen sogar zurückgeben konnte.
Mir hat in "Der Zug der Waisen" sehr gut gefallen, wie die Geschichte von Molly in der Gegenwart und von Vivian in der Vergangenheit miteinander verwebt werden und man als Leser/Hörer das Gefühl hat hier auch wirklich eine Einheit vor sich zu haben und nicht zwei unabhängig voneinander erzählte Geschichten. Ich hatte zuvor schon einmal von den Waisenzügen gehört, aber in dieser Intensität waren mir die Hintergründe nicht bewusst. Die Figuren sind sehr lebendig gezeichnet und die Emotionen und Beweggründe waren für mich jederzeit nachvollziehbar, wenn auch nicht unbedingt meinen eigenen entsprechend. Ich hatte das Bedürfnis mehr über diese so unterschiedlichen und dennoch ähnlichen Lebenswege zu erfahren und die Figuren auf ihrem Weg der Selbstfindung zu begleiten. Autorin Christina Baker Kline versteht es auch sehr gut auf die kommenden Ereignisse neugierig zu machen und dem Leser/Hörer kleine Hinweise zu geben die weiter verfolgt werden wollen.
Insgesamt gesehen bietet das ungekürzte Hörbuch über 10 Stunden beste Unterhaltung die mir zu keiner Zeit langweilig oder uninteressant erschien. Empfehlen kann ich "Der Zug der Waisen" daher an alle Leser/Hörer die sich für dieses eher unbekannte Kapitel amerikanischer Geschichte interessieren und die Romane mögen die von unterschiedlichen Erzählern und auf mehreren Zeitebenen erzählt werden.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Christina Baker Kline: Der Zug der Waisen
Weitere Informationen zum Hörbuch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Hörverlages bei Randomhouse.
Doch statt hier lauter unnützen Plunder auf den Müll zu werfen, erfährt Molly von der 91jährigen Vivian die Geschichte hinter den Dingen und die Erinnerungen eines Lebens das im Jahr 1920 in Irland begann. Vivan – die ursprünglich den Namen Niamh (gesprochen Neve) trug – kam mit sieben Jahren nach New York und wurde mit neun Jahren nach einem Hausbrand der sie ihre Familie gekostet hat, in einem Zug voller Waisenkinder nach Minnesota gebracht. Hier sollten die Kinder von Familien aufgenommen werden, doch stattdessen erwartete sie oft ein Leben als günstige Hilfskräfte und sie waren Missbrauch und Verwahrlosung ausgesetzt.
Nach und nach entdeckt Molly immer mehr Parallelen zwischen Vivian und sich selber und aus der anfänglichen Zwangsverbindung wird eine innige Beziehung.
Ich habe "Der Zug der Waisen" von Autorin Christina Baker Kline als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von den beiden Sprecherinnen Beate Himmelstoß und Susanne Schroeder, wobei die eine die Passagen in der Vergangenheit und die andere die in der Gegenwart liest. Gefallen haben mir beide Sprecherinnen, jedoch waren mir die Stimmen der beiden zu ähnlich, als das hier für mich nur aufgrund der Sprecherin eine klare Unterscheidung beim Handlungsort möglich gewesen wäre. Ich habe das Hörbuch im Auto gehört und die Nebengeräusche haben hier eine klare Abgrenzung sicherlich erschwert. Da hier jedoch jedes Kapitel klar mit Ort und Zeit benannt ist und die Handlung der Gegenwart über die gesamte Geschichte hinweg in Spruse Harbor/Maine spielt ist eine Unterscheidung dennoch leicht möglich und ich hatte keine Orientierungsschwierigkeiten.
Inhaltlich widmet sich "Der Zug der Waisen" einem eher unbekannten Kapitel der amerikanischen Geschichte. In der Zeit zwischen 1854 und 1929 wurden über 200.000 Kinder (meistens Waisen) aus den bevölkerungsreichen Städten der Ostküste mit Zügen in den Mittleren Westen der USA gebracht und dort Familien zur weiteren Fürsorge überlassen. Meist endete dies jedoch nicht in einer Adoption und als vollwertiges Familienmitglied, sondern vielmehr im Missbrauch der Kinder als billige Hilfskräfte denen man keinen Lohn zu zahlen hatte und die man bei Nichtgefallen sogar zurückgeben konnte.
