Donnerstag, 7. März 2013

Rachel Cohn: BETA


Elysia wurde in einem Labor erschaffen. Ihr Körper ist der eines 16jährigen Mädchens, was eine Neuerung in der Klonproduktion bedeutet. Sie ist eine Beta, ein Prototyp der neuen Teen-Klon-Reihe, die den reichen Familien auf der paradiesischen Insel Demesne zur Unterhaltung dienen soll. Elysias Bestimmung ist es zu dienen, sie hat keine Wünsche, sie dient, denn einen freien Willen und Gefühle haben Klone nicht. Es fehlt ihnen an der dafür erforderlichen Seele und ihr handeln wird durch einen Chip und ihre Programmierung bestimmt. In einer von Kriegen zerstörten Welt ist Demesne einer der letzten idyllischen Orte und Luft und Wasser sind optimiert für ein langes und unbeschwertes Leben. Wer hier leben will, der lässt es sich einiges kosten und viele Klone zu haben ist mit ein Zeichen des Wohlstandes. Für die Frau des CEO der Insel ist es daher eine Sache von Prestige Elysia zu kaufen und so das erste Beta Modell der Insel zu haben. Elysia wird als Tochter in die Familie aufgenommen mit der Aufgabe Mutter und ihren Geschwistern die Zeit zu vertreiben. Aber es gehen Gerüchte um, angeblich soll es immer mehr "defekte" Klone geben, die dann getötet oder repariert werden müssen. Was niemand weiß: auch Elysia ist defekt, denn sie hat Erinnerungen an ihre First, das Mädchen, dem einst ihr Körper gehörte und Elysia ist keinesfalls gefühllos.

Eigentlich ist "BETA" von Autorin Rachel Cohn kein schönes Buch. Geschildert werden die Ereignisse aus der Perspektive von Elysia und ob man diese Figur und ihre Sichtweise mag, wird daher auch stark das Gesamturteil des Lesers über dieses Buch beeinflussen. Die Themen die hier behandelt werden sind ebenfalls eher negativer Natur. Es geht um Sklaverei, Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung, Revolution und vieles andere. Wer also hier eine YoungAdultRomance erwartet, der wird sicherlich enttäuscht werden. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, aber da es sich bei Elysia um einen Klon handelt, der erst lernen muss mit Gefühlen zurechtzukommen, ist auch diese vielleicht nicht so, wie es mancher Leser wünschen würde. Sieht man diesen Roman als Gesellschaftskritik an, dann gibt es hier viel über das man sich im Nachhinein Gedanken machen kann und viel Potenzial für Diskussionen. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass dies erst der erste Band einer geplanten Reihe ist. Viele Fragen sind daher noch offen und warten auf Klärung in den Fortsetzungen. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass es in diesem Buch einige sehr gewalttätige Szenen gibt und das Buch auch nicht unbedingt eine Vorbildfunktion einnimmt, was das Verhalten der Figuren angeht. Es ist daher keine typische Jugendliteratur, sondern sollte sich eher an junge Erwachsene richten. Die Figuren im Buch haben mir jedoch als Abbild der Gesellschaft in diesem Roman sehr gut gefallen.

Besonders gelungen ist dem Verlag hier das Cover, das mit der Abbildung von Elysia inklusive den fuchsiafarbenen Augen und der Tätowierung genau der Beschreibung im Buch entspricht. Der einzige Wermutstropfen ist nun, dass über ein Erscheinungsdatum der Fortsetzungen noch nichts bekannt ist.
Empfehlen kann "BETA" an alle an Dystopien und konfliktreichen Büchern interessierten Leser ab ca. 15-16 Jahren. 

So habe ich bewertet:


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des cbt Verlages.

Hier gibt es auch eine Leseprobe zum Buch.

Und hier kann man das Buch kaufen: Rachel Cohn: BETA



Mittwoch, 6. März 2013

KW 10/2013 - Der Menschenrechtsfall der Woche - HÄNDE HOCH FÜR WAFFENKONTROLLE

Ich möchte Euch die Kampagne "Hände hoch für Waffenkontrolle" von Amnesty International vorstellen.
Foto: © REUTERS/Kevin Lamarque
Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt - das sind eine halbe Million Menschen jedes Jahr.
Hunderttausende werden mit Waffen bedroht, unterdrückt und verletzt. Es gibt klare internationale Regeln für den Handel mit Bananen und Dinosaurierknochen, jedoch nicht für die Lieferung von Maschinenpistolen, Panzern und anderen konventionellen Rüstungsgütern. Die bestehenden nationalen und internationalen Exportkontrollen sind lückenhaft.
Amnesty International setzt sich daher für strikte Kontrollen für den internationalen Waffenhandel ein.

