Dienstag, 7. Mai 2013

Gisa Klönne: Das Lied der Stare nach dem Frost


Seit ihr Bruder vor 12 Jahren bei einem Unfall starb ist das Leben für Rixa nicht mehr wie zuvor. Die angestrebte Karriere als Konzertpianistin scheiterte an einer verpatzten Prüfung und seitdem arbeitet Rixa hauptsächlich als Barpianistin auf Kreuzfahrtschiffen. Aber die plötzliche Nachricht vom Tod ihrer Mutter, die genau auf dem gleichen Autobahnabschnitt wie der Bruder 12 Jahre zuvor den Tod fand, wirft Rixa erneut aus der Bahn. Sie reist nach Deutschland und kümmert sich um den Nachlass der Mutter. Erstaunt muss sie feststellen, dass die Mutter in den letzten Jahren viel Zeit in einem Dorf in Mecklenburg verbracht hat. Was für ein Geheimnis hatte ihre Mutter Dorothea, was hat dies mit der deutsch-deutschen Vergangenheit der Familie zu tun und war es wirklich ein Unfall, der sie das Leben kostete?

"Das Lied der Stare nach dem Frost" von Autorin Gisa Klönne hat mich sehr positiv überrascht. Ich kannte bisher nur die Krimis der Autorin, die mich hauptsächlich wegen dem Handlungsort Köln interessiert haben. In diesem neuen Buch verarbeitet Gisa Klönne nun einen Teil ihrer Familiengeschichte zu einem Roman rund um eine Pfarrersfamilie und deren Geschichte vom Jahr 1921 bis heute. Geheimnisse und vergessene Ereignisse der Vergangenheit stehen hier im Vordergrund und verbinden sich zu einem Sinnbild für eine Familie die von der deutsch-deutschen Grenze auseinandergerissen wurde und doch nie getrennt war. Da ich selber keine Verwandtschaft in der ehemaligen DDR hatte, habe ich von dieser Zeit und dem Leben auf der anderen Seite der Mauer nicht viel mitbekommen. Ich fand es daher sehr interessant zum einen die Zeit ab 1921 und die Kriegsjahre und zum anderen dann die Zeit danach durch Ost- und West-Augen geschildert zu bekommen.
Ich fand die Geschichte sehr spannend erzählt, da die Neugier des Lesers geweckt wurde und man genug Spielraum für eigene Spekulationen hatte. Die Entwicklung der Handlung konnte mich noch überraschen und besonders die Figuren haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist insgesamt sehr lebendig erzählt und man kann sich beim Lesen sehr gut vorstellen, dass sich ähnliches tatsächlich so zugetragen hat.
Sehr gut gefallen hat mir auch die Erzählweise in zwei Zeitsträngen. Zum einem begleitet der Leser Rixa in der Gegenwart und zum anderen wird die Vergangenheit der Familie von 1921 bis 1950 parallel erzählt. So setzen sich die Bruchstücke immer mehr zu einem Ganzen zusammen. "Das Lied der Stare nach dem Frost" ist allerdings kein fröhlicher Roman. Die Geschichte ist eher tragisch zu nennen, Momente der Freude sind rar gesät und man muss schon beim Lesen schauen, dass einen die Geschichte nicht zu sehr runter zieht, gerade wenn man dann noch an die Kriegsgeschichten aus der eigenen Familie denkt.
Empfehlen kann ich "Das Lied der Stare nach dem Frost" jedoch an alle Leser, die gerne Generationenromane lesen und sich für deutsche Geschichte interessieren.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Gisa Klönne: Das Lied der Stare nach dem Frost

Montag, 6. Mai 2013

Kieran Larwood: Freaks in geheimer Mission


Sheba ist höchstens 10 Jahre alt, aber soweit sie sich zurück erinnern kann, lebt sie schon als Attraktion in einer Freakshow. Sie ist am ganzen Körper behaart und kann sich teilweise in ein Wolfsmädchen verwandeln. Als ihr Besitzer sie nach London verkauft, trifft Sheba auf andere Kreaturen, die jeder auf seine Art ebenfalls auffällig sind. Sie sind Außenseiter und das macht sie zu einer Gemeinschaft. Als sie erfahren, dass am Themseufer in London immer wieder Kinder verschwinden, beschließen sie herauszufinden, was es damit auf sich hat.