Mir hat in "Der Zug der Waisen" sehr gut gefallen, wie die Geschichte von Molly in der Gegenwart und von Vivian in der Vergangenheit miteinander verwebt werden und man als Leser/Hörer das Gefühl hat hier auch wirklich eine Einheit vor sich zu haben und nicht zwei unabhängig voneinander erzählte Geschichten. Ich hatte zuvor schon einmal von den Waisenzügen gehört, aber in dieser Intensität waren mir die Hintergründe nicht bewusst. Die Figuren sind sehr lebendig gezeichnet und die Emotionen und Beweggründe waren für mich jederzeit nachvollziehbar, wenn auch nicht unbedingt meinen eigenen entsprechend. Ich hatte das Bedürfnis mehr über diese so unterschiedlichen und dennoch ähnlichen Lebenswege zu erfahren und die Figuren auf ihrem Weg der Selbstfindung zu begleiten. Autorin Christina Baker Kline versteht es auch sehr gut auf die kommenden Ereignisse neugierig zu machen und dem Leser/Hörer kleine Hinweise zu geben die weiter verfolgt werden wollen.
Insgesamt gesehen bietet das ungekürzte Hörbuch über 10 Stunden beste Unterhaltung die mir zu keiner Zeit langweilig oder uninteressant erschien. Empfehlen kann ich "Der Zug der Waisen" daher an alle Leser/Hörer die sich für dieses eher unbekannte Kapitel amerikanischer Geschichte interessieren und die Romane mögen die von unterschiedlichen Erzählern und auf mehreren Zeitebenen erzählt werden.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Christina Baker Kline: Der Zug der Waisen
Weitere Informationen zum Hörbuch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Hörverlages bei Randomhouse.
Sonntag, 19. April 2015
Tamara Ireland Stone: Zwischen uns die Zeit
Inhaltsangabe des Verlages:
Anna ist sechzehn, als sie Bennett kennenlernt, den geheimnisvollen Neuen an ihrer Schule, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Fast scheint es ihr, als würden sie sich kennen. Doch Bennett stammt aus dem weit entfernten San Francisco. Als die beiden sich näherkommen, vertraut Bennett ihr sein unglaubliches Geheimnis an: Er ist aus dem Jahr 2012 ins Jahr 1995 gereist, um seine Schwester wiederzufinden. Nicht nur Tausende von Kilometern trennen Anna von ihm, sondern ganze 17 Jahre ...
Nie hätten sie sich kennenlernen dürfen und beide wissen, dass er nicht bei ihr bleiben kann. Als Bennett tatsächlich verschwindet, steht Anna vor einer Entscheidung, die ihr alles abverlangt und ihr Leben grundlegend verändern wird ...
"Zwischen uns die Zeit" ist der Debutroman von Autorin Tamara Ireland Stone. Das Thema Zeitreise ist keineswegs neu, aber die Art wie die Autorin es hier aufgegriffen hat war es dennoch für mich. Auf den ersten Seiten erscheint der Roman wie eine übliche Teenager-Highschool-Story. Mädchen sieht Junge - Junge sieht Mädchen – und der Rest ist dann ziemlich vorhersehbar. Aber genau an diesem Punkt am dem in anderen Geschichten alles gut wird, fängt hier die richtige Geschichte erst an. Bennett ist kein normaler Jugendlicher, er kann durch die Zeit reisen und ist im Jahr 1995 eigentlich nur auf der Durchreise. Die Tatsache, dass zwischen Anna und Bennett eigentlich ein Altersunterschied von 17 Jahren ist, verstärkt noch die Dramatik, denn das heißt, dass Bennett im Jahr 1995 eigentlich noch gar nicht geboren ist.
Neben der Liebesgeschichte geht es hier auch um den Familienzusammenhalt, Freundschaft und die Entscheidungen die man im Leben trifft und die zum weiteren Verlauf beitragen.
Interessant ist dabei, dass nicht alles in diesem Roman in chronologischer Reihenfolge erzählt wird (aber was ist schon chronologisch in einem Zeitreiseroman) und das trägt doch zu so einigen Überraschungen bei.
