Freitag, 12. Dezember 2014

Der Gewinner der Buchverlosung aus KW49/2014 (Little Britain)

Vorweg noch mal ein Aufruf an Milena, die Gewinnerin der letzten Verlosung. Melde Dich bitte bei mir!

Das Losschweinchen hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zum Buch "Little Britain - Notizen von der Insel" von Christian Zaschke aus dem Goldmann Verlag steht fest.

Limes wartet auf seinen Einsatz.

4 Lose wurden geschrieben, was sehr gut war, da Limes total müde ist.

Diese Verlosung sollt Limes schnell erledigt haben.


Auf ein Los ist dann die Entscheidung gefallen.


Herzlichen Glückwunsch, CLARA!
Du bekommst eine E-Mail von mir wegen dem Buchversand. :-)

Es geht auch bereits weiter mit der nächsten Buchverlosung:
Betamännchen

KW50/2014 - Buchverlosung der Woche - Betamännchen von Anne Weiss und Stefan Bonner

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen! 


Ich verlose das Buch "Betamännchen" von Anne Weiss und Stefan Bonner.

"Die Wahrheit über den modernen Mann ist erschütternd. Und urkomisch! Stefan Bonner und Anne Weiss, die Autoren von „Generation Doof“, erzählen von ihrem Leben als und mit Betamännchen. Ein Spaß für alle Männer auf der Suche nach der Männlichkeit. Und für die Frauen, die sich über sie wundern. Anne ist mit ihrem Singleleben zufrieden. Doch plötzlich bekommen alle ihre Freunde Kinder und heiraten. Sie beschließt, nach dem Richtigen zu suchen, bevor es dafür zu spät ist. Leider hat sie nicht mit den Pannenmännern von heute gerechnet ...Stefan hat nie gelernt, ein echter Mann zu sein. Aufgewachsen bei Mutter, Oma und Uroma, hatte er Ballettunterricht statt Fußballtraining und Puppen statt Bagger. Alles erst mal kein Problem. Aber jetzt wird er Vater. Und seine Freundin braucht dafür einen ganzen Kerl. "  

Es handelt sich um ein neues und ungelesenes Buch.

Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört).

Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des folgenden Montags bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.

Viel Erfolg! :-)

Dienstag, 9. Dezember 2014

Der Gewinner der Buchverlosung aus KW47/2014 (Die Erbin)

Das Losschweinchen hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zum Buch "Die Erbin" von John Grisham aus dem Heyne Verlag steht fest.

Limes wartet auf seinen Einsatz.

14 Lose wurden geschrieben.

Limes ist gut erholt aus dem Urlaub zurück und freut sich auf die Verlosung.


Auf ein Los ist dann die Entscheidung gefallen.


Herzlichen Glückwunsch, MILENA!
Schreib mit bitte eine E-Mail an es.deh(at)gmx.de wegen dem Buchversand. :-)

Es geht auch bereits weiter mit der nächsten Buchverlosung:
Little Britain - Notizen von der Insel

Freitag, 5. Dezember 2014

Marissa Meyer: Die Luna-Chroniken 03 - Wie Sterne so golden


Inhaltsangabe zu "Wie Sterne so golden":
Cress ist die Spionin der Königin, gefangen in einem Satelliten der auf einer Umlaufbahn um die Erde kreist, verdammt dazu die Befehle ihrer Herrin auszuführen, aber bereit zur Rebellion. Sie hat immer davon geträumt dass eines Tages ein Held vorbei kommt und sie aus ihrem Gefängnis befreit. Cinder kann sie eine große Hilfe sein und alleine schon der Triumpf Levana ihre wertvolle Geisel zu entreißen verleitet Cinder, Kapitän Thorne, Scarlet, Wolf und Iko dazu eine Rettungsmission einzuleiten. Doch es läuft nicht alles nach Plan, die Gruppe wird getrennt und muss sich ganz neuen Herausforderungen stellen.