"Freaks in geheimer Mission" von Autor Kieran Larwood spielt hauptsächlich im London des Jahres 1851, als für die Weltausstellung der Kristallpalast im Hyde Park gebaut wurde. Diesen Aspekt der Geschichte fand ich auch mit am interessantesten, neben den Schilderungen der armen Bevölkerung von London zu dieser Zeit.
Die unterschiedlichen Figuren haben mir gut gefallen, allerdings ist es ein relativ kurzes Buch und dafür schon ziemlich viele Figuren. Es wird daher nicht allzu viel Zeit auf die Hintergründe der Nebenfiguren verwendet, was ich teilweise schon schade fand.
Leider konnte mich die Spannung hier nicht so ganz packen, was auch daran lag, dass die Handlung zum Ende hin sehr ins Unglaubwürdige abdriftet. Nachdem mit den "Freaks" schon genug Auffälliges vertreten ist, hätte ich mir gewünscht, dass der Rest der Geschichte mehr an der Realität angelehnt ist.
"Freaks in geheimer Mission" zeigt, wie wichtig die Familie ist und dabei ist es nicht von Belang, ob diese aus Verwandten besteht oder aus richtig guten Freunden, die füreinander einstehen.
Empfehlen kann ich dieses Buch daher insbesondere für jüngere Leser ab ca. 11 Jahren bis ca. 14 Jahren. Allen älteren Lesern kann ich das Buch nur bei einer ausgesprochenen Vorliebe für Kinderbücher und dem hier vorliegenden Thema empfehlen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Kieran Larwood: Freaks in geheimer Mission

Weitere Informationen zu Buch und Autor gibt es auf der Homepage des Chicken House Verlages.

Sonntag, 5. Mai 2013

KW18/2013 - Mein Buchtipp der Woche - Schimmer von Ingrid Law

Mein Buchtipp der Woche ist ein Jugendbuch, das ich als Hörbuch gehört habe. Es heißt "Schimmer" und wurde von Ingrid Law geschrieben. Auch wenn es streng genommen für jugendliche Leser/Hörer gedacht ist, so sind doch die Gefühle von denen es handelt alterslos.



Inhaltsangabe zu "Schimmer":
Der dreizehnte Geburtstag ist in der Familie Beaumont etwas ganz besonderes, denn dann erwacht der Schimmer und überrascht die übrigen Familienmitglieder. Mibs Geburtstag steht kurz bevor und mit einem Bruder der Stürme verursacht und einem anderen der Blitze erzeugt, ist sie begierig zu sehen, welchen Schimmer sie erhält. Aber der große Tag wird überschattet von einem schweren Unfall ihres Poppas und alles was Mibs nun noch will, ist ein Schimmer der ihn wieder aufdecken wird. Mibs muss unbedingt ins Krankenhaus nach Salina und so schmuggelt sie sich kurzerhand in einen klapprigen Bibelbus. Doch das bleibt nicht unbeobachtet und so finden sich auch noch zwei ihrer Brüder und die Kinder der Pfarrfamilie versteckt zwischen Bibelkartons wieder. Die Kinder befinden sich auf einer unerwarteten Odyssee und dann muss Mibs auch noch feststellen, woraus ihr Schimmer wirklich besteht ...

Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
Ich habe "Schimmer" von Autorin Ingrid Law als Hörbuch gehört. Gelesen wird die Geschichte von Anna Carlsson, deren jugendliche Geschichte sehr gut zu Mibs passt. "Schimmer" ist ein ungewöhnliches Buch über eine Familie, deren Mitglieder seit Generationen besondere Fähigkeiten aufweisen. Ab dem 13. Geburtstag tritt der Schimmer an die Oberfläche und stellt ein großes Risiko dar, so lange der Träger ihn noch nicht beherrscht. Mibs hat sich schon lange auf diesen Tag gefreut, aber sie hat auch Angst, dass es eine schreckliche oder beängstigende Fähigkeit sein könnte, die sie entwickelt. Aber meistens haben Mädchen eher ruhige Schimmer und so ist nach Poppas Unfalls Mibs große Hoffnung, dass sie die Fähigkeit erhalten hat, ihn aus dem Koma aufzuwecken. Aber so einfach ist es natürlich nicht und Autorin Ingrid Law hat sich hier noch viele phantastische Ideen einfallen lassen im Zusammenhang mit Mibs wirklichem Schimmer und der Reise zum Krankenhaus in dem Mibs Poppa liegt.
Es ist keine durchweg fröhliche Geschichte die hier erzählt wird. Mit dem Unfall des Vaters beherrscht von Anfang an Traurigkeit, aber auch Hoffnung die Handlung. Die Figuren sind sehr beeindruckend und ich konnte mir alles sehr bildhaft vorstellen. Die Geschichte hat mich sehr berührt und auch wenn "Schimmer" eigentlich ein Kinderbuch ist, so sehe ich hier keine strikte Altersbegrenzung. Verlust und Trauer, Angst und Hoffnung ist etwas das alle Leser kennen und auch Humor und lustige Momente kommen hier nicht zu kurz und zeigen, dass bei allen Problemen doch noch einfach nur das wichtig ist, was zum Ziel führt. Ingrid Law hat mich mit ihrem Buch und ihren Figuren berührt und gleichzeitig aber auch Spannung aufrecht erhalten.
Empfehlen kann ich "Schimmer" daher an alle Leser/Hörer ab ca. 11 Jahren, die offen sind für Übersinnliches und sich für diese einfühlsame Geschichte interessieren.
Es gibt auch eine Fortsetzung, die unter dem Namen "Der Schimmer des Ledger Kale" erschienen ist.

Kaufen kann man das Hörbuch hier: Schimmer von Ingrid Law
Und das Buch hier: Schimmer von Ingrid Law

J.R.R. Tolkien: Roverandom


J.R.R. Tolkien ist uns allen als Autor des "kleinen Hobbit" und der "Herr der Ringe" Trilogie bekannt. Doch er hat auch kleinere Geschichten geschrieben, die teilweise an die Welt aus dem kleinen Hobbit angelehnt sind. Eine dieser Geschichten ist „Roverandom“. Tolkien hat das kleine Buch für seinen Sohn geschrieben, der besonders traurig war, als er seinen Spielzeughund am Strand verlor. Daraufhin hat sich der Vater eine Geschichte über den Hund Rover ausgedacht, der von einem Zauberer in ein Spielzeug verwandelt wurde und nun alles versucht diesen zu finden und dazu zu bringen ihn wieder in einen echten Hund zu verwandeln.

Ich habe "Roverandom" als Hörbuch gehört, das ganz großartig von Ulrich Noethen gelesen wird.
Wer eine Geschichte in der Art der Herr der Ringe Bücher erwartet, der wird sicherlich enttäuscht werden. "Roverandom" erinnert mehr an ein Märchen mit einer Moral. Zauberhaft ist diese Geschichte ganz bestimmt, denn vom Zauberer der im Sand lebt, zum Mann im Mond und dem König des Meeres trifft man hier allerlei illustre Gestalten. Es ist jedoch auch typisch für die Zeit von Tolkien, dass hier neben dem Abenteuer auch vermittelt wird, dass man immer schön höflich sein soll und was passiert, wenn man es nicht ist. Ob die Geschichte noch zeitgemäß ist, sollte daher jeder selber entscheiden. Ich fand sie einfach schön zu hören und sehr phantasieanregend, auch wenn nicht allzu viel Spannung vorhanden war.
Empfehlen kann ich "Roverandom" insbesondere für Eltern, die gerne eine Geschichte mit ihren Kindern zusammen hören wollen, vielleicht auf einer Autofahrt in den Urlaub oder ähnliches. Eine Altersempfehlung würde ich bereits ab ca. 5-6 Jahren geben. Die Spielzeit umfasst etwas über 2,5 Stunden.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: J.R.R. Tolkien: Roverandom


Samstag, 4. Mai 2013

Camilla Läckberg: Der Leuchtturmwärter

Annie lebt mit Mann und Kind in Stockholm und war schon lange nicht mehr in Fjällbacka, dem Ort ihrer Kindheit und Jugend. Doch hier fühlt sie sich sicher und so bricht sie nach einer schrecklichen Nacht mit ihrem kleinen Sohn Sam auf zur Insel Gråskär um dort den Sommer zu verbringen. Sie ist nicht die einzige Heimkehrerin, denn auch ihr Jugendfreund Mats ist nun nach Jahren in Göteborg wieder in seinen Heimatort zurückgekehrt.
Als Mats ermordet aufgefunden wird, ermitteln Patrik Hedström und sein Team in alle Richtungen. Hat sein Tod mit seiner Arbeit in Göteborg oder für die Gemeinde in Fjällbacka zu tun?
Aber auch ohne die Kriminalfälle wird es nicht langweilig für Erica, Patrik und ihre drei Kinder, sowie Familie und Freunde.