Im Juli 2012 fand in New York eine historische UNO-Konferenz statt: Zum ersten Mal in der Geschichte wurde über einen Vertrag zur Kontrolle des internationalen Waffenhandels verhandelt („Arms Trade Treaty“, ATT).
Kurz vor Ende der vierwöchigen Konferenz lag ein Entwurf auf dem Tisch, der aus Sicht vieler Staaten einen akzeptablen Kompromiss darstellte. Doch der mit Optimismus begonnene letzte Verhandlungstag endete mit einer kalten Dusche: Die US-Delegation forderte mehr Zeit, um den Vertragsentwurf zu prüfen. Dem schlossen sich schnell auch Russland und andere Staaten an. Der Vertrag wurde nicht verabschiedet.

Aber es gibt eine zweite Chance: Vom 18. bis 28. März 2013 findet die zweite und letzte UNO-Konferenz für den Vertrag statt. Die USA sind der größte Waffenexporteur weltweit und eines der fünf ständigen Mitglieder im UNO-Sicherheitsrat. Deshalb sind sie besonders dazu verpflichtet, den "Arms Trade Treaty" zu unterstützen.
Waffen und andere Rüstungsgüter dürfen nicht in Länder exportiert werden, wenn dort mit den Waffen schwere Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts begangenen werden können.
Beteiligen Sie sich jetzt an der Online-Petition und fordern Sie US-Präsident Obama auf, den Vertrag zur Kontrolle des internationalen Waffenhandels zu unterstützen!

Die Petition ist hier zu finden.
Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Kampagne informieren:

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.



"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."



(Quelle: Amnesty International)

Dienstag, 5. März 2013

Spielwaren: SES 00478 - Knete Glow in the Dark

Leider hält die Knete "Glow in the Dark" der Firma SES nicht ganz das, was ich erwartet habe.
Enthalten sind vier kleine Plastiktöpfchen mit Knete in den Farben blau, orange, grün und weiß.
Der Produktbeschreibung nach hatte ich erwartet, dass alle vier Farben im Dunkeln leuchten können. Dem ist aber leider nicht so. Nur die weiße Knete kann leuchten, sofern man sie denn vorher lange genug im Licht "aufgeladen" hat.
Geeignet ist die Knete daher eigentlich wirklich nur zu dem, was auf der Packung zu sehen ist: Aus den farbigen Kneten Monsterfiguren machen und aus der leuchtenden Knete dann die Augen. Hierbei muss man aber auch noch aufpassen, die Farben nicht miteinander zu vermischen. Für kleinere Kinder ist das dann schon mal nicht geeignet und auch größere verlieren schnell den Spaß daran. Sie ist sehr weich, was es einerseits einfach macht zu kneten, aber schwierig, wirklich etwas daraus zu formen.
Da die Knete im Vergleich zur bekannten Play-Doh, sogar teurer ist, lohnt sich die Anschaffung nicht.
Der Geruch der SES Knete ist aber ganz angenehm, sie lässt sich in der Waschmaschine aus Kleidung entfernen und im verschlossenen Plastiktöpfchen trocknet sie nicht aus.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man die Knete kaufen: SES 00478 - Knete Glow in the Dark

Montag, 4. März 2013

Dagmar Hoßfeld: Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest



Conni Klawitter feiert ihren 15. Geburtstag. Mit 15 Jahren ist man kein Kind mehr und so darf Conni auch eine Party ohne Eltern feiern. Mit der Schule, ihrem Freund Philipp, ihrer Familie, dem Freundeskreis und großen und kleinen Katastrophen hat Conni jedenfalls genug zu tun mit dem sie sich bis zu ihrem nächsten Geburtstag auseinander setzen muss.