Sehr gut gefallen haben mir hier die Figuren, die nicht ohne Ecken und Kanten sind und sehr viel Persönlichkeit mitbringen. Insgesamt gesehen fällt mir nicht wirklich etwas Schlechtes zu diesem Buch ein. Dennoch hat mich "Zwischen uns die Zeit" nicht so gepackt, dass ich nach dem Lesen begeistert gewesen wäre. Es hat mich gut unterhalten und als solches Buch kann ich es auch an alle Leser empfehlen die Jugendromane mit mysteriösem Einschlag mögen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Tamara Ireland Stone: Zwischen uns die Zeit
Anna ist sechzehn, als sie Bennett kennenlernt, den geheimnisvollen Neuen an ihrer Schule, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Fast scheint es ihr, als würden sie sich kennen. Doch Bennett stammt aus dem weit entfernten San Francisco. Als die beiden sich näherkommen, vertraut Bennett ihr sein unglaubliches Geheimnis an: Er ist aus dem Jahr 2012 ins Jahr 1995 gereist, um seine Schwester wiederzufinden. Nicht nur Tausende von Kilometern trennen Anna von ihm, sondern ganze 17 Jahre ...
Nie hätten sie sich kennenlernen dürfen und beide wissen, dass er nicht bei ihr bleiben kann. Als Bennett tatsächlich verschwindet, steht Anna vor einer Entscheidung, die ihr alles abverlangt und ihr Leben grundlegend verändern wird ...
"Zwischen uns die Zeit" ist der Debutroman von Autorin Tamara Ireland Stone. Das Thema Zeitreise ist keineswegs neu, aber die Art wie die Autorin es hier aufgegriffen hat war es dennoch für mich. Auf den ersten Seiten erscheint der Roman wie eine übliche Teenager-Highschool-Story. Mädchen sieht Junge - Junge sieht Mädchen – und der Rest ist dann ziemlich vorhersehbar. Aber genau an diesem Punkt am dem in anderen Geschichten alles gut wird, fängt hier die richtige Geschichte erst an. Bennett ist kein normaler Jugendlicher, er kann durch die Zeit reisen und ist im Jahr 1995 eigentlich nur auf der Durchreise. Die Tatsache, dass zwischen Anna und Bennett eigentlich ein Altersunterschied von 17 Jahren ist, verstärkt noch die Dramatik, denn das heißt, dass Bennett im Jahr 1995 eigentlich noch gar nicht geboren ist.
Neben der Liebesgeschichte geht es hier auch um den Familienzusammenhalt, Freundschaft und die Entscheidungen die man im Leben trifft und die zum weiteren Verlauf beitragen.
Interessant ist dabei, dass nicht alles in diesem Roman in chronologischer Reihenfolge erzählt wird (aber was ist schon chronologisch in einem Zeitreiseroman) und das trägt doch zu so einigen Überraschungen bei.
Sehr gut gefallen haben mir hier die Figuren, die nicht ohne Ecken und Kanten sind und sehr viel Persönlichkeit mitbringen. Insgesamt gesehen fällt mir nicht wirklich etwas Schlechtes zu diesem Buch ein. Dennoch hat mich "Zwischen uns die Zeit" nicht so gepackt, dass ich nach dem Lesen begeistert gewesen wäre. Es hat mich gut unterhalten und als solches Buch kann ich es auch an alle Leser empfehlen die Jugendromane mit mysteriösem Einschlag mögen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Tamara Ireland Stone: Zwischen uns die Zeit
Freitag, 17. April 2015
Sara J. Henry: Ein Herzschlag bis zum Tod
Inhaltsangabe des Verlages:
Die junge Journalisten Troy Chance führt ein recht beschauliches Leben in einem kleinen Ort in den Adirondack Mountains, im Nordosten der USA.
Doch ein einziger Moment verändert ihr Leben schlagartig: An einem nebelverhangenen Tag ist sie mit der Fähre auf dem kanadischen Lake Champlain unterwegs. Sie beobachtet, wie von einer entgegenkommenden Fähre ein kleiner Junge in den See stürzt. Außer ihr scheint niemand den Vorfall bemerkt zu haben. Troy trifft in Sekundenbruchteilen eine gefährliche Entscheidung: Sie springt dem Jungen ins eiskalte Wasser hinterher ...
"Ein Herzschlag bis zum Tod" von Autorin Sara J. Henry konnte mich mit einer sehr ungewöhnlichen Handlung überraschen. Ein Augenblick kann ein ganzes Leben verändern und so ist es auch bei Troy Chance mit der Sekunde in der sie sieht wie ein kleiner Junge von einer Fähre geworfen wird und sie beschließt ihm hinterher zu springen. Die Geschichte klingt so unglaublich, dass selbst Troy es kaum glauben kann und so beschließt sie auch mit dem Jungen nicht zu den Behörden zu gehen, sondern selber heraus zu finden was geschehen ist und zu dieser Situation geführt hat. Die Spur führt Troy schließlich zum Vater des Jungen, doch damit ist noch lange nicht geklärt wer für die vorherige Entführung des Jungen und den versuchten Mord an ihm verantwortlich ist.