Mit "Der Leuchtturmwärter" ist bereits der siebte Band der Reihe rund um Erica Falck und Patrik Hedström erschienen. Die Reihenfolge lautet:
- Die Eisprinzessin schläft
- Der Prediger von Fjällbacka
- Die Tochter der Kälte
- Die Totgesagten
- Engel aus Eis
- Meerjungfrau
- Der Leuchtturmwärter

Die letzten Bände waren für mich eine konstant gute Lektüre, die mich zwar nicht unbedingt mit den Kriminalfällen überzeugen kann, aber dafür mit den Figuren und Schauplätzen. So ist es auch wieder bei "Der Leuchtturmwärter", der einige interessante neue Figuren ins Spiel bringt und noch dazu mit Rückblenden ins 19. Jahrhundert für geheimnisvolle Szenen sorgt.
An Camilla Läckbergs Reihe ist es schon lange nicht der Mord und seine Aufklärung die mich reizen, sondern vielmehr die Neuigkeiten rund um Erica, Patrik, Paula, Mellberg und alle anderen die dem Leser inzwischen ans Herz gewachsen sind.
Der Kriminalfall ist gewohnt solide, bringt die eine oder andere unerwartete Wendung und konnte mich doch nicht wirklich überraschen.
Wer also nichts über kompliziertes Familienleben und den Dorfklatsch hören will, der ist bei "Der Leuchtturmwärter" ebenso falsch wie bei den Vorgängern.
Wer jedoch auch schon die anderen Bücher der Reihe mochte, der wird hier bestimmt nicht enttäuscht werden und die gewohnt gute Mischung aus Krimi und Roman vorfinden. Lesern die noch kein Buch aus der Reihe gelesen haben, empfehle ich zumindest bei Band vier oder fünf zu beginnen, wenn schon nicht ganz am Anfang.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Camilla Läckberg: Der Leuchtturmwärter


Freitag, 3. Mai 2013

KW18/2013 - Die Leckereien der Woche - Kokos-Muffins mit Knusperhaube

Es ist wieder Zeit für die Leckereien der Woche. Heute gibt es ein Rezept für fruchtige Kokos-Muffins mit Knusperhaube.

Für 12 große Muffins benötigt man folgende Zutaten (nicht von den Fotos irritieren lassen, ich habe die doppelte Menge gemacht):
- für den Teig:
100 g Butter oder Margarine
120 g Zucker
2 Eier
200 g Joghurt (ich habe Alpo Soya Zitrone genommen)
Saft von einer Zitrone
abgeriebene Zitronen- oder Orangenschale, frisch oder aus dem Päckchen
150 g Kokosraspel
150 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
- für die Kruste:
100 g Zucker

100 g Mehl
30 g Kokosraspel
50 g kalte Butter oder Margarine


1.
Für die Knusperkruste werden Zucker, Mehl und Kokosraspeln in einer Schüssel vermischt. Die kalte Butter in Stückchen darüber geben.
Alles mit den Knethaken des Handrührgerätes zu kleinen Streuseln verarbeiten.
Dann die Schüssel bei Seite stellen.

2.
In einer weiteren Schüssel die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen.
Die Eier einzeln unterrühren.

3.
In einer dritten Schüssel das Mehl mit Backpulver, Orangenschale und Kokosraspeln vermischen.

4.
Die Mehlmischung abwechselnd mit Zitronensaft und Joghurt unter den Teig rühren. Alles so lange vermischen, bis ein glatter Teig entstanden ist.

5.
Eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden oder eine Silikonform verwenden.
In jede Vertiefung einen vollen Eßlöffel Teig geben.

6.
Die vorbereiteten Streusel gleichmäßig über dem Teig verteilen.

7.
Bei ca. 190 ° C für ca. 25 Minuten backen, bis die Muffinkruste schön gebräunt ist.

Ein großer und ein kleiner Muffin:


Guten Appetit!