In "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" von Autorin Dagmar Hoßfeld gibt es nun endlich eine ältere Teenager Variante von Conni. Ich habe meine Nichte durch alle Conni-Phasen hindurch begleitet. Vom Pixi-Buch über die Grundschul-Conni bis zu Conni & Co. sind mir genau wie ihr Conni, Anna, Billi, Paul, Philipp und alle anderen ans Herz gewachsen. Sie sind gemeinsam mit den Lesern groß geworden und nun gilt auch der Spruch "große Kinder - große Probleme". Wir haben es nun mit einer Gruppe 15 - 18jähriger zu tun und neben den typischen Teenager-Problemen kann Autorin Dagmar Hoßfeld auch noch mit der Handlung in "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" überraschen.
Erzählt wird aus der Perspektive von Conni, die ihre Geschichte in der Art eines Tagebuchs berichtet. Die einzelnen Kapitel sind dabei mit Überschriften versehen, die einen kleinen Ausblick auf das geben, was hier passiert.
Die Sprache wirkt jugendlich und realistisch für eine Person in Connis Alter und auch die Probleme mit denen sich die Hauptfigur und ihre Freunde auseinander setzen müssen wirken realitätsnah.
Ich fand "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" zu keiner Zeit langweilig und auch meine Nichte hat mir schon berichtet, wie gut sie das Buch findet.
Sehr schön aus Sicht eines Erwachsenen finde ich auch, dass hier die Themen Toleranz und Respekt behandelt werden und dass es nicht schlimm ist, anders zu sein. Die Themen Freundschaft und Liebe werden dabei betont und auch gezeigt, dass Veränderung mit zum Leben dazu gehört.
Ich kann die 15jährige Conni und ihre Erlebnisse daher uneingeschränkt empfehlen für alle Leser ab ca. 13 Jahren, besonders natürlich an diejenigen, die auch schon andere Conni Bücher kennen.
Im Jahr 2014 soll eine Fortsetzung erscheinen, auf die ich bereits jetzt sehr gespannt bin.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Dagmar Hoßfeld: Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest

Die Neuzugänge im Bücherregal

Ich möchte Euch schon mal einen Ausblick darauf geben, was an schönen Büchern bei mir eingetroffen ist.
Die Bewertungen erfolgen in ein paar Tagen auf dieser Seite.


Inhaltsangabe "Wispernde Schatten" von Daniel Blythe:
Jede Nacht derselbe Albtraum. Seit Miranda mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder nach Firecroft Bay gezogen ist, hat sie keine ruhige Nacht mehr. Und den ganzen Tag fühlt sie sich von Schatten verfolgt. Als es im Bus dann auch noch schneit und an der Schule die PCs explodieren, ist sich Miranda sicher: Irgendetwas geht hier vor - etwas Düsteres, Geheimnisvolles. Doch Josh und seine Freunde glauben, sie könnten es aufhalten. Und sie behaupten, Miranda habe besondere Fähigkeiten, die ihnen dabei helfen ...

Inhaltsangabe "Göttlich verliebt" von Josephine Angelini:
Der fulminante Abschluss der "Göttlich"-Trilogie. Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas? Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas?

Sonntag, 3. März 2013

KW09/2013 - Mein Buchtipp der Woche - BETA von Rachel Cohn

Mein Buchtipp der Woche ist erst vor kurzem erschienen. Es ist eine Dystopie mit dem Titel "BETA" von Autorin Rachel Cohn.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch noch für sehr kontroverse Meinungen sorgen wird. Entweder man liebt es, oder man hasst es, viel dazwischen wird es nicht geben. Dieses Buch ist wie dazu geschaffen, sich Gedanken zu machen und mit den geschilderten Themen auseinander zu setzen. Dabei möchte ich aber schon direkt darauf hinweisen, dass es meiner Meinung nach auf keinen Fall ein Buch für Jugendliche ab 13 Jahren ist, wie es vom Verlag beworben wird. Ich empfehle es frühestens ab 15 Jahren, aufgrund einiger sehr gewalttätiger Szenen eventuell auch erst ab 16 Jahren.