Was anfangs nach einem unglaublichen Kriminalfall klingt, entpuppt sich im weiteren Verlauf als immer komplexere Story, die sich jeder strikten Kategorisierung entzieht und Drama mit Thriller und anderen Elementen verbindet. Die Handlungsweise der Hauptfigur Troy war für mich nicht immer der naheliegendste Weg und so konnte ich mich nicht gut in sie hineinversetzen. Mir hat jedoch gefallen wie die Autorin die Geschichte aufgebaut und für den Leser spannend gestaltet hat. Fragt man mich ob ich glaube, dass sich so etwas tatsächlich so zutragen könnte, so müsste ich sicherlich verneinen. Fragt man mich jedoch, ob mich das Buch gut unterhalten hat, so kann ich das definitiv bejahen.
Insgesamt gesehen kann ich daher sagen, dass "Ein Herzschlag bis zum Tod" eine überraschende Geschichte bietet, die sich nicht nur auf eine reine Thrillerhandlung begrenzt, wobei man dafür jedoch Abstriche bei der Glaubwürdigkeit der Handlung machen muss. Empfehlen kann ich dieses Buch daher an alle Leser die ungewöhnliche, komplexe und unterhaltsame Geschichten mögen, die aber nicht unbedingt auf ihre Realitätsnähe überprüfbar sein müssen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Sara J. Henry: Ein Herzschlag bis zum Tod
Die junge Journalisten Troy Chance führt ein recht beschauliches Leben in einem kleinen Ort in den Adirondack Mountains, im Nordosten der USA.
Doch ein einziger Moment verändert ihr Leben schlagartig: An einem nebelverhangenen Tag ist sie mit der Fähre auf dem kanadischen Lake Champlain unterwegs. Sie beobachtet, wie von einer entgegenkommenden Fähre ein kleiner Junge in den See stürzt. Außer ihr scheint niemand den Vorfall bemerkt zu haben. Troy trifft in Sekundenbruchteilen eine gefährliche Entscheidung: Sie springt dem Jungen ins eiskalte Wasser hinterher ...
"Ein Herzschlag bis zum Tod" von Autorin Sara J. Henry konnte mich mit einer sehr ungewöhnlichen Handlung überraschen. Ein Augenblick kann ein ganzes Leben verändern und so ist es auch bei Troy Chance mit der Sekunde in der sie sieht wie ein kleiner Junge von einer Fähre geworfen wird und sie beschließt ihm hinterher zu springen. Die Geschichte klingt so unglaublich, dass selbst Troy es kaum glauben kann und so beschließt sie auch mit dem Jungen nicht zu den Behörden zu gehen, sondern selber heraus zu finden was geschehen ist und zu dieser Situation geführt hat. Die Spur führt Troy schließlich zum Vater des Jungen, doch damit ist noch lange nicht geklärt wer für die vorherige Entführung des Jungen und den versuchten Mord an ihm verantwortlich ist.
Was anfangs nach einem unglaublichen Kriminalfall klingt, entpuppt sich im weiteren Verlauf als immer komplexere Story, die sich jeder strikten Kategorisierung entzieht und Drama mit Thriller und anderen Elementen verbindet. Die Handlungsweise der Hauptfigur Troy war für mich nicht immer der naheliegendste Weg und so konnte ich mich nicht gut in sie hineinversetzen. Mir hat jedoch gefallen wie die Autorin die Geschichte aufgebaut und für den Leser spannend gestaltet hat. Fragt man mich ob ich glaube, dass sich so etwas tatsächlich so zutragen könnte, so müsste ich sicherlich verneinen. Fragt man mich jedoch, ob mich das Buch gut unterhalten hat, so kann ich das definitiv bejahen.