Nach "Wie Monde so silbern" und "Wie Blut so rot" liegt nun mit "Wie Sterne so golden" der dritte Band der Luna-Chroniken von Marissa Meyer vor. Entgegen meiner vorherigen Meinung musste ich jedoch feststellen, dass es sich hier keinesfalls um den Abschlussband einer Trilogie handelt, sondern noch mindestens ein weiterer Band folgen wird.
Was mir an dieser Reihe besonders gut gefällt ist, dass mit jedem Band eine neue Figur in den Vordergrund rückt, den schon bekannten Figuren aber genug Raum zur weiteren Entwicklung gelassen wird. In "Wie Sterne so golden" ist es nun also Cress – Crescent Moon – eine Lunarierin mit außergewöhnlichen Programmierfähigkeiten, die seit sieben Jahren in einem Satelliten gefangen gehalten wurde, die in den Mittelpunkt der Ereignisse rückt. Ihre Geschichte ruht lose auf dem Märchen von Rapunzel, womit Autorin Marissa Meyer ihre modernen Märchenadaptionen aus Band eins (Cinderella) und Band zwei (Rotkäppchen) fortführt. Cress ist eine sehr naive Figur, die eine romantische Vorstellung von der Liebe und dem Helden der sie rettet hat. Dies ist natürlich zum größten Teil ihrem fehlenden Kontakt zur Außenwelt geschuldet, wobei sie dafür aber noch erstaunlich gut mit anderen Menschen zurechtkommt, denn manch anderer wäre so alleine sicherlich verrückt geworden. Neben Cress nimmt auch Kapitän Thorne in diesem Band eine etwas größere Rolle ein und erhält endlich die Chance mehr von sich zu zeigen als nur seinen Charme spielen zu lassen. Auch Levana als Gegenfigur wird noch mehr aufgebaut und es wird immer spannender wann es zur Konfrontation zwischen ihr und Cinder kommen wird. Der Erzählstrang rund um Cinder und Kai der im ersten Buch begonnen wurde wird auch immer wieder aufgegriffen und fortgeführt. Sehr gut gefällt mir auch, dass jede Figur ihre Kanten hat und bei vielen noch gar nicht richtig absehbar ist, auf welcher Seite sie wirklich stehen und ob diese Position von Dauer sein wird.
Wer jetzt neugierig geworden ist, aber noch kein Buch der Reihe gelesen hat, dem empfehle ich dringend mit "Wie Monde so silbern" zu beginnen, denn die Bücher bauen stark aufeinander auf. Auch der Titel des nächsten Buches steht mit "Wie Schnee so weiß" bereits fest und soll im Herbst 2015 auf Deutsch erscheinen. Hier wird sich der Geschichte von Prinzessin Selenes einstiger Spielkameradin und Stieftochter von Königin Levana angenommen, Prinzessin Winter.
Empfehlen kann ich die Reihe an alle Leser die phantasievolle Abenteuergeschichten mögen und Märchen nicht nur für Kinderkram halten.

So habe ich bewertet:

 

Und hier kann man das Buch kaufen: Marissa Meyer: Wie Sterne so golden

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Carlsen Verlages.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

KW49/2014 - Buchverlosung der Woche - Little Britain von Christian Zaschke

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen! 


Ich verlose das Buch "Little Britain - Notizen von der Insel" von Christian Zaschke.
"Großbritannien hat die Dramen Shakespeares, die Beatles, den maßgeschneiderten Tweed-Anzug und das undichte Fenster hervorgebracht. Christian Zaschke erzählt davon mit unnachahmlich lakonischem Humor und einer ganz besonderen Beobachtungsgabe. Und bringt uns so das stets erstaunliche Königreich näher – denn als SZ-Korrespondent erkundet er London und den Rest der Insel jeden Tag aufs Neue. Seine Kolumne „Little Britain“ gehörte zu den beliebtesten der deutschsprachigen Zeitungslandschaft. In diesem Buch sind die besten Beiträge versammelt. Enjoy!"  

Es handelt sich um ein neues und ungelesenes Hardcover Buch das noch eingeschweißt ist.

Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört).

Einsendeschluss ist am nächsten Donnerstag um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des folgenden Freitags bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.