Inhaltsangabe zu "BETA":
Elysia wurde in einem Labor erschaffen. Ihr Körper ist der eines 16jährigen Mädchens, was eine Neuerung in der Klonproduktion bedeutet. Sie ist eine Beta, ein Prototyp der neuen Teen-Klon-Reihe, die den reichen Familien auf der paradiesischen Insel Demesne zur Unterhaltung dienen soll. Elysias Bestimmung ist es zu dienen, sie hat keine Wünsche, sie dient, denn einen freien Willen und Gefühle haben Klone nicht. Es fehlt ihnen an der dafür erforderlichen Seele und ihr handeln wird durch einen Chip und ihre Programmierung bestimmt. In einer von Kriegen zerstörten Welt ist Demesne einer der letzten idyllischen Orte und Luft und Wasser sind optimiert für ein langes und unbeschwertes Leben. Wer hier leben will, der lässt es sich einiges kosten und viele Klone zu haben ist mit ein Zeichen des Wohlstandes. Für die Frau des CEO der Insel ist es daher eine Sache von Prestige Elysia zu kaufen und so das erste Beta Modell der Insel zu haben. Elysia wird als Tochter in die Familie aufgenommen mit der Aufgabe Mutter und ihren Geschwistern die Zeit zu vertreiben. Aber es gehen Gerüchte um, angeblich soll es immer mehr "defekte" Klone geben, die dann getötet oder repariert werden müssen. Was niemand weiß: auch Elysia ist defekt, denn sie hat Erinnerungen an ihre First, das Mädchen, dem einst ihr Körper gehörte und Elysia ist keinesfalls gefühllos.

Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
Eigentlich ist "BETA" von Autorin Rachel Cohn kein schönes Buch. Geschildert werden die Ereignisse aus der Perspektive von Elysia und ob man diese Figur und ihre Sichtweise mag, wird daher auch stark das Gesamturteil des Lesers über dieses Buch beeinflussen. Die Themen die hier behandelt werden sind ebenfalls eher negativer Natur. Es geht um Sklaverei, Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung, Revolution und vieles andere. Wer also hier eine YoungAdultRomance erwartet, der wird sicherlich enttäuscht werden. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, aber da es sich bei Elysia um einen Klon handelt, der erst lernen muss mit Gefühlen zurecht zu kommen, ist auch diese vielleicht nicht so, wie es mancher Leser wünschen würde. Sieht man diesen Roman als Gesellschaftskritik an, dann gibt es hier viel über das man sich im Nachhinein Gedanken machen kann und viel Potenzial für Diskussionen. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass dies erst der erste Band einer geplanten Reihe ist. Viele Fragen sind daher noch offen und warten auf Klärung in den Fortsetzungen. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass es in diesem Buch einige sehr gewalttätige Szenen gibt und das Buch auch nicht unbedingt eine Vorbildfunktion einnimmt, was das Verhalten der Figuren angeht. Es ist daher keine typische Jugendliteratur, sondern sollte sich eher an junge Erwachsene richten. Die Figuren im Buch haben mir jedoch als Abbild der Gesellschaft in diesem Roman sehr gut gefallen.
Besonders gelungen ist dem Verlag hier das Cover, das mit der Abbildung von Elysia inklusive den fuchsiafarbenen Augen und der Tätowierung genau der Beschreibung im Buch entspricht. Der einzige Wermutstropfen ist nun, dass über ein Erscheinungsdatum der Fortsetzungen noch nichts bekannt ist.
Empfehlen kann "BETA" an alle an Dystopien und konfliktreichen Büchern interessierten Leser ab ca. 15-16 Jahren. 

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage des cbt Verlages.
Hier gibt es auch eine Leseprobe zum Buch.

Und hier kann man das Buch kaufen: Rachel Cohn: BETA

Samstag, 2. März 2013

Arno Strobel: Der Sarg


Im Wald wird ein vergrabener Sarg gefunden, in dem eine Frau lebendig begraben wurde und so qualvoll gestorben ist. Bernd Menkhoff ist aus Aachen zu Kölner Polizei gewechselt und wird mit den Ermittlungen beauftragt.
In Köln lebt auch Eva, die von merkwürdigen Träumen heimgesucht wird. Im Traum ist sie in einem Sarg eingesperrt und sie kann sich nicht befreien. Doch am nächsten Morgen wacht sie mit Verletzungen an den Händen auf. Ist es wirklich ein Traum?