Der Gewinner der Buchverlosung der Woche aus KW17/2013 (Ostfriesenmoor)

Die Losfee hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zu "Ostfriesenmoor" von Klaus-Peter Wolf steht fest!

Sechs Lose wurden geschrieben.


Wanderten in den Loptopf.

Ein Los wurde gezogen.



Herzlichen Glückwunsch, SABINE!
Du bekommst noch eine E-Mail von mir wegen dem Buchversand.
:-)

Es geht auch bereits weiter mit der nächsten Buchverlosung:
Macht und Schatten

Donnerstag, 2. Mai 2013

KW18/2013 - Buchverlosung der Woche – Macht und Schatten von Andrew Gross

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!

Ich verlose den Thriller "Macht und Schatten" von Andrew Gross.


"Als die Kugeln durch die Scheiben des Tankstellen-Shops schlagen, hat Ty Hauck, Leiter der Mordkommission im noblen Greenwich, nur einen Gedanken: Er reißt seine Tochter zu Boden und wirft sich auf sie, um sie zu schützen. Wie durch ein Wunder entgehen beide dem Anschlag, doch für einen Kunden kommt jede Rettung zu spät. Zunächst sieht alles nach einem Gewaltakt einer Jugendgang aus, doch nach genauerer Recherche ergibt sich ein ganz anderes Bild. Hauck's Ermittlungen decken einen Strudel aus Lügen, Verrat und Korruption auf, in den alle verstrickt zu sein scheinen: Politiker, Wirtschaftsbosse, Richter, die ehrenwerte Gesellschaft und sogar sein eigener Bruder Warren."


Selbstverständlich handelt es sich um ein neues und ungelesenes Buch. Das Porto für den Versand übernehme ich.

Hinterlasst mir hier einen Kommentar oder schreibt eine E-Mail an: es.deh(at)gmx.de wenn ihr in den Lostopf möchtet.
Einsendeschluss ist jeweils Donnerstags um 20 Uhr. Der Gewinner wird im Laufe des Freitags bekannt gegeben.


Viel Erfolg! :-)

Cynthia J. Omololu: Für immer die Seele


Cole und ihre Schwester Kat begleiten ihren Vater auf eine Geschäftsreise nach London. Kat würde lieber den ganzen Tag einkaufen gehen, aber Cole interessiert sich für Geschichte und alte Gebäude. Ein Besuch des Towers muss daher sein. Doch beim Rundgang über das Gelände hat Cole plötzlich eine Vision von einer Hinrichtung und sie fühlt sich mitten hinein versetzt in die junge Frau die hier geköpft wird. Das ganze dauert nur wenige Sekunden, aber Cole ist überwältigt von diesem Erlebnis. Ein Junge bietet ihr seine Hilfe an und wie sich schnell heraus stellt, verbringt auch Griffon nur seine Ferien in London und stammt genau wie die Mädchen aus den USA. Aber was Cole noch nicht weiß ist, dass Griffon ein Geheimnis hat und auch Cole Teil des Ganzen ist.

"Für immer die Seele" von Autorin Cynthia J. Omololu beschäftigt sich mit dem Thema Wiedergeburt und Leben nach dem Tod.
Grundlage der hier umgesetzten Theorie ist, dass jeder Mensch schon viele Leben hatte, die meisten Menschen sich jedoch nicht daran erinnern können. Hat man diese Erinnerung jedoch einmal wieder, dann nimmt man dieses Wissen auch mit in seine nächsten Leben und kann so seine Fähigkeiten immer mehr spezialisieren. Erklärt wird damit auch das Phänomen der sogenannten "Wunderkinder", die scheinbar schon mit Fähigkeiten geboren werden und sie nie erlernen mussten.
Ich fand die Idee sehr interessant und auch gut umgesetzt. Die Figuren sind nicht besonders auffällig. Ich habe bisher weder besondere Sympathien noch Antipathie entwickelt. Griffon fand ich manchmal ein wenig besitzergreifend und Cole etwas inkonsequent. In einem Interview habe ich gelesen, dass die Autorin begonnen hat Bücher zu schreiben, weil sie fand, dass es zu wenige Geschichten für ihre gemischtrassigen Söhne gibt. Wenn sie dabei an so etwas wie "Superman" gedacht hat, dann ist ihr das hiermit gelungen, aber ansonsten fand ich Griffon zur Identifikation (Mutter ist Afroamerikanerin, Vater ist Engländer; er ist gut aussehend, mit honigfarbener Haut, bernsteinfarbenen Augen und dunkelblonden Locken; hochintelligent und ein guter Sportler; fährt Motorrad und ist nett zu allen) nicht so geeignet, weil er einfach zu perfekt ist. Die Liebesgeschichte hat mir in ihrer Beschreibung wesentlich besser gefallen, als in vielen anderen amerikanischen Jugendbüchern.
Einige Sachen die erst nach vielen Seiten aufgedeckt wurden, fand ich schon recht früh offensichtlich. Aber dennoch hat mich das Buch gut unterhalten.
Die Fortsetzung der Trilogie wird im Sommer 2013 auf Englisch erscheinen. Da die Handlung in "Für immer die Seele" recht abrupt endet und einige Handlungsstränge nicht zu Ende geführt wurden, ist diese Fortsetzung auch notwendig. Angedeutet hat sich bereits eine Dreiecks-Liebes-Geschichte, die dann wohl mehr in den Fokus rückt.
Empfehlen kann ich "Für immer die Seele" an alle Leser ab ca. 13 Jahren, die übersinnliche Geschichten mögen, aber auch gerne auf Fabelwesen verzichten.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Cynthia J. Omololu: Für immer die Seele