Viel Erfolg! :-)

Montag, 1. Dezember 2014

Libba Bray: The Diviners - Aller Anfang ist böse


Evie O’Neill stammt aus der Kleinstadt Zenith in Ohio und sorgt dort für einen skandalösen Zwischenfall, als sie das Geheimnis eines Mitglieds einer angesehenen Familie aufdeckt. Evie wird daher zu ihrem Onkel nach New York geschickt, bis etwas Gras über die Sache gewachsen ist. Doch Evie empfindet dies nicht als Strafe, denn in New York im Jahr 1926 pulsiert das Leben. Aber was niemand weiß ist, dass Evie ebenfalls ein Geheimnis hat, denn sie kann aus Gegenständen die Menschen lesen, denen sie gehören. Als ihr Onkel, der ein Museum für Okkultes betreibt, zu Mordermittlungen hinzugezogen wird, will auch Evie ihren Teil dazu beitragen. Doch der Mörder gibt sich nicht mit einem Opfer zufrieden und nun beginnt eine rasante Ermittlung, die Polizei und die Einwohner von New York auf den Beinen hält.

"The Diviners – Aller Anfang ist böse" von Autorin Libba Bray ist der Auftakt zu einer Reihe, aber in sich abgeschlossen. Auch wenn dieses Buch eher in die Jugendfantasy eingeordnet wird, so ist es meiner Meinung nach kein typischer Jugendroman oder auf jugendliche Leser beschränkt.
Besonders gut gefallen haben mir hier die Figuren, die sehr vielschichtig und interessant sind. Leichte Probleme bereitete es mir jedoch zu Anfang, die männlichen Figuren Jericho, Sam und Memphis zu unterscheiden, die zwar einen sehr unterschiedlichen Hintergund haben, aber in einem ähnlichen Alter sind und alle drei eine nicht unwesentliche Rolle einnehmen. Bei den weiblichen Figuren gibt es mit Evie, Theta und Mabel zwar ebenfalls drei Personen in ähnlichem Alter, aber hier fiel mir die Unterscheidung von Anfang an nicht schwer.
Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, wobei Evie der Dreh- und Angelpunkt ist. Die Handlung erstreckt sich auf rund 700 Seiten und bietet daher eine komplexe Einführung der Figuren und ein langsames Verbinden von allen losen Fäden. Interessant fand ich auch das was man über die Epoche und den Zeitgeist erfährt und man merkt, dass hier doch auch einiges Recherchiert wurde. Ich konnte mich sehr gut in diese Zeit hineinversetzen.
Die Idee der Diviner – Menschen mit besonderen Fähigkeiten – ist nicht neu, aber doch ungewöhnlich vor dem Hintergrund der erwachenden Geister und  dem Mörder der hier umgeht. Für einen Spannungsroman war mir das Erzähltempo jedoch teilweise ein wenig zu langsam und ich hätte mir einen deutlicheren Spannngsbogen gewünscht.
Dennoch würde mich nun interessieren wie es weiter geht und ich würde mich auch freunen mehr von Evie und ihren Gefährten zu lesen.
Empfehlen kann ich "The Diviners – Aller Anfang ist böse" an alle Leser, die mysteriöse Geschichten mit Geistern und vielschichtigen Figuren mögen.


So habe ich bewertet:


Samstag, 29. November 2014

Sally Gardner: Zerbochener Mond


Inhaltsangabe des Verlages:
Was wäre, wenn der zweite Weltkrieg anders ausgegangen wäre?
Wenn ein grausames, totalitäres Regime die Weltherrschaft an sich reißen wollte?
Würden wir brav unser armseliges Leben in Zone 7 leben, bei den Ratten und Fliegen, in ständiger Angst vor den Ledermantelmännern?
Würden wir vor der Fahne des Mutterlands strammstehen, wie die Musterschüler mit ihren langen Hosen und ordentlich gebundenen Schlipsen?
Oder würden wir wie Standish Treadwell, der Junge mit den verschiedenfarbigen Augen, unseren ganz eigenen Weg gehen?

