Sonntag, 12. Mai 2013

Samsung SR8846 NaviBot Robotersauger




MEINE BISHERIGEN ERFAHRUNGEN MIT STAUBSAUGERROBOTERN:
Ich habe nun seit August 2011 einen Roomba 780 der Firma iRobot im Einsatz. Außerdem kenne ich auch das Modell SR8894 (Silencio) der Firma Samsung.
Ich habe meinen Roomba immer sehr geschätzt, aber seit ich die NaviBots habe, weiß ich erst, wie unkoordiniert mein altes Modell gearbeitet hat.
Und wer sich fragt, wozu man denn mehr als einen Staubsaugerroboter braucht: Die Robbies können schon viel, aber Treppensteigen gehört noch nicht dazu.
Da ich schon länger einen Staubsaugerroboter habe, ist meine Wohnung auch ziemlich barrierefrei. Kabel liegen nur hinter den Schränken oder in für den Roboter nicht zugänglichen Bereichen. Ich habe keine Teppiche, sondern nur Laminat und Fliesenböden. Aber ich werde auf dieses Thema trotzdem später noch eingehen.

LIEFERUMFANG:
Der SR8846 ist ein Modell der NaviBot Serie von Samsung.
Erfreulicherweise liegt dem Gerät eine richtige Bedienungsanleitung bei, die auch vor dem ersten Gebrauch gelesen werden sollte.
Der Lieferumfang des SR8846 umfasst:
- Den Roboter SR8846
- Die Ladestation
- Die Fernbedienung inklusive Halterung
- Zwei Virtual Guards
- Eine Kurzanleitung und eine ausführliche Bedienungsanleitung
- Eine Ersatzbürste
- Zwei Ersatzseitenbürstchen
- Ein Bürstenreiniger
- Ein zusätzlicher HEPA-Filter
Wer jedoch auch gleich die Leuchttürme/Virtuellen Wände (Virtual Guards/Walls) verwenden möchte, der sollte sich die passenden Batterien besorgen. Pro Guard werden zwei Batterien benötigt (1,5V in Größe D), die leider nicht im Lieferumfang enthalten sind. Die Batterien für die Fernbedienung sind dagegen enthalten.

DER EINSATZ:
Zunächst sollte die Ladestation des NaviBot aufgestellt werden. Dabei sollte man darauf achten, dass sie frei zugänglich ist, und das Gerät von dort aus ohne Probleme sein Reinigungsprogramm beginnen kann. Die Ladezeit beträgt ca. 2 Stunden, dann ist der NaviBot für seinen ersten Einsatz bereit.
Ich habe zunächst einmal das Verhalten des NaviBot beobachtet, um festzustellen, ob ich Bereiche absperren muss und ob er alle eventuellen Hindernisse überwinden kann. Dabei ist mir folgendes aufgefallen:
- Zwar kann man die Stühle rund um den Esstisch stehen lassen, doch die vielen Stuhlbeine irritieren das Gerät doch und es wird dann natürlich auch nicht unter dem Tisch gereinigt, weil der Roboter nicht überall durchpasst. Ich stelle daher die Stühle vor dem putzen hoch.
- Der NaviBot SR8846 hat einen Durchmesser von 35 cm und ist mit dem vorderen Sensor ca. 9 cm hoch. Kabel bereiten ihm Probleme. Wenn man nicht möchte das zu leichte Sachen heruntergerissen werden, sollte man diese Bereiche daher absperren. Wer wie ich das TV-Element nach hinten zugänglich hat, kann daher einfach eine schwere Topfpflanze oder ähnliches vor die Kabel rücken, so dass der NaviBot daran nicht vorbei passt.
- Die Hänge-Toilette im Bad befindet sich bei mir nah zu einer Wand. Mein alter Saugroboter Roomba hat sich immer darunter festgefahren. Der NaviBot hat damit keine Probleme! Er merkt, dass hier ein Hindernis über ihm ist und legt dann den Rückwärtsgang ein.
- Treppen und einen Absatz mit Geländer hat der NaviBot ohne Probleme als solche erkannt und an den Kanten abgefahren. In der Anleitung wird jedoch darauf hingewiesen, dass man vorsichtshalber einen Virtual Guard vor solche Gefahrenbereiche stellen sollte. Der SR8846 hat auch im Vergleich zu anderen Modellen einen Absturzsensor weniger.
- Die Anleitung warnt ausdrücklich davor, den NaviBot SR8846 auf schwarzen Böden einzusetzen. Ob dann irgendetwas passiert oder der NaviBot einfach nicht reinigt, weil er den Boden für einen Abgrund hält, ist nicht klar. Wie gut, dass ich nur helle Böden habe.
- Die Anleitung warnt auch ausdrücklich vor dem Einsatz auf hochflorigen Teppichböden und bei Teppichen mit langen Fransen. Ich habe keine Teppiche bei denen diese Probleme hätten auftreten können. Wer solche Teppiche hat, für den sind die NaviBot Staubsaugerroboter dann wohl nichts. In dieser Hinsicht hat aber der Roomba 780 von iRobot keinerlei Probleme. Er hat sich hier schon mehrfach im Haushalt von Freunden und Familie bewiesen, bei denen er ein gerngesehener Partygast ist. Mit meinen abgeflachten Türschwellen hat der NaviBot dagegen keine Probleme.

Sehr angenehm ist die Lautstärke des Samsung NaviBot 8846, der schon deutlich leiser ist als mein alter iRobot Roomba 780. Noch mal leiser sind dann die NaviBot Silencio Modelle.