Insgesamt gesehen kann ich daher sagen, dass "Ein Herzschlag bis zum Tod" eine überraschende Geschichte bietet, die sich nicht nur auf eine reine Thrillerhandlung begrenzt, wobei man dafür jedoch Abstriche bei der Glaubwürdigkeit der Handlung machen muss. Empfehlen kann ich dieses Buch daher an alle Leser die ungewöhnliche, komplexe und unterhaltsame Geschichten mögen, die aber nicht unbedingt auf ihre Realitätsnähe überprüfbar sein müssen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Sara J. Henry: Ein Herzschlag bis zum Tod
Mittwoch, 15. April 2015
Joelle Charbonneau: Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben
Im Auftaktband der Reihe wurde die 16jährige Malencia Vale auserwählt an der Auslese teilzunehmen – einem Programm das die besten und talentiertesten Nachwuchskräfte aus den Kolonien ermitteln soll, die zukünftig eine Führungsposition in der Verwaltung einnehmen. Cia hat nun die Auslese überstanden und wird als Studentin an der Universität in Tosu Stadt zugelassen. Eigentlich sollten alle ihre Erinnerungen an die brutale Auswahl eliminiert sein, doch Cia hat sich einiges bewahrt und auch ihr Freund Tomas, der wie sie aus der Five Lakes Kolonie stammt, scheint sich an einiges zu erinnern. Mit diesem Wissen gibt es für Cia nur ein Ziel: Die Auslese muss abgeschafft werden und die Generationen nach ihr dürfen nie wieder diesem tödlichen Programm ausgesetzt werden. Doch Cia braucht Verbündete um auch nur selber zu überleben und sie muss mehr Informationen beschaffen, bevor sie ihrem Ziel auch nur einen Schritt näher ist ...
"Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben" ist der zweite Band der Trilogie die mit "Die Auslese – Nur die besten überleben" ihren Anfang genommen hat. Autorin Joelle Charbonneau hat hier eine Welt in der Zukunft erschaffen, die leider gar nicht so unwahrscheinlich ist, dass man sie komplett ins Reich der Phantasie abschieben könnte. Nach verheerenden Umweltkatastrophen und Kriegen sind die alten Strukturen zerstört. Gebraucht werden starke Führungspersönlichkeiten, die nicht zögern und auch bereits sind unangenehme Entscheidungen zu fällen – doch die Auswahl dieser Personen erfolgt äußerst grausam.
"Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben" widmet sich nun dem Zeitabschnitt nach der eigentlichen Auslese, doch in Sicherheit ist Cia noch lange nicht. Neben ihren Mitstreitern aus der Auslese die nur die Kandidaten aus den Kolonien durchlaufen mussten, studiert Cia nun gemeinsam mit Studenten aus Tosu Stadt, die bisher ein sehr viel privilegierteres Leben führten.
Aber auch an der Universität droht mit jeder falschen Antwort oder Entscheidung das der betreffende Student abgezogen wird – offiziell bedeutet dies die Versetzung in eine der Kolonien, doch Cia befürchtet auch hier Schlimmeres, denn die Verantwortlichen können es sich nicht leisten das kluge Köpfe anfangen Fragen zu stellen. Für Cia steht nun fest, dass nur der Weg des Widerstandes bleibt, aber wem kann sie wirklich vertrauen?
Neben Cia rücken nun eine Reihe neuer Nebenfiguren in den Fokus, wobei dafür jedoch Tomas deutlich weniger Präsenz zeigt. Noch weiß man sehr wenig über die Hintergründe dieser Personen und daher fällt auch die Einschätzung schwer auf welcher Seite sie wirklich stehen.
Ein wenig Probleme hatte ich mit Cias Entwicklung zum "Überflieger". Natürlich wusste man auch schon aus dem ersten Band dass sie sehr schlau, fleißig und ehrgeizig ist, aber nun ist sie immer und überall die Beste und das fand ich dann schon ein wenig auffällig.
Dennoch konnte mich das Buch auch überraschen und obwohl nun eigentlich das ruhige Studentenleben beginnen sollte, kommen auch die Actionmomente nicht zur kurz. Ich fand es auch sehr interessant, dass man hier mehr über die Führungsebene von Cias Welt und die politischen Hintergründe erfährt. Als mittleres Buch einer Trilogie merkt man hier, dass einiges auf den Weg gebracht wird für das große Finale und so ist das Buch auch nicht in sich abgeschlossen, sondern endet praktisch mitten in der Handlung und man würde nur allzu gerne sofort weiter lesen. Da der dritte Band bereits auf Englisch erschienen ist, hoffe ich, dass sich auch die deutschen Leser nicht allzu lange gedulden müssen bis sie endlich erfahren wie es mit Cia weiter geht.
Insgesamt gesehen konnte mich "Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben" zwar nicht ganz so sehr mitreißen wie der erste Band, aber es geht spannend weiter und macht definitiv Lust auf den dritten Band der Reihe. Empfehlen kann ich die Reihe daher weiterhin an alle Leser die spannende und actionreiche Dystopien mögen.
So habe ich bewertet:
Und hier kann man das Buch kaufen: Joelle Charbonneau: Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben
Weiter Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Penhaligon Verlages.
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