Ich habe "Zerbrochener Mond" von Autorin Sally Gardner als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Andreas Steinhöfel, den ich bisher als Sprecher seiner eigenen Bücher kannte. Aber sowohl vom Inhalt, als auch von der Stimme passt er sehr gut zu "Zerbrochener Mond". Seine Lesung hat mir daher gut gefallen.
Erzählt wird hier die Geschichte von Standish Treadwell, der seit seine Eltern von den Ledermantelmännern abgeholt wurden alleine mit seinem Großvater lebt. Es ist kein einfaches Leben das die beiden führen, denn ständig gibt es die Angst, dass man zur Umerziehung geschickt wird, oder auch dessen nicht für würdig erachtet wird. Es zählt nur Perfektion und die Reinheit der Rasse und Standish gehört mit seinem offensichtlichen Makel der verschiedenfarbigen Augen und dem weniger offensichtlichen Makel der falschen Gedanken nicht zu den Personen die erwünscht sind und dem Mutterland treu ergeben.

"Zerbrochener Mond“ ist keine typische Kindergeschichte, sondern eher ein Generationenübergreifender Roman der zum Nachdenken anregt. Die Frage was wäre wenn ist nicht neu, aber hier doch ungewöhnlich aufbereitet. Dabei spielt die Handlung jedoch gegen Ende der 50er Jahre. Interessant fand ich auch das Thema einer fingierten Mondlandung, das hier mit in den Mittelpunkt gestellt wird.
Empfehlen kann ich "Zerbrochener Mond" an alle Leser und Hörer, die sich für eine fiktive Alternative zur Geschichtsschreibung interessieren.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Sally Gardner: Zerbochener Mond

Weitere Informationen zu Hörbuch und Autor gibt es auf der Homepages von Silberfisch.

Donnerstag, 27. November 2014

Jo Baker: Im Hause Longbourn


Inhaltsangabe des Verlages:
Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, ihren berühmten Roman über die Sorgen der Familie Bennet, für die fünf Töchter geeignete Ehemänner zu finden. Doch niemand weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah über Wäschebottichen und Töpfen ab. Aber sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Hausdieners James ein Zeichen? Während Elizabeth Bennet und Mr Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt im Hause Longbourn noch ein ganz anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein Geheimnis von großer Sprengkraft. 

Für die einen sind es nur verstaubte Liebesgeschichten, doch für den anderen sind die Bücher von Jane Austen ewige Bestseller, die immer wieder gelesen werden und die auch als Verfilmungen überzeugen können. Ich gehöre ganz sicher zur zweiten Fraktion und habe mich daher auch sehr gefreut zu hören, dass Autorin Jo Baker eine Geschichte geschrieben hat über das was uns Jane Austen nicht gezeigt hat. Man sieht sie mal durchs Bild huschen, hört vielleicht auch mal einen vereinzelten Namen, aber sonst bleibt die Dienerschaft doch unauffällig im Hintergrund. "Im Hause Longbourn" widmet sich nun jedoch diesen stillen Geistern, jenen die man niemals sehen oder hören soll, deren Tagewerk aber unabdingbar ist. Auch wenn Mrs. Bennet in "Stolz und Vorurteil" noch so sehr jammert wie arm ihre Familie doch wäre, so müssen ihre Tochter doch niemals im Haushalt helfen, sondern erhalten nur die Erziehung höherer Töchter. So nimmt man Elizabeth zwar als Wildfang wahr, der durch die Wiesen streift und Kleider und Stiefel ruiniert, doch wer dafür zuständig ist in diesem sparsamen Haushalt wieder alles in Ordnung zu bringen, das hat man bisher nicht erfahren. Aber jetzt haben die stillen Geister einen Namen. Dienstmädchen Sarah geht schon seit Jahren Haushälterin Mrs. Hill zur Hand, die wiederum mit Butler und Kutscher Mr. Hill verheiratet ist. Angelernt zum Dienstmädchen wird noch die  junge Polly, die ihren Taufnamen Mary mit einer der Töchter des Hauses teilt und ihn daher nicht tragen darf. Arbeit gibt es mehr als genug und so sorgt die Ankunft einen neuen Hausdieners für großen Wirbel.
Wer den Roman auf den diese Geschichte aufbaut gut kennt, der wird hier viele Situationen und Vorkommnisse wiedererkennen und doch eine ganz neue Geschichte erfahren. Der andere Blickwinkel lässt doch so einiges in einem neuen Licht erscheinen und zusammen mit den neuen Figuren die vorher nicht im Fokus standen hatte ich das Gefühl eine ganz eigenständige Geschichte zu lesen. Mir hat auch sehr gut gefallen, wie Jo Baker die Hintergründe der Figuren gestaltet hat, ihnen so eine vollständige Persönlichkeit, aber auch eine Tiefe gegeben hat, die ich so nicht erwartet hätte. Man kann ganz sicher sagen, dass Jane Austen die Geschichte der Dienerschaft nicht in dieser Art und Weise geschrieben hätte, mal abgesehen davon dass sie gar nicht über die Dienerschaft geschrieben hat und bestimmt auch gar nicht auf die Idee gekommen ist. Die Alltagssituationen finde ich jedoch sehr treffend geschildert und was das "Drumherum" angeht, so ist dies doch eher wieder ein wenig im Stile von Jane Austen gehalten und erfüllte meine Erwartungen.
Empfehlen kann ich "Im Hause Longbourn" daher an alle Leser die interessiert wie es bei Familie Bennet aus Sicht ihrer Angestellten zuging.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Jo Baker: Im Hause Longbourn