Mit der Putzleistung des NaviBot 8846 bin ich absolut zufrieden. Auch unter der Heizung, in den Ecken und an den Fußleisten ist das Ergebnis einwandfrei.
Die beiliegenden Virtual Guards sind sehr praktisch. Sie können entweder als virtuelle Wand eingesetzt werden und einen Bereich absperren, oder als Wegweiser für den NaviBot dienen, so dass er die Zimmer erst nacheinander putzt. Das funktioniert auch ohne Probleme, wenn die Ladestation in einem Durchgangszimmer steht und mehrere Räume davon abgehend nacheinander gereinigt werden sollen. Sehr praktisch und batterieschonend ist auch, dass man die Virtual Guards mit einem Druck ausschalten kann.
Seit ich den NaviBot habe, weiß ich erst wie "blöd" mein Roomba ist. Bei dem ist es so, dass er nach dem Start erst mal die nächstgelegenen Kanten abfährt. Dann fährt er so lange bis er auf ein Hindernis trifft und ändert die Richtung, bis er wieder auf ein Hindernis trifft und wieder die Richtung ändert etc. Das geht so lange, bis er meint, so ziemlich alle Stellen beim Reinigen erwischt zu haben (erstaunlicherweise war es danach tatsächlich sauber). Will er dann wieder zurück zur Ladestation, so irrt er manchmal minutenlang orientierungslos durch den Raum, bis er sie dann wieder zufällig findet.
Der NaviBot dagegen verwendet Visionary Mapping. Eine eingebaute Kamera erfasst die Form der Decke und berechnet daraus einen Grundriss. Der NaviBot weiß daher zu jedem Zeitpunkt wo er sich befindet, fährt den Raum in einem Muster ab und weiß z.B. auch, dass er noch nicht unter dem Tisch gereinigt hat wenn die Tischbeine im Weg waren und versucht es dann noch mal von einer anderen Seite aus. Ebenso merkt er sich die Hindernisse im Raum und ändert während der Fahrt die Richtung, wenn er auf eines zusteuert. Nach dem Ende des Reinigungsvorgangs kehrt der NaviBot auf direktem Weg zur Ladestation zurück. Das funktioniert übrigens auch bei Dachschrägen!
Durch diese systematische Vorgehensweise ist der NaviBot auch viel schneller mit der Reinigung fertig als mein Roomba! Für ca. 50 qm verteilt auf zwei Zimmer, Küche und Bad, unterteilt mit zwei Virtual Guards, braucht der NaviBot keine Stunde.

Ausgestattet ist der NaviBot SR8846 auch mit einem Reinigungsset. Nach 2-3 Saugeinsätzen sollte man überprüfen ob sich Haare um die Bürsten gewickelt haben oder der Staubbehälter geleert werden muss. Ich habe jedoch festgestellt, dass man dabei unweigerlich auch wieder etwas Dreck verteilt, wenn man die Bürsten herausnimmt und den Filter nicht nur ausleert. Daher mache ich das, bevor ich einen neuen Saugeinsatz starte. Die Reinigung selber ist unkompliziert und wird in der Bedienungsanleitung erläutert.

Nicht möglich ist es beim SR8846 einen Zeitplan zu programmieren. Man kann lediglich die Reinigung sofort starten oder eine Zeitverzögerung von bis zu 23 Stunden auswählen. Die Einstellungen erfolgen über das Eingabefeld am Gerät. Fast alle Einstellungen, sowie die manuelle Lenkung des NaviBot, sind auch über die beiliegende Fernbedienung möglich.

ERSATZTEILE:
Geliefert wird der NaviBot SR8846 auch mit einigen Ersatzteilen. Ein neues Bürstenset (Hauptbürste und zwei Seitenbürsten) und ein Filterset stehen so schon zur Verfügung. Die Ersatzteile sind auch relativ teuer und ich habe bisher nur auf speziellen Seiten das Zubehör finden können. Ich hoffe aber, dass es das bald auch wieder hier bei amazon gibt, wo es im Moment nicht bestellbar ist.

SONSTIGES:
Sehr schön finde ich auch bei den NaviBot Modellen, dass man sie sowohl in Stand-by schalten kann wenn sie in der Ladestation stehen, als auch über einen Netzschalter an der Geräteunterseite komplett ausschalten kann. Das geht bei meinem Roomba leider nicht.
Die NaviBot Modelle haben keine Tragevorrichtung. Da ich bisher immer meinen Roomba 780 durchs Haus getragen habe, damit er auch in anderen Etagen reinigen kann, fand ich das da immer sehr praktisch (auch beim Transport zu den oben erwähnten Parties). Für die NaviBots braucht man zwei Hände zum Tragen.

FAZIT:
Ich kann für den Samsung NaviBot SR8846 eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Gerade der Preis kann hier im Vergleich zu den anderen mir bekannten Modellen (NaviBot SR8894 und iRobot Roomba 780) bei ähnlicher Reinigungsleistung überzeugen. Vorsicht ist nur geboten, wenn dunkle Böden und/oder hochflorige Teppiche vorhanden sind. Für mich ist es auch selbstverständlich, dass ich den Raum vor dem Saugen ein wenig vorbereite und keine Kabel, Socken oder ähnliches liegen lasse, was Probleme bereiten kann. Wer das beachtet, wird viel Freude an dieser Haushaltshilfe haben.
Ich möchte "Bottie" jedenfalls nicht mehr missen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man den Staubsaugerroboter kaufen: Samsung SR8846 NaviBot Robotersauger

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