Weitere Informationen zu Buch und Autorin finden sich auf der Homepage des Dressler Verlages.
Die Trilogie hat auch eine eigene Homepage: http://www.fuer-immer-trilogie.de/

Mittwoch, 1. Mai 2013

KW18/2013 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr

Ich möchte Euch Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr vorstellen.
Scheich Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr, schiitischer Geistlicher: © privat


Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr droht nach seiner Berufungsverhandlung in den nächsten Wochen eine härtere Strafe. Seit Dezember 2012 verbüßt er eine dreijährige Gefängnisstrafe. Das Angebot einer Freilassung unter der Bedingung, keine Freitagspredigten zu halten, hatte er abgelehnt.
Das Gericht zieht eine härtere Strafe für den schiitischen Geistlichen Scheich Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr in Erwägung. Dies haben Medien mit engen Beziehungen zu saudi-arabischen Behörden über Beteiligte an der Berufungsverhandlung im März 2013 herausgefunden.
Am 17. Dezember 2012 war der schiitische Geistliche Scheich Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr zu drei Jahren Haft und einem anschließenden fünfjährigen Reiseverbot verurteilt worden. Die Anklagepunkte lauteten auf Verleumdung des Herrschaftssystems des Landes, Verhöhnung der Denkweise seiner Religionsführer, Aufruf zur Veränderung und Ungehorsam gegenüber dem Herrscher. Am 1. Dezember 2012 hielt das für Sicherheits- und Terrorismusangelegenheiten eingerichtete Gericht seine erste Sitzung zum Fall von Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr. Er sollte freigelassen werden, allerdings unter der Bedingung, dass er einige Zusicherungen unterschreibe. Diese verbieten ihm unter anderem das Halten von religiösen Predigten, darunter auch die Freitagsgebete. Er lehnte das Angebot ab.
Scheich Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr war am Abend vom 3. August 2011 festgenommen und ohne Kontakt zur Außenwelt eine Woche in Einzelhaft gehalten worden. Seitdem wurde er in mehreren Gefängnissen untergebracht. Die meiste Zeit verbrachte er im Gefängnis al-Malaz; seit Mitte März befindet er sich jedoch im Gefängnis al-Ha'ir. Seine Familie hat nur eingeschränkten Zugang zu ihm. Zuvor war er am 27. Februar 2011 festgenommen worden, weil er in seiner Predigt zu Reformen in Saudi-Arabien aufgerufen hatte. In seiner Predigt vom 25. Februar 2011 hatte er die Notwendigkeit einer Reform in Saudi-Arabien betont. Diese sieht eine konstitutionelle Monarchie, die gerechte Verteilung von Arbeitsplätzen und das Ende von Diskriminierungen religiöser Minderheiten vor. Am 6. März 2011ließ man ihn nach einer Woche in Haft ohne Kontakt zur Außenwelt ohne Anklage frei.
Es gibt eine Urgent Action, die sich für Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr einsetzt. 