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des Knaus Verlages.

Dienstag, 25. November 2014

Samantha Young: Out of the Shallows - Herzsplitter

Inhaltsangabe des Verlages:
Lange haben Charley und Jake um ihre Liebe kämpfen müssen. Besonders Charley hat viel dafür aufgegeben: Ihre Familie vertraut ihr nicht mehr. Aber die Schwierigkeiten haben Jake und sie eng zusammengeschweißt. Bis ein schwerer Schicksalsschlag Charleys Familie zersplittert. Charley ist am Boden zerstört. Um ihre Familie zu schützen, will sie Jakes Liebe opfern und trifft eine schreckliche Entscheidung. Doch Jake will Charley auf keinen Fall aufgeben. Jetzt, da er endlich, weiß, was er will, ist er bereit, den Kampf um ihr Herz mit allen Mitteln zu führen …


"Out of the Shallows - Herzsplitter" ist die Fortsetzung von "Into the Deep – Herzgeflüster" von Autorin Samantha Young.
Ich mag die Bücher der Autorin sehr gerne und auch der erste Band dieser Reihe hatte mir gut gefallen. Die Fortsetzung hat mich jedoch ziemlich enttäuscht. Es hat ja nun wirklich lange genug gedauert bis sich Charley und Jake gefunden hatten und ich hatte nun irgendwie gedacht, dass der zweite Band eher andere Personen aus ihrer Clique in den Vordergrund rücken würde (wie es auch bei der Dublin Street Reihe der Autorin üblich ist). Stattdessen kommt "Out of the Shallows" mit dem Knaller daher, dass Charley und Jake sich wieder getrennt habe. Es beginnt also alles wieder von vorne und das in einer viel nervigeren Art, da die Hintergründe bei mir auf völliges Unverständnis stoßen. Ich habe selten Lust eine Hauptfigur mal richtig zu schütteln damit sie zu sich kommt, aber hier war das eindeutig der Fall. Auch die Erzählstruktur hat mir hier nicht gefallen, denn der Leser bekommt die Geschichte häppchenweise und nicht in chronologischer Reihenfolge serviert. Das macht es nicht einfacher diese ohnehin schon unsinnige Entwicklung nachzuvollziehen.
Was das Buch für mich noch gerettet hat ist die Nebenhandlung rund um Claudia und Beck und davor würde ich ebenso gerne mehr lesen wollen wie von den anderen Nebenfiguren. Wenn es also einen dritten Band geben sollte, dann lautet meine Bitte an die Autorin von Charley und Jake doch bitte nur zu erwähnen, dass sie glücklich zusammen sind und sich dann anderen Figuren zu widmen, denn dieses Thema und diese Beziehung ist nun wirklich ausgelutscht und überstrapaziert.
Empfehlen kann ich "Out of the Shallows – Herzsplitter" daher nur an Leser die unbedingt diese Reihe weiter verfolgen wollen und nicht sonderlich harmoniebedürftig sind.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Samantha Young: Out of the Shallows - Herzsplitter

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Ullstein Verlages.