"Der Sarg" von Autor Arno Strobel ist ein spannender Psychothriller, der sich mit der Frage Wahn oder Wirklichkeit auseinandersetzt. Nicht nur die Figuren, sondern auch der Leser ist sich lange nicht im klaren darüber ob hier Dinge im Traum oder in der Realität geschehen. Es ist nicht das erste Buch des Autors das ich gelesen habe und der Autor hat sich hier auch selber die größte Konkurrenz geschaffen. Nach "Der Trakt" und "Das Wesen" liegt für mich die Messlatte sehr hoch. "Der Sarg" braucht sich vor dem Vergleich nicht zu scheuen, aber ganz so mitreißen, wie die davon unabhängigen Vorgänger konnte mich dieses Buch nicht. Das hängt zum Teil auch mit dem Kernthema des Buches zusammen, das mir recht schnell klar war da ich erst vor einiger Zeit ein Buch mit ähnlicher Thematik gelesen hatte. Inhaltlich möchte ich auch gar nicht mehr verraten, da dies es mit die Spannung ausmacht, nicht genau zu wissen wohin sich die Geschichte entwickelt.
Die Figur des Bernd Menkhoff ist auch aus anderen Büchern des Autors bekannt und ich habe mich gefreut sie hier wieder zu treffen. Er ist sympathisch mit Ecken und Kanten, um es vereinfacht darzustellen. Ein wenig enttäuscht haben mich in "Der Sarg" die Nebenfiguren, da zum Ende hin vieles in der Luft hängen bleibt und nur der Haupthandlungsstrang aufgeklärt wird. Die übrigen Figuren werden nicht mehr aufgegriffen und die offenen Fragen in ihrem Verhalten und Wesen, die sie mit zu Verdächtigen machten, daher nicht beantwortet. Insgesamt gesehen lässt sich das Buch jedoch sehr flüssig lesen und es fällt leicht mit Spannung dabei zu bleiben und seine Vermutungen bestätigen oder auch zerstören zu lassen. Überraschen konnte mich die Auflösung zwar nicht, aber unterhalten konnte mich das Buch über einige Stunden hinweg sehr wohl.
Empfehlen kann ich "Der Sarg" daher wieder allen Lesern, die gerne Thriller lesen, die ohne blutige Gemetzel auskommen. Wer noch kein Buch von Arno Strobel gelesen hat, dem lege ich auch insbesondere "Der Trakt" und "Das Wesen" ans Herz.

So habe ich bewertet:





Und hier kann man das Buch kaufen:  Arno Strobel: Der Sarg

Freitag, 1. März 2013

KW 09/2013 - Die Leckereien der Woche - Weiße-Schokolade-Kekse

Heute gibt es von mir ein Rezept für Weiße-Schokolade-Kekse
Ich habe noch nie verstanden, warum die meisten Leute zwar das ganze Jahr über Kekse kaufen, aber nur zu Weihnachten selber welche backen. Hier also nun ein Ganzjahresrezept.

Für 20 sehr große Kekse braucht man folgende Zutaten:

125 g Butter oder Margarine
100 g brauner Zucker
2 Päckchen Vanille-Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
200 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
150 g weiße Schokolade
75 g gehackte Nüsse nach Wahl (ich habe Cashew genommen)


1.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen (will man keine 20 großen Kekse backen, sondern z.B. 30 kleinere, dann benötigt man zwei Backbleche).
Die Butter mit dem braunen Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Das Ei verquirlen und langsam untermixen. Das Salz hinzugeben und alles verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und langsam unterrühren. Den Teig solange bearbeiten, bis alles gut vermengt ist.

2.
Die Schokolade in grobe Stücke zerhacken. Sie dürfen ruhig noch etwas größer sein.
 

3.
Die Schokolade und die gehackten Nüsse zum Teig geben und unterheben bis alles gut verteilt ist.

4.
Mit einem Teelöffel gut gehäufte Portionen abstechen und mit Abstand auf das Backblech setzen. Dann die Häufchen flachdrücken und in Keksform bringen.

5.
Die Kekse bei ca. 180° C für ca. 12 Minuten backen, bis sie schön gebräunt sind.




Guten Appetit!

Man kann die Kekse natürlich auch mit Zartbitter- oder Vollmilchschokolade backen und jede Art von Nüssen verwenden.