Schreibt eine E-Mail an: deemb(at)mofa.gov.sa

Betreff:
Scheich Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr

Text:
Mit der Bitte um Weiterleitung an:

His Majesty King 'Abdullah Bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud
The Custodian of the two Holy Mosques
Office of His Majesty the King
Royal Court
Riad
SAUDI-ARABIEN


Majestaet,

mit Sorge beobachte ich die Strafverfolgung von Scheich Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr. Sollte er nur aufgrund der friedlichen Ausuebung seiner Rechte auf freie Meinungsaesserung und Vereinigungsfreiheit festgehalten wird, betrachtet Amnesty International ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen und fordert seine unverzuegliche und bedingungslose Freilassung.

Bitte stellen Sie sicher, dass Scheich Tawfiq Jaber Ibrahim al-'Amr vor Folter und sonstiger Misshandlung geschaetzt wird. Gewaehren Sie ihm den regelmaessigen Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand sowie zu jeglicher benoetigter medizinischer Versorgung.

Mit freundlichen Gruessen
(Dein Name)

Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren:


Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.





"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."





(Quelle: Amnesty International)

Oliver Plaschka: Das Licht hinter den Wolken


Wir befinden uns in einer Welt, die einst von Magie durchzogen war, doch nun ist sie aus dem Alltag der Bewohner verdrängt und echte Magie selten geworden.
Die junge April wächst in einem kleinen Dorf nur mit ihrem Vater auf und da sie auf die Dorfbewohner merkwürdig wirkt, ist sie schon immer eine Außenseiterin. Doch April weiß, dass es Magie gibt, seit sie als Kind den Zauberer Sarik traf. Auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit schließt sie sich mit dem Halb-Fealv Janner zusammen und schließlich auch mit Sarik, der sich jedoch nicht mehr an April erinnert. Aber eins weiß er genau: Es gibt eine Aufgabe, die April für ihn erfüllen muss ...

Die Bewertung von "Das Licht hinter den Wolken" von Autor Oliver Plaschka fällt mir nicht leicht. Einerseits hat mir das Buch schon ganz gut gefallen, aber andererseits fand ich vieles sehr schwer verständlich und nicht offensichtlich genug. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und ohne die Hilfestellung der anderen Leser und des Autors hätte ich große Teile von diesem Buch einfach nicht verstanden oder die wichtigen Informationen überlesen, weil sie mir nicht genug ins Auge stachen.
Ich lese durchaus auch anspruchsvolle Literatur, aber eingebettet in diese Fantasywelt, mit ungewöhnlichen Namen der Figuren und einer starken Anlehnung an die klassischen Rollenspiele die mir persönlich nicht so geläufig sind, war das dann doch nahe an der Überforderung für mich.
Besonders gut gelungen finde ich in "Das Licht hinter den Wolken" die Figuren und Schauplätze. Ich konnte mir alles sehr gut bildhaft vorstellen und ließ mich gerne in diese Welt voller Magie und ungewöhnlicher Wesen entführen.
Erzählt wird in mehreren Erzählsträngen, aber zeitlich parallel. Hat man erst mal alle Perspektiven verinnerlicht, so fällt es auch einfach den Handlungsabläufen zu folgen. Ich hatte jedoch meine "Lieblingserzähler" auf die ich mich immer wieder gefreut habe und von denen ich gerne mehr erfahren wollte. Wären da nicht die vielen Zusammenhänge, Namenswechsel und lange zurückliegenden Ereignisse mit Auswirkung auf die Gegenwart gewesen, so hätte ich mich sicherlich leichter zurechtgefunden. Dank der Hilfe meiner Mitleser meine ich nun auch alles verstanden zu haben.
Sehr positiv ist mir hier die Sprache des Autors aufgefallen. Er beschreibt hier teilweise so bildhaft und lebendig, dass ich Sätze erneut gelesen habe, einfach weil sie so schön klingen.
Empfehlen kann ich "Das Licht hinter den Wolken" aber aus den geschilderten Gründen heraus nur für Leser, die großen Gefallen an komplexen Geschichten in ausschweifenden Welten finden und die auch dicke Bücher sehr intensiv und genau lesen können und wollen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Oliver Plaschka: Das Licht hinter den Wolken

Weitere Informationen zum Buch und zum Autor finden sich auf der Homepage des Klett-Cotta Verlages. Hier gibt es auch noch Zusatzmaterial.