Montag, 24. November 2014

Hannah Richell: Das Jahr der Schatten


Als Lila unerwartet ein Grundstück an einem See mit einem alten Cottage erbt, fühlt sich sich dort zum ersten Mal seit dem Tod ihrer frühgeborenen Tochter wieder lebendig. Sie beschließt das Haus zu renovieren und so London, ihrem Ehemann Tom und den Erinnerungen an die letzten Monate für eine Weile den Rücken zuzukehren. Überall im Haus sind noch die Spuren früherer Bewohner zu spüren, doch Lila weiß weder wem das Haus gehörte, noch wer dort zuletzt gewohnt hat, aber es tauchen nach und nach einige Hinweise auf. Einst wurde das Haus von einer Gruppe junger Aussteiger besetzt, aber wie ist es von dort in Lilas Hände gelangt? Gibt es eine Verbindung von der sie nichts weiß?

"Das Jahr der Schatten" von Autorin Hannah Richell konnte mich genauso begeistern wie schon ihr erstes Buch "Das Geheimnis der Gezeiten".
Erzählt wird der neue Roman auf zwei sich abwechselnden Zeitebenen, wobei der eine Teil der Geschichte im Jahr 1980 spielt und aus der Perspektive von Kat erzählt wird die mit ihren Freunden ein Aussteigerleben in einem einsamen Cottage führt, während der zweite Teil in der Gegenwart spielt und von Lila erzählt wird die ebendieses Cottage geerbt hat. Man ahnt natürlich von Anfang an, dass es zwischen diesen beiden Erzählsträngen noch mehr Verbindungen als nur den Schauplatz geben muss, doch welcher Art diese Verbindung ist, bleibt bis zum Schluss ein Geheimnis.
Neben dem Geheimnis rund um die Erbschaft spielen jedoch insbesondere die verschiedenen Ebenen von Freundschaft und Liebe eine große Rolle, aber auch Hass, Tod und Verlust haben ihre Momente.
Im Mittelpunkt der Ereignisse stehen mit Kat und Lila zwei sehr unterschiedliche Frauen. Während Lila von Anfang an ein Sympathieträger ist und man mit ihr leidet, fällt Kat eher durch ihre verklärte Wahrnehmung auf und mit ihrer Abhängigkeit gegenüber dem Mann den sie liebt. Man möchte Kat daher gerne einmal durchschütteln und zur Vernunft bringen, doch sie ist das perfekte Beispiel für den Spruch "Liebe macht blind". Die Gruppe von Freunden die nach dem Studium ein Leben als Aussteiger und Selbstversorger ausprobieren möchte stellt jedoch schon ein Sozialexperiment für sich dar, denn die Dynamik in der Gruppe und die Entwicklung von Rollen und Abhängigkeiten ist schon sehr interessant zu lesen.
Bei Lila geht es dagegen ganz um Emotionen und dem Thema wie man mit einem großen Verlust umgehen kann und es schafft trotz allem sich nicht selber zu verlieren und wieder ins Leben zurückzufinden.
Beide Handlungsstränge sind sehr unterschiedlich, lesen sich aber gleich interessant. Oft geht es mir bei Romanen mit unterschiedlichen Erzählperspektiven so, das sich der einen Stimme viel lieber folge als der anderen, doch das kann ich hier nicht sagen.
Ich kann "Das Jahr der Schatten" daher uneingeschränkt an alle Leser empfehlen die diese Art von Geschichten mögen.

So habe ich bewertet:

Und hier kann man das Buch kaufen: Hannah Richell: Das Jahr der Schatten

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Diana Verlages.